Qwerly:
Personenabfrage für Twitter-Konten

Twitter-Biografien sind auf 160 Zeichen begrenzt und geben nicht immer Auskunft über die Person hinter dem Tweet. Qwerly löst das Problem mit seiner Personenabfrage für Twitter-Konten.

Twitter-Nutzer dürften dies kennen: Sie stoßen auf ein interessantes Twitter-Profil, auf dem nicht nur eine vollständige Namensangabe fehlt, sondern auch eine Kurzbiographie (alternativ ist sie zwar vorhanden, sagt aber nichts Konkretes darüber, wer sich hinter dem Konto verbirgt). Oder sie suchen nach dem Twitter-Konto einer spezifischen Person, finden aber gleich mehrere Accounts zum jeweiligen Namen.

Qwerly hat die Lösung für dieses Problem: Der vom Wahl-Londoner und myblog.de-Mitbegründer Max Niederhofer gestartete Dienst lässt sich am besten als eine Art Whois für Twitter beschreiben und setzt dieses Konzept genau so um, wie man es sich in Hinblick auf eine Whois-Abfrage für eine Internetdomain vorstellen würde:

Man füttert das zentrale Suchfeld auf der Qwerly-Website mit einem beliebigen Twitter-Benutzernamen und erhält eine Profilseite mit weiterführenden Links und Informationen rund um den jeweiligen Anwender. Bei Twitter-Mitbegründer Evan Williams sieht das beispielsweise so aus, und bei Über-Blogger Robert Scoble so. Mein automatisch erstelltes Qwerly-Profil findet ihr hier.

Qwerly crawlt mit einer selbstentwickelten propritären Suchtechnologie das Web nach Verbindungspfaden zum jeweiligen Twitter-Konto. Berücksichtigt werden dabei nur öffentlich verfügbare Profile und Websites. Zumindest in meinem Fall hat das gut geklappt – es erschienen keine Verweise, die nicht zu meiner Person gehören, und auch nichts, was meines Erachtens nach in die Kategorie “irrelvant” fällt. Die Frage ist nun, ob dies ähnlich gut bei Accounts funktioniert, die “Anonymität” (soweit im Netz möglich) anstreben. Dann hätte Qwerly wahrscheinlich bald ähnlich viele Feinde wie Personensuchmaschinen wie Yasni oder 123 People.

Um den Service nutzen zu können, ist keine Anmeldung erforderlich. Wer jedoch Veränderungen an seinem persönlichen Profil vornehmen will, kann sich mit Hilfe seiner Twitter-Benutzerdaten authentifzieren, von Qwerly aufgelistete Links zu externen Sites entfernen oder hinzufügen und erhält zudem eine übersichtliche Auflistung sämtlicher bei Twitter gefolgten Anwender inklusive ihrer externen Webpräsenzen.

Vor zwei Jahren noch wäre ein Tool wie Qwerly ziemlich überflüssig gewesen. Mittlerweile besitzen jedoch über 160 Millionen Menschen ein Twitter-Konto. In bestimmten Branchen gehört es heute zum guten Ton, bei dem Dienst Präsenz zu zeigen. Qwerly erleichtert die Zuordnung von Twitter-Konten zu existierenden Online-Identitäten und räumt gleichzeitig jedem Benutzer die Option ein, Veränderungen am eigenen Profil zu tätigen – wenn auch mit dem für Qwerly positiven Nebeneffekt, auf diesem Weg die eigene Benutzerzahl zu erhöhen, da beim Login via Twitter auch ein Qwerly-Konto angelegt wird und eine E-Mail-Adresse angegeben werden muss.

Prädikat nützlich. Zumindest bis zu dem Tag, an dem Twitter umfangreichere Benutzerbiografien einführt.

Link: Qwerly

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3 Kommentare

  1. Max Niederhofer
    schrieb am 20. Oktober 2010 um 13:16 Uhr (#)

    Martin,

    vielen Dank fuer den positive Artikel! Stehe gerne Deinen Nutzern fuer Fragen zur Verfuegung.

    Viele Gruesse,
    Max

  2. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 20. Oktober 2010 um 14:46 Uhr (#)

    Klasse!

  3. Othmar Buchs
    schrieb am 21. Oktober 2010 um 15:54 Uhr (#)

    Bei mir führt kein einziger Hyperlink aus dem Artikel auf eine gültige Seite. Ansonsten, wenn das wirklich so ist, wie beschrieben, wäre das wunderbar.

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