Kooperation mit Livescribe:
Evernote macht den Kugelschreiber
fit für die Cloud
Wer handschriftliche Notizen verfasst, kann diese nur mit viel Aufwand digitalisieren und durchsuchbar machen. Evernote hilft ab sofort. Zumindest Besitzern der elektronischen Kugelschreiber von Livescribe.
Wahrscheinlich mehr, als man annehmen möchte. Immerhin ist das papierlose Büro noch lange nicht Realität geworden, zudem empfinden es viele Menschen als angenehm, gelegentlich Informationen in ihrer eigenen Handschrift niederzuschreiben, statt sie in ein charakterloses Office-Dokument einzutragen oder mühselig in ihr Smartphone einzutippen.
Der offensichtlichste Nachteil: Was einmal aufs Blatt gebracht wurde, lässt sich nur mit viel Aufwand digitialisieren, durchsuchen und online mit anderen teilen. Bisher jedenfalls.
In seinem Unternehmensblog hat Evernote gestern eine Verknüpfung des Onlinedienstes mit den Kugelschreibern von Livescribe vorgestellt. Die elektronischen Livescribe-Kulis wie zum Beispiel der SmartPen (Affiliate-Link) besitzen eine eingebaute Kamera und ein integriertes Mikrofon, wodurch das Geschriebene (und eventuell dazu Gesprochene) aufgezeichnet wird und sich nachträglich auch auf den PC/Mac übertragen lässt.
Die Evernote-Unterstützung ermöglicht Anwendern, ihre digitalisierten handschriftlichen Notizen direkt vom Stift über USB an einen Rechner und von dort über die Livescribe-Software in ihr Evernote-Konto zu importieren. Im Rahmen von Evernotes automatischer Texterkennung kann das Geschriebene anschließend in computerlesbare und durchsuchbare Notizen umgewandelt werden. Dies soll zur Zeit für Deutsch, Spanisch, Französisch, Italienisch, Japanisch und Russisch funktionieren.

Ich schreibe mittlerweile nur noch sehr selten auf Papier, unter anderem deshalb, weil ich bestrebt bin, sämtliche für mich wichtigen Informationen in der Cloud zu speichern. Die Kooperation von Livescribe und Evernote ist ein sehr spannender Ansatz, da sie genau dies ermöglicht – allerdings nur nach einer manuellen Synchronisation inklusive USB-Verkabelung. Ob das schon alles war?
Am Ende des Blogbeitrags erklärt Evernote, dass dies nur der Beginn der Partnerschaft mit Livescribe sei. Zukünftig soll die Übertragung handschriftlicher Notizen vom Livescribe-Kuli ins Evernote-Konto mit noch weniger Aufwand erledigt werden können, versprechen die Evernote-Macher. Ob damit eine kabellose Echtzeit-Synchronisation gemeint ist? Das würde natürlich die Integration eines Funkmoduls in die Livescribe-Schreibgeräte voraussetzen…
Kulis sind eben auch nicht mehr das, was sie einmal waren.


















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Evernote hat ohne Zweifel einen funktionellen Reifegrad erreicht, der seines Gleichen sucht.
Ich nutze den Dienst dennoch nicht, da meines Wissens alle Notizen zwar verschlüsselt übertragen, aber unverschlüsselt auf den Hersteller-Servern gespeichert werden. Ich würde mir eine Software wünschen, bei der ich auch die Server-Komponente unter eigener Regie betreiben könnte.
Ach guck, bin bei Evernote angemeldet und habe auch einen LiveScribe Stift. Das werd ich direkt mal auspobieren.