Samstag App Fieber:
Lobbypedia,
Newswall, Atizo

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal mit: Lobbypedia – Daten und Fakten über den Lobbyismus; Newswall – die eigene Nachrichtenwand betreiben; und Atizo – gemeinsames Brainstorming von Ideen.

 

Lobbypedia
Lobbypedia
Die Lobbypedia ist ein neues Portal, das den Einfluss von Lobbyorganisationen auf staatliche Einrichtungen, Gesetzgebungsprozesse und Medien dokumentieren möchte. Zum Start gibt es drei Themenschwerpunkte: Vom Politiker zum Lobbyisten, die Bau- und Immobilienlobby und die Finanzlobby. Weitere Themen werden folgen. Die Lobbypedia sammelt Daten und Fakten zu den Themen und versucht in Artikeln die Zusammenhänge über die Einflussnahme auf Politik und Öffentlichkeit aufzuzeigen. Derzeit werden die Inhalte redaktionell von einem Team erstellt, Leser können Fehler melden und Kommentare hinterlassen. Die Möglichkeiten zur Mitwirkung sollen aber sukzessive ausgebaut werden.

 

 

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Location Based Services:
friendticker erhält Kapitalspritze
in siebenstelliger Höhe

Der Berliner Location-Dienst friendticker erhält eine Kapitalspritze in siebenstelliger Höhe und will damit die Expansion ins Ausland vorantreiben.

Mitte August startete Facebook in den USA die seit einigen Wochen auch in Deutschland und der Schweiz verfügbare Funktion Facebook Places (Orte). Die Webszene stellte sich dabei die Frage, welche Auswirkungen die Existenz eines Check-In-Features bei dem größten sozialen Netzwerk der Welt auf die vielen kleinen Startups haben würde, die zuvor Location-Dienste auf Basis von Check-Ins aufgebaut haben.

Das deutsche foursquare-Pendant friendticker reagierte recht entspannt auf den Facebook-Vorstoß. Mitbegründer und CEO Florian Resatsch erklärte uns damals, dass man sich für Facebook Places öffnen und die entsprechende API von Facebook zur Verknüpfung von friendticker und Facebook nutzen werde, sobald sie für alle offen steht.

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Linkwertig:
Flickr, Yahoo Mail,
Health Month, Google Place Search

Flickr
Flickr – eigentlich das paradigmatische Beispiel für das soziale Web – muss auf die Hypersozialität von Twitter und Co. reagieren und legt den Benutzern nun auch proaktiv nahe, das Beziehungsgeflecht doch etwas zu verdichten.

» Flickr is more fun with friends

 

Yahoo Mail
Yahoo scheint überhaupt im Aufhol-Fieber zu sein, auch Yahoo Mail wurde das erste Mal in fünf Jahren generalsaniert. ReadWriteWeb ist davon recht angetan.

» Yahoo Mail Gets a Speed Boost with Redesign

 

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Facebooks neue “Friendship Pages”:
Wer spricht mit wem

Facebook startet mit Friendship Pages spezielle Profilseiten, die Interaktionen zwischen zwei Kontakten aggregieren. Die Neuerung erinnert an die zu Anfang kritisierte Einführung des Newsfeeds im Jahr 2006.

Als Facebook im Herbst 2006 ein neues Feature einführte, das Mitgliedern in einem chronologischen Stream Änderungen und Aktivitäten der eigenen Kontakte anzeigte, sorgte dies bei einem Teil des knapp 10 Millionen User zählenden Social Networks für Proteststürme. Angeblich traten bis zu 500.000 Nutzer Gruppen gegen die neue Funktion bei, von der erwartet wurde, dass sie Stalking erleichtern und Anwendern die Kontrolle über ihre Daten entreißen würde.

Die Rede ist natürlich vom Newsfeed, seit langem das Herzstück des nun über 500 Millionen Anwender zählenden Dienstes, und mittlerweile auch Standard-Feature bei zahlreichen anderen Social-Web-Services. Wie so oft dauerte es eine Weile, bis User sich an eine signifikante Veränderung der Funktionsweise des Netzwerkdienstes gewöhnt hatten.

Es würde mich sehr wundern, wenn ein derzeit sukzessive für alle Facebook-Nutzer ausgerolltes neues Feature nicht zu ähnlichen Reaktionen führt. “Friendship Pages”, also “Freundesseiten” nennt sich die Neuerung, die sämtliche Interaktionen zwischen zwei Facebook-Kontakten auf einer speziellen Profilseite aggregiert.

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evenito:
Onlineplaner für private Events

evenito ist ein neues Startup aus Potsdam, das passionierten Arrangeuren von privaten Feierlichkeiten Onlinewerkzeuge zur Eventplanung bietet.

Es gibt Personen, die lieben es, Feiern, Feste und Partys zu organisieren. Und es gibt solche, die es bevorzugen, die Festlichkeiten anderer als Gäste zu besuchen. evenito heißt ein frisch in Beta-Phase gestartetes Startup aus Potsdam bei Berlin, das die Bedürfnisse beider Gruppen befriedigen möchte – obwohl es sich als webbasierter Veranstaltungsplaner in erster Linie an die Arrangeure von privaten Events und Partys richtet.

evenito will Anwender mit professionellen Planungswerkzeugen versorgen, mit denen sämtliche Organisationsschritte zur Vorbereitung eines Events online im Browser erledigt werden können. Als Anwendungsszenarien für ihren Service schweben den Potsdamern beispielsweise Grillfeste, Geburtstage, Hochzeiten oder auch kleinere Firmenfeiern vor.

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JAJAH:
VoIP-Dienst soll (erneut) Skype Konkurrenz machen

Zum Jahreswechsel wurde der von zwei Österreichern gegründete VoIP-Dienst JAJAH für 207 Millionen Dollar vom spanischen Telekommunikationskonzern Telefonica übernommen. Dieser drückt den Skype-Wettbewerber nun mit aller Kraft in den Markt.

Erinnert ihr euch noch an JAJAH, den von den zwei Österreichern Roman Scharf und Daniel Mattes im Jahr 2005 gegründeten VoIP-Dienst, der im Januar dieses Jahres für 207 Millionen Dollar an den international agierenden spanischen Telekommunikationsriesen Telefonica verkauft wurde?

Auch wenn der Service niemals die Bekanntheit erreichte, die sich VoIP-Ikone Skype erarbeitete, zählt das einstige Startup dennoch zu den erfolgreichsten Gründer-Geschichten in der deutschsprachigen Internetwelt – nicht nur wegen des gelungenen Exists, sondern auch, weil die zwei JAJAH-Macher den hierzulande eher seltenen Schritt wagten, im Rahmen einer Finanzierungsspritze der bekannten Silicon-Valley-VC-Firma Sequoia Capital den Firmensitz von Wien nach Kalifornien zu verlagern.

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Linkwertig:
Guardian, MySpace,
LimeWire, Spreadshirt

Journalismus
Meedia hat mit dem Chefredakteur vom Guardian ein erfrischendes Interview zur Zukunft des Journalismus geführt.

Klar, werde ich traurig sein, wenn es die Zeitung nicht mehr gibt. Wir sollten uns aber lieber darauf konzentrieren, wie es mit dem Journalismus weitergeht.

» Interview mit Guardian-Chefredakteur Alan Rusbridger

 

MySpace
MySpace wagt einen Neustart und verabschiedet sich von der Ambition, direkt mit Facebook zu konkurrieren.

Künftig soll es also noch mehr als bisher schon um Musik, Filme und TV-Shows gehen. MySpace-Chef Mike Jones will dafür die Kooperation mit der Onlinevideoplattform Hulu ausbauen, um aus dem einst größen Social Network der Welt eine Medienkonsum-Plattform zu machen.

» MySpace’s Last Gasp: We’re All New!
» MySpace wird zur Entertainment-Plattform für die Jugend

 

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Datenschutz im Netz:
Rapleaf weiß, wer du bist

Der Marketingdienstleister Rapleaf hat eine Milliarde E-Mail-Adressen gesammelt und mit Personenprofilen sowie vollständigen Namen verknüpft. Einmal mehr wird deutlich, dass Datenschutz und Internet nicht wirklich zueinander passen.

Viele zu lesen gab es in den letzten Tagen über ein US-Unternehmen namens Rapleaf. Die Firma aus San Francisco bietet Marketingdienstleistungen für Firmen und Organisationen, im Mittelpunkt stehen dabei E-Mail-Adressen von Internetnutzern – eine Milliarde sollen es mittlerweile sein, welche sich durch verschiedene Crawler-Techniken in der Datenbank des kalifornischen Unternehmens angesammelt haben.

Seinen Kunden ermöglicht Rapleaf, die Validität von E-Mail-Adressen zu überprüfen, und – da Rapleaf zu jeder Adresse ein Personenprofil erstellt – weitere Angaben zum jeweiligen User zu erfahren. Zu den Firmen, die auf Rapleafs Datenbank zugreifen, gehören unter anderem Onlinehändler, Hotels, Werbeagenturen, Markenanbieter und Tech-Startups.

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Micropayments:
PayPal macht Ernst

PayPal startet eine neue Micropayment-Lösung, die Zahlungen von Kleinstbeträgen wirtschaftlich machen soll. Gleichzeitig vereinfacht die eBay-Tochter den Bezahlprozess auf externen Websites und launcht ein Zwei-Klick-Zahlungssystem für mobile Apps und Sites.

Nicht selten, wenn wir in einem Artikel den Onlinezahlungsdienst PayPal erwähnen, tauchen in den Kommentaren negative Erfahrungsberichte über das zu eBay gehörende Unternehmen auf – meist von Usern, die Produkte oder Services verkauft, über PayPal Geld in Empfang genommen und in diesem Zusammenhang mit der Leistung des Dienstes unzufrieden waren.

Und dennoch gehört PayPal für mich als Käufer im Web zu den bevorzugten Onlineservices überhaupt. Wer einmal die eigenen Kontodaten hinterlegt und verifiziert hat, kann mit minimalem Aufwand bei einer Vielzahl von Diensten und Shops online bezahlen, ohne jedes Mal aufs Neue die persönlichen Daten eingeben zu müssen.

Während ich keine Erfahrung mit dem Einsatz von PayPal als Verkäufer gemacht habe, hat der Dienst meinen Internetalltag als Nutzer deutlich vereinfacht. Und wie es scheint, möchte die eBay-Tochter die verbliebenen Barrieren bei Onlinezahlungen weiter abbauen:

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Linkwertig:
Big Brother Awards, Netzneutralität,
Open Data, Journalismus

Big Brother Awards
Am Montag wurden in Wien die 12. Österreichischen Big Brother Awards verliehen. Vizekanzler Pröll, die Staatsanwaltschaft, EU-Kommissarin Malmström, ITworks und T-Mobile wurden für ihr Engagement im Feld der Überwachung, Kontrolle und Bevormundung ausgezeichnet.

» Österreichische Big Brother Awards vergeben

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Netzneutralität
mrtopf möchte in einer Serie eine verständliche Einführung in die Themen rund um Netzneutralität geben und erklärt im ersten Teil die benötigten technischen Grundbegriffe.

In diesem Blogpost geht es zunächst um Peering, Transit, Bandbreite und der Struktur des Netzes generell, mit der ich auch beginnen will.

» Netzneutralität: Wie funktioniert das Internet? Teil 1: Die Struktur

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