“Priority Inbox”:
Das Für und Wider von
automatischer E-Mail-Priorisierung

Millionen Gmail-Nutzer warten gespannt auf Priority Inbox – das neue Feature, welches eingehende E-Mails automatisch nach Relevanz sortiert. Der Vorstoß wirft grundlegende Fragen über die Zukunft von E-Mail auf.

Vor zwei Tagen präsentierte Google seine Lösung für das Problem des E-Mail-Overload: Priority Inbox. Mit Hilfe dieser Beta-Funktion, die in den nächsten Tagen allen mehr als 150 Millionen Gmail-Nutzern zur Verfügung stehen soll, will Google allen von der E-Mail-Flut Geplagten das Leben erleichtern..

Das neue Feature bewertet eingehende Mails nach ihrer Wichtigkeit und zeigt die als relevant eingeordneten Nachrichten in einem eigenen Bereich über den zuvor vom Leser markierten sowie über allen anderen E-Mails an. Gmail orientiert sich bei der Einordnung am bisherigen Lese- und Kommunikationsverhalten des Anwenders, bietet aber auch die Möglichkeit, das System durch Betätigen des Plus- und Minus-Buttons im Kontext einzelner Mails zu trainieren.

Laut Google konnten die Benutzer, die Priority Inbox bereits ausprobiert haben, den Zeitaufwand für das Sortieren ihrer E-Mails um sechs Prozent verringern.

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Linkwertig:
Twitter, INDECT, Netzneutralität, Flattr

Twitter
Twitter hat eine offizielle, kostenlose Applikation für das iPad gelauncht. Der Schwerpunkt der App liegt auf einer bequemen Konsumtion von in Tweets verlinkten Inhalten.

» Twitter Launches iPad App, Focuses On Consumption

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INDECT
Mit INDECT gibt es ein brisantes, von der EU mit 15 Millionen Euro gefördertes Projekt:

Das Forschungsprojekt soll vor allem Wege finden, sämtliche Informationen aus dem Netz, aus Datenbanken und von Überwachungskameras intelligent zu verbinden. Damit entsteht ein automatischer Bevölkerungsscanner. INDECT will erforschen, wie sich im Netz mithilfe automatisierter Suchroutinen “Gewalt”, “Bedrohungen” und “anormales Verhalten” finden lassen.

» Projekt INDECT gegen abnormales Verhalten

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Netzneutralität
Nach Google und Verizon haben nun auch AT&T, Skype, Microsoft, NCTA und andere ihre Köpfe zusammengesteckt und sind zu einer eigenen Übereinkunft bzgl. der Netzneutralität gekommen.

» Companies Reach ‘Deal’ On Net Neutrality… But What Does That Mean?

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Ping:
Ein Social Network von Apple?
Nein Danke!

Mit Ping launcht Apple ein Social Network im Twitter-trifft-Facebook-Stil für Musikfreunde, die iTunes, iPhone oder iPod Touch verwenden. Doch kann man sich als Nutzer über einen derartigen Vorstoß wirklich freuen?

Ich gehöre zu der Gruppe von Personen, die aufgrund des Besitzes eines iPhones und iPads auf iTunes angewiesen ist, aber alles dafür tun würde, um diese Abhängigkeit zu ändern. Dass ich mit dieser Haltung nicht alleine bin, zeigen mir die regelmäßigen Wutausbrüche über iTunes, deren Zeuge ich bei Twitter werde.

Ich weiß nicht, wie sich Apples Media- und Sync-Software auf Mac-Rechnern macht, aber auf Windows-PCs ist sie meines Erachtens nach der reine Horror – schwerfällig, nicht intuitiv und äußerst benutzerunfreundlich.

Mit dieser Grundeinstellung im Hinterkopf ist es nicht leicht, eine Begeisterung für Apples neues Social Music Network zu entwickeln, das gestern Abend im Rahmen der Apple-Keynote in London als Teil der ab sofort zum Download bereitstehenden iTunes-Version 10 vorgestellt wurde.

Das unter dem nicht gerade einzigartigen Namen “Ping” präsentierte Feature wird außerdem in Apples mobiles Betriebssystem iOS 4.1 integriert und damit ab der nächsten Woche auf iPhones und iPods (später auch auf iPads) verfügbar sein.

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Apple iOS, iPod, iTunes, TV:
Neuheiten im Quadrat

Apple stellte am Abend das neue iOS, neue iPods und das neue iTunes vor – sowie eine neue Version von Apple TV.

Die Keynote wurde nicht nur in London vor mehreren hundert Journalisten ausgestrahlt, sondern auch via Streaming über das World Wide Web verbreitet. Vier Neuheiten gab es: iOS 4.1 (mit einem Ausblick auf 4.2), eine neue iPod-Familie, ein neues iTunes sowie ein neues Apple TV. Bei allen Preisangaben darf man nicht vergessen: die Angabe erfolgt in US-Dollar ohne Umsatzsteuer, bei uns mit.

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TwentyFeet:
“Egotracking” für
die Social-Web-Gemeinde

TwentyFeet liefert Kennzahlen zu privaten sowie professionellen Social-Web-Accounts auf einen Blick. Der Dienst aus Wiesbaden startet mit einer globalen Ausrichtung und hat bereits bei einem bekannten US-Blogger Sympathien sammeln können.

Neu gegründete Startups aus dem deutschsprachigen Raum stehen meist vor der schwierigen Frage, auf welchen Markt sie sich konzentrieren sollen. Die Zielgruppe der Nutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz ist zumeist groß genug, um über viele Jahre hinweg kräftig wachsen zu können.

Stößt ein Dienst aber doch irgendwann an die Grenzen dieses Marktes, fehlen häufig die Mittel, um den mit schweren Investitionen verbundenen internationalen Launch erfolgreich stemmen zu können. Oder ein ausländischer Wettbewerber ist einem zuvor gekommen.

Eine Alternative ist, von vorn herein eine internationale Nutzerschaft anzusprechen. Dann konkurriert man als Startup zwar direkt mit dem Silicon Valley und erhält zu Beginn mitunter weniger Zuspruch als bei einem mit einer nationalen Werbekampagne flankierten “Deutschland-Launch”, eröffnet sich aber mittel- bis langfristig deutlich bessere Wachstumschancen – sofern man nicht vorher aufgeben muss.

Der zuerst beschriebene Ansatz dominiert – und ist ein Grund für die geringe Zahl international erfolgreicher Startups aus Deutschland (Schweizer und Österreicher Gründer scheinen empfänglicher dafür zu sein, sich sofort an User zu richten, die nicht des Deutschen mächtig sind, so mein nicht statistisch belegter Eindruck). Es geschieht nicht oft, dass wir Mails von jungen deutschen Onlinediensten erhalten, die eine ernstzunehmende globale Fokussierung aufweisen.

Insofern ist TwentyFeet die Ausnahme von der Regel (genau wie Loved.by). Der neue Service aus Wiesbaden hat sich einem Prozess verschrieben, den er “Egotracking” nennt. Gewiefte Social-Web-User ahnen vielleicht schon, worum es geht: TwentyFeet liefert Statistiken rund um Kennzahlen persönlicher Social-Web-Konten im Zeitverlauf.

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Kostenfrei vs. kostenpflichtig:
Der Makel des “Free”

Einst gefeiert als Geschäftsmodell der Zukunft, scheint “Free” in letzter Zeit vermehrt für negative Assoziationen zu sorgen. Dabei gibt es gute Gründe, die kostenfreie Angebote im Netz rechtfertigen.

Als ich in der vergangenen Woche über die in meinen Augen unkluge Wahl das Preismodells der Task-Management-App Remember The Milk berichtete und dem Dienst angesichts aufstrebender Konkurrenz empfahl, statt einer stark beschnittenen Free-Variante lieber so viel wie möglich kostenfrei anzubieten, kam es in den Kommentaren erwartungsgemäß zu einer Diskussion. Wie häufiger in letzter Zeit wurde dem kostenlose Anbieten von Diensten/Inhalten bzw. dem Sympathisieren mit diesem Konzept schnell ein Makel angeheftet.

War “Free” als Preisstrategie im Netz noch vor einem Jahr nicht zuletzt durch Chris Andersons gleichnamiges Buch ein heißer Trend und eine akzeptierte Alternative zu kostenpflichtigen Diensten, scheint es, als habe sich die öffentliche Meinung im Web in letzter Zeit gewandelt.

Ich weiß zwar nicht, ob man bereits von einem Anstieg der Zahlungsbereitschaft im Internet sprechen kann, aber zumindest entsteht der Eindruck, als wenn es einigen ausgewählten Services gelungen ist, eine loyale, zahlende Nutzerschaft aufzubauen, die überzeugt davon ist, das Richtige zu tun, indem sie zahlt.

Grundsätzlich ist das natürlich sehr gut, denn es zeigt neuen Startups und Anbietern, dass Optionen abseits der Monetarisierung durch Werbung existieren, und dass die Voraussetzung dafür “lediglich” ist, einen richtig überzeugenden Dienst zu entwickeln.

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Linkwertig:
Twitter, Greplin, Gmail, Reddit

Twitter
Seit gestern unterstützt Twitter nur noch die Autorisierung via OAuth – nicht wenige der kleineren Drittanwendungen dürften dadurch unbrauchbar geworden sein. Für alle anderen wird Twitter aber sicherer und verlässlicher.

» Twitter Applications and OAuth

 

Greplin
Apropos OAuth: Mit Greplin gibt es eine neue Suchmaschine für die eigenen Daten in der Cloud. Greplin sucht u.a. in Facebook, Twitter, Dropbox, Gmail und Google Docs, also in Diensten, für die man sich autorisieren muss.

» Greplin
» The Other Half Of Search: Greplin Is A Personal Search Engine For Your Online Life

 

Gmail
Im Kampf gegen die Flut an E-Mails spendiert Google Gmail die Möglichkeit, die E-Mails nach Priorität zu gruppieren. Bei mir ist das Feature noch nicht live, aber die ersten Reviews sind davon begeistert.

» Hallelujah! Gmail Saves E-Mail With ‘Priority’ Message Filtering

 

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