Amazon hat es mit seinem Dienst “Mechanical Turk” vorgemacht: Aufträge von Unternehmen werden in Minijobs zerlegt und von digitaler Arbeitskraft rund um den Globus erledigt. Mit clickworker.com gibt es einen ähnlichen Service aus Deutschland.
Egal wie groß die Liebe für Computer und Algorithmen auch ist – ab und an stößt der Einsatz moderner Technik dennoch an seine Grenzen. Häufig dann, wenn es um Informationsbeschaffung oder Prozesse geht, bei denen ein gewisses Verständnis für semantische Zusammenhänge notwendig ist. So weit ist die künstliche Intelligenz noch nicht vorangeschritten, auch wenn seit Jahren am semantischen Web getüftelt wird.
Für Situationen wie diese hat Amazon 2005 seinen Service “Mechanical Turk” gestartet, einen Marktplatz für Tätigkeiten, die menschliche Intelligenz erfordern. Firmen und Entwickler können bei Bedarf auf den Amazon-Dienst zugreifen und notwendige Aufgaben von Usern auf aller Welt erledigen lassen, die sich so ein Zubrot verdienen. Verwandte Anbieter wie myGengo (für Übersetzungen) oder CrowdFlower (für physische Arbeit) verfolgen einen ähnlichen Ansatz.
Gemein haben diese Anbieter das On-Demand-Prinzip, bei dem (ähnlich wie vom Cloud Computing bekannt) Ressourcen nur dann angezapft und bezahlt werden, wenn tatsächlicher Bedarf besteht, sowie das Vorhandensein einer API, mit der sich die Services in andere Anwendungen und Onlineservices integrieren lassen.
Per Mail wurden wir auf den deutschen Dienst clickworker.com aufmerksam gemacht, der ebenfalls auf das Crowdsourcing von menschlicher Intelligenz sowie auf die Aufsplittung von großen Aufträgen in so genannte “Mikrojobs” setzt.
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Netzneutralität
Der Economist hat einen lesenswerten Artikel über die Gefahr einer ‘Balkanisierung’ des Internets veröffentlicht. Gute Zusammenfassung der Situation und der verschiedenen Interessengruppen.
» A virtual counter-revolution
YouTube
80.000 Menschen sind Googles Aufruf, einen Tag des eigenen Lebens mit einem Video-Clip zu dokumentieren, gefolgt. Google hat die Einsendungen nun nett visualisiert:
» Life in a Day
» Explore the Life in a Day video gallery
ARTE
Apropos YouTube: ARTE wird bald Teile des Programms auch auf YouTube zugänglich machen.
Die Nutzer erwarten jeden Tag mehr anspruchsvolle Kulturprogramme auf YouTube — genau solche, wie Arte sie bietet. Wir freuen uns daher sehr, diese Programme und Dokumentarsendungen allen YouTube-Nutzern in Frankreich und Deutschland anbieten zu können
» YouTube und ARTE geben strategische Partnerschaft bekannt
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Apple hat in der vergangenen Woche mit dem üblichen Aufwand seine Halbjahres-Neuheitenshow abgefeiert. Nachdem sich der Nebel gelichtet hat, ist es Zeit, ein wenig genauer hinzusehen.
Fangen wir hinten an der
Neuheiten-Show von Apple an: Apple TV kippt das Kaufkonzept und lässt den Anwender Videos nur noch per Streaming ansehen.
Mal abgesehen davon, dass schon der Besitz und die Benutzung von DRM-kodierten Mediendateien das ist, was die Amerikaner PITA (pain in the ass) nennen, gibt man mit Streaming die Kontrolle noch mehr zurück an die Rechteinhaber.
Die können nämlich an langer Hand kontrollieren, wer was und wann guckt.
Weiterlesen bei neuerdings.com
Internetnutzern werden immer mehr Wege geboten, mit wenig Aufwand Kleinstbeträge für Webinhalte und -dienste zu bezahlen.
Lange Zeit war das Fehlen von wirtschaftlich tragbaren und für Nutzer mit wenig Aufwand verbundenen Methoden, um im Netz geringe Summen für Services oder Inhalte verlangen zu können, ein enormes Hindernis für die Entfaltung alternativer Monetarisierungswege. Doch das scheint mittlerweile Schnee von gestern zu sein. Denn eine Reihe von Initiativen und Vorhaben sorgt dafür, dass Micropayments sowie komfortable “One-Click-Payments” plötzlich an vielen Stellen im Web realisiert werden.
Vorreiter ist hierbei natürlich Apples App Store, der es mehr als 150 Millionen Menschen ermöglicht, mit einem Klick Applikationen und Content käuflich zu erwerben. Jeder Besitzer eines iPhones oder iPads weiß, wie angenehm und komfortabel es ist, kostenpflichtige Applikationen herunterladen zu können, ohne dafür auch nur einen Finger mehr krümmen zu müssen als für die Installation von Gratis-Apps. Auch “In-App-Käufe”, mit deren Hilfe sich beispielsweise zusätzliche Level in einer Spiele-App erwerben lassen, werden so zum Kinderspiel.
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Knapp ein Jahr nach dem Launch nutzen 60.000 User – vorrangig Studenten – PaperC, um fast 5.500 Fachbücher kostenlos zu lesen. Jetzt will das Leipziger Startup international expandieren.
Als
PaperC, ein Startup aus Leipzig, das Nutzern das kostenlose Lesen von Fachbüchern ermöglicht, vor ungefähr einem Jahr an den Start ging,
hatten wir einige Verbesserungsvorschläge. Es freute uns sehr, dass diese nicht nur sehr sportlich vom PaperC-Team
in den Kommentaren zum Artikel aufgenommen, sondern in den darauf folgenden Monaten auch Schritt für Schritt umgesetzt wurden.
Im April landete das Unternehmen auf unserer Liste von 33 Diensten aus dem deutschsprachigen Raum, die man im Auge behalten sollte. Und nachdem ich nun selbst einen persönlichen Bedarf an digitalen Fachbüchern entwickelt habe, hoffe ich natürlich, dass PaperC – das als eines der wenigen aufstrebenden deutschen Startups keine Nachahmung eines US-Anbieters ist – seine bereits guten Ansätze weiter ausbaut.
Vor einigen Tagen habe ich mich per Skype mit PaperC-Mitbegründer Martin Fröhlich unterhalten. Mein Ziel war es, ihm wie zuvor schon anderen Startups (wie mite und Cobocards) Firmeninterna zu entlocken.
Ich hatte Glück: Jungunternehmer Fröhlich zeigte sich offen und gab mir freizügig Einblick in aktuelle Kennzahlen rund um Entwicklung von PaperC.
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mixxt
Der Community-Baukausten mixxt wird drei und schenkt sich selbst mixxt-Apps:
Mit mixxt Apps können besonders vielseitige, anpassbare und mächtige Funktionen in der eigenen Community eingesetzt werden. Die ersten sechs mixxt Apps sind: Artikel, Chat, Fussspuren, Jobs, Künstler und Meinungen.
» Nach 3 Jahren Version 1.0 “evo”: mixxt Apps incl. Chat, Super-Menüs, Relaunch
» mixxt Apps – Einzigartige neue Module mit vielseitigen Möglichkeiten
INDECT
Das vergangene Woche hier kurz erwähnte Überwachungsprojekt INDECT dient nicht nur der Erhöhung der Sicherheit, sondern auch dem Schutz der Privatsphäre. Diese wünscht man sich auch für sich selbst:
Der INDECT-“Ethikrat” entscheidet ab jetzt, welche Daten über das Projekt nach außen dringen.
» EU-Überwachung INDECT auf Tauchstation
Google Buzz
Der Ausrutscher mit den Privacy-Einstellungen zum Start von Google Buzz hat Google 8,5 Millionen Dollar gekostet. Für diesen Betrag wurde eine Sammelklage nun beigelegt.
» Google Settles Buzz Privacy Lawsuit for $8.5 Million
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In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.
Dieses Mal: unserort – ein hyperlokales Nachrichtenportal; menümix – Mittagstische in der Region entdecken; und meinprospekt – Prospekte aus der Nachbarschaft.
unserort
unserort ist ein hyperlokales Nachrichtenportal, das sich neben offiziellen Quellen wie Pressediensten oder polizeilichen Mitteilungen auch aus den Beiträgen der User befüllt. Für jeden Ort wird ein individueller Nachrichtenstrom generiert, der die Bürger über Nachrichten, Ereignisse oder Veranstaltungen informiert. Dabei ganz nett: Es werden nur Meldungen aus dem jeweils sichtbaren Kartenausschnitt aggregiert. Durch Hineinzoomen oder Verschieben kann man sich sehr leicht über Geschehnisse in der unmittelbaren Nachbarschaft informieren. Wer sich regisitriert, kann sich auch ein persönliches Netzwerk zusammenstellen und sich mit Ortsparteien, Geschäften, Vereinen und natürlich anderen Benutzern vernetzen.
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Anders als Unterhaltungsliteratur dienen Fachbücher nur einem Zweck: Wissen zu vermitteln. Leider geschieht dies heutzutage noch immer primär in Papierform.
Wir haben in den Kommentaren zu
diesem und
diesem Artikel ausgiebig über das Potenzial und die Probleme von E-Books diskutiert. Selbst wenn es mir schwerfällt, dem gedruckten Buch als Massenprodukt noch mehr als 15 Jahre zu geben, kann ich verstehen, dass der Aspekt der Haptik sowie die geringe Störanfälligkeit und hohe Flexibilitiät eines Printprodukts in den Augen mancher Konsumenten eine sehr große Bedeutung haben.
Was Unterhaltungsliteratur betrifft, scheint ergo der Wunsch verbreitet zu sein, auch in Zukunft noch Papierbücher erwerben zu können, da es um mehr geht als nur um die nüchterne Aneinanderreihung von Buchstaben zur Vermittlung von Zusammenhängen. Ob dieser Wunsch am Ende von Autoren und Verlagen immer erfüllt wird, ist damit zwar nicht garantiert, aber so lange eine hinreichend große Nachfrage nach Literatur auf Papier besteht, wird das Printbuch wohl nicht zum Museumsstück werden.
Keinerlei Verständnis für ein prinzipielles Festhalten an Print habe ich jedoch, was den Bereich der Fachbücher betrifft. Momentan muss ich selbst feststellen, was es bedeutet, auf spezifisches Lehrmaterial nicht in elektronischer Form zugreifen zu können.
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Das Problem ist bekannt: Web-Startups aus Deutschland sind nicht immer die innovativsten und selten international erfolgreich. Hier sind vier Vorschläge, wie sich dies ändern lässt.
Die Problematik der mangelnden Innovationsfähigkeit deutscher Startups sowie der fehlenden internationalen Durchschlagskraft hiesiger Internetdienste haben wir schon oft unter die Lupe genommen (z.B.
hier,
hier,
hier und
hier). Zwar gibt es in letzter Zeit vermehrt Anzeichen für einen möglichen Sinnes- und Mentalitätswandel in der deutschen Gründerszene – man denke hier nur an neue Inkubatoren wie
HackFwd oder
Hanse Ventures – aber im Großen und Ganzen haben wir die strukturelle Misere noch nicht hinter uns gelassen.
Paul Piper, Gründer des Online-Marktplatzes Bazaaria sowie der E-Commerce-Agentur Ilscipio, versucht in einem Gastartikel bei t3n, die Hintergründe der “Innovationswüste deutsches Internet” zu erklären und liefert einen lesenswerten Überblick über die hiesigen Schwierigkeiten und Probleme aus Sicht eines Startup-Gründers.
Er beschriebt die deutsche Tendenz zur Kritik, die nach seinen Erfahrungen leicht von einer gutgemeinten Hilfestellung in Schlechtmacherei übergehen kann und sich auch im privaten Umfeld äußert. Er stellt auch fest, dass der Respekt vor dem mutigen Schritt in die Selbstständigkeit erst mit dem Erfolg der Unternehmung eintritt – “zuvor sei man mit einem ‘vernünftigen’ Beruf besser bedient”, so lautet in seinen Augen die verbreitete Meinung.
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Google Chrome
Google Chrome wird auch schon zwei Jahre alt und feiert den Geburtstag mit dem Start der Version 6. Neben Verbesserungen der Performance gab es vor allem kleinere kosmetische Veränderungen.
» Back to the future: two years of Google Chrome
Yammer
Auch der Microblogging-Dienst Yammer wird zwei (unsere Review) und transformiert sich bald in eine Plattform. Drittanwendungen können dann in Yammer integriert werden.
» Announcing the Launch of the Yammer Platform
Qriocity
Unter dem schönen Namen Qriocity wird Sony im Herbst eine Alternative zu iTunes vorstellen.
Unter dem Namen Qriocity bietet das Unternehmen künftig eigenen Angaben zufolge “unbegrenzten Zugang” zu Musik, Filmen und Videos auf Abruf. Nutzer von Sonys neuen Fernsehgeräten oder einem Blu-ray-Player des japanischen Elektronikkonzerns sollen ab Herbst auch in Deutschland auf die kostenpflichtigen Inhalte zugreifen können
» Sonys iTunes-Gegner heißt Qriocity
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