Jeder kann publizieren:
Die unangenehmen Folgen
eines unbedachten Tweets

Jeder kann im Netz Inhalte publizieren. Speziell im Echtzeitweb geschieht dies meist innerhalb von wenigen Sekunden. Ein unglücklicher Tweet kann unangenehme Folgen haben.

Mit dem Verschwinden des Publikationsmonopols, bei dem es nur einem sehr kleinen Personenkreis möglich war, mit Botschaften eine große Zahl von Menschen über verschiedene mediale Kanäle zu erreichen, steigt die Freiheit jedes Einzelnen, in Eigenregie Gedanken und Meinungen zu publizieren und über Blogs, Social Networks oder Microblogs zu verbreiten. Wer zielstrebig und kontinuierlich arbeitet und hinreichend Format besitzt, kann sich so eine Reichweite aufbauen, die der einer Lokalzeitung oder eines Sparten-TV-Senders nahe kommt – mit dem Unterschied, sich völlig ungefiltert, ohne Chefredaktion oder zwischengeschalteten Presseverantwortlichen äußern zu können.

Diese Freiheit hat allerdings einen Preis: Denn da niemand vor der Veröffentlichung den jeweiligen Inhalt zu Gesicht bekommt und eventuell Korrekturen vornimmt, ist es leicht geschehen, dass ein unreflektierter Blogeintrag oder Tweet ins Web gelangt und für ordentlich Ärger sorgt. Besonders bei Twitter, wo Geschwindigkeit und kurze Gedanken- und Meinungsschnipsel das A und O sind, besteht die Gefahr, dass einem eine unbedachte Aussage zum Verhängnis wird. Und das gilt sowohl für Prominente als auch für “Normalbürger”, die sich mit viel Fleißarbeit einen großen Social-Web-Anhang erarbeitet haben.

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Umfrage:
Welchen Stellenwert haben
RSS-Reader für euch?

Wieder einmal debattiert das Web darüber, ob RSS eine Zukunft hat. Besonders entbehrlich scheint manchen der klassische RSS-Reader zu sein. Wir wollen von euch wissen, wie das von Twitter angeführte Echtzeitweb eure RSS-Nutzung beeinflusst hat.

RSS ist tot. RSS ist nicht tot. Oder sind vielleicht nur RSS-Reader tot? Diese Fragen treiben (mal wieder) die internationale Blogosphäre um, nachdem IAC bekannt gab, seinen webbasierten RSS-Reader Bloglines zum 1. Oktober einzustellen.

Zwar wurde der seit Jahren von seinem Mutterunternehmen vernachlässigte Reader ohnehin kaum noch eingesetzt (außer gelegentlich von meinem Kollegen Markus Spath, der sich diesbezüglich kürzlich selbst outete ), aber die Symbolwirkung der Entscheidung ist nicht zu unterschätzen: RSS befindet sich nicht gerade auf dem Weg zum Massenphänomen. Und Google Reader ist nun der einzige verbliebene klassische, vollwertige RSS-Reader, der direkt im Browser läuft.

Das Ende des RSS-Formats wird durch den Wegfall von Bloglines natürlich nicht eingeläutet. RSS ist durch RSS Cloud und PubSubHubBub nicht nur Echtzeit-fähig geworden, sondern liegt einem Großteil der Twitter-Feeds führender Nachrichtenangebote zugrunde. Sprich, obwohl man gerne hört , Twitter sei für die sinkende Bedeutung von RSS-Readern verantwortlich (was stimmen kann), ist es letztlich RSS, das diese Entwicklung überhaupt erst möglich macht und im Hintergrund arbeitet.

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Linkwertig:
YouTube Streaming, Instant Web, Cloud Computing

YouTube Streaming
YouTube testet seit gestern das Live-Streaming von Videos. Derzeit kommen allerdings nur vier Partner (Howcast, Next New Networks, Rocketboom und Young Hollywood) in den Genuss.

» YouTube Streaming Test Goes Live This Morning

 

Instant Web
Mit Google Instant (unsere Review) hat Google eine Reihe anderer ‘Instantisierungen’ wie YouTube Instant oder Instant Maps ausgelöst.

Bemerkenswert ist, wie schnell von Google Instant inspirierte Hacks ihren Weg ins Netz gefunden haben.

» Nach Google Instant: Die Instantisierung des Internets

 

Cloud Computing
O’Reilly Radar beschreibt die Marktanteile der Cloud Computing-Plattformen. Amazon bleibt zwar der Platzhirsch, aber auch Google App Engine, Microsoft Azure und Rackspace werden immer populärer.

» Amazon’s cloud platform still the largest, but others are closing the gap

 

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Predict-o-matic:
Hunch sagt euch,
wie vorhersehbar ihr seid

Haltet ihr euch für unvorhersehbar? Dann lasst euch von der Facebook-Applikation Predict-o-matic eines Besseren belehren.

Ich dachte immer, ich sei ein Individualist. Bis ich am Wochenende die Facebook-Applikation Predict-o-matic vom Empfehlungsdienst Hunch ausprobiert habe. Die App stellt Nutzern eine Reihe von persönlichen Fragen und versucht im gleichen Atemzug, die Antworten zu erraten. Dazu analysiert Hunch sämtliche von einem Facebook-User getätigen “Likes” und vergleicht diese mit den Antworten von rund 400.000 Hunch-Nutzern, die sich bisher via Facebook Connect bei Hunch angemeldet und im Durchschnitt 150 Fragen beantwortet haben.

Das klingt nach Hokuspokus und funktioniert vielleicht bei der breiten Masse, aber nicht bei euch? Das dachte ich auch. Doch Hunch, das von Flickr-Gründerin Catarina Fake mitgegründet wurde, belehrte mich eines Besseren: Von 30 beantworteten Fragen erriet Hunch ganze 25 meiner Antworten. Lediglich in fünf Fällen äußerte ich mich anders auf eine Frage als von dem Service prognostiziert. Hunch lag damit zu 83 Prozent richtig, was laut CEO Chris Dixon die durchschnittliche Genauigkeit bei US-Nutzern ist (bei internationalen Usern liegt sie bei 75 Prozent).

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E-Commerce:
Preise von Produkten überwachen

Es existieren viele Tools, um die Preisentwicklung von Produkten in Onlineshops zu überwachen. Dennoch gibt es Raum für Verbesserungen.

Bei unserem Schwesterblog neuerdings.com hat Don Dahlmann am Samstag über Wootch berichtet, eine Freeware-Software für Windows, mit der sich die Preisentwicklung von Produkten bei Amazon überwachen und ein Preis festlegen lässt, zu dem man eine Benachrichtigung erhalten möchte.

Während die Idee angesichts sich ständig verändernder Preise nützlich ist, war mein erster Gedanke natürlich, dass sich soetwas als Webanwendung sehr viel besser machen würde. Diese wäre dann nicht nur für andere Betriebssysteme neben Windows offen, sondern könnte auch Monitoring zu Zeitpunkten betreiben, an dem der eigene Rechner gerade nicht mit der Software im Hintergrund läuft.

Einige neuerdings.com-Leser hatten den selben Gedanken und empfahlen in den Kommentaren browserbasierte Services zum Preismonitoring von Amazon: So erlaubt Amapsys – der Name steht für “Amazon Pricewatch System” – das Monitoring der Preisentwicklung und verschickt einen Hinweis, wenn der zuvor eingestellte Wunschpreis erreicht wurde. Zudem bietet der Service zwei Browser-Bookmarklets und eine Toolbar, um das Monitoring direkt von der jeweiligen Produktseite aus zu initiieren. Ebenfalls genannt wurde NoMarketPlace.com, das auch einen Preis- und Verfügbarkeitschecker mit Benachrichtungsfunktion bereitstellt.

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Greplin:
Suchmaschine für
die persönliche Cloud

Internetnutzer verwenden immer häufiger Cloud-Dienste. Greplin ist ein neuer Service, der verschiedenste Cloud-Services über eine einheitliche Oberfläche durchsuchbar macht.

Cloud Computing gewinnt nicht nur für Unternehmen an Relevanz, sondern hält auch immer stärker im Internetalltag von Privatanwendern Einzug. Häufig, ohne dass sich diese darüber bewusst sind: Hier ein Gmail-Konto, das gleichzeitig als Backup für wichtige Dokumente verwendet wird oder ein Sync- und Storagedienst, um Bekannten die letzten Urlaubsfotos zu zeigen, da ein LinkedIn- und Facebook-Account, der parallel als Adressbuch dient, sowie ein Google Kalender, der wichtige Termine mit mobilen Geräten abgleicht – schon liegt ein signifikanter Teil der regelmäßig verwendeten Daten in der Cloud.

Was jetzt noch fehlt, ist eine Suchmaschine, die sämtliche bei den verschiedenen Cloud-Services abgelegten Informationen indexiert und über eine einheitliche Oberfläche durchsuchbar macht.

Genau diese Suchmaschine möchte Greplin sein, ein US-Dienst, dessen Nachricht vom Launch vor zwei Wochen die Runde machte. Greplin befindet sich in der geschlossenen Beta-Phase. Am Wochenende erhielt ich meine Einladung zu dem Dienst, den ich mir anschließend sofort angeschaut habe.

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Linkwertig:
Facebook, Video, Bloglines, StepMap

Facebook
Wachablösung: Laut Comscore hat Facebook Google und Yahoo bezüglich der Surfzeit überholt und ist nun die Website, auf der die meisten Minuten verbracht werden.

Demnach wurde Facebook im August 41,1 Millionen Minuten lang genutzt (9,9 Prozent der gesamten Surfzeit), die Google-Angebote dagegen 39,8 Millionen Minuten lang (9,6 Prozent). Die Yahoo-Dienste kamen ComScore zufolge auf 37,7 Millionen Minuten (9,1 Prozent).

» Studie: Facebook wird länger genutzt als alle Google-Produkte

 

Video
Digitaler Film gibt einen schönen Überblick über die infrastrukturellen und wirtschaftlichen Trends im Bereich Video.

Die Konzentrationsbemühungen auf verschiedenen Ebenen haben Auswirkungen auf alle anderen Bereiche des Ökosystems. Insgesamt werden es wohl weniger Anbieter, die jedoch einen breiteren Umfang an Dienstleistungen anbieten.

» Vertikale Integration im Videobereich

 

Bloglines
Schlechte Nachricht für RSS-Junkies: Ask stellt Bloglines – und damit den einzigen echten Konkurrenten vom Google Reader – am 1. Oktober ein.

» IAC Finally Kills Off Bloglines

 

StepMap
Der berliner Kartendienst StepMap integriert als Option Karten von OpenStreetMap.

Abhängig vom Thema oder Ereignis, welches Ihr per Karte dokumentieren wollt, bieten sich nun drei verschiedene Kartenarten an. Probiert es einfach mal aus. Wer beispielsweise einen Wanderweg von Dorf A nach Dorf B beschreiben möchte, der findet sicherlich großen Nutzen in den neuen OpenStreetMap Karten.

» OpenStreetMap Karten bei StepMap

 

Evernote
Der Clipping-Dienst Evernote bekommt ein Clip-Widget, mit dem Besucher den Artikel schnell speichern können. Dabei nett: Der Seitenbetreiber kann den Bereich des Clips beliebig definieren.

» The Evernote Site Memory Button

 

Hier erscheinen von Montag bis Freitag ausgewählte Links zu lesenswerten Texten und aktuellen Entwicklungen. Hinweise auf Texte gern an tipps.netzwertig at blogwerk.com

Samstag App Fieber:
monofaktur, Regaltischlerei, qubing

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal ein ‘Schöner Wohnen’-Special mit: monofaktur – den eigenen Wohnraum selbst gestalten; Regaltischlerei – die eigenen Möbel gestalten; und qubing – ein modulares Regalsystem auf Basis von Würfeln.

 

monofaktur
monofaktur
Die monofaktur ist eine Plattform für Menschen, die sich den eigenen Wohnraum individuell gestalten wollen. Einerseits gibt es Möbel, die man individuell zusammenstellen und gestalten kann, oder Designtischplatten in limitierter Auflage; andererseits gibt es eine Reihe von Accessoires, mit denen man den bestehenden Wohnraum selbst aufpeppen kann. Für Küchen und alles andere mit glatter Oberfläche gibt es etwa eine Reihe von Folien, für Wände gibt es Tapeten und schallreduzierende Bilder, und wer bei sich einen Hauch von Natur simulieren will, der kann sein Badezimmer oder Billy-Regal von Ikea mit Kunstrasen überziehen.

 

 

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Diskussion um Werbeblocker:
Es gibt nicht nur schwarz oder weiß

Wieder einmal ist eine Diskussion über den Einsatz von Werbeblockern und die Auswirkungen für Website-Betreiber ausgebrochen – mit der üblichen “schwarz oder weiß”-Perspektive.

Es gibt eine Reihe von Themen, die, einmal in der Blogosphäre aufgegriffen, unter Garantie zu heftigen Diskussionen führen. Werbeblocker, also Software zum Blockieren von Anzeigen auf Websites, gehören definitiv dazu.

t3n berichtete gestern über eine Untersuchung, die belegt, dass 12,65 Prozent aller Werbeeinblendungen in Deutschland mit Hilfe entsprechender Tools auf Nutzerseite blockiert werden, und zieht daraus diverse Schlussfolgerung, wie viel Geld Webmastern durch Adblocker durch die Lappen gehen. Die Reaktionen auf den Beitrag, der beim Social-Web-Aggregator Rivva viele Stunde die Liste der meistgelesenen Postings anführte, ließen nicht lange auf sich warten:

Befreundete Blogkollegen von uns wie Leander Wattig, Marcel Weiss oder Felix Schwenzel äußerten sich zu dem Bericht. Tenor: Nach der t3n-Logik könne man auch fragen, wie viel Geld Unternehmen durch Werbeverbots-Briefkastenaufkleber oder durch unaufmerksame, Werbeplakete ignorierende Spaziergänger auf der Straße verlieren, ein Naturrecht auf Werbefinanzierung gäbe es nicht und Verleger, die sich lediglich auf ein einziges Geschäftsmodell beschränken, machen ohnehin etwas falsch.

Ich persönlich finde, der Debatte fehlt es an Gefühl und Differenzierung. Wie so oft gibt es nicht nur schwarz (Werbeblocker zerstören das Geschäftsmodell) oder weiß (Pech gehabt, wenn ihr es nicht schafft, euch zu refinanzieren. Dann macht ihr halt dicht!).

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Wettbewerb:
Die drei besten
Erfahrungsberichte gewinnen!

Aufgepasst, heute startet ein Wettbewerb auf netzwertig.com: Gemeinsam mit unserem neuen Sponsor Memonic verlosen wir Memonic-Premiumaccounts, bares Geld und Süßigkeiten von Sprüngli. Voraussetzung für die Teilnahme: Beschreibt uns Eure Erfahrungen mit dem Notizenmanager Memonic.

Memonic ist ein Clipping-Tool, mit dem man schnell und einfach Material aus dem Web sichern und verwalten kann – egal ob Screenshot, Zitat, einzelnes Bild oder Link. Im Unterschied etwa zu Bookmarking-Diensten wie Delicious oder Mister Wong wird der ganze gewünschte Ausschnitt oder auch die ganze Seite gesichert. Eine übersichtliche Verwaltung mit Ordnern und Tags erleichtert die spätere Nutzung.

In den nächsten Wochen werden wir Euch Memonic in mehreren Artikeln unseres Sponsors vorstellen, am Ende dieser kleinen Serie wollen wir aber wissen, wie Ihr Memonic einsetzt. Wie nutzt Ihr das Tool konkret? Welche Vorteile seht Ihr gegenüber anderen Diensten? Was könnten die Macher noch verbessern? Habt Ihr Ideen für neue Features?

Ehrliches Feedback und echte Erfahrungen sind gefragt. Die besten drei aller eingesendeten Erfahrungsberichte werden wir veröffentlichen – je eines auf neuerdings.com, netzwertig.com und imgriff.com – und belohnen. Die Autoren der drei besten Beiträge gewinnen je: » weiterlesen