Audiotool aus Köln erlaubt kreativen Nutzern das kostenlose Erstellen von professioneller elektronischer Musik direkt im Browser.
Ich war schon immer ein Fan von elektronischer Musik. Irgendwann Ende der 90er (oder in den ersten Jahren des neuen Jahrtausends) gab ich mich nicht mehr länger damit zufrieden, den digitalen Klängen zu lauschen – ich wollte sie auch selbst erstellen. In der Folge experimentierte ich ein wenig mit Fruity Loops (heute FL Studio), einem Software-Sequenzer, mit dem jeder mit relativ wenig Aufwand seine eigenen elektronischen Tracks zusammenbasteln konnte. Allerdings verließ mich schnell die Geduld, auch mangels Erfolgserlebnissen (meine Kreationen klangen einfach nicht gut). Das Kapital Musikproduktion war damit für mich geschlossen.
Dennoch wurden Erinnerungen wach, als ich mir kürzlich Audiotool anschaute, einen aus Köln stammenden Dienst, mit dem musikinteressierte und vor allem geduldige User in einer flashbasierten Browserumgebung kostenlos elektronische Musik erstellen und aufnehmen können.
Mir war Audiotool bisher zwar nicht bekannt, aber wie eine schnelle Recherche ergab, gehörte der Service einst zur Medienplattform Hobnox (die in dieser Woche gerade ihre Tore geschlossen hat) und wird nun von der liebevoll benannten “Des Pudels Kern GmbH” unter eigener Marke betrieben.
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foursquare
foursquare hat in der Nacht die Version 2.0 seiner iPhone-Applikation veröffentlicht. Die Unterschiede zur Vorgänger-Variante sind eher gering, ein neuer Schwerpunkt liegt auf To-Dos und Tipps. Außerdem gibt es nun einen “Add to foursquare”-Button für Websites mit Ortsangaben.
» Foursquare really, really wants you to create a to-do list
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Gesichtserkennung
Apple hat das Schwedische Startup Polar Rose, das etwa auf Facebook und Flickr zur Gesichtserkennung in Fotos eingesetzt wurde, übernommen.
» Apple buys Polar Rose for a rumoured $22 million
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Journalismus
Merzedes Bunz beschreibt recht undogmatisch, wie sich ein ‘moderner’ Journalismus unter den Bedingungen sozialer Medien redefinieren kann.
» The rise of collaborative journalism – 5 points on how social media changed the news
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Gut 1,5 Millionen Wohngebäude gibt es in den 20 Städten, in denen Google mit Street View starten möchte. Für wie viele davon müsste ein Widerspruch eintreffen, damit Google sein Vorhaben auf Eis legt?
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Noch bis zum 15. Oktober können Bürger online oder per Post Vorab-Widerspruch gegen eine Darstellung ihrer Hausfassade bei Google Street View einlegen. Der 3D-Kartendienst soll Ende des Jahres in 20 deutschen Städten online gehen – sofern
Google nicht vorher das Handtuch wirft.
Laut Spiegel Online sollen bereits “Hundertausende Bürger” einen Antrag auf Löschung ihrer Hausfassade gestellt haben. Angesichts der tagelangen, breiten und höchst unsachlichen Street-View-Debatte Anfang August kommt ein derartig starkes Interesse an der Widerspruchsmöglichkeit nicht überraschend.
Auf eine Anfrage von uns äußerte sich Google leider nicht konkret zu der Spiegel-Meldung. Sprecherin Lena Wagner verwies lediglich darauf, dass derzeit die eingegangenen Widersprüche von E-Mail-Spam und Doppelungen gereinigt werden (manche Bürger haben gleich auf mehreren Wegen Einspruch eingelegt), weshalb momentan keine seriöse Zahl der Widersprüche genannt werden könne.
Doch die Frage, die ich mir stelle: Wo liegt Googles Schmerzgrenze? Wie viele Häuser müssten verpixelt werden, damit der Internetkonzern Street View in Deutschland auf Eis legt? Oder würde er den Service selbst dann launchen, wenn ein Viertel oder Fünftel aller abgebildeten Wohnhäuser nicht zu erkennen sind?
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Es wird noch einige Zeit vergehen, bis in allen Haushalten Fernsehen und Internet in einem Empfangsgerät vereint sind. Bis dahin helfen mobile Apps, die Brücke zwischen TV und Web zu schlagen.
Fernsehen und Internet gehören zusammen. Zumindest für diejenigen, die seit langem ihre eigene Medienkonvergenz praktizieren, indem sie Filme, Serien und Live-Video über das Web schauen oder aber klassische TV-Events wie den sonntäglichen Tatort,
Musikwettbewerbe oder
Sportveranstaltungen über
Twitter und
Facebook “begleiten”. Sowohl die Hardware- als auch die Software-Industrie folgen dem Trend, wie jüngste Produktinnovationen wie internetfähige Fernsehgeräte,
Google TV,
Apple iTV,
Boxee oder
VideoWeb 600 verdeutlichen.
Doch natürlich wird es noch sehr lange dauern, bis tatsächlich in allen Wohnzimmern ein Gerät steht, welches On-Demand-Fernsehen und umfangreiche Webangebote kombiniert und uneingschränkt zugänglich macht. Bis dahin müssen alternative Lösungen die Brücke zwischen (linearem) TV und interaktiven, sozialen Onlineservices schlagen.
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Im Vergleich zu jungen europäischen Webunternehmen sind US-Startups in vielen Punkten im Vorteil. Nur bei der Internationalisierung haben Dienste aus Europa die Nase vorn.
Christian Springub, Mitgründer des aus Hamburg stammenden Website-Baukastens Jimdo, war für zwei Wochen in San Francisco, um den Start der US-Niederlassung für Anfang 2011 vorzubereiten. Jimdo ist weltweit mit acht Sprachen vertreten und legte von Beginn an großen Wert auf die Internationalisierung. In San Francisco hat Christian mit etlichen Leuten aus der Szene gesprochen und berichtet hier über seine Eindrücke und Erfahrungen zum Thema Internationalisierung:
Amerikanische Startups haben die besten Voraussetzung, um im Markt bestehen zu können: Sie sind innovativ, schnell und erhalten massive finanzielle Unterstützung. Doch es gibt etwas, was sie offenbar nicht können – ihr Produkt/Angebot professionell für andere Sprachen und Länder anzubieten.
Entweder sie verstehen, wollen oder müssen es gar nicht. Internationalisierung wird bei ihnen oft gleichgesetzt mit dem bloßen Übersetzen ihrer Webseite. Leider klingt das dann verdächtig nach Übersetzungsprogrammen wie Google Translate. Doch zur Internationalisierung gehört weitaus mehr. Im Folgenden möchte ich zeigen, welche Aspekte man beim Verlassen der eigenen Landes- und Sprachgrenzen beachten muss und warum deutsche und europäische Startups in meinen Augen die Nase vorn haben.
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Kindle
Martin Lindner hat den neuen Kindle getesten und sieht darin nicht weniger als eine Kulturrevolution.
Doch genau jetzt, im September 2010, hat sich der doppelte Quantensprung erst ereignet: Erst mit dem Kindle 3 verschwindet wirklich das technische Drumherum beim Lesen im Hintergrund. Erst jetzt bleiben Buchtexte zugleich digital und flüssig. Und umgekehrt: Erst jetzt ist es wirklich möglich, Texte aus dem Web in den neuen Aggregatzustand verwandeln: typographisch perfektes Licht-Schriftbild, Print ohne Druck.
» Test: Der neue Kindle 3
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Inkubator
ImmobilienScout24 startet mit You is Now einen eigenen Inkubator.
Für einen Zeitraum von zwölf Monaten kann der „Auserwählte“ auf die komplette Struktur von ImmobilienScout24 zurückgreifen, bekommt Büroräume und Infrastruktur zur Verfügung gestellt, erhält Support bei der Administration und profitiert von Knowhow in Bereichen wie Online-Marketing, Buchhaltung, Recht sowie IT-Entwicklung und Produktmanagement.
» ImmobilienScout24 geht mit eigenem Inkubator an den Start
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Edel-Like
Die VZ-Netzwerke lassen sich einmal mehr von Facebook inspirieren und planen einen eigenen Like-Button.
Sieht man von der durchaus verständlichen Kritik am “Copycat”-tum mal für einen kurzen Augenblick ab, ist auch diese Orientierung absolut nachvollziehbar.
» VZ-Netzwerke: Bald mit neuem Logo und Facebook’schem ‘Like’-Button
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In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.
Dieses Mal mit: Offener Haushalt – eine Visualisierung des Bundeshaushalts; Transloadit – Upload as a Service; und Blopps – Webseiten mit Sprechblasen annotieren.
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OffenerHaushalt
Offener Haushalt ist eine zugleich informative und hübsche Visualisierung des Bundeshaushalts als Tree Map, die transparent nachvollziehbar macht, wie der Staat die Mittel seiner Bürger einsetzt. Auf jeder Ebene bekommt man einen intuitiven Eindruck, wohin die Gelder fliessen, ein Klick auf ein Feld öffnet die detaillierte Visualisierung für den entsprechenden Bereich. Gleichzeitig beinhaltet jede Ansicht Referenzen auf die herangezogenen Datenquellen, die Möglichkeit zum Export der Daten in den Formaten
JSON oder
RDF und die Gelegenheit zum Kommentieren. Länder- und Gemeindehaushalte sind derzeit noch nicht erfasst, sind aber geplant. Nettes Projekt.
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Am Mittwoch veröffentlichte Diaspora den Quellcode für sein dezentrales Open-Source-Social-Network. Hier sind erste Erfahrungsberichte und Meinungen.
Am Mittwoch hat das dezentrale Open-Source-Social-Network Diaspora
wie angekündigt seinen Quellcode für Entwickler
offengelegt. Bis zum Launch der Alpha-Version im Oktober hoffen die vier Diaspora-Macher, dass das Projekt mit Hilfe der Entwickler-Community weiterentwickelt wird und dass nach und nach interessante Angebote entstehen, die Diaspora auch für die User zugänglich machen, die nicht wissen, wie man die Software auf einem eigenen Server installiert – also geschätzte 99,9 Prozent aller Internetnutzer.
Für alle Leser, die sich einen Eindruck von der ersten Version des ambitionierten Projekts verschaffen wollen, verweisen wir im Folgenden auf einige lesenswerte Erfahrungsberichte und Meinungen rund um Diaspora.
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Erst das deutsche Magazin FHM, jetzt die schwedische Niederlassung des globalen Agenturverbunds Grey Global: Unternehmen schaffen ihre Websites ab und ziehen unter das Dach von Facebook. Das Social Network scheint sogar aktiv für einen solchen Schritt zu werben.
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Vor zwei Monaten sorgte das Männer-Lifestylemagazin FHM mit der Entscheidung für Aufsehen, seine Website
www.fhm-online.de abzuschaffen und sich ab sofort nur noch über eine Facebook-Seite zu präsentieren – ein Schritt,
den nicht nur wir nicht richtig nachvollziehen konnten, sondern auch
ein Großteil der zahlreichen Kommentatoren.
Dass ein Vorstoß wie der von FHM kein Einzelfall bleiben würden, lag auf der Hand – egal wie wenig nachhaltig es erscheint, den wichtigen digitalen Kommunikationskanal mit der Nutzerschaft derartig von einem einzigen, noch dazu recht unberechenbaren Unternehmen abhängig zu machen. Diese Woche nun wagte sich die nächste Firma aus der Deckung und verkündete, ihre Website zugunsten einer Facebook-Page einzumotten – wenn auch nicht in Deutschland:
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