Der jüngste Kindle von Amazon liegt gut in der Hand, schont die Augen und ist international nutzbar. Grund genug für ein Hardware-Update.
Eigentlich ist Jeff Bezos ein ziemlicher Antipod zu Steve Jobs. Nichts, was Amazon je gemacht hat, war elegant. Und trotzdem war bisher fast alles richtig.
Sein Datenbank-Buchladen entsetzt mich bei jedem Besuch aufs neue und verführt mich trotzdem dank Datamining-Empfehlungen regelmässig zum übertriebenen Geldausgeben; seine Musikhandlung hat den Charme einer Eisenwarenhandlung und fesselt mich als Kunden dank konsequentem Verzicht auf DRM. Seine langweilig-graubraunen Verpackungen verstrahlen die Produktvorfreude eines Eierkartons, aber selbst meine offline-Nachbarin kennt dank ihnen das Amazon-Logo.
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Große Hoffnungen stecken in Aggregatoren, die Nachrichten auf Basis der Nutzerreaktionen im Social Web zusammenstellen. Doch nicht immer ist der “digitale Schwarm” ein verlässlicher Qualitätsindikator für Onlineinhalte.
Twitter sieht sich mittlerweile selbst als Nachrichtenmedium. Facebook bezeichnet sich zwar als Social Network, aber angesichts von über 500 Millionen Nutzern werden auch dort fleißig Links zu aktuellen Artikeln verbreitet – der Dienst zählt mittlerweile zu den wichtigsten Trafficlieferanten für viele etablierte Nachrichtensites.
Angesichts dieser Entwicklung wird allgemein davon ausgegangen, dass die Nachrichten- und Inhaltedistribution in Zukunft deutlich stärker von den Anwendern selbst betrieben wird, die sich gegenseitig über Twitter, Facebook und andere Social-Web-Kanäle lesenswerte Texte empfehlen. Je größer die Zahl von Anwendern ist, die sich tatsächlich in die Rolle der Mittler begeben, desto attraktiver und nützlicher erscheinen Lösungen, die aus den unzähligen Tweets und Status Updates die populärsten, wichtigsten und relevantesten Inhalte filtern und auf durchdachte Art und Weise aggregieren.
Die Hoffnungen, die auf Social-News-Diensten ruhen, sind groß. Erst gestern wurde bekannt, dass drei US-Zeitungen zwölf Millionen Dollar in einen neuen Nachrichtenaggregator mit Namen Ongo investieren wollen, der mit Google News konkurrieren und einen Schwerpunkt auf über Twitter und Facebook verbreitete Links haben soll. Auch Flipboard, die vor zwei Monaten gelaunchte iPad-Applikation, die aus Social-Web-Streams ein interaktives Magazin macht, steht für den neuen Hype der nutzergenerierten Nachrichtendistribution. » weiterlesen
Aufmerksamkeit ist für Musiker wichtiger denn je. SoundCloud hilft mit dem “Social-Download”, diese zu erlangen.
Aufstrebende Musiker und Bands wissen, dass sie mit dem Verkauf ihrer Produktionen wahrscheinlich nicht reich werden. Der Zugang zu kostenloser digitaler Musik ist derartig groß, dass dadurch beim Durchschnittskonsumenten die Zahlungsbereitschaft stark gesunken ist.
Aufmerksamkeit ist bekanntlich eine neue Währung für Musiker. Monetarisiert wird nicht mehr primär direkt über Songverkäufe, sondern indirekt, indem Interpreten im ersten Schritt die Aufmerksamkeit der potenziellen Fans gewinnen, um ihre Loyalität im zweiten Schritt zu Geld zu machen – durch Konzert- und Clubgigs, Merchandising oder den i.d.R. erst bei treuen Anhängern möglichen Verkauf von Premium-Varianten der Tonträger oder anderer Extras.
Aber wenn Künstler sich nun zu Anfang allein mit der Aufmerksamkeit begnügen und froh sein müssen, dass Hörer ihre Titel und nicht die einer anderen Band gewählt haben, müsste es doch möglich sein, Verbraucher in die Generierung von weiterer Aufmerksamkeit einzubinden, oder? Das zumindest glaubt SoundCloud, das hippe Berliner Musik-Startup, das sich zunehmend als DIE internationale Plattform für unabhängige sowie bei Labels unter Vertrag stehende Musiker etabliert.
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TechCrunch Disrupt
Auf der TechCrunch Disrupt konnten sich in den letzten Tagen 28 Startups präsentieren. Mit Qwiki hat ein nicht uninteressantes Startup, das Suchen in eine multimediale ‘Erfahrung’ transformiert, gewonnen. Aber auch die anderen sechs Finalisten – CloudFlare, Opzi, Badgeville, Datasift, Pinger und GameCrush – können sich durchaus sehen lassen.
» Qwiki Wins TechCrunch Disrupt: Information Consumption To Be Disrupted
Gmail
Gmail macht einen Zeitsprung in die Vergangenheit und ermöglicht jetzt auch eine rein chronologische Darstellung der E-Mails ohne sie in Threads zu gruppieren.
» Turn off Gmail’s conversation view
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Personalisierte Nachrichten auf Basis des eigenen Surfverhaltens und ohne, dass Daten dafür den eigenen Rechner verlassen – das verspricht Genieo. Es funktioniert richtig gut!
Es ist eine simple wie bestechende Idee: Ein Dienst, der auf Basis des eigenen Surfverhaltens eine dynamische, personalisierte Startseite mit aktuellen, relevanten Nachrichtenmeldungen präsentieren. Ohne öffentliche Profile, zwischengeschalteten Server oder Social-Web-Schnickschnack.
Das isrealische Startup Genieo hat einen solchen Service entwickelt. Um dem Anspruch einer die Privatsphäre berücksichtigenden persönlichen Empfehlungsmaschine gerecht zu werden, hat Genieo seinen Dienst als Desktop-Client (vorerst nur für Windows) und nicht als Webanwendung veröffentlicht: Denn so kann der Empfehlungsalgorithmus des Dienstes komplett lokal auf den Rechnern der Nutzer arbeiten. Informationen über das Surfverhalten erhalten die Macher des Tools damit nicht (im Gegensatz z.B. zu dem serverbasierten Last.fm, das im Prinzip einen ähnlichen Ansatz hat wie Genieo, nur für Musik).
Nach der Installation verschafft sich Genieo einmalig einen Überblick über die bisherige Surfhistorik aus dem Browserverlauf, um darauf aufbauend eine erste personalisierte Startseite zu erstellen. Anschließend analysiert Genieo über die im Rahmen der Installation hinterlassenen Browsererweiterungen, welche Sites besucht werden, und verfeinert auf Basis dieser Informationen die Genieo-Page mit einer stetig aktualisierten, individuellen Artikelauswahl.
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2010 markiert das Ende einer langen Ära. Einer Ära, in der hiesige Gründer und Investoren lieber US-Konzepte (schlecht) kopiert und für deutschsprachige User angepasst haben, statt sich mit eigenen Ideen einer internationalen Nutzerschaft zu präsentieren.
In den letzten Wochen und Monaten haben wir uns häufiger mit dem Thema
Internationalisierung auseinandergesetzt und
erste Anzeichen für einen Sinneswandel bei jungen Internetunternehmen aus dem deutschsprachigen Raum festgestellt: Ein globaler Ansatz mit einem Horizont, der über die geografisch und gedanklich naheliegenden Märkte Deutschland, Österreich und der Schweiz (DACH) hinausgeht, scheint üblicher zu werden.
Welche Gültigkeit diese Aussage tatsächlich mittlerweile hat, erkannte ich, als ich einen Blick auf die 17 Startups aus den DACH-Ländern warf, über die wir seit Anfang August in eigenen Artikeln berichtet haben: Von diesen 17 Diensten betreibt nur ein einziger (!) seine Präsenz ausschließlich auf Deutsch, und zwar ihood, das Portal zur Bewertung von Nachbarschaften und Wohnumfeldern in Deutschland.
Alle 16 anderen aufstrebenden Webunternehmen, die wir entweder zum ersten Mal vorstellten, oder über die wir aufgrund neuer Features zum wiederholten Male berichteten, versuchen mindestens durch eine englischsprachige Variante ihrer Website, sich Nutzern aus Ländern außerhalb des deutschsprachigen Marktes zu öffnen. Das hat mich schwer beeindruckt!
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AOL
Das Gerücht hat sich bestätigt: AOL hat gestern TechCrunch für – je nach Quelle – 25 bis 40 Millionen Dollar übernommen. Michael Arrington wird dem Blognetzwerk für zumindest drei Jahre erhalten bleiben.
» Tim Armstrong: We Got TechCrunch
Mergers & Acquisitions
Apropos Übernahmen: CNET hat sich die diesjährigen Aktivitäten der grösseren Technologieunternehmen angeschaut. Die Zahlen verwundern nicht wirklich, nur Microsoft hat sich bisher dezent zurückgehalten und keine einzige Investition getätigt.
» 2010 acquisitions—Microsoft: 0, Google: 23
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Das Würzburger Startup DocsInOffice.com erlaubt den Zugriff auf Google Docs aus Microsoft Office sowie anderen Windows-Programmen und macht aus dem Google-Dienst damit eine ins Betriebssystem integrierte Online-Festplatte.
Wir bei netzwertig.com und den anderen Blogwerk-Blogs sind große Fans von Online-Office-Tools wie
Google Docs,
Zoho oder
Office Web Apps von Microsoft. Es ist einfach zu praktisch, die für die tägliche Arbeit benötigten Dokumente, Tabellen sowie Präsentationen alleine oder gemeinsam im Browser online erstellen und bearbeiten zu können. Und egal an welchem Rechner man sitzt, hat man stets Zugang zu den benötigten Dateien.
Persönlich habe ich die bei vielen PC-Besitzern übliche MS-Office-Suite gar nicht mehr installiert. Allerdings wird nicht jeder zu solch einem Schritt bereit sein. Manche User scheinen sogar das lokal installierte Office-Programm gegenüber der Onlinevariante zu bevorzugen, obwohl sie ihre Dokumente bei einem Cloud-Anbieter abgelegt haben. Zumindest sieht ein junges Startup aus Würzburg hier einen Bedarf und hat mit DocsInOffice.com eine entsprechende Lösung entwickelt.
Der Service mit dem wenig kreativen, dafür sehr beschreibenden Namen erlaubt das Öffnen, Bearbeiten und Erstellen von bei Google Docs gespeicherten Dokumenten im lokal installierten Microsoft Office. Und anders als andere Anbieter wie OffiSync oder DocVerse funktioniert das, ohne dass dafür extra ein Plugin installiert werden muss.
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