Augmented Reality:
metaio startet virtuelle Umkleidekabine

Wie viel Potenzial steckt wirklich im Trendthema “Augmented Reality”? Eine vom Münchner Startup metaio entwickelte virtuelle Echtzeit-Umkleidekabine beantwortet dieses Frage.

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Bisher war ich zwiegespalten, was Augmented Reality (AR) betrifft, also die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Zwar hält der Hype um die Technologie, bei der reale und digitale Welt miteinander auf vielseitige Weise vereint werden, weiter an, aber wer nicht explizit nach AR-Anwendungen sucht, wird mit diesen im Alltagsgebrauch bisher noch kaum konfrontiert.

Dennoch hilft jeder smarte Einsatz von AR dabei, mich doch ein Stück mehr von der Technik zu überzeugen. Einige Anwendungsbeispiele aus der Praxis hatten wir hier beschrieben.

Wer plant, tiefer in die AR-Materie einzusteigen und sich einen Überblick über aktuelle Innovationen auf dem Gebiet zu verschaffen, der muss nicht weit blicken: Eines der international angesehensten und erfolgreichsten AR-Unternehmen kommt nämlich aus Deutschland, genauer gesagt aus München, und heißt metaio.

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Linkwertig:
status.net, Xing, Bing Maps, HTML5

status.net
Die offene Microblogging-Plattform status.net hat eine Finanzspritze in Höhe von stolzen 2,3 Millionen Dollar erhalten. Die primäre Zielgruppe von status.net sind Fortune 1000 Unternehmen, die mit privatem Microblogging als Alternative zur E-Mail experimentieren.

» StatusNet Raises New Round of Investment Led by FirstMark Capital

 

Xing
mobile zeitgeist hat sich die neue Android-App von Xing angeschaut.

Ich möchte nicht zu hart erscheinen, aber die App ist in meinen Augen kein Gewinn.

» Review: Neue Android-App von Xing

 

OpenStreetMap
Bing Maps hat OpenStreetMap als mögliches Layer integriert und erweist sich damit in diesem Bereich offener als Google. Insgesamt ist die Entwicklung von Bing lustig zu beobachten, weil sie im Gegensatz zu Google wesentlich freier experimentieren können.

» Bing Adds Open Street Map

 

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Xing:
Fehlende Drittanbieter-Verknüpfungen werden zum Handicap

Xing steht eine herausfordernde Zukunft bevor. Doch während sich der Hamburger Dienst verstärkt auf seine Kernmärkte fokussiert, sollte er einen Aspekt nicht vergessen: Die Integration in externe Dienste. LinkedIn ist da Meilen voraus.

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In der vergangenen Woche stieß ich auf diesen Artikel mit dem Titel “Kippt Xing?”, in dem Blogger Enno Park die Frage aufwirft, ob sich die Marktsituation für das im deutschsprachigen Raum und einigen europäischen Ländern führende soziale Netzwerk für Geschäftskontakte zunehmend verschlechtert.

Enno Park führt als Gründe für seine (rhetorische) Frage nicht nur die steigende Zahl von Kontaktanfragen an, die er beim Wettbewerber LinkedIn (von Personen aus dem deutschen Sprachraum) erhält, sondern argumentiert auch mit einem (nur bedingt aussagekräftigen) Alexa-Graph, der den globalen Aufstieg von LinkedIn visualisiert – was angesichts von über 70 Millionen LinkedIn-Mitgliedern und etwas über neun Millionen Xing-Usern auch nicht verwunderlich ist.

Auch die Facebook-Dominanz sieht Park als potenzielle Gefahr, nicht nur für die Zukunft von Xing, sondern für das Fortbestehen von speziell für den professionellen Bereich gedachten Netzwerken generell.

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Prozessjournalismus:
Einen Abstellknopf gibt es nicht

Im Social Web fühlen sich Falschmeldungen und Gerüchte nicht nur pudelwohl, sie werden in kollaborativer Arbeit auch widerlegt. Einen Abstellknopf für derartigen “Prozessjournalismus” gibt es nicht.

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Nachrichtenmeldungen, die sich nachträglich als völlig oder teilweise falsch erweisen, gehören mittlerweile zum Internetalltag. Aufgrund der Dynamik von Twitter, Blogs und Social Networks, dem redaktionellen Druck, Berichte als Erste zu veröffentlichen, sowie knappen Ressourcen, um eintreffende Meldungen auf ihre Stichhaltigkeit zu überprüfen, verbreiten sich immer wieder Enten im Netz. Oft kommen sie von Blogs oder tauchen bei Twitter auf, um dann auch von etablierten Nachrichtenmedien aufgegriffen zu werden.

Ob nun Falschmeldungen zum angeblichen Tod von Prominenten, inkorrekte Wahlergebnisse oder Berichte über eine angebliche Komplettblockade von Google in China – die Bandbreite an Gerüchten, die sich rasant im Social Web herumsprachen und später korrigiert werden mussten, ist groß.

Bisher wurden derartige Vorfälle als Schwäche des Netzes und vor allem des Echtzeitwebs angesehen. In einer Analyse zur bereits erwähnten Nachricht über eine Google-Blockade in China, die am Ende doch keine war, bringt Mathew Ingram bei GigaOm aber eine für mich neue Perspektive in die Diskussion, die mir sofort sehr sympathisch erschien:

Er sieht die Art, wie sich besagte China-Story entwickelte (Meldung über Blockade verbreitet sich über Twitter, Blogs und Nachrichtenportale; Zweifel tauchen in Blogs und bei Twitter auf; Google dementiert Stunden später), als natürliche Folge der neuen digitalen Gegebenheiten und versucht, der nachträglichen Korrektur von im Social Web verbreiteten Falschmeldungen durch die kollaborative Arbeit der Nutzer des Social Webs etwas Positives abzugewinnen.

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Linkwertig:
Flattr, Twitter, Google Earth, Manifeste

Flattr
Flattr ist das neue Technorati. Pünktlich zum Monatsanfang werden die Einnahmen des vergangenen Monats publiziert und auf Basis der Anzahl der Flattrs Beliebtheits-Charts generiert:

» Die deutschen Flattr-Charts im Juli

Twitter
Cliff Gerrish sinniert über Twitter und hat dafür die beste Beschreibung gefunden, über die ich bis dato gestolpert bin:

» Electronic Yellow Sticky Routing Slips: Tweets As Pointers

New York Times
Die New York Times wird Press Engine, die Technologie hinter ihren Apps für das iPhone und das iPad, an andere Verlage lizensieren.

» New York Times To License DNA Of Its Mobile Apps To Other Publishers

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WikiLeaks setzt auf Flattr:
Des einen Freud ist des anderen Freud

WikiLeaks testet Flattr, um nicht nur von Spenden abhängig zu sein. Was ein smarter Schritt für WikiLeaks ist, könnte gleichzeitig den Durchbruch für Flattr bedeuten.

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WikiLeaks braucht Geld. Daran hat sich auch durch die jüngste Aufmerksamkeit nichts geändert. Im Gegenteil: Durch den Besucherandrang sowie die mit Spannung erwartete Veröffentlichung neuer Geheimdokumente dürfte der Mittelbedarf des Whistleblower-Portals sogar noch zunehmen.

Bisher hat sich die Plattform ausschließlich über Spenden finanziert. Doch in Zukunft könnte eine weitere Erlösquelle das Fortbestehen von WikiLeaks sichern helfen, nämlich Flattr. TechCrunch Europe-Chef Mike Butcher vermeldet in einem Artikel, dass WikiLeaks ab sofort bei Flattr ist, und verlinkt auf dieses Flattr-Profil.

Auf den WikiLeaks-Seiten selbst scheint zwar bisher kein entsprechender Button integriert worden zu sein, aber der sonst bei Flattr-Accounts nicht vorhandene Hinweis “Account verified” deutet auf die Echtheit des Kontos hin, das aktuell lediglich die Afghanistan-Dokumente als Flattr-Objekt enthält. Diese können nun von Nutzern des sozialen Micropaymentdienstes durch einen Klick mit einer Spende versehen werden. Zur Stunde des Schreibens zählt der Eintrag bereits über 300 Flattr-Klicks.

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Digitale Musik:
restorm.com will das
bessere MySpace werden

MySpace ist als Musikplattform nach wie vor beliebt, doch technisch nicht auf der Höhe. Das Schweizer Startup restorm.com will MySpace als internationale Community für Musikfans, Künstler, Labels und Veranstalter ablösen.

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Die Marktführerschaft unter den klassischen Social Networks musste MySpace an Facebook abgeben. Doch auch den Status als oberste Musikplattform hat MySpace nicht für immer gepachtet, selbst wenn aktuell noch viele namhaften Bands und Interpreten dort ein Profil betreiben.

Ein Blick auf den US-Dienst zeigt, dass er funktionell und technisch rückständig wirkt – und unaufgeräumt sowieso. Das Züricher Startup restorm.com jedenfalls sieht erheblichen Verbesserungsbedarf und hat es sich zum Ziel gesetzt, MySpace als die führende internationale Musik-Community abzulösen.

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Linkwertig:
Social Currencies, Cookies, Yahoo YUI, Twitter

Social Currencies
TechCrunch hat am Wochenende ein CrunchUp zum Thema soziale Währungen veranstaltet. Wer sich dafür interessiert, kann alle Interviews und Panels als Video nachsehen:

» TechCrunch Social Currency CrunchUp

 

Cookie Monster
Das Wall Street Journal entdeckt die Welt der Cookies und des Trackings und dem boomenden Geschäft mit den Daten. Jeff Jarvis macht sich darüber lustig, antwortet aber genauso hysterisch. Doc Searls hingegen denkt das WSJ im Sinne des Cluetrain Manifesto weiter.

» The Web’s New Gold Mine: Your Secrets
» Cookie Madness!
» The Data Bubble

 

Interview
Der Spiegel hat ein recht amüsant zu lesendes Gespräch mit Verbraucherschutzministerin Ilse Aigner und Sascha Lobo geführt.

Eine Steuererklärung auszufüllen ist komplizierter, als den Umgang mit dem Computer in Grundzügen zu lernen.

» Sie werden wieder überheblich

 

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Das Beste:
netzwertig.com im Juli 2010