In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.
Dieses Mal wieder einmal ein Mass Customization-Special mit: pluddel – das eigene Geschenkpapier gestalten; Brixels – Bilder in ein Mosaik aus Legosteinen verwanden; und vielTee – individuelle Teeboxen zusammenstellen.
pluddel
Mit pluddel kann man sich sein eigenes Geschenkpapier gestalten. Mit einem Editor kann man der Kreativität freien Lauf lassen und in einer 12 × 12 cm großen Kachel diverse Vorlagen mit eigenen Motiven und Texten kombinieren. pluddel generiert daraus das Geschenkpapier in Grössen zwischen 90 × 61 und 150 × 61 cm und schickt es einem zu. Nette Idee, der Beschenkte kann sich damit gleich auf mehreren Ebenen am Geschenk erfreuen. Auch insgesamt ist pluddel sehr liebevoll gemacht.
Ein zerstörter Blumenkübel sorgte am Donnerstag bei Twitter für eine beispiellose Welle der Aufmerksamkeit. Doch welche Dimensionen hatte das Ereignis eigentlich?
Wer sich am Donnerstag bei Twitter aufhielt, dem dürfte nicht entgangen sein, dass ein zerstörter Blumenkübel schlagartig zu “unfreiwilliger” Bekanntheit gelangte. Auslöser war dieser Artikel der Münsterschen Zeitung über besagten Kübel, der zum Altenheim Antoniusstift gehörte und von Unbekannten beschädigt wurde.
Um 23:04 am Mittwoch twitterte Ralf Heimann offenbar als erster den Link zur Meldung der Lokalzeitung und löste damit ein so genanntes “Mem” aus, das am Donnerstagvormittag ins Rollen kam, sich über das Netzwerk ausbreitete und verselbstständigte. Schlagartig enthielten zahlreiche Tweets das Hashtag #blumenkübel und wurden mit skurrilsten, zumeist erfundenen Inhalten rund um das Schicksal des Blumenkübels versehen.
Nach einigen Stunden gelangte das #blumenkübel-Hahstag dann auch auf die offizielle Liste der weltweit angesagtesten Twitter-Themen – angesichts der vergleichsweise geringen Zahl aktiver deutschsprachiger Twitter-Nutzer eine Seltenheit. In der Regel wird die Liste von Namen oder englischsprachigen Begriffen dominiert.
Je länger man Evernote benutzt, desto nützlicher wird es. Ein Erfahrungsbericht mit vielen persönlichen Tipps und Tricks.
Evernote ist eine sehr beliebte Datenbank für Notizen, Web-Clippings, Fotos und mehr. Evernote lässt sich entweder browserbasiert benutzen oder als eigene App für Windows, Mac oder iPad sowie für diverse Smartphones. Ich möchte nun zeigen, wie und wofür ich persönlich Evernote nutze.
Der Hauptvorteil von Evernote: Ich kriege mein Hirn frei. Ich tagge alles, was mir so einfällt und schiebe es in Evernote. Und je länger ich Evernote benutze, desto mehr Wege fallen mir ein, wie ich es nutzen kann.
Die Neutralität der Netze wird immer häufiger offen in Frage gestellt. Dabei besteht das große Risiko eines Gewöhnungseffekts.
Nachdem die Debatte um die Neutralität der Netze lange Zeit nur auf kleiner Flamme vor sich hinbrodelte und vorrangig “Was wäre wenn”-Fragen betraf, scheint sie in der jüngsten Zeit an Schärfe zu gewinnen und deutlich offener ausgetragen zu werden.
Das dritte Indiz erhielten wir gestern, und zwar in Form der Berichterstattung rund um angebliche Gespräche zwischen Google und dem US-Telekommunikationsanbieter Verizon in Bezug auf eine mit Entgelten verbundene Bevorzugung bestimmter Daten in Verizons Netzen.
Vergleichsweise wenige Bürger haben sich für die Diskussion registriert und sich daran aktiv beteiligt. Außerdem bröckelte die Beteiligung von These zu These ab.
Facebook
Facebook hat sich für 40 Millionen Dollar 18 Patente rund um soziale Netzwerke von MOL – dem Resteverwerter des ehemaligen Marktführers Friendster – gesichert.
Deutscher Hulu-Klon Die beiden größten deutschen Betreiber von privaten Fernsehsendern – ProSiebenSat.1 und RTL – arbeiten offenbar an einer gemeinsamen Online-TV-Plattform mit Parallelen zum beliebten, in Deutschland nicht verfügbaren US-Portal Hulu.
Viele User veröffentlichen Filmkritiken bei Twitter. Der neue US-Dienst fflick aggregiert diese und bewertet sie anhand einer Sentimentanalyse.
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Dienste, welche die von Twitter-Freunden in Tweets empfohlenen Links aggregieren und in kompakter Form darstellen, gibt es ja mittlerweile eine ganze Reihe – von paper.li über Twitter Times bis Flipboard. Doch nun publizieren Anwender bei dem Microbloggingservice ja nicht nur Artikelempfehlungen, sondern äußern sich auch zu anderen Bereichen des Lebens. Wie zum Beispiel zu Filmen.
Viele User hinterlassen bei Twitter Kurzberurteilungen gerade angesehener Kinostreifen, beschränkt auf 140 Zeichen natürlich. Da liegt es doch eigentlich nahe, diese Kritiken zu sammeln und auf einer eigenen Site zugänglich zu machen.
Genau das tut der neue US-Service fflick, ein Aggregator für über Twitter veröffentlichte Filmbeurteilungen. Von der Funktionsweise ähnelt der Dienst den eingangs erwähnten sozialen Feedreadern auf Twitter-Basis: Man loggt sich über eine Twitter-Authentifizierung ein und wird mit einer Auswahl aktuell in den Kinos gezeigter Filme begrüßt.
Bei ReadWriteWeb gibt es angesichts der Neuigkeit einen Gedankenanstoss, was die Bedeutung von Early Adopter für die Webwelt und neue Onlinedienste betrifft. Der Tenor des Artikels: Early Adopter, also der Teil der Konsumenten, der (zusammen mit den Innovatoren) als erster und mit Begeisterung neue Produkte und Dienste ausprobiert, hat darin versagt, “herkömmliche” User von Google Wave zu überzeugen.
Damit einhergehend wirft der Beitrag die Frage auf, inwieweit es für Startups überhaupt sinnvoll ist, sich auf Early Adopter zu fokussieren, statt den Schwerpunkt auf die größeren Konsumentengruppen wie die “frühe Mehrheit” (“Early Majority”), die “späte Mehrheit” (“Late Majority”) oder die Nachzügler (“Laggards”) zu legen (siehe).
Google Wave Google hat die Entwicklung von Google Wave eingestellt, die Technologie wird sich teilweise in anderen Projekten wiederfinden. Wer sich noch einmal umsehen möchte: Bis zum Ende des Jahres läuft Wave zumindest weiter.
Leistungsschutzrecht
Google hat die sehr lesenswerte Stellungnahme zur Zukunft des Journalismus an die FTC nun auch an die Situation in Deutschland angepasst und damit quasi ein Manifest gegen das Leistungsschutzrecht veröffentlicht.
Gibt ein Verlag Zeitungen gegen Entgelt ab, muss man die Zeitung bezahlen. Gibt ein Verlag die Zeitung jedoch kostenlos ab und refinanziert sie durch Werbung, kann der Verlag nicht später den Leser der kostenlosen Zeitung zu Lese-Abgaben auffordern. Genau dieses schizophrene Modell eines gleichzeitig kostenlosen und vergütungspflichtigen Angebotes steht hinter der Idee eines Leistungsschutzrechtes.
Amazon
Amazon wird mit den Web Services (S3, EC2, usw.) in diesem Jahr Erlöse in Höhe von 500 Millionen Dollar erzielen. Treibende Kraft dabei sind die sozialen Spiele – Amazon hostet die meisten Top-Spiele auf Facebook.
Geoblocking ist ein Ärgernis für viele Internetnutzer, die gerne Medieninhalte im Netz konsumieren. Doch VPN-Dienste machen den virtuellen Zaun um einzelne Länder löchrig.
Wer viel im Netz surft und gerne Medieninhalte online konsumiert, wird früher oder später mit Geoblocking konfrontiert. So nennt sich ein Verfahren, durch das Aussperren spezifischer IP-Adressen User aus bestimmten Ländern den Zugriff auf eine Website zu verweigern. In der Regel kommt Geoblocking auf Sites zum Einsatz, die urheberrechtlich geschütztes Material anbieten, jedoch nur die Rechte für ausgewählte Länder besitzen.
Ein zunehmend eingesetzter Weg, Geoblocking zu umgehen und sich Zugang zu im eigenen Land eigentlich nicht verfügbaren Inhalten zu verschaffen, sind kostenpflichtige VPN-Dienste, welche die Internetverbindung über ein externes Netzwerk leiten und Usern eine dazugehörige (ausländische) IP-Adresse spendieren.
Der Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. hat ein Video veröffentlicht, das Konsumenten über die Tücken des Netzes aufklären soll. Der Clip macht jedoch nichts anderes, als Misstrauen zu verbreiten.
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Datenschutz im Web ist ein wichtiges Thema, artet in Deutschland aber gerne in Paranoia aus. Kaum besser könnte dies ein Video des Verbraucherzentrale Bundesverband e.V. (vzbv) illustrieren, das auf der Website surfer-haben-rechte.de veröffentlicht wurde und Internetnutzer auf ihre Durchsichtigkeit als Verbraucher aufmerksam machen soll. Hier das Video:
Der Erfolg des US-Shoppingclubs für Designerprodukte Fab.com regt wieder mal Fantasie, Imitationsfreude und Übernahmehoffnungen deutscher Gründer an. » weiterlesen
Twitter hat in seiner offiziellen Ankündigung, auf Anfrage Tweets oder Konten in einzelnen Ländern zu sperren, einen wichtigen Aspekt bewusst weggelassen: Nutzer können die Blockade eigenmächtig über eine Einstellung in ihrem Twitter-Konto umgehen. » weiterlesen