Manche Webdienste sind einfach unschlagbar darin, den Alltag zu vereinfachen und das Online-Leben zu verbessern. Hier sind 21 Empfehlungen von Herzen!
— Ungewohnte Ansicht: — Gute Fotografie ist keine Frage der Ausrüstung, wie dieses Bild beweist, sondern vor allem der Perspektive und Inszenierung. — Textanzeige —
Wir haben schon häufiger Listen mit
Webangebote veröffentlicht,
die uns produktiver und effizienter machen und
die wir regelmäßig im Online-Alltag einsetzen.
Doch kaum sind einige Monate vergangen, stellen wir meist Veränderungen unserer Präferenzen fest. Entweder, weil wir neue Services entdeckt haben, die uns noch besser gefallen als zuvor verwendete Lösungen, oder weil sich ehemalige Favoriten nicht mehr als so zuverlässig präsentieren, wie wir das von ihnen gewohnt sind.
Heute möchte ich euch einen Überblick über 21 richtig gute Tools geben, die ich aktuell regelmäßig im Einsatz habe und mit denen ich mein Leben online sowie offline besser organisiere. Der Auswahl zugrunde liegt mein Bestreben, die Zahl der Dienste zu konsolidieren und nur noch solche zu verwenden, die mir einen dauerhaften Nutzen bieten. Sämtliche Empfehlungen in der Liste kommen somit von Herzen!
Air Video
Air Video (
Review) streamt auf Computern gespeicherte Videoinhalte per WLAN und mit Echtzeit-Konvertierung auf iPad und iPhone. Unheimlich praktisch!
Boxcar
Boxcar ist seit der Kommentardiskussion
zu diesem Artikel meine Lösung, um wichtige Nachrichtenmeldungen per Push-Verfahren auf mein iPhone zu bringen: Dafür habe ich einen neuen Twitter-Account angelegt, in dem ich ausschließlich
Spiegel_EIL folge, und dieses Konto bei Boxcar hinzugefügt.
Diigo
Bei
Diigo bookmarke ich
sämtliche für wichtig und gut befundenen Artikel, in der Regel mit Hilfe
der Erweiterung für Google Chrome.
Dropbox
Dropbox nutze ich sowohl für ein Backup wichtiger Dateien in der Cloud sowie für einen Zugriff auf selbige über beliebige Rechner oder mobile Geräte (
Ref-Link mit 250 MB zusätzlichem Speicher für euch und mich)
Google Docs
Bei
Google Docs schreibe ich sämtliche Blogartikel und speichere andere Dokumente, die nicht lokal auf einem einzigen Rechner isoliert sein sollen. Microsoft Office habe ich nicht mehr installiert (allerdings
OpenOffice für den Fall, einmal keinen Internetzugriff zu haben). Für den mobilen Zugriff auf Google Docs siehe “Office2″ weiter unten.
Google Kalender
Den
Google Kalender nutze ich für alle wichtigen Termine und synchronisiere ihn mit meinem Mobiltelefon (
Anleitung) sowie mit meinem E-Mail-Programm Thunderbird (siehe unten).
Google Reader
Googles RSS-Reader
Google Reader kommt bei mir mehrmals täglich zum Einsatz und ist für mich unverzichtbar. Mobil nutze ich ihn ab und an über die Touch-Variante
google.com/reader/i, bevorzugt aber über die wunderbare App Reeder (siehe unten).
InstaPaper
Bei
InstaPaper lege ich (vor allem sehr lange) Artikel ab, die ich später über die iPhone-/iPad-App lesen möchte. InstaPaper ist in Reeder (siehe unten) integriert und befindet sich zudem als Bookmarklet in meiner Browser-Lesezeichenleiste.
Linguee
Die Übersetzungsmaschine
Linguee ist mein bevorzugtes Online-Worterbuch, sowohl über die Website als auch in Form der iPhone-App.
ManageFlitter
ManageFlitter (ehemals ManageTwitter) ist ein hervorragendes Tool, um seine Gefolgschaft bei
Twitter zu verwalten, zu sehen, wer einem nicht mehr folgt, und um mehreren inaktiven oder zu gesprächigen Nutzern auf einmal zu entfolgen.
Memonic
Während ich bisher trotz mehrerer Versuche keine wirklichen Sympathien für
Evernote entwickeln konnte, setze ich das Schweizer Pendant
Memonic seit einiger Zeit dafür ein, prägnante Zitate und gute Infografiken zu archivieren.
MyWi
Die iPhone-App
MyWi (nur nach Jailbreak verfügbar) verwandelt mein Apple-Smartphone in einen mobilen WLAN-Hotspot und hat mir sowie Freunden schon in vielen Situationen sehr geholfen. Allein für diese App lohnt sich der Jailbreak.
Office2
Mit der App
Office2 bearbeite ich meine Google Docs-Dokumente vom iPhone und iPad – Google selbst bietet leider bisher keine Möglichkeit an, Docs mobil zu editieren.
Producteev
Producteev ist
seit zwei Wochen meine bevorzugte Task-Management-App und hat sich bisher als sehr praktisch und zuverlässig erwiesen.
Reeder
Reeder ist die ultimative Google Reader-Applikation für iPhone und iPad. Richtig empfehlenswert!
Skype
Skype nutze ich täglich, nicht nur für Textkommunikation und sporadische ausgehende Gespräche sondern auch für eingehende Anrufe (ich habe via SkypeIn eine Berliner Nummer an Skype angeschlossen, über die ich weltweit erreichbar bin). Es bleibt abzuwarten,
wie sich die
neue Konkurrenz auf Skype auswirken wird.
Snap Bird
Mehrmals wöchentlich steuere ich die alternative Twitter-Suchmaschine
Snap Bird an (
Review), die im Gegensatz zu Twitters eigenem Suchtool auch Tweets wiederfindet, die Monate oder gar Jahre alt sind. Für alle aktiven Twitter-Nutzer hochgradig empfehlenswert.
Thunderbird
Mit der Desktop-App
Mozilla Thunderbird verwalte ich meine E-Mails. Die Add-Ons
Lightning und
Provider für Google Calender bringen den Google Kalender direkt in den E-Mail-Client.
TweetDeck “User Streams Preview”
Die Beta-Version von TweetDecks
User Streams Preview war der Grund, warum ich
Digsby als Twitter-Client endlich den Laufpass gab. Seit kurzem ist die App für alle verfügbar. Eine Alternative ist
Seesmic, das ebenfalls Twitters neuen Echtzeit-Stream unterstützt. TweetDeck nutze ich auch auf dem iPhone.
Wikiamo/Wikipanion
Sobald ich auf einen Begriff oder einen Sachverhalt stoße, über den ich wenig weiß, schlage ich ihn bei Wikipedia nach. Mobil kommen bei mir
Wikiamo (auf dem iPhone) und
Wikipanion (auf dem iPad) zum Einsatz.
WordPress für iPhone/Android
Die mobilen Apps von WordPress helfen mir vor allem dabei, Kommentare zu verwalten, Spam zu löschen und nachträglich minimale Änderungen an Artikeln vorzunehmen. Ein Muss für jeden WordPress-Blogger.
(Illustration: stock.xchng)
Großartig, vielen Dank! Super neuer Input!
Was ich aber kurz nachfragen möchte: memonic ist für mich eigentlich nicht die Alternative zu Evernote sonden zu Instapaper. Oder liege ich damit falsch?
eric
Geniale Übersicht, sehr hilfreich. Vielen Dank!
Dito! Danke für den Input!! Vor allem der Skype-Hinweis hat mir gefallen
Danke – da wahren einige Sachen für mich dabei :-)
nur schade, dass sich producteev seit ner guten stunde mal wieder ne auszeit gönnt… hoffentlich hattest Du heut nichts mehr vor
Danke für die Tipps! Bin ganz begeistert von Diigo! Spart mir die Synchronisation von Bookmarks zwischen verschiedenen Rechnern mit Addons und mit der Android-App kann ich Bilder hochladen, was mir Evernote ersetzt.
Das Fehlen von GMail irritiert mich etwas. Oder gibt es einen Grund, warum du doch noch Thunderbird benutzt?
Grossartig, eine hilfreiche und klasse Übersicht.
Danke.
Hi,
schöne Liste und bei mir in den größten Teilen auch in Benutzung. Allerdings bleibt eine Frage offen, denn ist Diigo wirklich besser, als die anderen Anbieter auf diesem Gebiet?
Gruß
AMUNO
@ Marc
Ich nutze tatsächlich kein Gmail. Ich bezahle sogar fünf Euro für meine E-Mail-Nutzung pro Monat ;) Es ist mein wichtigstes Arbeitswerkzeug überhaupt, insofern ist das für mich ok. Ich möchte für meine Arbeit nicht nur Google nutzen.
@ AMUNO
Vermutlich nicht. Wer “nur” bookmarkt und nicht die Annotationsfeatures nutzt, kann natürlich genauso gut andere Social-Bookmarking-Services verwenden.
Guter Überblick, der in der Tat regelmäßig gebracht werden kann. In einem Beispiel bin ich allerdings “grundsätzlich auseinander”, und zwar bei Google Reader. Den finde ich leider viel schlechter, weil komplizierter, verwirrender, unübersichtlicher, behäbiger und unhandlicher als Friendfeed. Bei Google Reader ist mir einfach zuviel in der Seite drin. Bei Friendfeed hat man jeweils eine Sparte auf einer Seite, an der Seite noch eine Linkleiste zu anderen Feedsparten und fertig. Auch bevorzuge ich bei Newsreadern möglichst einfache HTML-Anwendungen anstatt kompliziertes Skriptzeug, wo man nicht sein eigener Herr, sondern Gefangener häufig ziemlich behäbiger und eigenwilliger Skripte, CSS-Anwendungen o.ä. ist.
Zu einem Großteil vielleicht/wahrscheinlich auch Gewöhnungssache. Ich versuche es allerdings immer wieder mal mit GR, weil vielleicht Integrationsmöglichkeiten mit Google Lesezeichen bestehen, werde aber regelmäßig immer wieder vertrieben.
Den Bookmarkdienst Diigo finde ich auch noch ganz interessant. Der Nachteil der mir bis dato bekannten Bookmarkdienste ist allerdings, dass sie keine Ober- und Unterordner ermöglichen. Dem Anschein auch Diigo nicht (?). Das ist leider ein großes Manko, weil Bookmarksammlungen nur sinnvoll sind, wenn man sie thematisch weiter sortieren kann als nur in einer Ordnerebene, um eine gewisse Übersicht zu erhalten. Kennt jemand Bookmarkdienste mit mehr als nur einer Ordner-Ebene?
Toll. MyWi hat mir nun schon 2x innerhalb 24 Std. die Arbeit gerettet. Gracias.
@ Meeresbiologe
Ich war auch mal “abhängig” von Ordnern. Hatte deshalb mal vor Jahren den Dienst netvouz.com gelobt (siehe http://netzwertig.com/200…so-wie-es-sein-soll/ ) Irgendwann hab ich dann aber mal versucht, statt Ordner auf Tags zu setzen, und siehe da – es ging. Meiner Ansicht nach reine Gewöhnungssache.
Wenn du aber Ordner nicht aufgeben willst und auch Unterordner möchtest, solltest du mal http://www.netvouz.com checken.
@ Chayno
Ja hilft mir auch regelmäßig. Tolle App, auch wenn man sich eigentlich wünscht, dass es sowas offiziell im App Store gibt.
Ja, nur leider haben die Provider etwas dagegen. Ob nun Tethering oder die Nutzung als WLAN Hotspot, grundsätzlich hat man ja eigentlich für die Internetnutzung bezahlt. Irgendwie erinnert mich das an die Zeiten, als Provider es untersagten, dass mehr als ein Computer über einen Internetanschluss online gehen darf.
Das war auch nicht auf Dauer durchzuhalten. Ich denke es wird nicht auf ewig ein Jailbreak für so ein Feature notwendig sein.
@Skeptiker: Deshalb ist es von Vorteil wenn man ein Gerät kauft dessen Hersteller nicht von Telefongesellschaften abhängig ist. Android bietet diese Funktionalität. (Zumindest auf dem Nexus One, bei anderen Geräten die mit Vertrag verkauft werden weiss ich es nicht.)