HackFwd-Startup #2:
Loved.by monetarisiert Produktempfehlungen im Social Web

Lars Hinrichs’ Startup-Inkubator HackFwd hat heute mit Loved.by seinen zweiten Spross angeschoben. Der Hamburger Dienst will Nutzern die Möglichkeit geben, mit Produktempfehlungen über Twitter und Facebook Geld zu verdienen.

Ungewohnte Ansicht: — Gute Fotografie ist keine Frage der Ausrüstung, wie dieses Bild beweist, sondern vor allem der Perspektive und Inszenierung. — Textanzeige

Als Xing-Gründer Lars Hinrichs Anfang Juni den Launch seines Startup-Inkubators HackFwd bekannt gab, gelang es ihm nicht nur, das Hamburger Unternehmen mit einem einzigen Tweet und einer Mail auf einen Schlag in der globalen Internet- und Investorenszene bekannt zu machen, sondern auch, durch ein sehr sympathisches Versprechen unsere Aufmerksamkeit zu erlangen: HackFwd will ausschließlich Gründer mit neuartigen Ideen unterstützen, Copycats sollen keine Chance erhalten.

Nach dem intelligenten Task-Manager TheDeadline erblickt heute das zweite durch HackFwd angeschobene Startup das Licht der Welt: Loved.by. Der Dienst aus Hamburg will eine Lösung gefunden haben, um Produktempfehlungen von Usern im Social Web zu monetarisieren.

Die Funktionsweise von Loved.by ist simpel: Statt einfach nur einen Tweet oder ein Facebook-Update mit positivem Feedback über das zuletzt angeschaffte Gadget zu veröffentlichen, animiert Loved.by User dazu, Produktempfehlungen über das Formular auf www.loved.by, das Loved.by-Bookmarklet oder die dazugehörige Facebook-App zu veröffentlichen.

Nachdem die URL zu der Bestellseite des entsprechenden Produktes eingegeben und eine fakultative Begründung hinzugefügt wurde, warum man Gefallen an ihm gefunden hat, publiziert Loved.by die Empfehlung in den persönlichen Twitter- und Facebook-Stream und verfolgt anschließend über einen eindeutigen Link eventuelle Verkäufe des empfohlenen oder anderer Artikel bei dem jeweiligen Shop.

75 Prozent der so generierten Affiliate-Umsätze gehen an den empfehlenden Nutzer, 25 Prozent verbleiben bei Loved.by.

Eine einfache wie überzeugende Idee, wenn sie auch dazu führen könnte, dass Empfehlungen von Produkten bei Twitter und Facebook an Glaubwürdigkeit einbüßen. Denn anders als bei einem simplen Ausruf der Begeisterung ohne Link zum Shop wird man sich bei Tweets und Status-Updates via Loved.by immer die Frage stellen müssen, ob es dem Absender nur um die Provision geht, oder ob er/sie tatsächlich von dem jeweiligen Artikel beeindruckt ist.

Andererseits würden sich User so sehr schnell ihre mühsam aufgebaute Reputation beschädigen, insofern ist dies womöglich ein eher theoretischer Kritikpunkt, der in der Praxis kaum zum tragen kommt.

Loved.by ist seit einer Stunde online und kann ab jetzt ausprobiert werden.

Link: Loved.by

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7 Kommentare

  1. M.H. Nierhoff
    schrieb am 31. August 2010 um 13:57 Uhr (#)

    Ich möchte zuerst mal auf das Logo hinweisen, das aussieht wie das Logo von United Prototype, den Entwicklern von fliplife. Nur gedreht halt! :-O

    Ansonsten eine ganz nette Idee, werde das sicher mal testen. Hauptproblem wird wie im Artikel angesprochen die Glaubwürdigkeit sein.

  2. Bernd
    schrieb am 31. August 2010 um 15:15 Uhr (#)

    Naja neuartig ist diese Idee nicht. Es gibt ja schon lange URL-Kürzungsdienste mit Affiliate-Links wie zB http://www.bee5.de die genau damit werben. Erster Blogbeitrag von OKT 2008.

  3. michael
    schrieb am 1. September 2010 um 11:26 Uhr (#)

    HackFwd will ausschließlich Gründer mit neuartigen Ideen unterstützen, Copycats sollen keine Chance erhalten.

    http://bee5.de/ gabs schon viel früher!
    Idee geklaut und einfach ne anbindung an facebook gebaut.
    Das ist loved.by und nichts anderes!!

  4. Arnd
    schrieb am 1. September 2010 um 11:48 Uhr (#)

    Das mit dem Logo ist mir auch direkt aufgefallen…

    Ein erfolgreicher Unternehmer ist nicht automatisch ein guter Investor.

    Hackfwd wird grandios scheitern. Dann hören vielleicht auch die vor Selbstgefälligkeit triefenden Tweets auf.

    1. boooh
      schrieb am 1. September 2010 um 12:01 Uhr (#)

      Immer diese Nörgler. Typisch Deutsches Produkt? :)

      Nicht immer nur auf die anderen mit dem Finger zeigen und alles schlecht reden, erst einmal selber was vergleichbares auf die Beine stellen und dann bewerten!

  5. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 1. September 2010 um 12:39 Uhr (#)

    Kannte ich nicht. Stimmt, sehr ähnlich.

    Wenn von Copycats gesprochen wird, bezieht sich das allerdings immer auf das Kopieren von Ideen von US-Startups, die bereits bewiesen haben, dass sie erfolgreich sind.

    “Copycat” ist somit mehr als das schlichte Nachahmen. Es ist das risikoscheue Kopieren von Ideen, die ein anderer vorher erfolgreich getestet hat.

    Bee5 ist kein US-Startup. Inwieweit es erfolgreich ist, weiß ich nicht – man hört jedenfalls nie davon.

    Insofern empfinde ich es nicht als Bruch mit dem HackFwd-Prinzip, Loved.by zu finanzieren. Was aber natürlich nichts daran ändert, dass es einen ähnlichen Dienst bereits längere Zeit gibt.

  6. Daniel
    schrieb am 1. September 2010 um 14:44 Uhr (#)

    Auch lustig: Der “Jetzt gerade”-Stream, wo alle erzeugten Links auf der Weltkarte gezeigt werden, ist ein billiger fake ;) . Die Produkte wiederholen sich…

    http://loved.by/now

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