Digitale Musik:
Shuffler macht Musikblogs
zu Internetradios
Tausende von Musikblogs berichten täglich über neue Veröffentlichungen und liefern die Songs als MP3 zumeist gleich mit. Shuffler macht daraus genrespezifische Radiostreams.
Musikliebhaber rezensieren dort neue Releases, Künstler präsentieren ihre gerade fertig gestellten Produktionen und DJs promoten ihre jüngsten Mixe und Remixe. Häufig gibt es einzelne Songs als MP3 zum Download, auch wenn die Rechtefrage oft nicht geklärt ist.
Dennoch scheint die Musik-Blogosphäre bisher von Urheberrechts- und Lobbyorganisationen weitgehend in Ruhe gelassen worden zu sein. Das ist zum einen auf den Indie-Schwerpunkt vieler Blogs zurückzuführen, zum anderen aber womöglich auch auf die Tatsache, dass es nicht um das massenhafte Anbieten von urheberrechtlich geschütztem Material geht, sondern dass zumeist einzelne Songs und Künstler im Vordergrund stehen und deren Arbeit mit teilweise langen Postings angemessen gewürdigt wird.
Wer einen Einstieg in die Welt von Musikblogs finden möchte, tat dies bisher am besten über deren inoffizielles “Zentralorgan”, die Entdeckungs- und Suchmaschine The Hype Machine, die allerlei in Blogs gefundene Inhalte und Titel indexiert und aggregiert. Doch nach der Häufigkeit von Erwähnungen in meinem Twitter-Stream zu urteilen hat The Hype Machine gerade ernsthafte Konkurrenz bekommen: Shuffler.

Shuffler ist ein in der vergangenen Woche gestarteter Service aus Amsterdam, der aus in vielen internationalen Musiblogs gefundenen Titeln genrespezifische Radiokanäle erstellt und Nutzer während des Anhörens auf den jeweiligen Blog weiterleitet, von dem der gespielte Track stammt.
Obwohl ich sehr bewusst Musik höre, hatte ich bisher kein Bedürfnis, mich intensiv mit dem musikalischen Part der Blogosphäre zu beschäftigen. Irgendwie gelang es der Hype Machine auch niemals, mich von ihrer Qualität zu überzeugen. Anders jedoch Shuffler: Statt wie die Hype Machine eine Reihe von Titeln auf der Startseite zu präsentieren, belässt es Shuffler bei der Auflistung von Genres und startet nach der Auswahl einer Musikrichtung den dazu passenden Radiostream.
Über eine Navigationsleiste am oberen Seitenrand lassen sich Titel bei nichtgefallen überspringen oder per Twitter empfehlen. Und wer einen Song gut findet, kann diesen in den meisten Fällen direkt vom jeweiligen Blog als MP3-Datei herunterladen.
Fans von Musikblogs werden den Vergleich von The Hype Machine und Shuffler womöglich als unfair empfinden. Und in der Tat ist die Hype Machine in gleichem Maße Musiksuchmaschine wie Entdeckungstool. Shuffler bietet keine Suchefunktion, ist dafür aber ein weiterer Weg, um mit minimalem Aufwand zu einem kostenlosen Stream an guter Musik zu gelangen und gleichzeitig die ergiebige Welt der Musikblogs kennenzulernen.
Link: Shuffler
















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Hmm… also ich habe auch regelmässig CD Rezensionen bei mir. Aber veröffentliche da keine Songs direkt bei mir. Verweise da direkt auf die Seiten und die Stores. So handhabe ich das, und das reicht mir völlig aus.
Interessanter Hinweis. Danke