Augmented Reality:
metaio startet virtuelle Umkleidekabine

Wie viel Potenzial steckt wirklich im Trendthema “Augmented Reality”? Eine vom Münchner Startup metaio entwickelte virtuelle Echtzeit-Umkleidekabine beantwortet dieses Frage.

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Bisher war ich zwiegespalten, was Augmented Reality (AR) betrifft, also die computergestützte Erweiterung der Realitätswahrnehmung. Zwar hält der Hype um die Technologie, bei der reale und digitale Welt miteinander auf vielseitige Weise vereint werden, weiter an, aber wer nicht explizit nach AR-Anwendungen sucht, wird mit diesen im Alltagsgebrauch bisher noch kaum konfrontiert.

Dennoch hilft jeder smarte Einsatz von AR dabei, mich doch ein Stück mehr von der Technik zu überzeugen. Einige Anwendungsbeispiele aus der Praxis hatten wir hier beschrieben.

Wer plant, tiefer in die AR-Materie einzusteigen und sich einen Überblick über aktuelle Innovationen auf dem Gebiet zu verschaffen, der muss nicht weit blicken: Eines der international angesehensten und erfolgreichsten AR-Unternehmen kommt nämlich aus Deutschland, genauer gesagt aus München, und heißt metaio.

Das einflussreiche US-Blog VentureBeat listet die 2003 gegründete Firma sogar als führenden AR-Anbieter weltweit, und auch das nicht minder populäre Blog ReadWriteWeb wirft in regelmäßigen Abständen ein Auge auf die neuesten AR-Innovationen von metaio.

Mehr als 60 Mitarbeiter basteln an Standorten in Deutschland, Südkorea und den USA an Lösungen rund um AR. Das Unternehmen entwickelt einerseits industrielle AR-Lösungen für viele nahmhafte Hersteller wie beispielsweise Wartungssysteme, andererseits auch Systeme für Marketing und Handel wie unter anderem “Digital Box“, das anhand einer LEGO-Verpackung das fertige, zusammengebaute Spielzeug darstellt.

Während dies in der Tat eine nützliche Bereicherung des Shopping-Erlebnisses bedeuten kann, hat metaio mit der US-Mediengruppe Hearst gerade ein E-Commerce-Produkt gelauncht, das für mich nun doch keinen Zweifel mehr am Potenzial von AR offen lässt: Eine virtuelle Umkleidekabine, die das Webcam-Bild von Onlineshoppern in Echtzeit mit dem ausgewählten Kleidungsstück kombiniert, so dass User direkt sehen, ob es ihnen steht oder nicht.

metaio verweist darauf, dass dies die weltweit erste virtuelle Anprobe ist, bei der sich Nutzer weder an vorgegebene Markierungen halten müssen, noch der Upload von Fotos notwendig ist. Als zusätzliches Schmankerl reagiert die Anwendung auf die von der Webcam aufgefangenen Bewegungen der User (“Motion Capturing”), die dadurch mit einer Handgeste durch das Angebot surfen oder zusätzliche Informationen abrufen können.

Integriert wurde das Feature auf der Teenager-Website seventeen.com in Kooperation mit der Marke JCPenny, deren Kreationen so anprobiert und erworben werden können. Wer möchte, kann auch einen Schnappschuss von sich und einem Kleidungstück schießen, um es an Freunde zu verschicken und deren Meinung einzuholen.

Die virtuelle Umkleidekabine ist speziell dank der Kombination mit Motion Capturing die beeindruckendste und nützlichste AR-Anwendung, die ich bisher gesehen habe. Ein Video, das die Funktionsweise präsentiert, folgt unten. Wer das Tool selbst einmal ausprobieren möchte, gelangt hier zum “Virtual Dressing Room” von seventeen.com.

Am 27. September veranstaltet metaio übrigens die “insideAR augmented reality conference” in München. Mehr Infos dazu gibt es hier.

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4 Kommentare

  1. Nam
    schrieb am 4. August 2010 um 13:03 Uhr (#)

    Weiß net, so richtig AR-mäßig kommt mir das noch nicht vor. Spannend wird es meiner Meinung nach eher, wenn es so in der Art wie beim Project Natal Trailer wird, also sich die Kleidung auch mitbewegt. Für den Anwendungsfall mit JCPenny reicht auch eine gute Pulle Vorstellungsvermögen.

  2. Don
    schrieb am 17. August 2010 um 13:27 Uhr (#)

    Liebe AR-Interessenten,
    lasst euch nicht mit diesem PR-Beitrag in die irre führen!

    Hier der Link für die richtigen AR-Kollegen in Deutschland, damit Sie sehen was wirklich AR ist:
    http://ge.ecomagination.c…/#/augmented_reality

    Viel Spaß beim staunen..

  3. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 17. August 2010 um 13:39 Uhr (#)

    Bei uns gibt’s keine PR-Beiträge. Wie kommst du zu dieser Behauptung? Nur weil wir Innovationen auch mal loben? Inwieweit werden Leser hier in die Irre geführt?

  4. chris
    schrieb am 18. September 2010 um 10:13 Uhr (#)

    Hübsche Idee,
    Sich an Kleidung uns AR zu trauen ist schon mutig und natürlich auch schwierig umzusetzen.
    Wir arbeiten schon eine Weile an einer anderen Anwendung. Da kann man sich alle mögliche Objekte (z.b. Brillen, Hüte, Masken usw.) aufsetzen. Das ganze funktioniert ohne Marker, den man ausdrucken muss.

    Wer das gerne mal selbst ausprobieren möchte.

    Über Feedback würden wir uns recht freuen.

    Viel Spaß damit !

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