Das Beste:
netzwertig.com im August 2010

Heute stellen wir die besten und populärsten Beiträge aus dem vergangenen Monat zusammen. Das Beste aus dem August 2010:

Analysen

Reviews

Samstag App Fieber

Außerdem

HackFwd-Startup #2:
Loved.by monetarisiert Produktempfehlungen im Social Web

Lars Hinrichs’ Startup-Inkubator HackFwd hat heute mit Loved.by seinen zweiten Spross angeschoben. Der Hamburger Dienst will Nutzern die Möglichkeit geben, mit Produktempfehlungen über Twitter und Facebook Geld zu verdienen.

Ungewohnte Ansicht: — Gute Fotografie ist keine Frage der Ausrüstung, wie dieses Bild beweist, sondern vor allem der Perspektive und Inszenierung. — Textanzeige

Als Xing-Gründer Lars Hinrichs Anfang Juni den Launch seines Startup-Inkubators HackFwd bekannt gab, gelang es ihm nicht nur, das Hamburger Unternehmen mit einem einzigen Tweet und einer Mail auf einen Schlag in der globalen Internet- und Investorenszene bekannt zu machen, sondern auch, durch ein sehr sympathisches Versprechen unsere Aufmerksamkeit zu erlangen: HackFwd will ausschließlich Gründer mit neuartigen Ideen unterstützen, Copycats sollen keine Chance erhalten.

Nach dem intelligenten Task-Manager TheDeadline erblickt heute das zweite durch HackFwd angeschobene Startup das Licht der Welt: Loved.by. Der Dienst aus Hamburg will eine Lösung gefunden haben, um Produktempfehlungen von Usern im Social Web zu monetarisieren.

Die Funktionsweise von Loved.by ist simpel: Statt einfach nur einen Tweet oder ein Facebook-Update mit positivem Feedback über das zuletzt angeschaffte Gadget zu veröffentlichen, animiert Loved.by User dazu, Produktempfehlungen über das Formular auf www.loved.by, das Loved.by-Bookmarklet oder die dazugehörige Facebook-App zu veröffentlichen.

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Toolbox:
21 Webdienste, die
das Online-Leben verbessern

Manche Webdienste sind einfach unschlagbar darin, den Alltag zu vereinfachen und das Online-Leben zu verbessern. Hier sind 21 Empfehlungen von Herzen!

Ungewohnte Ansicht: — Gute Fotografie ist keine Frage der Ausrüstung, wie dieses Bild beweist, sondern vor allem der Perspektive und Inszenierung. — Textanzeige

Wir haben schon häufiger Listen mit Webangebote veröffentlicht, die uns produktiver und effizienter machen und die wir regelmäßig im Online-Alltag einsetzen.

Doch kaum sind einige Monate vergangen, stellen wir meist Veränderungen unserer Präferenzen fest. Entweder, weil wir neue Services entdeckt haben, die uns noch besser gefallen als zuvor verwendete Lösungen, oder weil sich ehemalige Favoriten nicht mehr als so zuverlässig präsentieren, wie wir das von ihnen gewohnt sind.

Heute möchte ich euch einen Überblick über 21 richtig gute Tools geben, die ich aktuell regelmäßig im Einsatz habe und mit denen ich mein Leben online sowie offline besser organisiere.  Der Auswahl zugrunde liegt mein Bestreben, die Zahl der Dienste zu konsolidieren und nur noch solche zu verwenden, die mir einen dauerhaften Nutzen bieten. Sämtliche Empfehlungen in der Liste kommen somit von Herzen!

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Linkwertig:
YouTube, Privacy, Ruby on Rails, Digg

YouTube
YouTube wird laut der Financial Times noch in diesem Jahr kostenpflichtige Filme On-Demand anbieten. Die Verhandlungen mit den wichtigsten Studios Hollywoods laufen schon mehrere Monate.

» YouTube to launch pay-per-view movies in deal with movie studios

 

Privacy
Michael Seemann treibt die Angst vor der Google Street View mit dem Schrecken aus:

Das Widerspruchsformular suggeriert uns, dass wir wieder unsere Ruhe haben, sobald das Street-View-Auto um die Ecke gefahren ist. Doch unsere Ruhe ist dahin, das ist alles erst der Anfang.

» Das Ende des freiwilligen Internets

 

Ruby on Rails
Die dritte Generation des beliebten Frameworks Ruby on Rails wurde nach zweijähriger Entwicklungsarbeit vorgestellt.

» Rails 3.0: It’s ready!

 

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Internetkritiker:
Die Unfähigkeit, Etabliertes
in Frage zu stellen

Internetkritiker erfüllen eine wichtige Aufgabe. Sie unterminieren jedoch ihre eigene Argumentation, wenn sie nicht in der Lage sind, etablierte Verhaltensweisen und Sichtweisen in Frage zu stellen.

Ungewohnte Ansicht: — Gute Fotografie ist keine Frage der Ausrüstung, wie dieses Bild beweist, sondern vor allem der Perspektive und Inszenierung. — Textanzeige

Jede Entwicklung braucht ihre Kritiker. Auch die digitale Revolution. Internet-Skeptiker wie Frank Schirrmacher, Jaron Lanier, Andrew Keen oder Gisela Schmalz bilden den notwendigen Gegenpol zu den teilweise euphorischen Befürwortern und Antreibern des technologischen Wandels (zu denen wir sicher auch gehören), selbst wenn man manchmal die Arme über den Kopf zusammenschlagen möchte, wenn man mit ihren Aussagen konfrontiert wird.

Das wirkliche Problem ist meist ohnehin nicht die Kritik sondern die Art der Argumentation, auf welche sich diese stützt. Mein Eindruck ist, dass viele Internetpessimisten die Fähigkeit vermissen lassen, Etabliertes in Frage zu stellen. Genau das aber erfordert der tiefgreifende Wandel, dessen Zeuge wir gerade werden. Wer nicht in der Lage ist, über Jahrzehnte oder gar Jahrhunderte praktizierte Verhaltensweisen sowie eingefahrene Routinen in Frage zu stellen, muss zwangsläufig Probleme im Umgang mit dem die Strukturen unseres Zusammenlebens verändernden Wechsel von der analogen zur digitalen Gesellschaft bekommen.

Sehr deutlich wird dies in einem aktuellen Essay eines weiteren Webkritikers, nämlich dem Medien- und Kommunikationstheoretiker Norbert Bolz. Auf sueddeutsche.de veröffentlichte er gestern eine Art Rundumschlag gegen verschiedenste Phänomene und Eigenschaften der digitalen Welt (via) und wirft dabei ziemlich viele Dinge in einen Topf.

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Linkwertig:
Ångströ, Facebook, SmartPad, Google Buzz

Ångströ
Google rüstet sich weiter für den geplanten Facebook-Killer GoogleMe und übernimmt das schwedische Startup Ångströ, das dem Social Graph intelligente Informationen entlocken will.

» Google Buys Innovative Startup Angstro to Help Build GoogleMe

 

Facebook
Aber auch Facebook rastet nicht und geht eine Partnerschaft mit dem Inkubator Y Combinator ein. Die Startups bekommen bevorzugte Behandlung als Anreiz, um interessantere Facebook-basierte Anwendungen zu entwickeln.

» Facebook Looks to Develop More Social Startups

 

1&1
1&1 beendet das Experiment mit dem (für Neukunden) kostenlosen SmartPad:

Im August und September werde man Kunden noch mit dem Android-Gerät ausstatten, dann will der Internetdienstleister andere Tablets anbieten.

» 1&1 lässt SmartPad auslaufen

 

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Like-Button:
Wie Facebook die reale und
virtuelle Welt zusammenbringt

Facebooks Like-Button für Websites ist nur der Anfang. Im nächsten Schritt “favorisieren” Facebook-Nutzer Veranstaltungen und Dinge. Eine Coca-Cola-Kampagne zeigt, wie das geht.

Ein-Klick-Gesten sind en vogue. Ob beim Facebook Like-, beim Tweet- oder beim Flattr-Button – überall im Netz drücken User ihr Gefallen für Inhalte in Form eines Klicks aus. Ein-Klick-Gesten sind, wie Marcel Weiss es bei neunetz kürzlich beschrieb, die “kleinste Einheit online bewusst ausgeführter Tätigkeiten” und werden nicht nur bei Betreibern von Webangeboten als Erfolgsmesser immer populärer, sondern auch bei Nutzern, die sich mit möglichst wenig Aufwand für Content oder Services bedanken möchten.

Facebooks Like-Funktion ist der wahrscheinlich bekannteste Vertreter der Ein-Klick-Gesten und wurde, nachdem sie ursprünglich nur innerhalb des Social Networks zum Bewerten von Userpostings zum Einsatz kam, vor einigen Monaten auch als Feature für Betreiber externer Websites vorgestellt. Diese können damit Besuchern das “Favorisieren” von Elementen mit Hilfe ihrer Facebook-Identität ermöglichen.

Bis zu 350.000 Websites haben den Like-Button bisher integriert. Das schafft zwar eine durchaus kritisch zu bewertende Abhängigkeit von Facebook, aber diesen Preis scheinen viele zu zahlen bereit zu sein, erlaubt ihnen die Integration der Funktionalität doch, ihre Inhalte in den Newsfeeds der Facebook-Nutzer zu platzieren.

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Samstag App Fieber:
askalo, SprecherSprecher, Fidor

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal: askalo – eine lokale Frage&Antwort-Community; SprecherSprecher – für sein Projekt den geeignetsten Sprecher finden; und Fidor Bank Twitter – via Twitter Geld senden oder empfangen.

 

askalo
askalo
askalo ist eine ortsbezogene Frage&Antwort-Community, die Elemente von Lifestreaming und Game Mechanics integriert. Der Name steht für ‘ask a local’ und deutet die Idee dahinter an: Wenn man etwas über eine Stadt wissen möchte, dann fragt man am besten einen Eingeborenen. Die Fragen und ggf. Antworten werden thematisch gruppiert (Ausgehen, Beauty & Wellness, Bildung & Betreuung, Dienstleistungen, Einkaufen, Neu in der Stadt, usw.), was askalo mittelfristig auch zu einer Knowledge-Community für die jeweiligen Orte macht. Das Design wirkt etwas altbacken, aber die Features und spielerischen Elemente sind schlüssig. Derzeit ist es in 150 Städten in Deutschland, Österreich und der Schweiz verfügbar, weltweit werden 1300 Städte erfasst.

 

 

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diaspora:
Die Lust auf was Neues

Als vier IT-Studenten aus New York im Mai ihren Plan eines dezentralen Social Networks als Gegengewicht zu Facebook präsentierten, war die Euphorie groß. Am 15. September soll die Software als Open Source veröffentlicht werden.

Als Anfang Mai der Plan von vier jungen New Yorker IT-Studenten bekannt wurde, eine dezentrale Facebook-Alternative zu entwickeln, hatten sie sich den bestmöglichen Zeitpunkt ausgewählt: Facebook selbst befand sich gerade im Kreuzfeuer der Kritik, nachdem es sich mit dem Launch seines Open-Graph-Protokolls wieder einmal grobe Schnitzer im Umgang mit der Privatsphäre seiner Nutzer erlaubt hatte.

Entsprechend lautstark war die Kritik speziell in der Blogosphäre, und eine Reihe von Blogger-Schwergewichten (im übertragenen Sinne!) und Vorbild-Geeks sinnierte lautstark über einen Abschied von Facebook. Doch das eigene Facebook-Konto zu schließen, ohne auf eine ernstzunehmende Alternative ausweichen zu können, ist ein radikaler Schritt, den nur wenige wagen. Und eine solche Alternative gibt es bisher nicht.

Das auf den Namen “diaspora” getaufte Vorhaben der vier New Yorker, über die Semesterferien das Grundgerüst für ein besseres Facebook aufzubauen, welches noch dazu ohne zentralen Server auskommen und als Open Source veröffentlicht werden soll, kam da mehr als gelegen.

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Task-Management-Tools:
Wie Remember The Milk versucht,
sein Geschäftsmodell zu retten

Remember The Milk ist das wahrscheinlich bekannteste Webwerkzeug für To-Do-Listen. Doch durch neue Konkurrenz gerät das restriktive Freemium-Modell des Dienstes ins Wanken.

Es ist eine komfortable Situation: Einem Webdienst ist es gelungen, sich als der populärste Anbieter in seinem Bereich zu etablieren. Konkurrenten gibt es zwar, aber diese kennt kaum jemand. Und weil das so ist, kann es sich das Startup leisten, den Funktionsumfang seines Gratisangebots stark zu beschneiden und selbst essentielle Features nur als Teil des kostenpflichtigen Premiumkontos anzubieten.

Ungefähr so verliefen die vergangenen Jahre für Remember The Milk, ein 2005 gestartetes Task-Management-Tool aus Australien, das lange Zeit eine Autorität war, was webbasierte Services zum Verwalten von To-Do-Listen betraf.

Was mir bei dem Service immer missfiel und mich von einer Nutzung abhielt: Die Free-Version beinhaltete lediglich Zugriff auf die herkömmliche Browseroberfläche. Apps für iPhone und Android standen nur Premium-Anwendern zur Verfügung, die dafür 25 Dollar pro Jahr zahlen.

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