Es geschehen noch Wunder:
Der Newsfeed kommt zu studiVZ

Der Newsfeed ist ein wichtiges Element sozialer Netzwerke. Doch studiVZ hat lange mit seiner Einführung gezögert. In der vergangenen Nacht war es plötzlich soweit.

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Viele Jahre hat studiVZ mit der Einführung eines Newsfeeds gezögert. Eine solche Funktion, welche die wichtigsten Neuigkeiten aus dem persönlichen Kontaktnetzwerk anzeigt, ist seit langem Standard bei einem Großteil der sozialen Netzwerke und als Konzept eine Erfindung von Facebook aus dem Jahr 2006.

Der Newsfeed hat insofern eine tragende Rolle, als dass er aus der nach dem Login erscheinenden, mitunter statisch wirkenden Homepage eine dynamische Seite mit regelmäßig aktualisierten Inhalten macht und Nutzern somit signalisiert, dass sich häufiges Anmelden sowie eigene Aktivitäten lohnen.

Im Sommer 2010 ist es auch bei der VZ-Gruppe so weit: Der “Buschfunk”, das bisherige Feature für Status-Updates, wurde in der vergangenen Nacht in einer neuen Version gelauncht und enthält nun eine Vielzahl von Aktivitäten der Freunde – Status-Updates, neu hochgeladene Fotos, neue Freundschaften und neu installierte Applikationen. Demnächst sollen dort auch Pinnwandeinträge, Gruppenmitgliedschaften, Foto-Verlinkungen und Profiländerungen angezeigt werden. Jeder Buschfunk-Eintrag lässt sich kommentieren.

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Erfahrungsbericht:
Ein Monat mit dem iPad

Der Hype um das iPad hat sich etwas gelegt. Zeit, ein Resümee zu ziehen, welche Rolle das Apple-Tablet nach einem Monat im Online-Alltagsgebrauch eingenommen hat. Top oder Flop?

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Seit gut einem Monat bin ich Besitzer eines iPads. Obwohl bereits über drei Millionen Geräte des Apple Tablets verkauft wurden, dürfte der ein oder andere Web-, Technik- und Gadget-Freund noch immer mit sich hadern, ob nun das iPad eine sinnvolle Anschaffung ist oder nicht.

Vielleicht kann ich mit einem kompakten Erfahrungsbericht die Entscheidung etwas leichter machen. Als überzeugter Windows-Nutzer, dessen erstes Apple-Produkt jemals ein iPhone war, denke ich zudem, einigermaßen objektiv über die Qualitäten und Schwächen des iPad im Online-Alltagsgebrauch urteilen zu können.

Das Wichtigste vorneweg: Ich bin mit dem iPad in höchstem Maße zufrieden, glaube aber, dass es im Gegensatz zum iPhone kein Gerät ist, das sich für jedermann eignet.

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COUPIES:
Lokale Rabatte für
Smartphone-Nutzer

Wer auf Rabatte im stationären Handel und in der Gastronomie aus ist, muss dazu nicht extra “Mayor” bei foursquare werden. Mit COUPIES aus Köln kommt jeder Smartphone-Nutzer in den Genuss von Preisnachlässen.

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Es soll ja Leute geben, die tun alles dafür, bei foursquare zum “Mayor” oder bei Friendticker zum “Präsident” eines angesagten Cafés zu werden und als Belohnung für ihre Loyalität einen Rabatt einzuheimsen. Sicherlich ist hier der Weg und der Wettkampf-Aspekt das eigentliche Ziel und der Gratiskaffee lediglich die Manifestation des anvisierten Erfolgs. Doch User, die ausschließlich auf Vergünstigungen in der Gastronomie und im lokalen Handel aus sind, können dies auch einfacher erreichen:

COUPIES heißt ein im Januar gestarteter Dienst aus Köln, bei dem sich alles um mobile Rabattcoupons dreht. Das Startup bietet Applikationen für iPhone, Android, Windows Mobile und Java-fähige Smartphones, die Nutzer nach einer kurzen Registrierung (oder einem Login via Facebook Connect) über in der unmittelbaren Umgebung erhältliche Sonderangebote informieren.

Um einen Rabatt einzulösen, zeigt man ihn an der Kasse eines beteiligten Händlers oder Restaurants auf seinem Mobiltelefon vor und erhält anschließend den vergünstigten Preis.

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Linkwertig:
Guardian, Twitter, Google Wave, Grimme

Guardian
Während andere Zeitungen ihre Mauern hochziehen, lanciert der Guardian ein WordPress-Plugin, mit dem Blogger ganze Artikel des Guardian bei sich einbinden können. Ganz selbstlos ist das nicht, in die republizierten Artikel wird vom Guardian Werbung platziert.

» Guardian unveils WordPress plugin for bloggers

 

Twitter
Twitter bleibt auf der Suche nach geeigneten Monetarisierungsmodellen experimentierfreudig und plant den Start von Earlybird-Aktionen.

» Twitter to Publish Shopping Deals Through @EarlyBird Account
» Earlybird: Twitter bereitet Live Shopping Aktionen vor

 

Web
Manchmal hilft ein Wechsel der Perspektive, um langjährige Missverständnisse aufzulösen. Mario Sixtus zeigt in einem kleinen Text über den Clash der Kulturen, dass einige Probleme eigentlich keine Probleme sind.

Wer Freunde zu sich nach Hause zum Essen einlädt, will nur mit seiner Kochkunst angeben

» Culture-Clash-Protokoll: Tod, Anstand und Echtzeitweb

 

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Nachrichtensites:
Verlinken tut weh

Noch immer tun sich viele Nachrichtenangebote im Netz schwer damit, Links zu setzen. Ein aktuelles Beispiel illustriert dies anschaulich.

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Am Donnerstag kam es zu einem Novum: Die Netzwelt-Redaktion der Deutschen Presse-Agentur (dpa) veröffentlichte einen Artikel zu alternativen sozialen Netzwerken und verlinkte dazu auf diesen netzwertig.com-Beitrag. Darüber haben wir uns natürlich sehr gefreut.

Interessant war anschließend zu beobachten, wie sich der Artikel unter den an die dpa angeschlossenen Newssites verbreiten würde. Während im Print-Zeitalter die Leser eines Zeitungstitels keinen Einblick darin erhielten, bei wie vielen anderen Blättern eine Agenturmeldung ebenfalls publiziert wurde, macht die Transparenz des Netzes dies zu einem Kinderspiel:

Rund 100 Quellen findet Google News zur Stunde – Dopplungen abgezogen – die den dpa-Bericht rund um neuartige Netzwerk-Lösungen wie diaspora veröffentlicht haben. Veränderungen oder Anpassungen wurden im Prinzip keine durchgeführt, mit Ausnahme eines Aspekts: Die Verlinkungen, die dpa unterhalb des Beitrags gleich mitgeliefert hat, behielten manche bei, andere entfernten sie absichtlich.

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Samstag App Fieber:
MyTweetMag, myartist.tv, Social Search for Facebook

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal: MyTweetMag – aus Tweets ein kollaboratives Magazin generieren; myartist.tv – Vermittlung von Künstlern und Eventbedarf; und Social Search for Facebook – eine Suchmaschine für Facebook.

 

MyTweetMag
MyTweetMag
MyTweetMag macht – der Name deutet es an – aus den eigenen Tweets eine Art Magazin. Das Prinzip dabei ist, dass man ein beliebiges Hashtag definiert; Tweets, die dieses Hashtag enthalten, werden in der Folge auch im Magazin publiziert. Und weil ein Magazin alleine keinen Spass macht, kann man bis zu fünf Co-Editoren einladen und kollaborativ publizieren. Über ein Plugin kann das MyTweetMag auch einfach in WordPress-Blogs eingebunden werden. MyTweetMag ist derzeit in privater Beta, mit dem Code ‘betatester’ könnt ihr euch jetzt schon anmelden.

 

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Coaloo:
Mark Zuckerbergs Albtraum?

Coaloo bezeichnet sich als “neue Internetplattform mit noch nie dagewesenen Möglichkeiten” – üblicherweise ein Warnsignal.

Gelegentlich stoßen wir auf neue Websites, bei denen uns einfach die Kinnlade heruntergeklappt, weil sie so unfreiwillig komisch sind.

Bei dem sozialen Netzwerk Coaloo war es wieder einmal soweit. Coaloo heftet sich an, ein “neues und echtes soziales Netzwerk” zu sein, “das diesen Namen auch wirklich verdient”. Der Dienst hat seinen Sitz zwar in Chicago, scheint aber auch irgendwie im deutschen Markt verwurzelt zu sein.

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Ortsbasierte Dienste:
Die Mär vom Datenschutzproblem

Aufgrund der Möglichkeit, alte Standortangaben von foursquare-Nutzern zu sammeln, sieht heise online bei Location Based Services ein generelles Datenschutzproblem. Man kann es auch übertreiben.

Umfrage des IFSE zu Strategien im Internet — Direkt oder indirekt von der Verlagerung vieler Aktivitäten ins Internet und der zunehmenden Digitalisierung betroffen? Machen Sie mit bei der Umfrage des IFSE zu Strategien und Wettbewerb im Internet — Textanzeige

Die Debatte rund um den Datenschutz bei Webanwendungen ist ein zweischneidiges Schwert. Wird sie sachlich und mit den tatsächlichen Nutzerinteressen im Fokus geführt, ist sie sehr sinnvoll, da sie zu Maßnahmen führt, die User vor unangemessenen Geschäftspraktiken sowie Cyberkriminalität bewahren.

Tägliche Beobachter des Internetgeschehens und der medialen Berichterstattung wissen allerdings, dass die Datenschutzdiskussionen in Bezug auf Firmen wie Google, Facebook oder Apple nicht selten eher von Prinzipien, Ideologien und einem gewissen Patriotismus (“hier in Deutschland haben wir härtere Datenschutzgesetzte als in den USA”) geprägt sind, als pragmatischen und sachlichen Zielen zu dienen. Was natürlich nicht bedeutet, dass die Praktiken der genannten Anbieter nicht unter die Lupe genommen werden sollten.

Ein schönes Beispiel für das mitunter übertriebene Schwingen der Datenschutzkeule gab es gestern im Artikel mit dem Titel ”Geolocatoren werden zum Datenschutzproblem” bei heise online zu begutachten.

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Linkwertig:
Amazon, Google News, Finnland, Microsoft Kin

Amazon
Amazon verkauft jetzt auch in Deutschland Lebensmittel.

“Das Ziel von Amazon.de ist es, der Ort zu sein, an dem Kunden die größte Auswahl an Lebensmitteln und Getränken zu attraktiven Preisen finden, die man rund um die Uhr bestellen kann und bequem, schnell und günstig nach Hause geliefert bekommt”

» Amazon testet Lebensmittelverkauf

 

Google News
Google News hat sich generalsaniert. Neben erweiterten Möglichkeiten zur Personalisierung wurde auch das Design aufgeräumt und Sharing integriert.

» Extra! Extra! Google News redesigned to be more customizable and shareable

 

Finnland
Finnland wurde das erste Land, in dem Bürger ein Recht auf Breitbandzugang haben. 1Mbps Übertragungsrate ist seit gestern zugesichertes Minimum, bis 2015 sollen Verbindungen auf 100Mbps ausgebaut werden.

» Finland makes broadband a ‘legal right’

 

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Startups:
Nichts ist unmöglich

Neue Konzepte und revolutionäre Ideen brauchen manchmal mehrere Anläufe, bevor sie gelingen. Auch im Web.

Der deutsche Erfinder Albrecht Ludwig Berblinger konstruierte Anfang des 19. Jahrhunderts eine Art Fluggerät, welches den Gleitflug ermöglichen sollte. Laut Wikipedia werkelte der gelernte Schneider an seinem Hängegleiter über Jahre hinweg und beobachtete dazu fleißig den Flug von Eulen. Obwohl man in seiner Heimatstadt Ulm über ihn spottete, arbeitete er unbeirrt auf den Abschluss seines Vorhabens hin und versuchte am 31. Mai 1811, von einer Brüstung über die Donau zu fliegen.

Doch vergeblich: Statt trockenen Fußes über den Fluss zu gleiten, stürzte er unter dem Gejohle und Gelächter der verständnislosen Menge in selbigen. Für Berblinger war es auch ein beruflicher und gesellschaftlicher Absturz. Erst in den darauffolgenden Jahrzehnten machte die Luftfahrt ernsthafte Fortschritte und erlebte zu Beginn des 20. Jahrhunderts ihren endgültigen Durchbruch.

Mit diesem Beispiel werde ich in Zukunft auf die nicht gerade seltenen Einwürfe in den Kommentaren reagieren, die anhand des früheren Misslingens einer (Startup-)Idee sämtliche zukünftigen Versuche in die selbe Richtung kategorisch ausschließen.

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