Die europäische Landschaft für professionelle Videoangebote ist zersplittert, ein zentrales, hochwertiges Angebot wie Hulu fehlt. Doch trotz schlechter Rahmenbedingungen gibt es Hoffnung.
Wie viele andere Internetnutzer warte ich voller Sehnsucht auf ein europäisches
Hulu. Der populäre Dienst erlaubt Nutzern mit US-IP-Adresse das kostenlose, werbefinanzierte Streaming aktueller TV-Serien und Filme im Browser oder über einen Desktop-Client. Mit Hulu Plus
gibt es seit kurzem auch eine Bezahl-Variante, die unter anderem eine noch größere Videobibliothek bietet sowie den Zugriff über externe Geräte erlaubt.
Über einen internationalen Launch von Hulu wird zwar schon lange gemunkelt, geschehen ist aber bisher nichts. Während erst gestern wieder eine Meldung zu hören war, das Gemeinschaftsunternehmen von News Corp, NBC Universal und Disney stehe vor einer globalen Expansion, erklärte ein Hulu-Sprecher auf eine Anfrage von uns, dass der Service weiterhin nur für US-Nutzer zur Verfügung stehen wird, auch wenn man bestrebt sei, internationale Streamingrechte zu erwerben, was jedoch ein aufwändiges Unterfangen sei.
Der europäische Markt für Videosites mit professionellem Content ist genau das Gegenteil zur Zentrallösung Hulu: Neben der geografischen Zersplitterung mit vielen nationalen Anbietern kochen Video-on-Demand-Portale und Fernsehsender jeweils ihr eigenes Süppchen, statt eine gemeinsame Lösung anzubieten. Hinzu kommt die Problematik der Synchronisation – wer gerne Programme im Originalton schaut, kommt bei den meisten Anbietern im deutschsprachigen Raum nicht weit.
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Microsoft
Steve Ballmer hat auf der Worldwide Partner Conference eine umfassende Tablet-Offensive von Microsoft angekündigt. Asus, Dell, Samsung, Toshiba und Sony werden in den kommenden Monaten Geräte vorstellen. Zusätzlich wird Microsoft eine Lösung für private Clouds auf Basis der Windows Azure Platform anbieten.
» Microsoft’s Ballmer: Windows 7 slates are coming this year
» Microsoft Private Cloud: It’s Right for eBay but is it Right for You?
Spotify
Spotify hat gestern eine Version für Linux veröffentlicht. Das Abspielen lokaler Files wird derzeit noch nicht unterstützt.
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Jugendschutz
Jugendliche in Großbritannien bekommen auf Facebook eine Art ‘Panic Button’. Die selbst zu aktivierende Anwendung soll neben der Möglichkeit zur einfachen Kontaktaufnahme mit einer Jugendschutzorganisation auch dabei helfen, das Bewusstsein ob der Gefahren zu stärken.
» Facebook unveils child safety ‘panic button’
» Facebook has not launched a ‘Panic Button’ – it’s smarter than that
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Android-Apps sollen sich zukünftig auch ohne Programmierkenntnisse zusammenbauen lassen. Setzt Google bei Android auf Quantität vor Qualität?
Googles Android Market, das Äquivalent zu Apples App Store, hat in den vergangenen Tagen einiges an Kritik einstecken müssen.
Nicht nur meldeten sich Stimmen, die den hohen Anteil mangelhafter und fragwürdiger Applikationen für das Android-Betriebssystem monierten, auch wurde die Sicherheit und Vertrauenswürdigkeit einiger Android-Anwendungen
in Frage gestellt.
Anders als bei Apples iOS-System werden Android-Apps nicht vor der Veröffentlichung auf ihre Tauglichkeit und Regelkonformität überprüft, was zur Folge hat, dass bei jedem App-Download auf einem Android-Gerät eine geringe Gefahr besteht, sich fehlerhafte oder gar schädliche Software zu installieren.
Nach einem zögerlichen Start hat sich die Android-Plattform in den vergangenen Monaten dennoch gut entwickelt und gewährt Nutzern mittlerweile Zugang zu über 50.000 Applikationen.
Eine umfangreiche Studie zur Fragmentierung im Markt mobiler Betriebssysteme kam kürzlich zu dem Schluss, dass Android das entwicklerfreundlichste aller Smartphone OS ist. Programmierer brauchen durchschnittlich weniger als fünf Monate, um zu Android-Experten zu werden. Beim iPhone und sämtlichen anderen Plattformen dauert es deutlich länger, bis Entwickler den Dreh raus haben.
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Wer in den Sommermonaten oder auf Dauer das Hintergrundrauschen seiner Social-Web-Nutzung verringern möchte, hat dafür diverse Ansätze. Hier sind 11 Vorschläge.
Gestern fragten wir in unserer Sonntagsumfrage,
ob ihr euch nach mehr Offline-Zeit sehnt, das Web also gerne etwas häufiger links liegen lassen würdet. Die Umfrage läuft noch, aber von den bisher über 200 teilnehmenden Lesern bejahen dies immerhin fast 40 Prozent.
Bevor man nun zu drastischen Mitteln greift und sich gezwungen fühlt, die persönliche Webnutzung auf ein Minimum zu reduzieren, um einen digitalen Burnout zu verhindern, gibt es eine ganze Reihe von Kniffen und Tricks, um das Hintergrundrauschen und störende Nebeneffekte der bunten Onlinewelt zu verringern, ohne dabei auf die relevanten, informativen und unterhaltsamen Aspekte des Webs verzichten zu müssen.
Passend zum Sommer und Urlaub sind hier 11 Maßnahmen in loser Reihenfolge, um den persönlichen Internetalltag effizienter zu gestalten und ablenkende Faktoren zu eliminieren. Wahrscheinlich haben viele von euch weitere Tipps, wie sich die Webnutzung konsolidieren lässt, ohne dass dabei all das verloren geht, was uns am Netz so viel Spaß bereitet! Über Ergänzungen in den Kommentaren freuen wir uns.
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Whapee möchte mit Hilfe von Internetnutzern eine globale Echtzeit-Fotodankbank aufbauen. Uploads geschehen anonym und ohne, dass ein Konto benötigt wird.
Wäre es nicht toll, jederzeit Zugriff auf aktuelle Fotos von beliebigen Orten dieser Welt zu haben? So ließe sich zum Beispiel das tatsächliche momentane Wetter für eine naheliegende Stadt ermitteln oder ein Blick auf einen nachrichtenrelevanten Platz auf der anderen Seite des Globus werfen.
Whapee, ein junges Startup aus Mittenwalde bei Berlin, hat sich diesem ambitionierten Vorhaben verschrieben und dazu vor wenigen Tagen seine Website und eine dazugehörige iPhone-Applikation gelauncht.
Whapee ist eine Datenbank von Echtzeitbildern, die Nutzer vom iPhone aus hochladen und die sowohl über die mobile Applikation als auch die Website abrufbar sind.
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Googleville
Google hat laut Techcrunch 100 Millionen Dollar in Zynga, die Macher von Farmville, investiert und will also auch ein Standbein in den Bereich Games setzen.
» Google Secretly Invested $100+ Million In Zynga, Preparing To Launch Google Games
Google vs. China
China hat die Lizenz für Google verlängert. Vor ein paar Monaten hat Google noch lautstark mit einem Rückzug gedroht, in den letzten Wochen haben sie aber ihre ursprüngliche Haltung zunehmend verwässert.
» China Renews Google’s License
Twitter
Laut dem Wall Street Journal plant Twitter neben den Promoted Tweets und den Promoted Trends auch eine Art Promoted Tweeter. Gegen Bezahlung könnte man dann das eigene Gefolge vergrössern.
» Exclusive: Want More Followers? Twitter May Help You Buy Some.
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Ist es nur das Sommerloch, oder sind die jüngsten kritischen Aussagen zur Zukunft des Internets Ausdruck eines sich anbahnenden “Offline-Trends”? Was denkt ihr?
Eine selektive Wahrnehmung vorausgesetzt, könnte man derzeit den Eindruck bekommen, das Internet sei auf einem absteigenden Ast.
Sänger Prince sieht im Netz lediglich eine Modeerscheinung und dessen baldiges Ende nahen,
Zukunftsforscher Matthias Horx rechnet mit einer Ausstiegswelle bei sozialen Netzwerken und erkennt einen “Offline-Trend”, und selbst in der Blogosphäre
werden Stimmen laut, Social Networks könnten nach dem Aufstieg einen Abstieg erleben und User in Zukunft ihre Motive zur Nutzung des Internets stärker hinterfragen.
Sicherlich gilt es zu bedenken, dass die zwei polarisierenden Zitatgeber der vergangenen Woche ein eigenes Interesse daran haben, sich mit provokativen Äußerungen ins Gespräch zu bringen: iTunes-Kritiker Prince vertreibt ein neues Album – ausschließlich als Beigabe zu Print-Titeln – und von Forscher und Autor Horx hat man schon länger nichts mehr gehört – da kommt das Sommerloch gerade recht.
Doch da selbst eine aktuelle Studie der Marktforscher von Fittkau & Maaß Consulting Grund zu der Annahme gibt, dass das Social Web seinen Sättigungspunkt erreicht haben könnte und zumindest quantitativ nicht mehr signifikant wachsen wird, möchten wir in unserer heutigen Sonntagsfrage wissen, ob auch bei euch ein Wunsch zu mehr Offline-Zeit besteht, ob ihr die derzeitige Nutzungsweise des Webs als zunehmende Belastung empfindet oder nach wie vor mit voller Begeisterung dabei seid? Bitte stimmt ab.
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In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.
Dieses Mal: yiid.it – ein Like-Widget mit Viralität; cobot – Coworking-Spaces verwalten; und IPTV – ein Verzeichnis von Bewegtbild-Angeboten.
yiid.it
Yiid hat den Like-Button von Facebook und die eigene Antithese – den OpenDislike-Button – synthetisiert und daraus
yiid.it gemacht. Das Widget stellt nämlich gleichzeitig die Möglichkeit zum Mögen und zum Nicht-Mögen von Inhalten zur Verfügung. yiid.it bietet einige Optionen zur Personalisierung und lässt sich leicht konfigurieren und ins eigene Angebot integrieren. Dort erlaubt es den Besuchern dann nicht nur den Ausdruck von Gunst oder Missfallen, sondern zeigt auch die allgemeine Stimmungslage an. Das Urteil kann dann auch, wenn man will, auf verschiedenen Plattformen verbreitet werden (derzeit auf Facebook und Twitter, weitere sind geplant).
cobot
Mit
cobot lassen sich Coworking-Spaces verwalten. cobot deckt dabei das gesamte Spektrum an Aktivitäten ab: Coworker können eingegeben und verwaltet werden, Plätze können auf monatlicher Basis oder als Tagesticket vergeben werden, Rechnungen können gestellt und kontrolliert werden, etc. Gleichzeitig unterstützt cobot die Eingabe von verschiedenen Preismodellen und frei definierbaren Bezahlmöglichkeiten. Das ist zwar eher ein spezieller Anwendungsfall, aber Coworking erlebt derzeit einen Boom und vielleicht ist der Bedarf grösser als man denkt.
IPTV
IPTV ist eine Art Verzeichnis, das primär deutschsprachige
IPTV-Sender und sonstige Bewegtbild-Angebote im Internet sammelt und leichter auffindbar und zugänglich macht. Die mehr als 1000 Sendungen sind in verschiedenen Kategorien organisiert (Gesundheit, Lifestyle, Regional, Unterhaltung, Sport, Tiere, usw.), kurz beschrieben und mit einem Sternchensystem bewertbar. Ein Klick öffnet dann das jeweilige Angebot in einem Frame, der sich aber auch leicht wegklicken lässt. That’s about it, die Vielzahl des Angebots birgt dennoch die Gefahr, sich länger als einem lieb ist auf der Seite zu vertiefen.
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produki sammelt Produktbewertungen und -hinweise von Nutzern. Jetzt ermöglicht das Startup aus Bonn Onlineshops, diese Informationen in ihre Produktseiten zu integrieren.
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Es ist schon eine Weile her, dass wir
produki vorstellten, den
im Herbst 2008 gestarteten Dienst aus Bonn, der Informationen zu Produkten sammelt und dabei ganz im Stile eines Wikis auf User Generated Content setzt.
Mittlerweile hat das Startup die geschlossene Beta-Phase verlassen und positioniert sich als Anlaufstelle für alle Konsumenten, die Fragen zu Produkten vorrangig aus dem Elektronik- und Unterhaltungsbereich haben und sich auf Basis der Erfahrungen anderer über Vor- und Nachteile informieren möchten.
Vor wenigen Tagen startete der Dienst, der sich gegen gefühlte eintausend Produktsuchmaschinen und Bewertungsplattform durchsetzen muss, ein cleveres neues Feature, um sich in der E-Commerce-Welt unverzichtbar zu machen.
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