Print hat doch Vorteile:
Die Sünden von Onlinemedien

Blogs und Nachrichtensites bieten unheimlich viel Gutes. Doch Klickwahn und Social-Media-Optimierung haben diverse Unsitten hervorgebracht.

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Wer sich wie ich im Prinzip den gesamten Tag im Netz aufhält und täglich Hunderte Artikel liest oder überfliegt, der wird gezwungenermaßen Zeuge von gewissen Unsitten, die sich in der Welt von Onlinemedien und Blogs eingebürgert haben.

Nach und nach sammeln sich die Beispiele dafür an und der Drang wächst, diese öffentlich in Frage zu stellen. Hier kommt meine persönliche Liste der größten Sünden im Onlinejournalismus (Blogs inbegriffen).

Dass sich einer der Punkte früher oder später noch rächen wird – nämlich dann, wenn ich mich selbst zur entsprechenden Vorgehensweise hinreißen lasse – ist mir natürlich klar. Aber ab und an muss man einfach für den Moment leben.

Bitte ergänzt in den Kommentaren, was euch bei Artikeln im Netz besonders auf den Wecker geht.

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iPhone-App:
Einchecken mit Qype

Qype macht seine Ankündigung wahr und ermöglicht über die iPhone-App ab sofort das von anderen mobilen Diensten bekannte “Einchecken”.

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Qype-Gründer Stephan Uhrenbacher hatte es Ende Mai bereits angekündigt: Europas führendes Städte- und Empfehlungsportal Qype will nicht länger dabei zusehen, wie Dienste wie foursquare oder der Wettbewerber Yelp dem Hamburger Unternehmen im mobilen Bereich mit dem populären Check-In-Feature die Aufmerksamkeit stehlen.

Die gerade aktualisierte Qype-iPhone-Applikation erlaubt ab sofort das Einchecken bei Orten. Check-Ins lassen sich wie von vergleichbaren Services gewöhnt direkt bei Facebook und Twitter veröffentlichen. Außerdem erhalten Nutzer mit der neuen Funktionen einen Überblick darüber, wie oft ihre Qype-Kontakte bereits ein Restaurant oder eine Bar besucht haben.

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Location Based Dating:
Vernachlässigt, aber lukrativ

Während ortsbezogene mobile Dienste abheben, bewegt sich im Bereich des mobilen Datings überraschend wenig. Dabei gibt es viel zu holen.

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Als wir vor knapp einem Jahr zum ersten Mal über foursquare berichteten, wussten wir noch nicht, dass der New Yorker Location Based Service (LBS) Türoffner für eine ganze Branche sein würde. Seit dem Launch von foursquare vergeht kaum noch eine Woche, ohne dass ein neuer ortsbasierter Smartphone-Dienst online geht.

Doch etwas ist seltsam: Während fast alle neuen Services den aktuellen Aufenthaltsort ins Zentrum stellen, tauchen nur wenige Dienste auf, bei denen Nutzer und deren Zusammentreffen im Vordergrund stehen. Will meinen: Während LBS boomen, erhält der Bereich des Location Based Dating (LBD) weniger Beachtung, als man vor Jahren hätte erwarten können.

An einem generellen Desinteresse der Nutzer an der Onlinepartnersuche kann es nicht liegen. Laut einer BITKOM-Umfrage aus dem vergangenen Jahr fanden immerhin 1,3 Millionen Deutsche ihren Lebensgefährten im Internet, 2,7 Millionen der Befragten haben schon einmal eine Flirtbörse ausprobiert.

Zwar ist die Nachfrage nach Onlinedating-Angeboten damit deutlich geringer als die nach herkömmlichen Social Networks, aber gleichzeitig besteht eine erheblich höhere Bereitschaft der User, Geld für Mitgliedschaften bzw. Zusatzfunktionen zu zahlen. Aus wirtschaftlichen Gesichtspunkten ist der Markt also definitiv interessant.

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Linkwertig:
Perlentaucher, Jajah, Old Spice, Dropbox

Informationsschutzrecht
Carta fasst den Fall Perlentaucher zusammen.

In jener politischen Diskussion wird gar darüber verhandelt, ob es ein Gesetz geben sollte, das letztlich die Sprache selbst monopolisiert. Die Verlage verlangen ein Ausschließlichkeitsrecht auf kleinste Textbestandteile, Überschriften eventuell sogar einzelne Worte.

» Die Causa Perlentaucher: Soll das Urheberrecht etwa auch den Inhalt schützen?

 

Jajah
Nachdem Telefónica vor ein paar Monaten den österreichischen VoIP-Provider Jajah übernommen hat, offeriert nun O2 in Deutschland die Möglichkeit, via Jajah internationale Ferngespräche zu lokalen Tarifen zu tätigen.

» Jajah Now Powers Low-Cost Long Distance For German O2 Subscribers

 

Old Spice
Marshall Kirkpatrick wirft einen Blick hinter die Kulissen der Social Media Kampagne von Old Spice, die in den letzten Tagen zumindest die Twittosphere gut unterhalten hat.

» How the Old Spice Videos Are Being Made
» The Old Spice Social Media Campaign by the Numbers

 

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Spotify-Gründer Daniel EK:
“Die MP3-Datei ist zur URL geworden”

Die MP3-Datei hat ausgedient, Webadressen übernehmen die Aufgaben des populären Musikformats. Das glaubt Spotify-Gründer Daniel Ek.

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Gerade erst hat das MP3-Format seinen 15. Geburtstag gefeiert. Ob in zehn oder 15 Jahren aber noch jemand über den Jahrestag von MP3 berichten wird, steht in den Sternen. Daran zweifeln muss man, glaubt man den Worten von Daniel Ek, dem Gründer des angesagten Musikdienstes Spotify.

Der 27-Jährige, dessen Service trotz seiner Verfügbarkeit in nur sieben Ländern bereits die Herzen vieler Musikfans erobert hat und noch dieses Jahr eine US-Version starten möchte, gab dieser Tage im Gespräch mit der britischen Tageszeitung “The Daily Telegraph” folgendes prägnantes Zitat von sich:

“Musik muss wie Wasser sein. Sie muss überall sein. Wir müssen einsehen, dass es nicht mehr länger um MP3-Dateien geht. Die MP3-Datei ist zur URL geworden, mit deren Hilfe ich dir etwas schicken kann, was du dann anhören kannst.”

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Zugriff aufs Netz:
Die Zukunft gehört
dem Cloudcomputer

Mit der Verlagerung unserer Aktivitäten in die “Internetwolke” ändern sich unsere Ansprüche an Zugangsgeräte. Die Zukunft gehört den Cloudcomputern.

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Ich plane derzeit die Anschaffung eines neuen Notebooks. Mein altes Gerät wird mittlerweile heiß wie eine Herdplatte, was mich an einer langen Lebensdauer zweifeln lässt.

Und auch wenn ich mein iPad liebe und viele Webinhalte mittlerweile bevorzugt auf dem Apple-Tablet konsumiere, ist die Tauglichkeit des Touch-Geräts als digitales Büro und Blogging-Werkzeug meines Erachtens nach doch begrenzt. Ich stimme damit teilweise Kritikern zu, die im iPad einen Rückschritt hin zu einer Konsumtionsmaschine sehen, auch wenn das insofern nicht stimmt, als dass man mit dem iPad sehr wohl auch selbst Inhalte im Netz publizieren kann. Das iPad ist für diesen Zweck nur nicht ganz so vielseitig und gelenkig wie herkömmliche Rechner.

Ich habe also in den letzten Tagen intensiv bei verschiedensten Onlineshops recherchiert, welches Notebook für mich in Frage käme. Und als ich am Dienstag die Überschrift dieses Praxisberichts von Blogger Peter Schink las (via), der beschreibt, wie sein Büroalltag zunehmend von Clouddiensten wie Dropbox, Google Mail, Google Talk bestimmt wird, traf es mich wie ein Schlag: “Ich brauche (fast) keinen Computer mehr”.

Stimmt! Ohne selbst bewusst darüber nachgedacht zu haben, war es genau diese Prämisse, die meiner Onlinesuche nach einem gescheiten Computer zugrunde lag. Mein nächstes Notebook soll nur noch so viel Computer sein wie unbedingt notwendig, also wie erforderlich ist, um schnell und zuverlässig auf die Cloud zugreifen zu können.

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Linkwertig:
Twitter, Window Live, Evernote, MobileBeat

Twitter
Mit einer Aktion von Disney hat Twitter gestern das @earlybird-Projekt eingeweiht. Wöchentlich werden fortan mehrere Angebote folgen.

» @earlybird: Ready to Fly

 

Windows Live
Microsoft wird bald einen zentralen Hub für Kontakte offerieren. Neben den Kontakten aus dem Microsoft-Kosmos werden dort auch alle Kontakte auf anderen Diensten konsolidiert. Für jeden Kontakt werden zusätzlich die letzten Aktivitäten im sozialen Web aggregiert.

» Windows Live Introducing Centralized Contacts

 

Evernote
Mit dem Evernote Trunk bekommt auch Evernote eine Art App Store. Zum Start gibt es immerhin schon 100 Anwendungen, die auf Evernote basieren.

» Evernote Gets an App Store

 

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Startups:
Hyperexpansion vs Bootstrapping

Viele Web-Startups setzen darauf, erst eine kritische Masse zu erreichen und danach ein funktionierendes Geschäftsmodell zu entwickeln. Es geht aber auch anders, wie WordPress-Wettbewerber Squarespace zeigt.

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Was haben YouTube, Facebook, Twitter und zahlreiche andere (ehemalige) Web-Startups gemeinsam? Sie konzentrierten sich zu Anfang primär auf Wachstum und kümmerten sich erst in einem späteren Schritt um die Generierung von Umsätzen. Die Entwicklung derartiger Startups läuft meist nach folgendem Muster ab:

Der oder die Gründer starten mit dem Ersparten und erhalten in einer recht frühen Phase externes Kapital und Know-how von Business Angels. Statt sich mit einem Geschäftsmodell aufzuhalten, setzt das Team alle vorhandenen Ressourcen für eine schnelle Expansion ein. Deutet sich deren Gelingen an, werden in der Regel Risikokapitalgeber mit ins Boot geholt, die speziell in den USA für Summen im ein- oder gar zweistelligen Millionenbereich Anteile an der Firma kaufen.

Charakteristisch ist auch ein explosives Mitarbeiterwachstum, was häufige Umzüge erforderlich macht, da die gewählten Räumlichkeiten schon nach Monaten wieder aus allen Nähten platzen.

Erst nachdem eine kritische Masse erreicht wurde, die Beschäftigtenzahl in die Dutzende oder gar Hunderte geht und die so genannte “Burn-Rate”, also die Geschwindigkeit, mit der Geld ausgegeben wird, kritische Ausmaße erreicht, macht sich das Startup daran, ein Geschäftsmodell zu entwickeln und Einnahmen zu erzielen.

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Die deutsche Datenschutzdebatte:
Überzeugung oder Reflex?

Nichts scheint den Deutschen wichtiger zu sein als der Schutz ihrer Daten. Sagen sie. Mit monetären Vorteilen ändern sich die Vorzeichen aber plötzlich, wie eine aktuelle Studie zeigt.

Es gibt kaum ein Thema, das im Jahre 2010 die digitale Gesellschaft in Deutschland mehr bewegt als der Schutz der persönlichen Daten. Egal ob es um die Macht von Google geht, den zunehmenden Einfluss von Facebook, den Verlust der Anonymität im Internet oder die Konsequenzen ortsbezogener mobiler Netzwerke – immer wieder kommt es zur Kollision zweier grundsätzlich verschiedener Haltungsweisen:

Auf der einen Seite stehen diejenigen, die im Aufstieg einiger weniger digitaler Megafirmen und in der zunehmenden Bereitschaft vieler vor allem junger Menschen, im Internet persönliche Informationen zu publizieren, eine allgemeine Bedrohung sehen. In der Öffentlichkeit wird diese Gruppe unter anderem von einschlägigen Politikern sowie Daten- und Verbraucherschützern vertreten.

Auf der anderen Seite stehen Personen, die sich für eine liberalere, unternehmerfreundlichere Einstellung zum Datenschutz einsetzen und dabei mitunter neidisch auf die USA schielen, deren weniger restriktive Datenschutzgesetze möglicherweise einen Teil zum Erfolg von Facebook, Google, Apple und Microsoft beigetragen haben.

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Linkwertig:
Echo, Game Mechanics, Outlook, Zendesk

Echo
Echo, das Kommentarsystem für das Echtzeitalter, hat ein Widget veröffentlicht, welches alle Aktivitäten auf einer Domain aggregiert. Vor allem bekanntere Angebote können damit einen dynamischeren Eindruck erzeugen.

» Echo Adds Real-Time Recent Comments Widget

 

Game Mechanics
Gute Einführung in Game Mechanics – dem derzeit vielleicht heissesten Trend bei neuen Webanwendungen – bei Mashable.

» Use Game Mechanics to Power Your Business

 

Produktivität
Microsoft ermöglicht die Integration von Facebook in Outlook. Synchronisiert werden dabei nur jene Freunde, die man auch im Adressbuch hat.

» Microsoft Integrates Facebook into Outlook

 

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