Flipboard ist ein neuer sozialer Newsreader für das iPad, der die Stärken des Apple-Tablets mit denen des Social Webs kombiniert. Das Ergebnis kann sich sehen lassen.
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Wenn US-Blogger-Ikone Robert Scoble einen neuen Webservice in den Himmel lobt, dann hat das nicht unbedingt viel zu bedeuten, denn er macht es gerne und häufig. Bei der neuen, kostenlosen iPad-Applikation
Flipboard,
die er in diesem Artikel vorstellt und mit Lobpreisungen überhäuft, könnte er aber gar nicht so falsch liegen – zumal heute Morgen ohnehin die gesamte US-Tech-Szene über den Dienst aus der Facebook-Stadt Palo Alto
berichtet.
Flipboard bezeichnet sich als “Social Magazine” für das iPad. Die Anwendung importiert von Freunden bei Facebook und Twitter empfohlene Artikel und stellt diese zusammen mit einer personalisierbaren Auswahl von Inhalten von Partnerseiten in Form eines aus 3×3 Quadraten (=Quellen) bestehenden Rasters dar.
Durch Antippen der bezogenen Quellen öffnen sich diese und präsentieren die verfügbaren Inhalte in einer Art Zeitungslayout, in dem sich mit den vom iPad gewohnten Fingergesten navigieren lässt. Flipboard erlaubt zudem das Abonnieren einzelner Twitter-Accounts oder ganzer Twitter-Listen – was speziell das bisher unter seinen Möglichkeiten gebliebene Listen-Feature von Twitter erheblich aufwerten könnte.
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Netzpolitik
Der Chaos Computer Club ist in sich gegangen und stellt 11 durchaus sinnvolle Thesen zur Netzpolitik.
Dabei sollen die Netzbürger nicht bloß als statistische (Stör-)Größe in ausufernd wachsenden Datenbanken verbucht und verarbeitet werden. Im Gegenteil: Sie sind der Souverän und müssen im selbstbestimmten Umgang mit ihrem Netz ausgebildet werden.
» Forderungen für ein lebenswertes Netz
Leben im Netz
Und auch 137b zeitweise ist in sich gegangen und stellt sogar 42 durchaus anregende Thesen zum Internet auf.
31. Es bietet Vollbeschäftigung, denn in seiner Endlosigkeit gibt es stets genug zu tun.
» 42 finale Thesen zum Internet
Journalismus
Nicht nur in Deutschland, auch in den USA versuchen Zeitungsverleger seit einiger Zeit (auf abwegige Art durchaus einfallsreiche) Regelungen durchzusetzen, die ihnen unterm Strich Einnahmen garantieren sollen. Google hat dazu eine lesenswerte Stellungnahme abgegeben.
» Google To FTC: Government Role In Helping News Industry Should Be Limited
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Was erhält man, wenn man Check-In-Dienste mit Technologien zur Identifikation von Gesichtern kombiniert? Die Möglichkeit zum Check-In per Gesichtserkennung. Zumindest glaubt das Investor und Milliardär Mark Cuban.
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Diejenigen Leser und Leserinnen unter euch, die angesichts einiger Artikel der letzten Wochen bereits zu dem Schluss gekommen sind, dass der anhaltende technologische Fortschritt seine ethisch-moralisch vertretbaren Grenzen erreicht hat, schnallen sich jetzt besser an und machen sich auf einen kalten Schauer bereit, der den Rücken herunterrinnen wird:
Ende Juni beschrieb ich, wie mit Hilfe von Multitasking und Geofencing mobile ortsbezogene Internetanwendungen in Zukunft womöglich nicht mehr auf den manuellen Check-In der Nutzer an bestimmten Orten angewiesen sein werden, sondern stattdessen einfach im Hintergrund laufen und den aktuellen Aufenthaltsort der User überwachen – der manuelle Check-In-Prozess hat ohnehin den Nachteil, von Anwendern ein zu großes und vorem regelmäßiges Engagement zu erfordern, was ein Grund für die verschwindend geringen Nutzerzahlen von Check-In-Pionier foursquare in Deutschland sein könnte.
Eine Woche später beleuchtete ich die potenziell tiefgreifenden Auswirkungen auf die Gesellschaft, die Innovationen im Bereich der digitalen Gesichtserkennung nach sich ziehen können. So ist es bereits heute theoretisch möglich, durch einen Abgleich der auf einem Foto abgelichteten Person mit Profilbildern bei Social Networks einen Namen zum Gesicht auf dem Originalfoto zu erhalten. Ein praktischer Einsatz findet bisher jedoch noch nicht statt, oder ist zumindest nicht öffentlich bekannt.
Was geschieht nun, wenn man diese zwei Konzepte – ortsbezogene Check-In-Dienste sowie die digitale Erkennung von Gesichtern – miteinander kombiniert? Richtig, der automatisierte Check-In mit dem eigenen Gesicht.
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Der Hamburger Online-Modeversender yalook hat mit der yalook Trendmap eine Echtzeitsuchmaschine für regionale Modetrends gestartet.
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E-Commerce-Anbieter gehören nicht zu unserem Kernfokus, aber wir machen gerne Ausnahmen, wenn Shops auf besonders innovative Projekte setzen oder das Einkaufen im Web mit aktuellen Trends aus der Netzwelt kombinieren. So wie der zur Otto Group gehörende Modeversender
yalook, der gestern mit der
yalook Trendmap einen äußerst interessanten und womöglich richtungsweisenden Dienst gestartet hat.
Die yalook Trendmap ist eine Echtzeitsuchmaschine für regionale Modetrends, an der das Team des Hamburger Unternehmens nach eigenen Angaben acht Monate lang gearbeitet hat. Das Feature bricht die aktuell bei yalook verkauften Kleidungsstücke auf alle Landkreis in Deutschland herunter und ist so in der Lage, Nutzern zu verraten, welche Schuhe, Shirts und Hosen gerade in eine beliebigen Stadt der Bundesrepublik angesagt sind.
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Aufräumen
Stefan Niggemeier fasst die Absurdität der Entleerungen der Online-Angebote der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten zusammen.
„Nach meiner Kenntnis hat es noch nirgendwo ein aufwendigeres Regulierungsverfahren in Bezug auf Telemedien gegeben“
» Die Leere hinter dem Link
Cognitive Surplus
Eine kleine Infografik skizziert eine andere Absurdität: US-Amerikaner verbringen jedes Jahr 200 Milliarden Stunden vor dem Fernseher. Für das Erstellen der gesamten Wikipedia wurden etwa 100 Millionen Stunden investiert.
» Cognitive Surplus visualized
OpenStack
Rackspace stellt mit OpenStack eine Plattform vor, auf der Unternehmen auf Basis von Open-Source-Technologien ihre eigene Cloud betreiben können. Leider dürfte der Name für einige Verwirrung sorgen, der Open Stack hat sich auch als Bezeichnung für ein Bündel anderer Technologien eingebürgert.
» RackSpace issues a challenge to the cloud industry; goes open-source with OpenStack.
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Die schwedische Piratenpartei startet mit PirateISP einen eigenen Zugangsanbieter. Der verspricht einen anonymen Zugriff aufs Web.
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Zwischen Internetprovidern, Konsumenten, Webfirmen, Inhalteanbietern, Rechteinhabern und nicht zuletzt der Politik besteht seit langem ein komplexes Spannungs- und Abhängigkeitsverhältnis. Ursprünglich ging es ja lediglich um eine herkömmliche Geschäftsbeziehung zwischen Verbrauchern, die ins Netz wollten, und Zugangsanbietern, die dies gegen Entgelt ermöglichten.
Doch mit der Etablierung des Internets als neues Massenmedium entstanden vielschichtige Interessen bis dato außenstehender Parteien. Heute geht es um Fragen der Netzneutralität, um den Status des Internet als Grundbedürfnis und Bürgerrecht, um die Bewahrung von Recht und Ordnung in der digtalen Welt sowie um die Existenz- und Verlustängste der Kreativwirtschaft.
Kurzum – alle Beteiligten haben ihre eigenen Wunschvorstellungen, auf welche Art sie an der Gestaltung, Monetarisierung und womöglich auch Kontrolle der Websphäre teilhaben möchte. Eine zentrale Rolle nehmen jedoch fast immer die Provider ein, die einerseits versuchen, ihre Kunden vor Zugriffen von Außen zu schützen, anderseits aber über die Weiterentwicklung ihres eigenen Geschäftsmodells nachdenken.
Als wäre all das nicht schon komplex genug, erhält die netzpolitische Diskussion nun noch eine weitere, pikante Dimension – vorerst nur in Schweden, aber vielleicht irgendwann auch anderswo.
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Handlungen und Aussagen sind heute transparenter denn je. Gerne wird kritisiert, dass das Netz nichts vergisst. Manchmal ist dies ein Makel. Oft jedoch eine Qualität.
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Auch wenn der durch die aktuelle Entwicklung des Webs ausgelöste Verlust von Anonymität manche Internetnutzer beunruhigt, so bringt die parallel zunehmende Transparenz eine Reihe von Veränderungen mit sich, von der alle Teile der Gesellschaft profitieren können. Vor allem besteht die Möglichkeit, dass Menschen des öffentlichen Interesses und Unternehmen ehrlicher werden, weil sie heute viel leichter als früher der Lüge überführt werden können.
Als ich zwischen 2003 und 2006 mein Bachelorstudium in Wirtschaftskommunikation absolvierte, war die (Werbe-)Welt noch in Ordnung. Die Grundregel war, dass man mit der richtigen Positionierung und Wahl der Kommunikationskanäle im Prinzip jede Botschaft rund um ein Produkt oder eine Dienstleistung vermitteln konnte. Ich erinnere mich nicht, dass “Transparenz” in irgendeiner Form im Curriculum auftauchte – womöglich tat es dies, aber es war zumindest kein elementarer Bestandteil dessen, was vor fünf Jahren als Notwendigkeit in der Wirtschaftskommunikation angesehen wurde.
Und heute? Jede Aussage, jedes Produktversprechen und jedes kommunizierte Alleinstellungsmerkmal ist googlebar und lässt sich mit Informationen von Bewertungsplattformen, Onlineshops mit Bewertungsfunktion, Blogs, Twitter- und Facebook-Erwähnungen verifzieren. Produkteigenschaften sind transparenter denn je, wie ich auch momentan im Rahmen meiner Suche nach einem neuen Notebook feststelle.
Immer häufiger Frage ich mich, wer eigentlich noch all die mangelhaften Produkte kauft, die als das Beste vom Besten angepriesen werden, aber diesem Anspruch in keiner Weise gerecht werden – was sich natürlich überall im Netz nachlesen lässt.
Doch Transparenz verändert nicht nur das Marketing und angrenzende Themenfelder wie PR.
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Antennagate
Mit ihrer Pressekonferenz zu den Problemen des neuen iPhones hat es Apple geschafft, ein PR-Desaster in eine Art Totalschaden zu verwandeln.
» Reactions to Steve Jobs’ performance
» HTC, RIM and Nokia Challenge Apple’s Antenna Claims
» Here’s Your Free Case, Jerk
WM
Google und Twitter haben nette Infografiken zur Nutzung während der Fußball-Weltmeisterschaft veröffentlicht.
» The most World Cup-crazy countries
» The 2010 World Cup: a Global Conversation
Mediale Überforderung
Die FAZ bleibt eine unerschöpfliche Quelle für Artikel, die vor dem Web warnen. Das Interview mit dem Soziologen Dirk Baecker ist aber durchaus lesenswert.
Jeder Prozess der Differenzierung zwischen Milieus, Organisationen oder Funktionssystemen ist ja ein Prozess, der Sperren einbaut, die dafür sorgen, dass es im menschlichen Verhalten mindestens so interessant ist, sich zu unterscheiden, wie, sich zu ähneln.
» Der Mensch wird neu formatiert
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Google kauft das US-Unternehmen Metaweb, Betreiber des semantischen Datenbankdienstes Freebase. Auch Facebook experimentiert mit dem Semantischen Web. Nun wird es spannend!
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Das
Semantische Web ist die Zukunft für die Suche im Netz. Diese Annahme gilt seit vielen Jahren. Wirklich geschehen ist in diesem hochkomplizierten Feld bisher wenig. Während Menschen bei der Frage “Wo kaufe ich einen Jaguar” aus dem Kontext heraus verstehen, dass es sich um das Automobil und nicht um das Tier handelt, stellen sich Suchmaschinen hier bisher gezwungenermaßen dumm.
Mit semantischen Suchfunktionen soll sich das ändern. Und eine aktuelle Akquisition von Google könnte die Entwicklung der semantischen Suche weit voranbringen. Der Internetriese gab gestern Abend bekannt, das US-Unternehmen Metaweb übernommen zu haben. Eine Summe wurde nicht genannt, könnte aber angesichts von 57,5 Millionen Dollar Venturekapital, die in Metaweb gepumpt wurden, durchaus im dreistelligen Millionenbereich liegen. Metaweb betreibt die semantische Datenbank Freebase, deren Ziel es ist, das Wissen der Welt in geordneter und strukturierter Form zu sammeln.
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In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.
Dieses Mal: Whapee – ein Abbild des Lebens auf der Erde; LiModu – kollaborativ an Listen arbeiten; und GovWild – eine semantische Suchmaschine für öffentliche Daten.
Whapee
Whapee ist eine neue Plattform, auf der Fotos in Echtzeit geogetaggt und auf einer OpenSteetMap visualisiert werden. Mit einer iPhone-App kann man die Fotos schiessen und kurz annotieren, danach werden sie automatisch und anonym auf den Server hochgeladen. Fotos werden dann auch wieder periodisch gelöscht – die Idee dabei ist, ein Abbild des Lebens im flüchtigen Jetzt zu realisieren. Auf User-Accounts, Fotoalben und die gängigen sozialen Features hat Whapee konsequent verzichtet.
LiModu
Einen gewissen minimalistischen Eigensinn demonstriert auch
LiModu – und zwar beim Erstellen und Verwalten von Listen bzw. Tabellen. In einer recht schicken Oberfläche können Listen erzeugt, befüllt, modifiziert und sortiert werden, alleine oder im Team. That’s about it. Da Listen aber sehr flexibel sind, gibt es natürlich zahlreiche denkbare Einsatzmöglichkeiten. Ganz nett finde ich übrigens auch das
Blog, dort wird der Entwicklungsprozess und die Gedanken hinter den jeweiligen Design-Entscheidungen recht offen dokumentiert.
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