Nach der CityDeal-Übernahme:
Groupon setzt in Deutschland
den Rotstift an

Der Euphorie folgt die Ernüchterung: Groupon setzt beim kürzlich übernommenen Berliner Startup CityDeal den Rotstift an, von “Massenentlassungen” ist die Rede.

Innerhalb eines halben Jahres wuchs die deutsche Groupon-Adaption CityDeal von null auf atemberaubende 700 Mitarbeiter und expandierte in zahlreiche europäische Länder. Dieser Hyperexpansion folgte im Mai die überraschend schnelle Übernahme durch Groupon – für einen Betrag im dreistelligen Millionenbereich, munkelt man.

Doch der Euphorie und dem T-Shirt-Auftritt von Groupon-Boss Andrew Mason im Berliner CityDeal-Büro folgt nun die Ernüchterung: Nicht nur in Schweden, eines der Länder, in die CityDeal vor der Akquisition expandierte, hat Groupon den Rotstift angesetzt. Auch in Deutschland scheint nun kräftig gekürzt und konsolidiert zu werden.

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plazaa:
Hier kommt das Anti-Qype

Während Städteguides wie Qype und Yelp erwachsen werden und expandieren, entsteht ein neuer Bedarf an persönlichen, handverlesenen Empfehlungen. plazaa will helfen.

Schnelles Wachstum und steigende Popularität von Social-Web-Diensten können dazu führen, dass sich deren Websites von einstigen Leichtgewichten zu mit Funktionen überladenen Kolossen entwickeln. Gleichzeitig kann es passieren, dass Nutzer der ersten Stunde, die großen Wert auf eine familiäre, gemütliche Atmosphäre legen, aufgrund der rasanten Entwicklung ihre Bindung an die Plattform verlieren.

So ungefähr ging es dem Designer und Art Director Alexander Kaiser, als er sich dazu entschied, Qype, dem populären Empfehlungs- und Städteportal aus Hamburg, den Rücken zu kehren und einen Konkurrenzdienst aufzubauen. Das Resultat seiner Arbeit trägt den Namen plazaa und hat gerade die geschlossene Beta-Phase gestartet.

Nachdem ich mich ein wenig bei plazaa umgeschaut hatte, wurde mir bewusst, dass Alexander Kaiser mit der Plattform genau das Gegenteil zu Qype oder dessen nun auch in Deutschland aktiven Konkurrenten Yelp etablieren möchte: Ein schlankes Empfehlungsportal, bei der Selektion, Qualität und der soziale Charakter im Vordergrund stehen.

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Social-Media-Blase:
Die Überhitzung eines Trends

Social Media ist DAS große Thema in Unternehmen. Bei manchen scheint es die Vernunft auszuschalten.

Als vor drei Jahren jeder über das Web 2.0 sprach und unzählige Social Networks und Online-Startups im für diese Ära typisch bunten, verspielten Design online gingen, sprach man schnell von einer Web-2.0-Blase. Dabei bezog man ich auf eine wiedererstarkende, euphorische Internetwirtschaft, in die nach vielen Jahren der Ebbe wieder kräftig Geld investiert wurde, der es jedoch an tragfähigen Geschäftsmodellen mangelte.

Der große, mit dem New-Economy-Crash vergleichbare Knall blieb zwar aus, aber eine Konsolidierung der Startuplandschaft fand dennoch statt. Eine Reihe ambitionierter Dienste musste sich von den Nutzern verabschieden.

Drei Jahre nach dem Höhepunkt der Web-2.0-Begeisterung arbeitet ein weiterer Hype auf seine Überhitzung hin. “Social Media” ist als Buzzword in aller Munde und hat die Erwähnungen des alternden Web-2.0-Begriffs zum Jahreswechsel überholt (gefühlt jedoch schon deutlich früher).

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Linkwertig:
YouTube, Bing, Facebook, Federated Social Web

YouTube
YouTube spendiert den hochgeladenen Musikvideos einen eigenen Bereich, der die Videos nicht nur in Genres kategorisiert, sondern auch beim Entdecken von neuer Musik helfen soll.

» Ready…set…discover more music on YouTube

 

Bing
Bing hat die eigenen Webmaster Tools generalsaniert. Webmaster bekommen einige Statistiken und können Bing dabei helfen, ihre Sites besser zu verstehen.

» A new beginning: Bing Webmaster Tools

 

Deadpool
deutsche-startups hat eine Liste der heuer von uns gegangenen deutschen Startups kompiliert.

» Offline! 13 Start-ups, die 2010 schon von uns gegangen sind

 

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Sentimentanalyse von Tweets:
“Manic Thursday”

US-Forscher haben 300 Millionen Tweets hinsichtlich ihrer Stimmungslage untersucht. Eine Erkenntnis: Am Donnerstagabend erreicht die Laune von Twitter-Nutzern einen Tiefpunkt.

Aus öffentlich im Netz publiziertem User Generated Content lassen sich interessante Analysen und Statistiken zusammenbasteln, wie beispielsweise Facebooks Bericht über die Stimmungslage in 22 Ländern anhand von Status Updates seiner Nutzer zeigt.

Was bei Facebook möglich ist, geht natürlich auch bei Twitter. Forscher der Northeastern University in Boston haben mit Hilfe einer Sentimentanalyse von über 300 Millionen Tweets aus dem Zeitraum September 2006 bis August 2009 untersucht, wie sich die Laune US-amerikanischer Twitter-Nutzer im Laufe eines Tages und einer Woche verändert.

Obwohl die Wissenschaftler lediglich Tweets von Twitter-Konten berücksichtigten, die eindeutig US-Nutzern zugeordnet werden konnten, dürften die Ergebnisse eine gewisse Allgemeingültigkeit besitzen, da die Eckpunkte des Alltags von US-Nutzern trotz kultureller Unterschiede im Prinzip mit denen von Anwendern in anderen Ländern übereinstimmen.

Das Forscherteam kommt zu dem Schluss, dass die allgemeine Stimmungslage von twitternden Usern am frühen Morgen (5:00-6:00 Uhr) sowie mittleren bis späten Abend am besten ist. Die schlechteste Laune herrscht hingegen ab der Mittagszeit bis zum Nachmittag.

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Empfehlungs- und Städteportale:
Qype-Konkurrent Yelp
startet in Deutschland

Qype-Konkurrent Yelp ist heute mit einer deutschen Version gestartet. Hat der hierzulande gänzlich unbekannte US-Dienst Chancen gegen den Marktführer?

Wir hatten es ja schon geahnt, jetzt ist es amtlich: Yelp, das in den USA führende Städte- und Empfehlungsportal, hat heute unter www.yelp.de eine deutsche Version gestartet.

Eine heute Nacht veröffentlichte Pressemitteilung erläutert weitere Details. Während in derartigen Meldungen platzierte Zitate von Firmenvertretern häufig trocken und nichtssagend sind, lässt sich Yelps leitender Geschäftsführer Geoff Donaker mit folgenden feierlichen Worten zitieren:

“Die Deutschen sind dafür bekannt, dass sie gutes Essen und Kultur schätzen. Verbinden Sie diese Tradition mit einem Land, das bekannt ist für unternehmerisches und technisches Können, und die Kombination von Altem und Neuem deckt sich einwandfrei mit der Mission von Yelp, über digitale Medien grossartige Geschäfte vor Ort zu entdecken. Deshalb ist die Webseite wie geschaffen für Deutschland.”

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Linkwertig:
Facebook, Social Media, Yahoo Messenger, Reddit

Facebook
Seit gestern tummeln sich 500 Millionen User auf Facebook.

Viel mehr Menschen können jetzt miteinander in Verbindung bleiben.

» 500 Million Stories

 

Good Times
Über eines scheinen sich Politiker aller Fraktionen einig zu sein: Die durch das Internet quasi ausgelöste Fragmentierung der Öffentlichkeiten ist für die Demokratie bedrohlich.

Es ging alles ruhiger zu. Die Menschen unterhielten sich morgens am Arbeitsplatz über die gleichen Themen.

» Merkel: Das Web macht es der Politik schwerer

Seit wir die mediale Vielfalt haben, sind die Erfahrungswelten getrennter – und einfältiger – geworden.

» Die Öffentlichkeit des Internets: Gefährlicher als Kernenergie?

 

Social Media
Mashable wird fünf und wirft einen Blick zurück auf fünf Jahre Social Media.

» A Look Back at the Last 5 Years in Social Media

 

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Keine Zusatzgebühr für UMTS-Gespräche:
Danke Skype!

Skype beerdigt Pläne, für mobile VoIP-Gespräche über UMTS eine Zusatzgebühr zu verlangen. Zugleich veröffentlicht es eine neue Version seiner iPhone-App, die jetzt auch Multitasking beherrscht.

Es ist kein gutes Gefühl, von einem bis dato sehr geschätzten Webservice enttäuscht zu werden, der trotz Kritik von außen Veränderungen am Produkt durchsetzt, die sich ganz offensichtlich negativ auf die Nutzungsszenarien auswirken und die die Intentionen des Geldverdienens zu sehr vor die Interessen der Nutzer setzen. Im schlimmsten Fall nimmt dadurch die Loyalität zu einem Dienst Schaden – so ging es mir beispielsweise im Bezug auf Facebook.

Skype, der über 560 Millionen User zählende VoIP-Service, scheint einen solchen Fehler nicht begehen zu wollen und kündigte gestern an, seine Pläne für eine Zusatzgebühr für UMTS-Gespräche ad acta zu legen.

Entsprechende Überlegungen äußerte Skype Ende Mai parallel zur Veröffentlichung der langersehnten Funktion für die Skype-iPhone-App, Gespräche über mobile Datennetze führen zu können. Bis dahin war der Einsatz von Skype auf dem iPhone lediglich über WLAN-Verbindungen möglich. Das Unternehmen kündigte an, nach einer mehrmonatigen Testphase eine Zusatzgebühr einführen zu wollen, ließ allerdings eine endgültige Entscheidung offen.

Angesichts der etwas zaghaften Formulierungen vermutete ich damals, dass Skype den Plan noch einmal überdenken könnte und womöglich lediglich die Reaktionen auf die Ankündigung testen wollte.

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Völkerverständigung per iPhone:
lookji statt Esperanto

Wie verständigt man sich mit Menschen, deren Sprache man nicht beherrscht? Wenn es nach der iPhone-App lookji geht, über Symbolbilder. Eine faszinierende Idee.

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Ob es noch immer Menschen gibt, die an den großen Durchbruch der Weltsprache Esperanto glauben? Wahrscheinlich. Wer aber die Hoffnung aufgegeben hat und sich dennoch mit Völkern rund um den Globus verständigen möchte, muss nach Alternativen suchen. Eine könnte der Einsatz von Bildsprache sein.

Genau das dachte sich die Leipziger look! GmbH und veröffentlichte mit lookji eine iPhone-Applikation, die das Unternehmen als “mobiles Bilder-Esperanto” bezeichnet. Mit der Anwendung lassen sich aus 800 unterschiedlichen Piktogrammen simple Sätzen kombinieren, die anschließend per Mail versendet oder anderen Menschen direkt auf dem Bildschirm gezeigt werden können, um sich trotz unterschiedlicher Sprachen verständlich zu machen.

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TV.Centerr:
Zattoo-TV auf Android-Handys

Ab sofort gibt es rund 30 TV-Kanäle des Internet-Streamers Zattoo auch auf Android-Handys. Eine Datenflatrate oder Wlan vorausgesetzt, wird jedes Froyo-Handy zum Fernseher. Ein Schweizer Student hat eine inoffizielle Zattoo-App geschrieben.

“Heute” irgendwo im Bus gucken, das Wetter in der Bar und den Spielfilm auf dem Heimweg im Zug: Handy-TV war bisher weitgehend auf (selten anzutreffendes) DVB-T beschränkt. Die Technologie hat sich aber zumindest ausserhalb von Japan und Korea nirgends wirklich durchgesetzt.

Andernorts setzt man auf IP-TV via Internet, und das kommt jetzt auch aufs Handy: Wer ein Android-Gerät mit Froyo und Flash 10.1 besitzt, kann dank der kostenlosen Applikation “TV.Centerr” des Schweizer Studenten Corsin Camichel das Zattoo-Angebot in gewissen Gebieten beziehen.

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