NameRobot:
Generator für Produkt-
und Markennamen

Martin Weigert, 26. Juli 2010 09:00 Uhr, 5 Kommentare Kommentare

Einen gelungenen Namen für ein Produkt, eine Marke oder ein Startup zu finden, kann anstrengend sein. NameRobot will diesen Prozess vereinfachen.

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Wer wie wir regelmäßig neue Startups vorstellt, wird mit den seltsamsten Namen konfrontiert, die Gründer für ihre Dienste gewählt haben. Andererseits kann die Namensfindung tatsächlich zu einer komplizierten Angelegenheit werden, da nicht nur Faktoren wie ein guter Klang, ein möglichst kompaktes Format oder eine Internationalität berücksichtigt werden müssen, sondern auch rechtliche Aspekte sowie die Verfügbarkeit von Domains.

Damit die Netzgemeinde in Zukunft von ungelenkig betitelten Diensten wie bubbl.us, Appprovr oder BlogRovr verschont wird und sich auch Agenturen und Marketingabteilungen bei der Taufe von Produkten und Services weniger verrenken müssen, haben die Unternehmer Mark Leiblein und Marcel Hiller NameRobot gestartet.

Der selbst mit einem gefälligen Namen ausgestattete Webdienst stellt eine Reihe von Werkzeugen bereit, um schnell und einfach Marken- und Produktnamen zu entwickeln.

Die Namenskreation geschieht in vier Teilschritten. Zu Beginn werden alle Stichwörter rund um das zu bezeichnende Projekt oder Produkt gesammelt. Das dazu bereitgestellte Wortimport-Feature erlaubt das Eintragen sämtlicher passender Begriffe. Wer zum Brainstorming eine Hilfestellung bevorzugt, kann den Wort-Assistenten verwenden und Stichwörter anhand von acht Fragen zum Produkt/Service finden.

Im nächsten Schritt kommt die so genannte Wortwerkstatt zum Einsatz. Diese bietet fünf Sprach-Tools, um die gefundenen Stichwörter zu erweitern. Je mehr Wörter gesammelt werden, desto besser sind die späteren Ergebnisse. In der Wortwerkstatt lassen sich Synonyme, Anagrame, Reime und Vornamen zu den ausgewählten Stichwörter finden und zu deren Liste hinzufügen. Auch der Import von in andere Sprachen übersetzten Begriffen ist möglich.

Ist das erledigt, gelangt man zum Herzstück von NameRobot, der Namensfabrik. Dort finden Nutzer sechs verschiedene Tools, um aus den gefundenen Stichwörtern einen Namen zu kreieren. Mit dem Kombinator beispielsweise lassen sich aus mindestens zwei Begriffen neue Wörter erstellen, der Ergänzer fügt ausgewählten Wörtern Silben hinzu und der Namomat findet anhand von mindesten zwei Begriffen neue, mit ihnen in Verbindung stehende Wörter.

Abgeschlossen wird die Namensfindung im Kontrollzentrum, in dem NameRobot eine Überprüfung der Domainverfügbarkeit sowie einen Markencheck durchführt. Dafür initiiert NameRobot eine “Identitätsrecherche”, die identische Marken anzeigt, sofern es welche gibt.

NameRobot in Aktion
Fotostrecke starten: Klick auf ein Bild (4 Bilder)

Ich habe für das Ausprobieren den Namen für einen fiktiven Musikstreaming-Dienst gesucht und mit Hilfe von NameRobot tatsächlich eine nette Lösung gefunden: streamik. Abgesehen von einer lediglich geparkten .com-Domain ist dieser Name noch frei (wie lange wohl noch?), und registrierte Marken gibt es dazu in Deutschland auch nicht.

NameRobot ist ohne Zweifel ein äußerst nützlicher Service für alle, die gelegentlich oder regelmäßig ihre Gehirnzellen anstrengen müssen, um Namen für Produkte oder Dienstleistungen zu finden. Die Zielgruppe des Münchner Startups sind somit primär gewerbliche Nutzer, was sich auch in der Preisstruktur niederschlägt.

Der Service setzt auf ein stark beschnittenes Freemium-Modell, bei dem der Wortimport sowie die Wortwerkstatt kostenlos angeboten werden. Für die Namensfabrik und das Kontrollzentrum wird ein Premium-Konto fällig. Die Identitäts-Prüfung eines Namens, die beim Kooperationspartner tulex.de 9 Euro kostet, gibt es dann unbegrenzt inklusive.

Ein 1-Tages-Konto kostet 49 Euro einmalig, ein Wochen-Zugang 99 Euro. Für regelmäßige Namenssucher wird ein Monats- bzw. ein Jahresabo angeboten.

Für angehende Startups, die selbst gerade nach einem knackigen Namen für ihre Gründung suchen, stellt NameRobot freundlicherweise 5 kostenlose Premium-Zugänge für jeweils eine Woche zur Verfügung. Wer Interesse hat, registriert sich bei NameRobot und sendet anschließend eine Mail mit dem Benutzername sowie einer kurzen Motivation, um was für ein Projekt es sich handelt, an netzwertig@namerobot.de. Die ersten fünf Einsender mit einem konkreten Anwendungsszenario erhalten jeweils eine Wochen-Premiummitgliedschaft gratis.

Update: Die fünf kostenlosen Premium-Zugänge sind weg.

Link: NameRobot

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5 Kommentare

  1. Dellendoktor
    schrieb am 26. Juli 2010 um 10:07 Uhr (#)

    zunächst Danke für die Info…
    Würde es gern mal ausprobieren – oder hat schon jemand Erfahrungen damit sammeln dürfen?

    Grüße

  2. LexX Noel
    schrieb am 26. Juli 2010 um 10:10 Uhr (#)

    Für Andere das Denken übernehmen und sich selbiges bezahlen lassen, klasse Sache. Gibt bestimmt genug Menschen die solch einen Dienst brauchen werden, da selbige dank der gebotenen Vielfalt an Medienwerkzeugen das Nachdenken verlernt haben.

  3. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 26. Juli 2010 um 10:12 Uhr (#)

    Mit der Argumentation dürftest du aber nicht einmal Auto fahren, weil du ja Beine hast. Sonst könntest du ja das Laufen verlernen…

    1. JackFuchs
      schrieb am 31. Juli 2010 um 14:34 Uhr (#)

      Genau wie diese Menschen nicht das direkte Nachdenken verlernen, sondern spezielle Formen das Nachdenkens, wird nicht das direkte Gehen verlernt, aber das Gehen weiterer Strecken als zum Zigarettenautomat oder gar das Laufen.

      LexX Noel hat recht. Denn, so ist es.

      Dies ist auch schön an der Gegendarstellung von Martin zu sehen. Denn wie bei einem Großteil der Autofahrer zu beobachten, welche sich neben den gebotenen Fortbewegungsmitteln nicht zusätzlich sportlich betätigen, sehr viele Menschen verfetten genau deswegen, alles zu bequem, keiner bewegt sich mehr. Aber auch Leute die da nicht gleich verfetten haben Probleme, würde man Sie zum Laufen zwingen, würden sie nur so vor sich hin stolpern und danach mit Schmerzen am Wegesrand liegen.

    2. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 31. Juli 2010 um 17:09 Uhr (#)

      Puh, Glück für mich, dass ich kein Auto besitze.

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