Zugriff aufs Netz:
Die Zukunft gehört
dem Cloudcomputer

Mit der Verlagerung unserer Aktivitäten in die “Internetwolke” ändern sich unsere Ansprüche an Zugangsgeräte. Die Zukunft gehört den Cloudcomputern.

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Ich plane derzeit die Anschaffung eines neuen Notebooks. Mein altes Gerät wird mittlerweile heiß wie eine Herdplatte, was mich an einer langen Lebensdauer zweifeln lässt.

Und auch wenn ich mein iPad liebe und viele Webinhalte mittlerweile bevorzugt auf dem Apple-Tablet konsumiere, ist die Tauglichkeit des Touch-Geräts als digitales Büro und Blogging-Werkzeug meines Erachtens nach doch begrenzt. Ich stimme damit teilweise Kritikern zu, die im iPad einen Rückschritt hin zu einer Konsumtionsmaschine sehen, auch wenn das insofern nicht stimmt, als dass man mit dem iPad sehr wohl auch selbst Inhalte im Netz publizieren kann. Das iPad ist für diesen Zweck nur nicht ganz so vielseitig und gelenkig wie herkömmliche Rechner.

Ich habe also in den letzten Tagen intensiv bei verschiedensten Onlineshops recherchiert, welches Notebook für mich in Frage käme. Und als ich am Dienstag die Überschrift dieses Praxisberichts von Blogger Peter Schink las (via), der beschreibt, wie sein Büroalltag zunehmend von Clouddiensten wie Dropbox, Google Mail, Google Talk bestimmt wird, traf es mich wie ein Schlag: “Ich brauche (fast) keinen Computer mehr”.

Stimmt! Ohne selbst bewusst darüber nachgedacht zu haben, war es genau diese Prämisse, die meiner Onlinesuche nach einem gescheiten Computer zugrunde lag. Mein nächstes Notebook soll nur noch so viel Computer sein wie unbedingt notwendig, also wie erforderlich ist, um schnell und zuverlässig auf die Cloud zugreifen zu können.

Kopfschütteln betrachtete ich mit Funktionalität und Leistung überladene 17-Zoll-Notebooks mit einem Preis nördlich von 2500 Euro. Sicherlich, wer brandneue, grafikintensive Spiele zocken, HD-Videos bearbeiten oder Blu-ray Filme anschauen möchte, wird mit einem Gerät aus dem unteren Preissegment vielleicht nicht zufrieden sein.

Aber wer wie ich den Rechner hauptsächlich dafür verwendet, Webservices anzusteuern, und sein komplettes Büro in der Cloud verwaltet, der macht es heute wahrscheinlich nicht mehr wie vor zehn oder fünf Jahren, als zumindest für mich ein Computer “mehr” haben sollte – mehr von allem. Stattdessen will ich bis auf einige essentielle Merkmale eher so wenig wie möglich mit mir herumschleppen.

Die Anforderungen an meinen Cloudcomputer sind entsprechend bescheiden: Auf optische Laufwerke kann ich gut und gerne verzichten, die Größe der Festplatte spielt (fast) keine Rolle, ebensowenig wie die Grafikkarte. Der Prozessor muss keinen Elefanten ziehen können, sollte aber leistungsfähig genug sein, um 4 Browser-Instanzen, 20 Tabs, Spotify, Dropbox und Thunderbird gleichzeitig handhaben zu können. Ein Mikrofon und eine Kamera für Skype sollten integriert sein, aber sind ja eigentlich Standard. Achja, ein eingebautes UMTS-Modem wäre natürlich praktisch!

Die höchsten Ansprüche habe ich an die Akkulaufzeit (lang), das Gewicht (leicht) und die Größe (nicht zu klein, nicht zu groß, 12,1 oder 13 Zoll sind optimal).

Vermutlich bin ich in meiner Suche nach einem minimalistischen Rechner, der möglichst wenig Ballast mit sich führt und mir somit maximale Flexibilität bietet, nicht repräsentativ. Zweifellos ist jedoch, dass die Verlagerung unserer Onlineaktivitäten in die Cloud den Hardwaremarkt weiter verändern wird. Netbooks und Tablets waren der Anfang, aber auch die Kategorie der klassischen Notebooks muss sich wandeln und an den Always-On-Konsumenten angepasst werden.

Für mich persönlich heißt das: Weniger ist mehr. Aber das, was bleibt, muss hohen Ansprüchen standhalten.

Voraussichtlich im Herbst wird Google sein Cloud-Betriebssystem Chrome OS vorstellen. Damit ausgestattete Geräte werden wahrscheinlich die ersten sein, die den Titel “Cloudcomputer” wirklich verdienen.

(Foto: stock.xchng)

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51 Kommentare

  1. Peter Schink
    schrieb am 15. Juli 2010 um 09:26 Uhr (#)

    Freut mich, dass mein Blogeintrag geholfen hat, 2500 Euro zu sparen :) Nein, ernsthaft. Ich bin sehr gespannt, wie sich ChromeOS in der Praxis bewährt. Gerade beim Thema Office-Arbeiten bin ich ja da noch sehr skeptisch. Aber Googles Weg scheint mir der richtige Ansatz zu sein…

  2. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 15. Juli 2010 um 09:29 Uhr (#)

    Ja mir fiel auf, dass du Google Docs in deinem Beitrag gar nicht erwähnt hast. Wie kommt’s?

    1. Martin
      schrieb am 15. Juli 2010 um 10:47 Uhr (#)

      Vermutlich bin ich nicht der einzige, der zwar Google Docs verwendet, aber gerade in der neuen Version zahlreiche Funktionen vermisst … :|

  3. Manuel
    schrieb am 15. Juli 2010 um 09:35 Uhr (#)

    Für mich stellt sich bei Weblösungen für Office und Dateispeicherung die Frage nach der Datenhaltung. Einerseits die Privatsphäre wenn die Daten bei fremden Anbietern liegen, andererseits aber auch die Datensicherheit. Vertraut ihr solchen Diensten wichtige Dokumente an, von welchen ihr keine lokale Kopie habt? Habt ihr keine Angst dass ein Dienst schliesst und ihr nicht mehr an die Daten kommt? Oder dass die Daten in keinem mit anderen Programmen nutzbaren Format vorhanden sind?

  4. Martin
    schrieb am 15. Juli 2010 um 09:38 Uhr (#)

    Falls du noch auf der Suche bist, solltest du dir vllt. mal die aktuellen Thinkpad X-Serie angucken. Hab ein X200, zwar ohne UMTS-Modem, aber es ist zumindest schon vorbereitet (und es gibt auch welche, da ist es schon drin). Prozessor ist für mich mehr als ausreichend. Was die Akkulaufzeit angeht, kann ich nicht klagen, mehr als 3,5 Stunden sind mit meinem Akku (Standardakku, ca. 1,5 Jahre alt) aber nur noch selten drin.

  5. Peter Schink
    schrieb am 15. Juli 2010 um 09:42 Uhr (#)

    @Martin Ja, Google Docs nicht erwähnt. Nutze ich zwar, immer mal wieder vor allem zum Arbeitne mit mehreren Personen. Aber wegen der eingeschränkten Funktionalität ist für mich Google Docs eben nicht wirklich ein guter Ersatz…

    @Manuel Bei Dropbox liegen Deine Daten ja als lokale Kopie auf dem Rechner. Bei Google vertraue ich auf deren Datensicherheit, ja. Und was die Frage des Datenschutzes angeht… da wurde ich ja in meinem Blog schon hinreichend geprügelt. Ich denke, da ist Wachsamkeit geboten und zugleich auch etwas “Abrüstung” bei den Bedenkenträgern.

  6. gis
    schrieb am 15. Juli 2010 um 09:42 Uhr (#)

    A propos Chrome OS: Wer schon mal einen Vorgeschmack davon bekommen möchte, wie ein für die Cloud optimiertes OS aussehen könnte, sollte Jolicloud testen, das soeben (gestern habe ich das Update machen können) in der V1.0 erschien. Ich habe es auf meinem schon fast betagten Eee 901 installiert und bin vollauf zufrieden.

    Viel Glück bei der Suche nach dem passenden Notebook ;)

    1. Martin
      schrieb am 15. Juli 2010 um 10:48 Uhr (#)

      Wieso nicht gleich Google Chrome OS ausprobieren? ;)

  7. Martin
    schrieb am 15. Juli 2010 um 09:44 Uhr (#)

    @Manuel: Ich habe von fast allem eine lokale Kopie und achte bei der Auswahl der Webdienste auch darauf, dass es eine Export-Funktion gibt. Google Docs kann alles in freien Formaten exportieren, Dropbox macht automatisch ne lokale Kopie, Googlemail wird regelmäßig per POP3 abgerufen und archiviert, Kalender-Abruf kann man auch automatisieren und die Feed-Liste und Kontakte sichere ich regelmäßig händisch. Aber ja du hast recht, man muss diesbezüglich eine Auge offen halten.

  8. gis
    schrieb am 15. Juli 2010 um 09:51 Uhr (#)

    @martin @manuel
    Jetzt ganz ehrlich: Was die Datensicherheit angeht, sind doch die unzähligen Rechenzentren von Google und Co. mit ihren Redundanzen um Lichtjahre sicherer als gammlige private Backups. Oder macht ihr wirklich regelmässig Sicherungskopien, lagert diese physisch an mind. zwei verschiedenen, räumlich getrennten Orten (also nicht im Arbeits- und im Wohnzimmer; oder noch besser, nur in der anderen Ecke des Zimmers), um die Risiken zu minimieren? Oder ist, wenn die Wohnung brennt, auch das Backup futsch? Eben.

    1. Martin
      schrieb am 15. Juli 2010 um 10:51 Uhr (#)

      Also ich für meinen Teil mache täglich automatisiert Backups der lokalen Platte auf eine USB-Platte. Von der Sorte habe ich zwei, von denen eine in der Wohnung von nem Kumpel liegt und die andere halt an meinem Rechner ist. Alle zwei Wochen werden sie getauscht.

      Es müssten schon nicht unerhebliche Teile von Magdeburg niederbrennen, damit meine Backups alle hin sind. Und dann bleiben ja immernoch die Originaldaten bei Google & Co

    2. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 15. Juli 2010 um 10:52 Uhr (#)

      “Es müssten schon nicht unerhebliche Teile von Magdeburg niederbrennen, damit meine Backups alle hin sind. ”

      lol!

    3. Manuel
      schrieb am 15. Juli 2010 um 11:10 Uhr (#)

      Ich denke weniger an Datenverlust infolge von Hardware-Ausfällen und dergleichen sondern dass ein Dienst eingestellt wird und man nicht mehr an die Daten kommt. Bei Gratisdiensten (noch dazu im Ausland) hat man ja keine vertragliche Zusicherung einer Leistung. Wenn es dem Betreiber nicht mehr rentiert kann er den Dienst einstellen.

      Vielleicht bin ich etwas ängstlich wenn es um meine Daten geht, aber ich mache tatsächlich Backups. Die Daten liegen auf einem Server mit RAID-5, wöchentlich sichere ich auf eine USB-Platte, monatlich auf eine zweite Platte welche an einem anderen Ort liegt. So heikel bin ich nicht bei Sachen wie Filmen und Musik, die kann man ja wieder beschaffen wenn es sein muss. Aber meine Fotosammlung ist verbunden mit vielen schönen Erlebnissen über viele Jahre. Die möchte ich nicht verlieren.

    4. gis
      schrieb am 15. Juli 2010 um 11:18 Uhr (#)

      @Manuel
      Als Privatanwender mit Gratisdiensten ja. Wer aber als Unternehmen z.B. mit Google oder Salesforce einen Vertrag abschliesst, hat eine andere Ausgangslage.

      Ähnliche Probleme hast Du aber auch mit Software on premise. Wenn der Hersteller Konkurs geht, hast du zwar die Daten noch, aber vielleicht kein Programm mehr, um darauf zuzugreifen (Lizenzen beinhalten ja oftmals nur Nutzungsrechte, gerade auch bei custom software).

    5. Martin
      schrieb am 15. Juli 2010 um 11:26 Uhr (#)

      Wer aber als Unternehmen z.B. mit Google oder Salesforce einen Vertrag abschliesst, hat eine andere Ausgangslage.

      Schön wär’s … bei Grosskonzernen mag es anders sein, aber alle anderen Unternehmen erhalten bei Google und Co. Standardverträge, gemäss denen sich Google zu fast nichts verpflichtet, die Haftung auf das absolute Minimum reduziert wird und etwaige Rechtsstreitigkeiten im Ausland stattfinden müssten.

  9. Jonas
    schrieb am 15. Juli 2010 um 10:07 Uhr (#)

    netter text, um dir bei deiner suche zu helfen:
    ich stand vor 3 wochen vor einer ähnlichen überlegung.
    ich wollte ein kleines notebook das mobil ist und mitdem ich überall ins internet komme.
    ich hab mich letztendlich für das acer aspire timelineX 3820 entschieden, das gibt es in verschiedenen ausführungen unter anderem auch mit umtsmodem (hab ich).
    Verarbeitung ist super, akkulaufzeit liegt bei 7-8 stunden surfen über wlan und ein wenig weniger über umts.
    die variante mit core i3 sollte eigentlich auch schon ausreichen für deine anforderungen – die mit core i5 sowieso.

    ausserdem ist das ding recht günstig (ab 650€) – die konkurrenzmodelle bieten weniger für mehr.

    zum artikel: ich finde es auch wichtig das man lokale backups machen kann – ich hab ein nas, wo ich von allem wichtigen backups hab.
    ich bin nur noch auf der suche nach einer backup-vom-backup-lösung die webbasiert ist, nur für den fall der fälle.
    @gis: ich hab ein nas und eine externe platte auf die ich vom nas backuppe (1x im monat), die aber in einem anderen raum liegt (also wenns nas draufgeht auch “egal”).
    ansonsten hab ich noch alle daten auf dem pc und meinem notebook. wenn ich also unterwegs bin und mein haus einstürzt hab ich alles.

    1. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 15. Juli 2010 um 12:19 Uhr (#)

      Laut Amazon 3,6 Kg schwer… ich will 1,5 Kg oder so ;)

    2. Hannes
      schrieb am 19. Juli 2010 um 22:06 Uhr (#)

      Das Acer TimelineX 3820TG hat ca 1.8kg bei einem 13″ Monitor.

      Besitze so ein Teil seit ca einem Monat und bin absolut zufrieden damit. Akku hält ca 5-6 Stunden mit WLAN. Ubuntu läuft darauf mit ein paar kleinen Tweaks auch ganz gut.

    3. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 20. Juli 2010 um 17:31 Uhr (#)

      Der könnte es tatsächlich werden! Wird wohl doch 13,3, da mir 11,6 einfach zu klein ist für längeres Arbeiten.

  10. gis
    schrieb am 15. Juli 2010 um 10:15 Uhr (#)

    @Jonas
    1x im Monat? Auch nicht gerade häufig … Und wenn mal die ganze Wohnung ausbrennt, mit PC, Notebook, NAS und Platte? Konkret: private lokale Updates sind nötig, gut und empfehlenswert. Daran besteht kein Zweifel. Was ich aber wirklich nicht verstehe, sind all jene, die bei beim Thema Datensicherheit in der Cloud den nationalen Bedenkenträger raushängen.

  11. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 15. Juli 2010 um 10:51 Uhr (#)

    Natürlich habe darauf gehofft, eine Kaufempfehlungen zu erhalten. Danke dafür ;)

    bzgl Datensicherheit sehe ich das wie gis. Was natürlich nicht bedeutet, dass ich JEDE Art von Datei z.B. bei Dropbox oder Google Docs ablegen würde.

    Es gibt schon einen Grund, warum bei Banken und Versicherungen Google Docs z.B. häufig gesperrt ist.

    Für den Großteil der Use Cases jedoch sehe ich nur wenig Bedenken, die dagegen sprechen, Online-Office-Tools einzusetzen.

    Das größte Problem ist imo weniger die Sicherheit der Daten sondern eher die Abhängig von einer Internetverbindung.

    1. gis
      schrieb am 15. Juli 2010 um 10:59 Uhr (#)

      Meine/unsere Faustregel: Alles, was nicht auf Papier ausgedruckt nach Aussen oder an Dritte gehen muss, lässt sich mit Google Docs problemlos machen. Und wer jetzt sagt, der Tabellenkalkulation fehlen im Vergleich zu Excel diese und jene Funktion, gehört zu jenen, die mit Excel das falsche Programm nutzen. Punkt.

      Was mich mal interessieren würde, sind konkrete Zahlen darüber, a) wie viele Office Dokumente in einem Grossunternehmen tagtäglich intern hin und her gemailt werden, und b) wie hoch der Prozentsatz der Angestellten ist, die mit Office wirklich Dokumente erstellen müssen, die nach Aussen gehen.

    2. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 15. Juli 2010 um 11:02 Uhr (#)

      Die Frage ist hier jedoch, was z.B. mit internen Kundenlisten ist, die diverse sensible Daten enthalten. Selbst wenn diese nicht nach Außen gehen, sehe ich es hier schon kritischer, diese z.B. bei Google Docs zu lagern. Eventuell könnte das sogar juristische Konsequenzen nach sich ziehen, wenn jemand Wind davon bekommt, Who knows…

      Oder?

    3. Martin
      schrieb am 15. Juli 2010 um 11:05 Uhr (#)

      @gis:

      Und wer jetzt sagt, der Tabellenkalkulation fehlen im Vergleich zu Excel diese und jene Funktion, gehört zu jenen, die mit Excel das falsche Programm nutzen. Punkt.

      Dieses Argument verstehe ich nicht. Wieso nutzt man mit Microsoft Excel die falsche Anwendung, wenn man im Vergleich dazu bei Google Docs Funktionen vermisst?

    4. gis
      schrieb am 15. Juli 2010 um 11:13 Uhr (#)

      Ich kann nur die Schweizerische Rechtslage beurteilen – und das auch nur als Laie. Aber solange personenbezogene Daten verschlüsselt übermittelt und bei Dritten so verschlüsselt gelagert werden, dass der Dritte die Daten nicht ohne Aufwand lesen kann, ist es datenschutztechnisch kein Problem. Hinzu kommt Safe Harbour (wie im Falll von Google). Anbieter aus den USA, die Safe Harbour unterzeichnet haben, werden anderes als die USA selbst, als sichere Drittstaaten eingestuft. Zumindest was den Datenschutz angeht, machbar – es sei denn, es bestehen weitere Compliance Auflagen wie z.B. für Banken und Treuhänder.

      Grundsätzlich ist es – so habe ich mir sagen lassen – für den Juristen egal, ob Daten in der Cloud oder bei einem Outsourcing-Partner lokal gespeichert sind – die Issues sind dieseleben.

      Das alles gilt, wie gesagt, für den Datenschutz. Sicherheit vor unbefugten Zugriffen durch Dritte ist ein anderes Thema – oder wie ein Jurist jüngst in einem Referat zum Thema sagte: Nicht Hacker sind das Problem, sondern die jeweiligen Staatsorgane.

  12. gis
    schrieb am 15. Juli 2010 um 11:22 Uhr (#)

    @Manuel

    Dieses Argument verstehe ich nicht. Wieso nutzt man mit Microsoft Excel die falsche Anwendung, wenn man im Vergleich dazu bei Google Docs Funktionen vermisst?

    Weil Excel von vielen dazu vergewaltigt wird, Aufgaben zu lösen, die andere Programme einfacher, besser, schneller, billiger, … lösen könnten. Ich erinnere mich da an ausgeklügelte, in wahrscheinlich Hunderten von Stunden erstellten Arbeitszeit- und Ferienkontrollen mit Tausenden von Makros …

  13. Netbooker
    schrieb am 15. Juli 2010 um 11:59 Uhr (#)

    Ich bin auch schwer gespannt aufs Chrome OS. Gerade was die Performance und Alltagtauglichkeit angeht, vorallem auch dann wenn mal nicht per UMTS mit einer halbwegs schnellen Internetanbindung versorgt ist. Obwohl ich ein großer Fan von Netbooks bin, entäucht mich immer wieder die Überfrachtung an Features die Windows mitbringt und die Kisten leider unnötigt verlangsamt. Wenn man dann mal auf dem gleichen System ein Linux installiert und einen smarten Windows Manager, zeigt sich doch auch, das diese kleinen ARM und Atom Prozessoren ordentlich flott rechnen. Und genau da traue ich dem Google OS einiges zu.

  14. Walter Schärer
    schrieb am 15. Juli 2010 um 15:49 Uhr (#)

    In der SonntagsZeitung war ein interessanter Artikel über die kommende NetBook Generation: Toshiba soll als erster Anbieter ein Android-NetBook herausbringen http://sonntagszeitung.ch…seite/?newsid=139519

    Ich selber studierte bis vor kurzem an einem Sony herum, diesem ultrakleinen Ding, das man auch auf Reisen mitnehmen könnte. Scheinbar hat es sich nicht bewährt, ich finde es jedenfalls nicht mehr bei Digitec. Dann warte ich eben auf weitere Android-Angebote…

  15. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 15. Juli 2010 um 17:32 Uhr (#)

    Bei den Sony-Dingern frage ich mich am Ende eben, ob die ihr Geld wert sind – gerade in Anbetracht der eigentlich relativ geringen Leistung, die so ein Cloudcomputer erbringen muss.

  16. Ali
    schrieb am 16. Juli 2010 um 00:47 Uhr (#)

    Für dein Anliegen genau richtig ist der Acer 1810TZ: Klein (11,6 Zoll), 1.5 kg schwer und genug Leistung vorhanden mit bis zu 10 Stunden Akkulaufzeit. Klein genug und besser als jedes 10 Zoll Netbook, die nur eine maximale Auflösung von 1024×600 haben. Zu haben ab 479 Euro: http://geizhals.at/deutschland/a535248.html

    1. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 16. Juli 2010 um 07:04 Uhr (#)

      Stimmt, den habe ich tatsächlich schon im Visier. Nur die 11,6 Zoll stören mich – selbst wenn der Unterschied nur gering ist, so will ich eigentlich nicht unter 12,1 gehen. Das Format gibt’s aber leider nur sehr selten.

      Hast du so einen? Bist du zufrieden?

    2. Bengt Lüers
      schrieb am 16. Juli 2010 um 17:17 Uhr (#)

      Dass 12,1″ ausstirbt hat auch seinen Grund: 1280×800 sind 16:10, 1366×768 sind 16:9, geben also *HD-Videos formatfüllend aus. Die Varianz in der Diagonale ergibt sich nur Gründen der Verschnittminimierung bei der Displayproduktion. Außerdem sind 11,6″ genug für ein 19 mm-Raster und (1.366 * 768 = 1.049.088 >> 1.280 * 800 = 1.024.000). Wozu also 12.1″?

      Im Übrigen ist das 1810TZ quasi baugleich zum Ferrari One 200 und genießt daher meine Zustimmung. ;-)

    3. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 16. Juli 2010 um 17:23 Uhr (#)

      Sehr gut. Ich habe über meinen Formatwunsch bisher nicht so viel reflektiert. Insofern guter Input von dir, danke.

  17. dolce
    schrieb am 16. Juli 2010 um 08:22 Uhr (#)

    Sehr netter Artikel trifft das Problem der Zeit. ich persönlich empfinde den Note- und Netbookmarkt zu Zeit als problematisch. Wer will schon ein 16:9 screen mit einer schlechten Auflösung zum schreiben einsetzen. Zum ordentlichen arbeiten fehlen die Pixel in der Höhe. aber irgendwie gibt es außerhalb der Apple Blase nur 15,6 mit 768px Höhe bzw. Netbooks mit 600px das ist einfach zu wenig. Selbst wenn ich bereit bin 700,- bis 1000,- auszugeben finde ich nur stromfressende Prozessoren, 1gb Grafikkarten und 2 tb Festplatte aber kein Notebook mit gutem screen, langer Akku Laufzeit und geringem Gewicht. Ich glaube auch nicht daran, dass das chrome os daran etwas ändern wird.

    Toll wäre ein Klapp iPad mit Tastatur und trackpad, Maus !

  18. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 16. Juli 2010 um 08:27 Uhr (#)

    Toll wäre ein Klapp iPad mit Tastatur und trackpad, Maus !

    Stimmt!

  19. Manuel
    schrieb am 16. Juli 2010 um 10:08 Uhr (#)

    Chromium kann man bereits jetzt installieren: http://chromeos.hexxeh.net/. Könnte was für Dich sein wenn Du wirklich nur einen Browser brauchst. Läuft super auf meinem Eee PC. Fast keine Wartezeit beim Aufstarten und die Performance des Atom reicht gut für den Browser.

    Etwas umfangreicher, aber immer noch viel schneller als Windows und “vollwertige” Linux-Distributionen ist http://moblin.org/. Läuft ebenfalls ohne Anpassungen auf dem Eee PC. Neben dem Browser gibt es noch Tools für soziale Netzwerke (damit Neuigkeiten direkt eingeblendet werden).

    Oder wenn Du noch etwas warten kannst ein Android-Tablet mit Unterstützung von Tastatur und Maus. Sollten im Herbst ja einige erscheinen. Mehr wissen Deine Kollegen von neuerdings.com, von da hab ich die Infos auch. ;-)

    1. gis
      schrieb am 16. Juli 2010 um 10:25 Uhr (#)

      hexxeh kannte ich nich nicht – muss ich mal antesten. Aber wieso Moblin? Erstens wird das gerade mit Maemo von Nokia zu MeeGo fusioniert und zweitens ist gerade auf Eee m.E. die Eeebuntu Distro (die jetzt Aurora heisst) deutlich besser.

  20. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 16. Juli 2010 um 10:28 Uhr (#)

    Nenn mich faul, aber das ist mir alles zu viel Arbeit. Ich blogge lieber und teste Webapps, als mit Betriebssystemen herumzubasteln ;)

  21. Manuel
    schrieb am 16. Juli 2010 um 10:51 Uhr (#)

    gis: Danke für den Tipp mit Aurora! Moblin hat mir vom Userinterface her gefallen. Also nicht unbedingt für die Bedienung mit der Maus, aber für Touchscreen ist es sicher toll. Obwohl da Android sicher noch etwas besser sein wird. Hast Du davon schon eine Version auf einem Netbook installiert?

    1. gis
      schrieb am 16. Juli 2010 um 11:00 Uhr (#)

      @Manuel: Ja, ich habe mal Android x86 auf einen USB-Stick gelegt und auf meinem Eee 901 und meinem 13.3″ Notebook ausprobiert. War aber Android 1.6 und nicht sehr berauschend, WLAN lief auf dem Eee nicht. Aber das ist auch schon länger her, vielleicht haben die schon Fortschritte gemacht.

      Aktuell läuft auf meinem Eee 901 – also auch schon ein älteres Modell – Jolicloud. Damit bin ich, wie schon gesagt, sehr zufrieden. Zusammen mit einem 3G-Stick läuft es unterwegs einwandfrei. Aber vielleicht muss es demnächst hexxeh weichen ;)

  22. Gast
    schrieb am 16. Juli 2010 um 14:28 Uhr (#)

    Vielleicht das Asus Eee PC 1201n?
    Steht auf meiner Wunschliste, habe aber selbst noch keine Erfahrungen damit gesammelt.

    1. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 16. Juli 2010 um 16:46 Uhr (#)

      Gerade mal bei Amazon geschaut – 12,1 Zoll, also genau was ich suche… macht erst einmal einen netten Eindruck, und ist ja unheimlich günstig.

  23. MacMacken
    schrieb am 16. Juli 2010 um 14:31 Uhr (#)

    Vielleicht das kommende MacBook Air?

  24. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 16. Juli 2010 um 14:33 Uhr (#)

    @ Gast
    Danke, schau ich mir mal an.

    @ MacMacken
    Mit Apple PCs konnte ich mich irgendwie nie anfreunden.

    1. dolce
      schrieb am 16. Juli 2010 um 15:25 Uhr (#)

      1) Frevel, aber man kann auf das Air auch Windows installieren. Läuft super! Du hast halt die Sonderzeichen falsch abgebildet. sonst ändert sich nicht und das Touchpad funzt auch klasse.

      2) Das Asus finde ich wirklich cool. Ein schickes Ubuntu drauf. Hat Charme!

    2. MacMacken
      schrieb am 16. Juli 2010 um 15:31 Uhr (#)

      @ MacMacken
      Mit Apple PCs konnte ich mich irgendwie nie anfreunden.

      Das geht in Ordnung! ;)

  25. Bengt Lüers
    schrieb am 16. Juli 2010 um 15:36 Uhr (#)

    Ich denke, eine Anforderung, die sich aus der Vorgabe, mehrere Browser-Instanzen etc. händeln zu können ist auch ein Dual Core Prozessor. Außerdem ist man vom Desktop eine große gefühlte Arbeitsgeschwindigkeit gewohnt und ein Single-Core Laptop fordert dann unnötige Umstellung. Günstige Netbooks haben fast alle Einkernprozessoren.

    Ich hab mich für ein Acer Ferrari One 200 entschieden: 11,6″, 2 x 1,2 GHz AMD L310, 4 GB RAM, 500 GB HDD, HD3200 Grafik in der Northbridge, 1.5 kg, 4 h Laufzeit unter Linux für < 600 €. Ich bin sehr zufrieden damit, habe als Student aber auch den Luxus, quasi immer WLAN und meistens auch Stromanschlüsse in der Nähe zu haben.

    Ich mache damit alles, was ich auch mit meinem Desktop mache, abgesehen davon aktuelle Spiele zu spielen.

  26. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 16. Juli 2010 um 15:41 Uhr (#)

    Das klingt auch wie ein ziemlich netter Rechner. Den gibt’s aber nur in Rot oder?

    Ich liebäugle noch mit dem hier, ASUS UL20A
    http://netbooknews.de/109…l20a-ultra-thin-aus/

    Leider gibt’s den hier in Schweden nur mit Intel Celeron Dual-Core, und von Celeron wird ja mittlerweile abgeraten, wie mir scheint…

    1. Bengt Lüers
      schrieb am 16. Juli 2010 um 16:32 Uhr (#)

      Ja, den gibt es nur in Rot. Zumindest das Ferrari-Emblem im Deckel lässt sich aber schadenfrei rausprökeln. Entfernt man auch noch die üblichen Sticker bleibt nur noch der Deckel und ein paar Details in Rot und ein cavallino rampante auf der Handballenauflage. Insgesamt finde ich das tolerierbar; CPU, Displayauflösung, Tastatur und Gewicht waren eben für mich wichtiger.

      Apropos: Beim UL20 würde für mich die verkleinerte rechte Shift-Taste stören außerdem finde ich die eingelassene Klickleiste Platzverschwendung. Da finde ich die bis an die Kante durchgehende Lösung wie bei den 900er/1000er EeePCs oder eben dem Ferrari eleganter. Der U7300m dürfte ungefähr gleich fix sein wie der L310 und ein Atom 330: http://notebookcheck.com/…arkliste.1809.0.html

  27. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 16. Juli 2010 um 16:40 Uhr (#)

    bzgl. “verkleinerte rechte Shift-Taste”
    Das nenne ich Blick für Details ;)

    Danke für den Link… http://notebookcheck.com/…al-Core.18754.0.html Das wäre dann der Celeron-Prozessor.

  28. Bengt Lüers
    schrieb am 16. Juli 2010 um 16:53 Uhr (#)

    Details: Warum willst du denn sonst ein 11,6″er Laptop, wenn nicht, weil in solche Geräte eine Tastatur mit 19 mm Raster passt, das du auch auf dem Desktop hast? Ich denke, die Tasten, die man ohne Umgreifen erreicht sollten schon da sein, wo wie hingehören. Bei Navigationstasten, Ziffernblock und F-Tasten sind Kompromisse IMHO besser angebracht.

    Ein weiteres Detail, dass das Ferrari ‘richtig’ macht und das UL20A ‘falsch’ (;-): Das Touchpad gehört so rau, wie es die Haptik verlangt und eben, die Handballenauflage und das Gehäuseinnere matt. Ich konnte mich mit genoppten Touchpads nicht anfreunden.

    Und der SU7300m dürfte ein C2D sein: http://notebookcheck.com/…rozessor.6725.0.html

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