Technischer Fortschritt:
Heißes Eisen Gesichtserkennung

Martin Weigert, 6. Juli 2010 13:30 Uhr, 17 Kommentare Kommentare

Was technisch schon längst möglich ist, dürfte früher oder später zu Endanwendern finden: Tools zur vollständigen automatischen Gesichtserkennung. Das wirft Fragen auf.

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Stellt euch vor, ihr spaziert die Straße entlang, seht ein euch bekanntes Gesicht, kommt aber einfach nicht drauf, woher ihr die Person kennt. Also zückt ihr euer Smartphone, schießt unbemerkt ein Foto und erhaltet Sekunden später den Namen samt Link zu einem Profil bei einem Social Network.

Die gleiche Funktion ließe sich natürlich auch für andere Zwecke einsetzen, beispielsweise von Flirtwilligen, die für eine direkte Ansprache zu schüchtern sind, aber trotzdem mit der angebeteten Person in Kontakt kommen wollen. Bereits hier landet die beschriebene Gesichtserkennung in einer Grauzone zwischen “sehr nützlich” und “potenziell gefährlich”. Wahrscheinlich gäbe es weitere Szenarien, in denen eine solche Technologie für Individuen zu einem Problem werden könnte.

Doch wie stehen die Chancen, dass wir uns in Zukunft nicht mit dieser Problematik beschäftigen müssen? Sehr gering!

Das war der erste Gedanke, der mir durch den Kopf ging, als ich in der vergangenen Woche von Facebooks Funktion zur Erkennung von Gesichtern auf Fotos las. Diese soll das Taggen von Personen erleichtern und sicherstellen, dass Tags nicht an einer Stelle auf dem Bild landen, an der nur Bäume zu sehen sind.

Das neue Feature hat mit dem eingangs beschriebenen Prozess nicht viel gemeinsam, da es lediglich das Vorhandensein eines Gesichts feststellt, jedoch nicht automatisch einen Namen dazu liefert. Und obwohl Facebook bei weitem nicht der erste Dienst ist, der eine derartige Technologie einsetzt, unterstreicht der Schritt des größten Social Networks der Welt, in welche Richtung die Entwicklung mittelfristig steuert, gebremst lediglich von Datenschutzgesetzen und ethisch-moralischen Bedenken.

Technisch ist eine vollständige Gesichtsidentifikation, bei der das Antlitz auf einem Foto mit im Web auffindbaren Bildern sowie damit verknüpften Informationen abgeglichen wird, bereits problemlos möglich. Das bestätigte mir auch Google-Sprecher Stefan Keuchel, der darauf hinweist, dass eine derartige Funktionalität bewusst nicht in Googles Bilderkennungssoftware Goggles integriert wurde.

Mit der Android-App Goggles lassen sich beispielsweise Kunstwerke oder Gebäude fotografieren, die anschließend von Google mit Abbildungen aus dem Netz abgeglichen werden und Hintergrundinformationen anzeigen. Den Bogen von Kunstwerken oder Gebäuden zu Gesichtern zu spannen, ist nicht allzu abwegig, wenn auch technisch anspruchsvoller.

Dass dies praktisch problemlos möglich ist, zeigt auch Googles Fotosoftware Picasa. Diese erlaubt das automatische Gruppieren von Fotos mit ungetaggten Gesichtern, bei denen Picasa der Ansicht ist, dass es sich um die selbe Person handelt. Wird diese in einem Bild namentlich getaggt, übernimmt Picasa den Tag für alle Fotos dieser Gruppe. Dies geschieht jedoch ausschließlich lokal auf den Rechnern der Picasa-Anwender.

Auch Dienste wie Polar Rose, das Flickr-Fotos auf Basis der Bilder von Facebook-Kontakten taggt, oder Apples iPhoto-Software setzen in verschiedener Ausprägung auf Gesichtserkennung. Selbst Nokia experimentiert damit. Und die “Rückwärts-Bildsuche” TinEye zeigt, wie groß die Transparenz des Webs hinsichtlich visueller Daten wirklich ist.

Grundsätzlich begrüße ich technische Innovationen, die neue Nutzungsmuster und Anwendungsbereiche ermöglichen. Auch habe ich erst einmal nichts dagegen, dass Personen zukünftig anhand ihres Aussehens über einen Algorithmus identifiziert werden können. Nur weil bisher dazu die technischen Möglichkeiten fehlten, muss dies nicht automatisch bedeuten, dass die Gesellschaft davon nicht profitieren würde. Doch auf die Frage, wie mit den negativen Folgen einer derartigen Technologie umzugehen ist und was der vollständige Verlust der Anonymität für Individuen bedeutet, fehlen mir bisher Antworten.

Es scheint, als erreiche die Digitalisierung mit der Fähigkeit zur Identifikation beliebiger Gesichter anhand eines Fotos einen kritischen Punkt und eine neue Dimension, was den Bedarf an einer konstruktiven (!) Diskussion betrifft. Bedenkt man jedoch, wie unsachlich und populistisch schon vergleichsweise harmlose Webinnovationen wie etwa Google Street View in der Öffentlichkeit debattiert werden, frage ich mich, wie das gehen soll.

(Foto: allaboutsymbian.com)

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17 Kommentare

  1. cj
    schrieb am 6. Juli 2010 um 15:03 Uhr (#)

    Hi,

    der technische Fortschritt ist zu schnell, die Menschen können sich darauf nicht einstellen, und damit sind nicht nur die älteren oder Technikverweigerer gemeint.

    Gesichtserkennung ist ein Graus. 1984 erschaffen wir uns schon selber, den Staat brauchen wir dafür gar nicht. Aber da der Poebel das will, wird es passieren.

    Missioniare wie Steve Jobs oder Zuckerberg reden uns ein, was wir brauchen, und wir nehmen das dankend an. Es soll mir doch mal jemand die Vorteile erklären, ohne die Nachteil zu verschweigen. Ich behaupte mal, dass man mit gesundem Menschenverstand sowas so gut wie möglich meiden sollte.

  2. Claudia
    schrieb am 6. Juli 2010 um 17:15 Uhr (#)

    Wenn ich das Gesichtserkennungs-Szenario zu Ende denke … hoffe ich sehr, dass es nicht zum Burka-Verbot kommen wird. Vermummung wird wohl der einzige Ausweg sein. Oder geht es bei der Burka gar nicht um eine Handvoll Frauen, sondern, von langer Hand vorbereitet, um etwas ganz Anderes?

  3. Oliver Springer
    schrieb am 6. Juli 2010 um 18:42 Uhr (#)

    Schön, dass Ihr dieses Thema aufgreift, denn es ist sehr wichtig, dass in der Gesellschaft Antworten für diese Problematik diskutiert werden.

    Ein paar Jahre mag sich die angesprochene Form der Gesichtserkennung vielleicht aufhalten lassen – aber sie wird kommen, daran besteht für mich nicht der geringste Zweifel.

    Falls Konzerne wie Google die Gesichtserkennung nicht anbieten, kommen die entsprechenden Anwendungen von anderen. Was sollte Programmierer daran hindern, entsprechende Programme zu entwickeln?

    Ich gebe zu, dass ich hinsichtlich der künftigen Möglichkeiten nicht durchweg euphorisch bin, aber letztlich geht es hier nicht um ein neues Problem.

    Daten, die für jeden öffentlich im Internet stehen, können auf vielfältige Weise genutzt werden. Bei Daten, die Menschen freiwillig über sich veröffentlichen, halte ich das grundsätzlich für unproblematisch.

    Das Problem ist auch in einer anderen Hinsicht nicht neu:

    Wer den Namen einer Person kennt, kann schon heute all das herausfinden, was uns bei der Gesichtserkennung beunruhigt. Durch die Gesichtserkennung ist es nur so, als ob jeder Bürger in der Öffentlichkeit ein Namensschildchen tragen würde.

    Die Privatsphäre, wie wir sie einmal kannten, ist nicht mehr zu retten – selbst wenn sich das lohnen würde.

    Das Problem ist nicht, dass der technische Fortschritt zu schnell ablaufen würde, sondern dass sich die Gesellschaft parallel dazu viel zu langsam weiterentwickelt.

    Die Herausforderung besteht darin, damit umzugehen.

  4. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 6. Juli 2010 um 18:48 Uhr (#)

    Schön ergänzt, auch wenn ich nicht ganz so sicher bin, ob es nun ein Verlust ist, wenn die Privatsphäre in DER Form, wie wir sie einmal kannten, erodiert. Wir sehen schon heute, wie durch die Erhöhung der allgemeinen Transparenz bestimmtes fragwürdiges Verhalten von Personen, Organisationen und Unternehmen offengelegt wird. Das halte ich für eine gute Entwicklung. Problematisch wird es im Falle von Versehen, einzelnen Ausrutschern oder fälschlichen Beschuldigungen, die sich dann durch einen schnelle Fotoscan einer beliebigen Person auch sofort auffinden lassen.

    Von diesem Aspekt bin ich auch völlig überzeugt:

    Falls Konzerne wie Google die Gesichtserkennung nicht anbieten, kommen die entsprechenden Anwendungen von anderen. Was sollte Programmierer daran hindern, entsprechende Programme zu entwickeln?

  5. Thomas Wiegand
    schrieb am 6. Juli 2010 um 19:20 Uhr (#)

    Willkommen bei George Orwell 1984 / Eric Arthur Blair (1946/47) schon damals gab es Menschen die Ihr Wissen in Romane packten um vielleicht etwas zu bewirken…hätte Herr Blair damals gesagt “es wird die totale Überwachung kommen” man hätte Ihn für verrückt erklärt..tja und heute fragen wir uns in dieser Zeit was gibt es was es nicht gibt!?
    Gesichtserkennung fürs Handy was fürn Scheiss…man wird unfreiwillig zum “Testdummi” getarnt als Verbraucher!
    Mir genügt schon zu wissen dass mein Internetfähiges Handy in jedem Winkel des Planeten (ausgenommen Funklöcher u.wo gibts die noch) zu finden ist..ob ich es will oder nicht!

    Ich sage Hände weg…habt Ihr nicht genug zu spielen was Technik angeht..!? In diesem Sinne

    1. Oliver Springer
      schrieb am 7. Juli 2010 um 20:28 Uhr (#)

      Mit 1984 hat das kaum etwas zu tun. Es geht ja nicht darum, dass ein kleiner elitärer Kreis Zugang zu einer großen Menge persönlicher Informationen gewinnt.

      Vielmehr kommt es durch das Internet dazu, dass Informationen jedweder Art für jeden Bürger verfügbar werden.

      Das mag für den Normalbürger noch viel schlimmer sein als “nur” vom Staat ausspioniert zu werden. Aber: Informationen bedeuten Macht – und wenn sie für jeden verfügbar sind, handelt es sich nicht um einen besonderen Machtzuwachs des Staats gegenüber seinen Bürgern.

    2. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 9. Juli 2010 um 13:25 Uhr (#)

      Super Kommentar Oliver!

  6. Lucas
    schrieb am 6. Juli 2010 um 20:21 Uhr (#)

    Unabhängig von der eigenen Meinung, möchte ich hier in den Kommentaren einfach mal den wunderbar kritisch, intelligenten Artikel danken. Einfach toll was hier vom Netzwertig Team an Content geboten wird!

    1. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 6. Juli 2010 um 20:28 Uhr (#)

      Danke Lucas, das hört man natürlich sehr gerne!

  7. Das Wort
    schrieb am 7. Juli 2010 um 09:27 Uhr (#)

    GEsichtserkennungs-Software ist ja nichts neues, es wurde ja bereits in Filmen sehr gut vorgestellt und auch dementsprechend Angekündigt.
    Die Entwicklung ist sehr positiv zu sehen, wenn auch heute noch sehr viele Menschen Angst davor haben (was man nicht ganz versteht, vor dem hat man meist Angst), es ist ein Teil der Weiterentwicklung des Menschen, weg von der Angst hin zu einem transparenteren freieren Leben.
    Dies ist nur dann möglich wenn wir uns schneller Weiterentwickeln und erkennen was es für Vorteile mit sich bringen kann und wird.
    Ein kleines Beispiel:
    Heute lebt der Mensch in teilweiser Anonymität, und gerade dadurch wird dieser von oben gesteuert und durch das herschende System sogar versklavt. Wenn wir es schaffen dieses Prinzip zu durchschlagen, weg vom Individualismus hin zum Kollektivismus zu kommen, ja dann kann eine freie Gesellschaft, frei von Zwängen entstehen.
    Um dies aber zu verstehen, muss man sich öffnen, seine Angst und Ängste überwinden und neues zulassen, Schlussendlich geht es auch hier um das überleben der Menschheit.

    1. Oliver Springer
      schrieb am 7. Juli 2010 um 20:31 Uhr (#)

      Dabei sollte man jedoch nicht den enormen Konformitätsdruck übersehen.

  8. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 7. Juli 2010 um 09:53 Uhr (#)

    Erfrischend, auch einmal eine solche optimistische Meinung zu lesen!

  9. cj
    schrieb am 7. Juli 2010 um 10:34 Uhr (#)

    Hi,

    > weg von der Angst hin zu einem transparenteren freieren Leben.

    Hä? Der Zusammenhang erschließt sich mir mal so gar nicht. Wieso ist es ein transparenteres, freies Leben, wenn jeder immer und überall herausfinden kann, wo ich bin und was ich gerade mache? Und da ja mittlerweile jeder Kameras mit sich rumschleppt, kann man schon alleine aus Zufallsfotos ein Bewegungsprofil erstellen.

    Ich kann mir kaum vorstellen, dass es viele Menschen gibt, die sich gerne beobachtet fühlen und sich dann auch tatsächlich authentisch verhalten. Der Mensch lebt davon, auch mal Fehler machen zu dürfen (in welcher Form auch immer), aber wenn sich eine kleine Verfehlung im Internet verbreitet, und man nicht mehr nur ein anonymes Foto oder Video betrachtet, sondern alles über diese Person mit einem simplen Klick in Erfahrung bringen kann, halte ich das für absolut kritisch.

    Man wird, im Gegenteil, nie wieder frei und unbedarft agieren können. Das ist zwar jetzt schon teilweise so, aber Gesichtserkennung wird die Sache noch dramatisieren. Wir schaffen uns 1984 selber.

    1. Christian Scholz
      schrieb am 8. Juli 2010 um 23:26 Uhr (#)

      Aber diese Fehler machen ja alle! Und wenn das eben alle machen, dann ist das auch kein Problem mehr. Nur durch Offenheit kann auch Toleranz entstehen. Minderheiten sitzen ja auch nicht im Keller und warten bis die Gesellschaft anklopft und denen sagt, dass sie jetzt rauskommen dürfen, da man jetzt toleranter ist.

      Im Gegenteil: Die kommen raus, zeigen, dass es nicht nur der Nachbar um die Ecke ist, sondern doch schon ein paar mehr und fordern ihre Rechte ein.

      Und wenn wir mehr davon haben, hat man auch weniger, wovor man Angst haben muss. Ich will doch auch frei meine Meinung sagen können, ohne Konsequenzen fürchten zu müssen. Was bringt sie mir denn, wenn ich sie nur sagen darf, wenn keiner zuhört?

      Von daher ist das eine Chance und auch nicht mit Überwachungsstaat zu vergleichen. Denn dort ist die Macht einseitig verteilt und hier hat jeder diese “Macht” oder eben Ohnmacht. Es hebt sich auf.

      Sicherlich kann es auch Missbrauch geben und an kritischen Stellen muss man dann gegenregeln, aber das sollten nur einzelne Bereiche sein.

      Ansonsten bin ich auch immer gerne an konkreten Gefahren interessiert, die sich durch diese Transparenz egeben. Ich verstehe, dass man ein Gefühl der Angst entwickelt, schliesslich geht alles auch recht flott. Aber wenn der Angst die eigentliche Grundlage fehlt, dann hoffe ich, dass wir darüber hinwegkommen und auf dem Weg nicht zuviel kaputt machen.

  10. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 7. Juli 2010 um 10:38 Uhr (#)

    @ cj
    Ich glaube, man kann dies hier aus zwei Sichtweisen sehen. Die eine ist die der persönlichen Bedrohung und des gefühlten Freiheitsentzugs – was logischerweise zu einer negativen Beurteilung der Entwicklung führt.

    Die andere ist jedoch die der zunehmenden Transparenz. Denn genau wie jeder Informationen zu dir erhalten kann, kannst du Informationen zu anderen beziehen.

    Die Schlussfolgerung wäre also, dass zwar aus heutiger Sichtweise die Möglichkeiten des Missbrauchs steigen, aber letztlich parallel der Missbrauch durch die Transparenz erschwert wird.

    Was am Ende überwiegt, wage ich persönlich aber (noch) nicht abzuschätzen, wobei ich zumindest die Hoffnung habe, dass am Ende Transparenz für ein rücksichtsvolles Miteinander in der Gesellschaft förderlicher ist als Quasi-Anonymität.

    1. Stecki
      schrieb am 7. Juli 2010 um 12:58 Uhr (#)

      Die Technikfolgenabschätzung wird letztlich immer schwerer, weil auch größte Umwälzungen/Eingriffe/Möglichkeiten durch kleinste Einheiten (Individuen) zu immer niedrigeren Kosten umgesetzt werden können.

      Wir müssen daher wohl oder übel die normative Kraft des Faktischen akzeptieren und einen konstruktiven Umgang mit nicht aufzuhaltendem Fortschritt suchen sowie das gesellschaftliche Bewußtsein für dessen Implikationen schärfen.

      Ähnlich wie Du hoffe ich, daß Transparenz potentielle Verluste ausgleicht. Wenn ich mir die letzten 15 Jahre Netzentwicklung so anschaue, kann ich jedenfalls feststellen, daß sich zwar in Bezug auf die Privatsphäre viel verändert hat, aber die dystopischen Weltuntergangsszenarien sich bisher nicht einstellen wollen ;-)

      Siehe dazu meine Ausführungen unter:

      http://blog.stecki.de/arc…-des-Faktischen.html

  11. Tobias Claren
    schrieb am 4. August 2010 um 23:15 Uhr (#)

    Google bietet absichtlich keine Gesichter-Erkennung an (Vielzahl = Individuell)?
    Das kann ja wohl nicht sein. Ich begrüße es sehr, wenn ich ein Gesichtsfoto einer Person auf Fundstellen im Internet durchsuchen kann.

    Man stelle sich vor da ist ein Polizist der einen friedlichen Demonstranten schlägt.
    Davon gibt es ein Foto, aber der Staat hat kein Interesse daran den Namen zu ermitteln.
    Ohne Herausgabe ist auch eine zivilrechtliche Klage nicht möglich.
    Böte Google (oder die Vaporware Polarrose) das endlich mal an, könnte man evtl. Webseiten bzw. Fotos finden die einen Hinweis auf seine Identität liefern.
    Diese Polizisten denken wahrscheinlich (aktuell zu recht) dass es nichtg möglich ist die Bilder die sie als Privatperson zeigen mal mit ihrer Person als Polizist in Verbindung gebracht werden könnten.

    Daher bin ich auch dafür dass Privatpersonen sich vor Wachen/Präsidien “auf die Lauer legen” (Kamera in Auto), und alle Polizisten “abschießen”. Und schon hat man eine Wache voll Polizisten zusammen mit ihrem Arbeitsplatz. Ca. 260.000 Polizisten gibt es in Deutschland.
    Eine Webseite müsste das nicht selbst anbieten, sondern nur diese “Steckbriefe” Suchmashcinenzugäönglich anbieten, und auf ihrer Seite eine Goggles-Suche integrieren in der man entweder ein Bild von der eigenen Platte hochladen kann (wie bei tineye, aber leider nur zur Suche nach einem identischen oder Gleichen aber manipulierten Bild), oder aber den Link zu einbem Bild im Internet.

    Um die Wortwahl des Erstkommentars hier zu übernehmen, was interessiert mich der Regimetreue Pöbel der evtl. dagegen wäre.

    Ich kann mir nicht vorstellen, dass ausgerechnet Google bei einer technischen Möglichkeit “Skrupel” hätte.
    Zum Glück ist dies etwas das andere anbieten, so bald sie es können.
    Daher besteht noch die Hoffnung dass auch Google dies macht. Sie könnten auch Videos nach Gesichtern durchsuchen.
    Ist es nicht Google die schon Videos (YouTube ist ja Google) mit Spracherkennung durchsuchen?
    => http://news.preisgenau.de…untertitel-5778.html
    Dann kann man auch Videos nach Namen von Personen durchsuchen. Irgendwo gibt es schon so eine Suchmaschine.

    Würde sich solch eine Datenbank (Polizisten knipsen) aufbauen, könnte man sie aktuell wohl höchstens lokal mit Picasa durchsuchen. Kennt wer bessere Programme zur Lokalen Suche? Oder eine Software die man auf einem eigenen Server installieren kann um diese Funktion BEsuchern durch die Daten auf der eigenen Platte zu ermöglichen?

    Picasa ist evtl. noch nicht dafür ausgelegt mit gut einer Viertel Mio Bilder klar zu kommen.
    Ich weiß es aber nicht, ich las nur drüber. Anscheinend muss man zu jedem Bild eine ja/nein-Frage beantworten.
    Bei so vielen Bildern will man aber höchstens alle möglichen Treffer in der Reihe der Wahrscheinlichkeit sehen.
    Von Hand wäre der Vergleich bei so vielen Bildern aber nicht machbar.

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