COUPIES:
Lokale Rabatte für
Smartphone-Nutzer

Wer auf Rabatte im stationären Handel und in der Gastronomie aus ist, muss dazu nicht extra “Mayor” bei foursquare werden. Mit COUPIES aus Köln kommt jeder Smartphone-Nutzer in den Genuss von Preisnachlässen.

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Es soll ja Leute geben, die tun alles dafür, bei foursquare zum “Mayor” oder bei Friendticker zum “Präsident” eines angesagten Cafés zu werden und als Belohnung für ihre Loyalität einen Rabatt einzuheimsen. Sicherlich ist hier der Weg und der Wettkampf-Aspekt das eigentliche Ziel und der Gratiskaffee lediglich die Manifestation des anvisierten Erfolgs. Doch User, die ausschließlich auf Vergünstigungen in der Gastronomie und im lokalen Handel aus sind, können dies auch einfacher erreichen:

COUPIES heißt ein im Januar gestarteter Dienst aus Köln, bei dem sich alles um mobile Rabattcoupons dreht. Das Startup bietet Applikationen für iPhone, Android, Windows Mobile und Java-fähige Smartphones, die Nutzer nach einer kurzen Registrierung (oder einem Login via Facebook Connect) über in der unmittelbaren Umgebung erhältliche Sonderangebote informieren.

Um einen Rabatt einzulösen, zeigt man ihn an der Kasse eines beteiligten Händlers oder Restaurants auf seinem Mobiltelefon vor und erhält anschließend den vergünstigten Preis.

Im Interview mit dem Blog Handelskraft verrät Mitgründer Tom Engel einige Hintergründe zu dem einfachen wie smarten Geschäftsmodell von COUPIES: Unternehmen, die Kunden einen mobilen Rabatt einräumen möchten, laden über PayPal ihr COUPIES-Konto auf, von dem anschließend für jeden eingelösten virtuellen Gutschein 50 Cent abgebucht werden. Die Gesamtkosten für Händler und Gastronomen belaufen sich somit pro Kunde auf 50 Cent plus den gewährten Rabatt – eine durchaus erschwingliche Investition, sofern sich damit neue Kunden akquirieren lassen.

Im Gegensatz zu physischen Gutscheinen entfallen beim Einsatz von COUPIES nicht nur die Druck- und Vertriebskosten, sondern es verbessern sich auch die Möglichkeiten zur genauen Zielgruppenansprache. Neben einer E-Mail-Adresse müssen User ihr Alter und Geschlecht angeben. Partizipierende Firmen können entsprechende Eingrenzungen vornehmen und einen Coupon beispielsweise nur weiblichen Nutzern zwischen 25 und 35 Jahren anzeigen.

Laut Tom Engel gibt es derzeit deutschlandweit 80 beteiligte Geschäfte, die rund 100 Coupons anbieten. Gespräche mit weiteren Filialisten und Händlern laufen. Über die Integration mit mobilen Drittanbietern wie aka-aki, Aloqa und Loxicon erreicht COUPIES momentan rund 500.000 User.

Als Referenz für das Funktionieren der Idee nennt Mitgründer und Marketingchef Engel eine bundesweite Kampagne für Foot Locker, bei der vier Wochen lang ein 20 Euro-Rabattgutschein in über 70 Filialen angeboten und über 1000 Mal eingelöst wurde.

Webservices, die Nutzern beim Sparen von barem Geld helfen, werden bei einer guten Umsetzung leicht zu Selbstläufern. Zudem besteht in Deutschland beim Couponing noch erheblicher Aufholbedarf – wohin sich der Markt entwickeln kann, zeigt das Beispiel USA, in der Gutscheine ein elementarer Bestandteil des Einzelhandels sind.

Neben den eingangs erwähnten ortsbasierten Mobile-Diensten konkurriert COUPIES in gewissem Maße auch mit Anbietern aus dem “Groupon-Segment” (“Ein Deal pro Stadt und Tag”, Groupon, DailyDeal). Eine thematische Nähe besteht außerdem zu kaufDA, dem Berliner Service, der Werbeprospekte für den lokalen Einzelhandel aggregiert und mit dem kaufDA Navigator auch ortsabhängig auf dem iPhone zugänglich macht.

Link: COUPIES

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