In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.
Dieses Mal: JiffyBox – Cloud-Hosting für Webdienste; MetaScroll – eine nette Meta-Suchmaschine; und Realeyz – eine Plattform für Independent Filme.
JiffyBox
Der Bereich Cloud-Hosting scheint auch im deutschen Sprachraum etwas Momentum zu gewinnen. Martin hat vor drei Tagen cloudControl vorgestellt, mit JiffyBox gibt es einen weiteren Anbieter, der sogar ohne Einladung verfügbar ist. JiffyBox offeriert fünf Leistungsstufen – beginnend bei 512 MB Speicher, 20 GB Festplatte und 2 CPU-Kerne bis 7 GB Speicher, 250 GB Festplatte und 4 CPU-Kerne – die jederzeit skalierbar sind. Auch bei JiffyBox wird nach tatsächlicher Nutzung abgerechnet, ab 0,02 Euro pro Stunde (etwa 15 Euro pro Monat) kann ein virtualisierter Server betrieben werden. Nett: Bei JiffyBox können nicht benötigte Server mit allen Einstellungen und Daten eingefroren und jederzeit wieder aufgetaut werden.
MetaScroll
Über einen Mangel an Meta-Suchmaschinen andererseits können wir uns nicht beklagen. Insofern ist es eine erfreuliche Überraschung, wenn das Thema auf intelligente Art interpretiert wird. MetaScroll aggregiert die Suchergebnisse von Google, Bing, Yahoo, der Wikipedia und Twitter. Nach dem Motto Suchen, Scrollen, Finden werden die Suchergebnisse der drei Suchmaschinen im linken Bereich in einer endlosen Liste angezeigt; im rechten Bereich wird ggf. der korrespondierende Eintrag aus der Wikipedia und die letzten Tweets zum Thema angezeigt. Minimalistisch, aber nett gemacht.
Der Aufruf zu mehr Transparenz bei Startups zeigt Wirkung: Das Aachener Startup CoboCards gibt tiefe Einblicke in die Entwicklung seines digitalen Karteikarten-Dienstes.
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Ja, ich gebe es zu: Natürlich hegte ich die Hoffnung, dass sich nach meinem Appell an Startups, offener mit Kennzahlen umzugehen, junge Webunternehmen bei uns melden und einen transparenten Einblick in ihre Entwicklung geben würden. Schön, dass das geklappt hat!
CoboCards-Geschäftsführer Ali Yildirim entschied sich nach dem Lesen meines Transparenz-Aufrufs dazu, den Lesern von netzwertig.com einen detaillierten Einblick in die quantitative und wirtschaftliche Entwicklung des Startups zu geben und wichtige Kennzahlen zu veröffentlichen. Er geht dabei sogar weiter, als es mir in meinem Artikel vorschwebte, und nennt konkrete Zahlen zum Gewinn.
Bisher tauchten neue Twitter-Nachrichten mit Verzögerung im Feed der Followers auf. Eine neue API ändert dies. Schnallt euch an für einen Echtzeitstream, der seinen Namen wirklich verdient.
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Wenn wir heute vom Echtzeitweb sprechen, denken die meisten von uns wahrscheinlich an Twitter. Das ist zwar berechtigt, denn kaum ein anderer Webservice versteht es besser, Ereignisse, Nachrichten und Gedanken seiner User innerhalb weniger Sekunden von der Quelle ins Netz zu befördern und Millionen von Menschen zugänglich zu machen.
Doch trotzdem müsste man Twitter eigentlich vorwerfen, die Echtzeitkomponente durch die sich selbst auferlegten Begrenzungen seiner Schnittstellen an ihrer Entfaltung zu hindern. Denn wie Twitter-Nutzer wissen, erscheinen neue Tweets nicht unmittelbar im Stream der Follower, sondern werden in Intervallen von einigen Sekunden oder manchmal auch Minuten in “Paketen” aktualisiert.
Die Ursache dafür liegt in der technischen Struktur des Dienstes. Sämtliche Streams der Nutzer, denen man folgt, werden in regelmäßigen Abständen nach neuen Mitteilungen durchsucht – auch wenn viele der Anwender in dem Moment gar keine Nachricht veröffentlicht haben. Dieser Prozess ist nicht nur ineffizient, sondern beansprucht auch sehr viel Serverleistung, weshalb Twitter die maximale Anzahl von derartigen Abrufen pro Stunde begrenzt.
Microsoft Street Slide
Microsoft Research hat auf einer Konferenz die eigene Reinterpretation der Street View namens Street Slide vorgestellt – und die kann sich durchaus sehen lassen:
Google Street View
Dazu passend: Zumindest in Großbritannien muss sich Google keine Sorgen mehr ob der von den Google Cars aufgezeichneten Daten machen. ReadWriteWeb vermutet, dass die Briten gelernt haben, unter Dauerbeobachtung zu leben. Auf jeweils 14 Bürger kommt ohnehin schon eine Überwachungskamera.
Google Places API
Noch mal Google: Das Unternehmen hat mit der Places API eine neue Schnittstelle verfügbar gemacht, über die Entwickler auf Informationen zu spezifischen Orten zugreifen können. Die API richtet sich zu Beginn explizit an Dienste, die auf das Check-In-Prinzip setzen.
Die Nachbearbeitung des Loveparade-Unglücks sowie die Wikileaks-Enthüllung der Afghanistan-Dokumente zeigen: Der Kontrollverlust hält an, die Transparenz nimmt zu. Doch wo liegen die Grenzen?
Zwei Ereignisse haben in den vergangen Tagen deutlich gemacht, wie sich die Welt durch Transparenz und Kontrollverlust verändert.
Da ist einerseits das Loveparade-Unglück, das eine ganze Reihe von widersprüchlichen und vorschnellen Äußerungen von Veranstaltern, Politikern und Polizei nach sich gezogen hat, während parallel Dutzende, wenn nicht Hunderte Augenzeugenberichte und vor allem Videos im Netz hochgeladen wurden, die es jedermann erlauben, sich ein ungeschminktes Bild von der tatsächlichen Lage zu machen – Material, das in einer Zeit vor YouTube, Blogs und Social Networks lediglich Ermittlern und ausgewählten Medien zur Verfügung stand. Wenn überhaupt.
Amazon hat die neue Version des E-Book-Readers Kindle vorgestellt, dessen Preis die Massen anziehen soll.
Apple hat mit dem iPad die Spielregeln auf dem E-Reader-Markt verändert. Wer will schon einen reinen E-Reader, wenn man auf der anderen Seite einen richtigen kleinen Computer bekommen kann, der mehr kann als nur E-Books darzustellen?
Doch der Kindle von Amazon hat durchaus einige Vorteile auf seiner Seite. Das fängt bei der Akku-Leistung an und endet nicht bei der Lesbarkeit von digitaler Tinte. Jetzt hat Amazon ein weiteres Kaufargument hinzugefügt:
Der Aufstieg von Facebook zeigt viele Parallelen zur Wachstumsgeschichte von Google. Beide Dienste schaffen Abhängigkeiten für Netzteilnehmer. Jedoch mit unterschiedlichen Risiken und Nebenwirkungen.
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Facebook hat für mehrere hundert Millionen Menschen weltweit den Internetalltag verändert und ist für sie kaum oder gar nicht mehr wegzudenken. Genau wie es in der ersten Dekade des neuen Jahrtausends mit Google der Fall war.
Gleichzeitig erkennen immer mehr Unternehmen die Vorteile und Möglichkeiten, die ihnen der blau-weiße Dienst aus Palo Alto gibt; in Form von Werbeformaten und eigenen Seiten bei Facebook zum Beispiel. Während die für Firmen zur Verfügung stehenden Instrumente bei Facebook andere sind als bei Google, so liegen die Parallelen in der Relevanz der Plattformen für Unternehmen und in der Art, wie beide Internetriesen als Magnet für Werbebudgets fungieren (Facebook zwar noch auf einem deutlich niedrigeren Niveau als Google, aber das wird sich ändern).
Google hat die vergangenen zehn Jahre das Internet entscheidend mitgestaltet und einen enormen Einfluss auf private und gewerbliche Internetteilnehmer. In genau diese Fußstapfen scheint nun Facebook zu treten.
Day
Adobe wird das Schweizer Software-Unternehmen Day – einem Entwickler von Content Management Systemen – für etwa 255 Millionen Schweizer Franken übernehmen.
Day ist 1993 gegründet worden und beschäftigt zurzeit 146 Mitarbeitende. Beim Börsengang zum Höhepunkt der New-Economy-Bubble Anfangs 2000 lag der Ausgabepreis der Aktien des sich damals noch Day Interactive nennenden Unternehmens bei stolzen 780 Franken.
Safari Extensions
Seit Safari 5 kennt ja auch Apples Browser Extensions. In einer Gallerie werden die interessantesten Erweiterungen vorgestellt und können mit einem Klick installiert werden.
Facebook Fragen & Antworten
Facebook arbeitet seit längerem an einem Q&A-Dienst (Fragen & Antworten). Ab sofort ist dieser für einige Millionen Nutzer im Beta-Stadium verfügbar, eine Ausweitung auf mehr User ist geplant.
cloudControl ist ein junges Unternehmen aus Potsdam, das On-Demand-Rechenleistung für Webdienste zur Verfügung stellt und den Branchengrößen Konkurrenz machen möchte.
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Wer Webdienste entwickelt, möchte sich in der Regel auf das Produkt fokussieren und so wenig Zeit und Geld wie möglich mit dem Hosting und Betrieb der Applikation verschwenden. Auch soll der angebotene Service selbst dann problemlos für alle User erreichbar sein, wenn er schlagartig stärker frequentiert wird, zum Beispiel als Folge von Medienberichten.
Cloud-Hosting-Plattformen wie Amazon (EC2, S3), Google App Engine oder Windows Azure ermöglichen genau dies. Gründer und Programmierer müssen sich nicht länger um das Hardware-Setup kümmern oder sich Sorgen um die Skalierbarkeit machen, sondern können ihren Fokus komplett auf die Entwicklung einzigartiger Onlineservices legen.
Wer sich viel in der Twitter- und Blogosphäre bewegt, könnte meinen, ortsbasierte mobile Diensten hätten ihren Durchbruch schon lange erreicht. Die Wirklichkeit sieht anders aus.
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Das namhafte Marktforschungsinstitut Forrester Research hat im Rahmen einer Umfrage unter US-Anwendern die Bekanntheit und Nutzung von ortsbasierten mobilen Diensten wie foursquare und Gowalla untersucht. Das Ergebnis stimmt mit anderen Indikatoren überein, die nahelegen, dass Location Based Services (LBS) noch immer ein extremes Nischenphänomen sind und der Hype ihrer tatsächlichen Bedeutung weit voraus ist.
Der Erfolg des US-Shoppingclubs für Designerprodukte Fab.com regt wieder mal Fantasie, Imitationsfreude und Übernahmehoffnungen deutscher Gründer an. » weiterlesen
Twitter hat in seiner offiziellen Ankündigung, auf Anfrage Tweets oder Konten in einzelnen Ländern zu sperren, einen wichtigen Aspekt bewusst weggelassen: Nutzer können die Blockade eigenmächtig über eine Einstellung in ihrem Twitter-Konto umgehen. » weiterlesen