Skype bietet Nutzern seiner iPhone-Applikation ab sofort die Möglichkeit, über UMTS-Verbindungen Skype-Gespräche zu führen. Ab Ende des Jahres soll dafür eine zusätzlich Gebühr erhoben werden. Eine Verletzung der Netzneutralität?
Skype, die populäre VoIP- und Chat-Software mit 560 Millionen registrierten Konten, hat am Wochenende eine überarbeitete iPhone-Applikation veröffentlicht. Diese bringt unter anderem die lang ersehnte Funktion, Gespräche über UMTS-Verbindungen führen zu können. Bisher ließ sich mit der App nur dann telefonieren, wenn eine WLAN-Verbindung bestand.
Leider gelingt es Skype, die Freude über die frohe Kunde zu trüben: Der Dienst plant nämlich, nach einer Übergangsphase von Nutzern für UMTS-Gespräche über das iPhone eine “geringe monatliche Gebühr” zu verlangen.
Im Klartext bedeutet dies, dass man bei Skype darauf abzielt, die seit jeher kostenlosen VoIP-Gespräche zwischen zwei Skype-Usern mit einer Gebühr zu belegen, wenn diese von einem iPhone über eine UMTS-Verbindung geführt werden. Inwieweit dies auch Skypes Symbian-Applikation oder auf Skype aufsetzende Drittanwendungen wie Fring betreffen würde, ist unklar.
Ursprünglich war von einer Testphase bis August die Rede, im Skype-Blog spricht man nun jedoch von einer kostenlosen Nutzung bis Ende des Jahres.
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Man kennt das: Jeder spricht über Dienst A, obwohl Dienst B mindestens genauso gut ist und schon vorher da war. Eine Analyse, warum es zu Hypes kommt. Und wieso sie notwendig sind.
Eine der am häufigsten in unseren Kommentaren gestellten Fragen ist eine im Stile von “Wieso der Hype um Dienst XYZ, obwohl Anbieter ABC das doch viel besser/schon seit langem macht?”.
Im folgenden Artikel möchte ich eine Antwort auf diese Frage geben. Es geht also darum, wieso ein Webservice oder Produkt in den Himmel gelobt wird, während ein womöglich sogar besserer Konkurrent keinerlei Aufmerksamkeit erhält. Um diesen Vorgang zu erkären, muss ich etwas weiter ausholen:
Phil Libin, CEO des populären digitalen Notizbuchs Evernote, bezeichnete kürzlich die Aussage, dass nicht immer das beste Produkt siegen würde, als Humbug – zumindest solange sie Gründern als Ratschlag für ihre Ressourcenaufteilung zwischen Produktentwicklung und Marketing gegeben wird. Evernote-Boss Libin rät, sich darauf zu fokussieren, ein Spitzenangebot aufzubauen. Alles andere käme dann quasi von alleine.
Was Libin außer Acht lässt, ist die Tatsache, dass viele Webangebote deutlich stärker von äußeren Faktoren abhängig sind als Evernote und sich insofern nicht so stark auf die Qualität ihres Produktes verlassen können wie das Notiztool. Konkret beziehe ich mich dabei auf Services, die auf Netzwerkeffekte angewiesen sind, sowohl auf direkte als auch auf indirekte.
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Der mobile Barcode-Scanner barcoo erweitert sein Angebot um eine Social-Shopping-Funktion: Mit Scan Hero lassen sich alle gescannten Produkte mit Freunden teilen.
Die Verknüpfung von Social Web und Shoppingerlebnis ist ein spannendes und noch in den Kinderschuhen steckendes Betätigungsfeld. Im April stellten wir
Shopotainment vor, eine Art
“Foursquare für Produkte”. Während der Berliner Dienst vor wenigen Tagen erste Nutzer zum Beta-Test eingeladen hat, ist ein anderer Service etwas schneller und bereits für jeden zugänglich:
barcoo, Deutschlands führender Dienst zum Scannen von Barcodes, startet für die 700.000 Anwender seiner iPhone-App das Feature “Scan Hero”, welches barcoo um eine Social-Shopping-Komponente erweitert.
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simfy
Nach der iPhone-App hat simfy jetzt auch eine Anwendung für den Desktop lanciert.
Endlich können Premium Nutzer ihre simfy-Playlists ganz ohne ihren Browser hören. Somit könnt ihr weiterhin Musik hören und parallel am Computer arbeiten ohne dass ihr euren Browser geöffnet haben müsst.
» Hier kommt die Desktop App
Freie Wildbahn
Und täglich grüßt das Murmeltier: Die Berliner Politikerin Barbara Kisseler ist die nächste im Bunde, die Provider-Sanktionen zum Schutz der Medienindustrie fordert. Immerhin verwendet sie als flankierende Metapher nicht den unsäglichen rechtsfreien Raum, sondern freie Wildbahn im Internet.
» Berliner Staatskanzleichefin fordert Ende der freien Wildbahn im Internet
Facebook
Wer der iPhone-App von Facebook gestattet, die Kontakte zu synchronisieren, tut seinen Bekannten und Verwandten nicht unbedingt einen Gefallen:
Einmal in die Facebook-Datenbank übertragen, können diese Nummern nicht wieder gelöscht werden, weder von den Besitzern des Adressbuchs, noch von denen, deren Kontaktdaten darin gespeichert sind. Selbst wenn die Betroffenen gar nicht Facebook-Mitglieder sind, speichert das US-Unternehmen ihre Telefonnummern.
» Wie Facebook private Telefonbücher abgreift
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