Samstag App Fieber:
revisit, PlusPedia, Average Reading Time

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal: revisit – eine Twitter-Visualisierung; PlusPedia – eine Wikipedia ohne Relevanzkriterien; und Average Reading Time Generator – die Lesezeit für Texte berechnen.

 

revisit
revisit
revisit ist ein experimentelle Visualisierung von Twitter von Moritz Stefaner. Die letzten 200 Tweets zu einem Thema oder zu beliebigen Suchanfragen werden visualisiert, die Darstellung versucht besonders die konversationelle Dynamik der Tweets abzubilden (für jeden aktuell angezeigten Tweet werden die Retweets and Reaktionen angezeigt usw.). Nett gemacht und eine hübsche Alternative zu klassischen Twitterwalls. Der Quelltext des Projekts ist auch bei github verfügbar.

 

 

PlusPedia
PlusPedia
Die PlusPedia ist eine Enzyklopädie, die gelöschten Artikel der deutschen Wikipedia ein neues Zuhause bietet. Die Wikipedia hat ein Problem, das sich viele Dienste wünschen: Es gibt einen Überschuß an Inhalten. Ein Nebeneffekt davon ist aber, dass ‘irrelevante’ Artikel auch schnell mal gelöscht werden. Die PlusPedia nimmt dieses weggeworfene Wissen auf und bietet auch anderen Themen ein Plätzchen, die bei der Wikipedia keine Chance hätten. Neben den 6.500 aus der Wikipedia geretteten Artikeln gibt es derzeit zusätzlich 2.000 für die PlusPedia verfasste.

 

 

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Es kam, wie es kommen musste:
Aus t-crawl wird twittercrawl

Als die deutsche Twittersuchmaschine t-crawl in schönem rosarot an den Start ging, konnte man sie leicht für ein Angebot der Deutschen Telekom halten. Nun wechselt der Dienst unvermittelt Name und Farbe. Freiwillig?

Ein Monat ist vergangen seit unserem Beitrag zu einer neuen deutschen Twittersuchmaschine, die sowohl in der Namens- als auch in der Farbwahl sehr an einen großen Telekomkonzern erinnerte, der obendrein bekannt dafür ist, gegen Firmen vorzugehen, die seinem Corporate Design zu nahe kommen.

Die Digital-Agentur azionare GmbH hatte sich für ihr Twitter-Tool den Name t-crawl einfallen lassen und die Elemente der Site mit einem rosaroten Farbton angestrichen. Ja genau, beides erinnert stark an die Deutsche Telekom. Was auch der Grund dafür war, warum ich das Vorgehen als Spiel mit dem Feuer bezeichnete.

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Kakai The Kno:
Doppelpack-Tablet

Das Tablet “The Kno” von Kakai soll das digitale Farbbuch der Zukunft für Studenten werden.

Der Hersteller Kakai stammt nicht etwa aus dem Kakophonen Teil Amerikas, sondern aus Silicon Valley. Auf der D8 Technologie Konferenz stellte die Firma The Kno als Abkürzung von “Knowledge” vor. Es soll Laptop und Bücher gleichermaßen ersetzen und, wie Gründer Osman Rashid betont, dem Wunsch des Studenten “die analoge Erfahrung (des Bücherlesens) in ein digitales Format” überführen. So protzt The Kno mit zwei klapbaren 14 Zoll Displays für Bücher, Bilder und Videos.

Als Grundgerüst dient die Nvidia Tegra Plattform, die durch ein speziell angepasstes Linux ihre Leistung entfaltet – seit dem iPad darf hier natürlich nicht der obligatorische Hinweis fehlen: Flash wird vollständig unterstützt, und auch ein Lagesensor ist verbaut.

Weiterlesen bei neuerdings.com

Intelligente Verknüpfung von Onlinediensten:
Die nächste Entwicklungsstufe
von Webapplikationen

Viele populäre Onlinetools kommunizieren kaum oder gar nicht miteinander. Doch das ändert sich: In der nächsten Entwicklungsstufe des Webs wird aus losen Elementen das “große Ganze”.

In den Kommentaren zu meinem gestrigen “Foodsquare”-Artikel meldete sich unter anderem mein Blogwerk-Kollege Moritz Adler zu Wort. Sein nachvollziehbarer Wunsch: Eine Applikation, mit der er nicht nur im Foursquare-Stil seinen aktuellen Aufenthaltsort veröffentlichen kann, sondern zum Beispiel auch, was er gerade macht (z.B. im Kino den Film XYZ schauen) und was er gerade isst (z.B. Popcorn) – und das nicht nur als ergänzender Kommentar, sondern jeweils mit einer intelligenten Verlinkung (des Films und Snacks) und weiterführenden Optionen.

Was Moritz sich wünscht, ist ein “Meta-Check-In-Dienst”, ein smarter Service, der nicht nur – wie check.in – das gleichzeitige Einchecken bei verschiedenen, miteinander in Konkurrenz stehenden Location Based Services erlaubt, sondern mehrere, sich ergänzende Dienste auf sinnvolle Weise miteinander kombiniert.

Es scheint fast, als hätte sich Moritz in der Nacht mit Silicon Valley-Ikone und Superblogger Robert Scoble ausgetauscht und ihn zu diesem Gastartikel bei TechCrunch inspiriert, in dem er Moritz’ Anregung weiterspinnt. Scoble beschreibt, wie sich ortsbasierte Services bis zum Jahr 2012 weiterentwickeln und mit zahlreichen anderen, komplementären Webangeboten verknüpfen könnten, um Nutzern eine Vielzahl neuer Einsatzgebiete zu eröffnen und den Alltag zu erleichtern.

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Linkwertig:
Xing, Groupon, Mister Wong, OExchange

Xing
Xing hat eine Anwendung für Android lanciert.

Mit der XING-Android App stehen den Mitgliedern die wichtigsten Networking-Funktionen für unterwegs zur Verfügung – allen voran die permanente Verfügbarkeit des eigenen Kontaktnetzwerks mit Adressen, die sich selbst aktuell halten.

» Jetzt live: Die XING-Android-App

Groupon
CityDeal ist jetzt Groupon.

Die Marke Groupon steht wie keine andere für innovatives Social Commerce. Wir freuen uns, durch die Umbenennung zukünftig auch nach Außen mit Groupon.com als ein gemeinsames Unternehmen aufzutreten

» Aus CityDeal wird Groupon

Mister Wong
Auch Mister Wong bekommt einen Like-Button.

Mit nur einem Klick auf den entsprechenden Daumen kann man eine Website positiv oder negativ bewerten und somit anderen Usern direkt signalisieren, ob man diese gut oder schlecht findet. Und das kann jeder machen, unabhängig davon, ob man die Website bereits gebookmarked hat oder überhaupt bei Mister Wong eingelogged ist.

» Neu im Juni: Das Gefällt mir!-Feature

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Mobile Datenflatrates adé:
Gefahr für eine ganze Branche?

Das mobile Internet boomt. Doch für die Provider ist klar, dass der Zugang über Flatrates keine Zukunft hat. Für Webanbieter könnte das ein Problem werden.

Die Nutzung von mobilem Internet explodiert, angetrieben von der zunehmenden Verbreitung von Smartphones, besserer und schnellerer Netzabdeckung sowie einer steigenden Zahl von mobilen Services und Applikationen, die User auf die Vorzüge des Mobile Web aufmerksam machen. Im Jahr 2015 soll das mobile Internet seinen stationären Counterpart in der Nutzung sogar überholt haben, so prognostiziert es eine Studie von Morgan Stanley.

Also nur rosige Aussichten? Nicht ganz! Denn mit dem Mobile-Boom erkennen immer mehr Netzanbieter, dass ihre Infrastruktur der rapide steigende Nachfrage nicht stand hält, oder befürchten zumindest, dass dieser Fall in naher Zukunft eintreten könnte.

Ohne in technische Details zu gehen, reicht an dieser Stelle die Anmerkung, dass die Kapazitäten mobiler Datenverbindungen selbst bei dem zukünftigen Standard LTE größeren Begrenzungen unterliegen und weniger flexibel an zunehmenden Bedarf angepasst werden können, als dies bei herkömmlichen, fixen Internetverbindungen der Fall ist.

Daher wird bei UMTS-Verbindungen selbst in urbanen Gegenden nur selten die vom Provider versprochene Maximalgeschwindigkeit erreicht. Im Gegensatz zu stationären Anschlüssen hängt die Performance bei GSM und UMTS stark davon ab, wie viele andere Personen in der Umgebung gleichzeitig mobil online sind.

In der Folge sind die Provider gerade eifrig dabei, ihre Netze auf eine weitere Zunahme der Nutzerzahlen vorzubereiten und einer Überlastung vorzubeugen. Und vieles deutet darauf hin, dass die Abschaffung mobiler Datenflaterates eine der besonders hoch priorisierten Maßnahmen der Telkos ist.

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Check-In für Mahlzeiten:
Wo bleibt Foodsquare?

Zahlreiche populäre Webdienste erlauben es Nutzern, Status Updates und aktuelle Standorte zu veröffentlichen. Doch welcher Anbieter überträgt dieses Konzept auf die elementare Beschäftigung der Nahrungsaufnahme?

Für viele versierte Social-Web-Nutzer ist 2010 das Jahr des Checkins. Anfänglich nur für Location Based Services wie Foursquare oder Gowalla eingesetzt, kann man mittlerweile auch in Filme (Miso), Events (Hot Potato) oder Produkte (Shopotainment, barcoo) einchecken.

Sicherlich lässt sich über die Sinnhaftigkeit des allgegenwärtigen Eincheckens streiten. Doch ein Bereich, für den ich mir das Check-In-Modell sehr gut vorstellen kann, wird derzeit von der Startup-Welt noch gänzlich vernachlässigt: Mahlzeiten.

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BlockChalk:
Anonyme Status-Updates
für beliebige Orte

Ortsbasierte Social Networks gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. BlockChalk schafft es durch einen ungewöhnlichen Ansatz dennoch, aufzufallen.

Der Markt ortsbasierter Dienste für Mobiltelefone wird von Woche für Woche unübersichtlicher. Ständig sprießen neue Location Based Services (LBS) aus dem fruchtbaren Internetboden, die irgendwie versuchen, sich von den etablierten Anbietern wie Foursquare oder Gowalla abzuheben. Ob dies immer so gut gelingt, ist zweifelhaft.

Mit BlockChalk konnte aber seit langem einmal wieder ein LBS meine Aufmerksamkeit erlangen. Wie hat der US-Dienst, der eine kostenlose App für iPhone und Palms WebOS sowie eine mobile Site für Android anbietet, das geschafft?

Indem er sämtliche Einstiegshürden anderer mobiler Services wie das Registrieren sowie das Anlegen eines Profils entfernt und im Unterschied zu dem Gros der Konkurrenten auf die Anonymität seiner User setzt.

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Konvergenz von Web und TV:
Die Zeit ist reif

Google TV soll endlich das erledigen, was seit Jahren als Parole für die Zukunft ausgegeben wird: Fernsehen und Internet vereinen. Das Timing stimmt.

Die Vision von der Konvergenz von Fernsehen und Internet gibt es seit einer gefühlten Ewigkeit. “Irgendwann ist TV und Rechner eins”, so lautet eine alte Parole, die ich wohl erstmals in den 90er Jahren gehört habe.

Realität ist daraus bis heute jedoch nicht geworden, zumindest nicht im Hinblick auf den Massenmarkt. Google möchte dies mit Google TV ändern, seiner kürzlich angekündigten Android-Plattform für Fernseher und Set-Top-Boxen. Im Herbst soll es in den USA mit TV- und Blu-Ray-Geräten von Sony und Boxen von Logitech losgehen.

Man möchte meinen, dass niemand besser dafür geeignet wäre, Web und Fernsehen endlich zu verheiraten, als Google. Um das zu glauben, setzt man aber voraus, dass bei Konsumenten tatsächlich ein Bedürfnis besteht, vom selben Gerät aus Filme und Serien zu gucken, im Internet zu surfen und Social Networking zu betreiben.

Engadget-Kolumnist Michael Gartenberg bezweifelt genau dies. In Bezug auf nicht näher erläuterte Untersuchungen behauptet er, dass Menschen kein Interesse daran haben, vom Fernseher aus auf das gesamte Internet zugreifen zu können. “Konsumenten wollen einfach kein Gmail oder Twitter oder das “komplette” Web auf ihrem TV-Gerät”, so Gartenberg.

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Linkwertig:
Qype, WordPress, Android, Memonic

Qype
Qype bekommt mit Ian Brotherston einen neuen CEO.

Ian ist bereits seit vielen Jahren im Berufsleben aktiv und konnte unter anderem bei AT&T und British Telekom viele wertvolle Erfahrungen sammeln. Zuletzt war Ian beim französischen Videodienst DailyMotion als Chairman & CEO tätig.

» Neuer CEO bei Qype

 

WordPress
WordPress spendiert gehosteten WordPress-Blogs Likes und die Möglichkeit zum Rebloggen.

» World’s Biggest Blogging Platform Adds Curation Feature

 

Android
Android wird künftig in erwartbaren Intervallen aktualisiert. Um der Fragmentierung entgegenzuwirken, werden neue Versionen nur noch jährlich veröffentlicht.

» Android Chief Andy Rubin: Updates Will Eventually Come Once A Year

 

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