Bettween:
Twitter-Konversationen
zum Mitnehmen

Gelegentlich kommt es auf Twitter zu an- oder aufgeregten Diskussionen, die man am liebsten nachträglich dokumentieren möchte. Bettween macht’s möglich.

Auch wenn Twitter nicht unbedingt das beste Tool ist, um komplexe Konversationen mit anderen Nutzern zu führen, so kommt es doch immer mal zu längeren Meinungsaustauschen und Diskussionen zwischen zwei Anwendern. Manchmal geschieht dies spontan, aber selbst offizielle, im Vorfeld geplante Twitter-Interviews haben schon stattgefunden.

Schwierig wurde es jedoch, sobald User einen Twitter-Schlagabtausch auf einer Website oder in einem Blog dokumentieren wollten. Twitter selbst bietet keine Option an, um Tweets als zusammenhängenden Diskussionsfaden darzustellen, geschweige denn, diesen in externe Seiten einzubetten.

Glücklicherweise gibt es Bettween, ein äußerst nützliches Tool, das Dialoge zwischen zwei Usern in Thread-Form darstellt.

Bisher war es allerdings nicht möglich, eine derartige Konversation auf Seiten außerhalb von Bettween einzubetten. Doch ein Upgrade liefert genau dieses Feature und verleiht der Browseranwendung damit endgültig den Status einer essenziellen Twitter-Applikation.

Bettween erfordert lediglich die Eingabe der Twitter-Benutzernamen zweier User und sucht anschließend nach Konversationen. Über den Menüpunkt “Embed” gelangt man zum Widget-Generator, der Formatierungsmöglichkeiten bietet und einen iFrame-Code zum Einbau auf einer beliebigen Website generiert.

Unheimlich praktisch! Was jedoch offen bleibt, ist die Frage, ob man vorher das Einverständnis derjenigen Personen einholen sollte, deren Diskussion man mit Hilfe von Bettween darstellt. Letztlich muss sich jeder mit einem öffentlichen Twitter-Konto darüber im Klaren sein, dass publizierte Tweets von anderen zitiert werden könnten.

Bei Prominenten und Persönlichkeiten des öffentlichen Interesses kann man davon ausgehen, dass sie sich ihre Twitter-Äußerungen gut überlegt haben und in Kauf nehmen, dass diese von Medien aufgegriffen werden. Aber gilt Gleiches auch für Personen wie du und ich? Was meint ihr?

Update: Leser “drikkes” verweist in einem Kommentar auf QuoteURL, das in eine ähnliche Richtung geht und in freier Wildbahn so aussieht.

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14 Kommentare

  1. laune_
    schrieb am 30. Juni 2010 um 16:12 Uhr (#)

    Ihr habt bei dem Link zu “Bettween” den Doppelpunkt nach dem HTTP vergessen. Man wird nämlich wieder zu Netzwertig redirected.

    Ansonsten schöner Artikel! =)

  2. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 30. Juni 2010 um 16:14 Uhr (#)

    Ah, danke für den Hinweis!

  3. drikkes
    schrieb am 30. Juni 2010 um 16:49 Uhr (#)

    Was kann die Seite denn genau mehr als das altbekannte
    http://www.quoteurl.com/ ?

  4. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 30. Juni 2010 um 16:54 Uhr (#)

    Na ob das nun so “altbekannt” ist… sieht nicht schlecht aus, ist aber mehr manuelle Arbeit und scheint weniger für das Darstellen von Konversationen sondern für das Gruppieren von einzelnen Tweets auf einer gemeinsamen Seite gedacht zu sein.

  5. drikkes
    schrieb am 30. Juni 2010 um 17:06 Uhr (#)

    Mit Bezug auch auf Deinen Tweet: Gerade die Formulierung

    Bisher war es allerdings nicht möglich, eine derartige Konversation auf Seiten außerhalb von Bettween einzubetten. Doch ein Upgrade liefert genau dieses Feature und verleiht der Browseranwendung damit endgültig den Status einer essenziellen Twitter-Applikation.

    hört sich an, als wäre so etwas noch nie dagewesen. Ich habe quoteurl beispielsweise in diesem Post vom 12. März verwendet.

  6. Sebastian Voss
    schrieb am 30. Juni 2010 um 17:09 Uhr (#)

    Hallo Netzwertig-Team,

    Das Problem ist doch schon lang gelöst. Spätestens seit der zweiten Version von Hootsuite, die dieses Feature frei Haus anbietet. Wie viele Insellösungen soll ich denn noch nutzen! ;-)

    Besten Gruß,
    Sebastian

  7. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 30. Juni 2010 um 17:11 Uhr (#)

    @ drikkes
    Und für eine derartige Ergänzung bin ich dir auch sehr dankbar!

    Du brauchst nur nicht voraussetzen, dass alle auf dem selben Kenntnisstand sind wie du. “altbekannt” definiere ich zumindest, als wenn mindestens die Hälfte aller Twitter-User dieses Tool kennen würde. Ich behaupte, dem ist nicht der Fall ;)

    @ Sebastian Voss
    Hootsuite ist doch ein Twitter-Client. Kannst du mit dem Twitter-Konversationen in Website einbetten?

  8. drikkes
    schrieb am 30. Juni 2010 um 17:13 Uhr (#)

    Ja, “altbekannt” ist wohl etwas zu hochgegriffen gewesen.

  9. Meeresbiologe
    schrieb am 30. Juni 2010 um 18:37 Uhr (#)

    Kleine Anregung am Rande: Wäre gut, wenn die wichtigsten Links zum Thema nochmal gesondert am Ende aufgeführt werden könnten. Damit man sie schneller findet und nicht extra im Text suchen muß. Hier natürlich z.B. zuallererst der Link zu Bettween. (Macht Spiegel Online wohl auch so ähnlich.)

  10. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 30. Juni 2010 um 18:39 Uhr (#)

    Interessante Anregung… wird evaluiert, danke!

  11. Manuel
    schrieb am 1. Juli 2010 um 09:08 Uhr (#)

    Hm, da kann ich den Profis ja gleich mal eine Frage stellen! ;-) Sind bei Twitter Konversationen öffentlich, also kann die jeder mitlesen? Entstehen wenn Max und Fritz diskutieren nicht viele Tweets die weder die Follower von Max noch von Fritz interessieren? Und wenn jemand nur Max folgt sieht er doch nur die Hälfte der Konversation?

  12. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 1. Juli 2010 um 09:11 Uhr (#)

    Jeder Twitter-Nutzer kann festlegen, ob Tweets öffentlich oder privat publiziert werden soll. Wählt man “privat”, muss man seine Follower bestätigen, bevor diese die eigenen Tweets sehen können.

    Bettween funktioniert somit nur für öffentliche Twitter-Accounts.

  13. drikkes
    schrieb am 1. Juli 2010 um 09:49 Uhr (#)

    @Manuel: Das praktische ist ja, daß man auch öffentliche Dialoge nicht nur halb, sondern gar nicht mitbekommt, wenn man nur einem von beiden Twitterern folgt. Das liegt daran, daß ein dem Tweet vorangestelltes “@Username” nur dann in meiner Timeline auftaucht, wenn ich auch diesem User folge und nicht nur dem, der diesen an jemand anderen gerichteten Tweet geschrieben hat.
    Vielleicht sind Dir schon einmal Tweets untergekommen, die der Anrede “@Username” noch einen “.” voranstellen. Diese User halten selbst ihre spezifischen Antworten für so wichtig, daß jeder ihrer Follower die Konversation mit einem einzelnen mitbekommen sollte.

  14. Manuel
    schrieb am 1. Juli 2010 um 11:20 Uhr (#)

    Danke für die Antworten, jetzt ist einiges klar! Habe eben keinen Twitter-Account, sondern schau mir nur manchmal Tweets eines Users über den Browser an. Dort habe ich eben jeweils auch die “halben Konversationen” gesehen und mich gefragt was das soll.

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