Meetup Everywhere:
User Generated Content
für’s reale Leben

Der US-Dienst Meetup Everywhere ermöglicht die Organisation von Events durch die eigene Community. Er verlängert so das Konzept des Social Web mit Followers, Fangruppen und User Generated Content ins reale Leben.

Es gibt sie noch, diese vollkommen simplen und genau deshalb so bestechenden Ideen, die bisher von niemandem erfolgreich verwirklicht wurden. Und es gibt sie auch noch, wirklich “soziale” Konzepte, welche sich die Stärken des Netzes zunutze machen, um Menschen im realen Leben zusammenzubringen. Meetup Everywhere ist beides.

Bereits im Jahr 2002 wurder der US-Service Meetup gegründete, das laut eigener Aussages größte Netzwerk für lokale Gruppen der Welt. Es zählt rund 7,2 Millionen Mitglieder, die sich in 79.000 Gruppen organisieren und in deren Rahmen zu regelmäßigen Treffen, so genannten “Meetups”, verabreden.

Kürzlich hat das Unternehmen aus New York mit Meetup Everywhere einen neuen Service gestartet, der schnell zum Gesprächsthema in der Tech- und Bloggerszene wurde und den Coolness-Faktor von Meetup deutlich erhöht.

Mit Meetup Everywhere können Unternehmen, Organisationen sowie Individuen unter ihrer persönlichen Marke überall auf der Welt so genannte Meetups initieren lassen. Die Betonung liegt auf “lassen”, denn statt als Veranstalter selbst die Planung für Zusammenkünfte in London, Paris, Tokyo, Berlin, San Francisco und New York zu übernehmen, legt man diese Aufgabe in die Hand der eigenen Community.

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Nachdem der Initiator den Aufruf für ein Meetup-Event gestartet und einen entsprechenden Eintrag auf der Website von Meetup Everywhere angelegt hat, können Kunden/Fans/Follower in diesem Rahmen ein eigenes, lokales Meetup an einem beliebigen Ort dieser Welt organisieren und ihre Kontakte und Freunde dazu einladen. Sämtliche auf diese Weise gestarteten Veranstaltungen werden auf dem Meetup-Profil des Initiators gesammelt dargestellt.

Neben Mashable und Foursquare setzt auch TechCrunch auf Meetup Everywhere und hat den Dienst für seine globale Geburtstagsparty zum fünfjährigen Bestehen erstmalig getestet. Leser der Site veranstalteten parallel zur Feier im TechCrunch-Büro 360 Meetups überall auf dem Globus mit ingesamt 4.400 Teilnehmern. Jedem stand dabei frei, ein eigenes TechCrunch-Treffen anzuschieben. Die einzige, vom TechCrunch-Team gemachte Voraussetzung: Die Veranstaltungen mussten kostenlos sein und durften keinem Profitinteresse dienen.

Auch das von uns sehr geschätzte Berliner Startup SoundCloud hat gerade einen Meetup-Aufruf gestartet und animiert seine musikverrückten Nutzer, lokale Treffen zu vereinbaren, um sich im realen Leben kennenzulernen und auszutauschen.

Meetup Everywhere ist in meinen Augen eine der besten Ideen seit langer Zeit. Das Konzept stellt die Verlängerung des Social Web mit seinem Follower-Prinzip, seinen von Nutzern erstellten Fangruppen und seinem User Generated Content ins reale Leben dar. Der Service spart Initiatoren nicht nur viel Arbeit, sondern engagiert den loyalen Anhang, bindet ihn näher an die eigene Organisation und hilft dabei, die eigene Botschaft oder Marke zu verbreiten.

Um als Firma oder Person von Meetup Everywhere profitieren zu können, ist eine große und treue Zahl von Kunden bzw. Anhängern sowie ein positives Image unbedingt Voraussetzung. Der Veranstaltungsaufruf von gerade gestarteten Startups, von völlig unbekannten Bands, von Twitter-Nutzern mit ein paar Hundert Folgern oder vom gerade wenig beliebten Ölriesen BP würde mit Sicherheit ins Leere gehen oder im Falle von viel kritisierten Firmen wahrscheinlich sogar für spontane Protestaktionen genutzt werden.

Genau deshalb könnte sich Meetup Everywhere als hervorragender Qualitätsmesser für Unternehmen, Organisationen und ambitionierte, Aufmerksamkeit suchende Individuen eignen, die so lange hart arbeiten, bis sie sich eine Gefolgschaft aufgebaut haben, die über Meetup Everywhere ihnen zu Ehren Treffen organisiert. Meetup Everywhere belohnt die und hilft denen, welche die Erwartungen einer Zielgruppe erfüllen und übertreffen. Deshalb ist es eine so wunderbare Idee!

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1 Kommentar

  1. Sylvester Becker
    schrieb am 29. Juni 2010 um 17:45 Uhr (#)

    Was Meetup Everywhere so bequem macht: man kann mit Facebook einloggen!

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