iOS 4 und Multitasking:
Neue Chancen für die Cloud
Lokal auf einem Gerät abgespeicherte Dateien werden immer mehr zur Produktivitätsbremse. Onlinespeicherdienste wie Dropbox in Kombination mit dem neuen iPhone-Betriebssystem iOS 4 können Cloud Computing vorantreiben.
In der Kommentardiskussion wurden unter anderem Funktionen wie WebDav und Remote-Upload erwähnt, aber es liegt auf der Hand, dass techniklastige Ansätze wie diese nicht die finale Lösung sein können.
Geändert hat sich seit meinem Beitrag vom Mai 2009 nicht viel. Die bekannten Online-Storage-Services bieten eine solche Option weiterhin nicht an. Das Download-Mediacenter put.io zeigte hingegen gute Ansätze, beschränkt sich aber auf das “Herunterladen” von Torrents und Rapidshare-Dateien in den persönlichen put.io-Speicher und ist kostenpflichtig.
Mit etwas Glück könnte mein Wunsch zumindest in abgewandelter Form nun aber doch in Erfüllung gehen: Dem neuen iPhone-Betriebssystem iOS 4 sei Dank, das den partiellen Parallel-Betrieb mehrerer Applikationen erlaubt (Multitasking).
Bleiben wir bei Dropbox, dem wohl populärsten aller Onlinespeicher und Sync-Lösungen (und auch meinem bevorzugten Tool): Dropbox bietet seinen Anwendern Applikationen für iPhone und iPad sowie seit kurzem auch für Android. Dropbox war einer der ersten Dienste, der eine an iOS 4 angepasste Version seiner Anwendung an Apple übermittelte, und kann nach dem seit heute erhältlichen Update auf das neue iPhone-Betriebssystem im Hintergrund bestimmte Aktivitäten durchführen, während parallel eine andere App läuft.
Was wäre also, wenn die Dropbox-Applikation es ermöglichen würde, Dateien aus dem Safari-Browser – die sich ohnehin in vielen Fällen nicht mit dem iPhone herunterladen lassen – direkt in den persönlichen Dropbox-Speicher zu befördern? Ich sähe das als enorme Verbesserung der Dropbox-Applikation, denn es geschieht häufiger, dass ich mir einen Download-Link per E-Mail schicke, um die Datei dann später vom Notebook herunterzuladen.
Angesichts der großen Konkurrenz im Markt für Cloud-Anbieter wäre es nach der Implementierung bei einem Anbieter nur eine Zeitfrage, bis sich ein derartiges Feature zum Standard bei den meisten Diensten entwickeln würde, auch auf anderen mobilen Plattformen. Und ich hätte endlich meine Funktion für den Cloud-to-Cloud-Download, wenn auch vorerst beschränkt auf das Smartphone – wobei es da ohnehin am nützlichsten ist.
Auf Anfrage erfuhr ich von einem Dropbox-Mitarbeiter, dass ein derartiges Feature nun tatsächlich technisch realisierbar wäre. Er verwies allerdings auf Beschränkungen in Bezug auf die von einer App im Hintergrund behandelte Datenmenge beim iOS, weshalb zumindest das “Importieren” mehrerer Dateien aus Safari in die im Hintergrund laufende Dropbox-App derzeit nicht machbar sei. Etwas seltsam ist diese Antwort allerdings, da der Datei-Import letztlich vollständig auf den Dropbox-Servern stattfinden würde, komplett losgelöst von der Applikation.
Die Integration von neuen Funktionen läuft bei Dropbox nach einem interessanten Verfahren: Nutzer publizieren Feature-Wünsche, die andere Usern mit einem Vote unterstützen können. Die beliebtesten Vorschläge werden schließlich umgesetzt. Ich habe einen entsprechenden Feature-Eintrag angelegt und würde mich über Unterstützer freuen!






















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Gute Idee, diese Funktion gefällt mir.
Man könnte das ganze aber auch etwas weniger elegant ohne Multitasking lösen:
1) Mit Safari zu gewünschter Seite navigieren
2) Download Link kopieren
3) Dropbox app öffnen und den “+”-Button drücken
4) Dort würde neben der Möglichkeit Lokale Photos hoch zu laden noch ein weiterer Button erscheinen betitelt mit: “Import URL” oder so etwas
5) Link aus Safari einfügen
6) Dropbox lädt die Datei auf ihre Server
7) Fertig.
Stimmt, es wäre mit einem einfachen “Import URL”-Feature getan.
Eine Berücksichtigung der Multitasking-Funktion würde das ganze eben noch komfortabler machen.
Und was macht es für einen Unterschied, ob die Datei nun auf dem Dropbox Speicher liegt, oder ob ich aufm Notebook auf den Link klicke, den ich per EMail bekommen habe und direkt vom Ursprung herunterlade? Die paar Sekunden, die das länger dauert kann man wohl noch verschmerzen. Unter “Produktivitätsbremse” verstehe ich etwas anderes.
Was der Dropbox-Entwickler vermutlich meint ist, dass die Datei zuerst auf das iPhone geladen werden muss und von dort erst wieder auf den Dropbox-Server.
Das Problem sind irgendwie zugangsbeschränkte Dateien. Nur der Safari hat das Benutzername/Passwort-Paar bzw. die aktuelle Session.
Ja in so einem Fall hat er mich falsch verstanden. Denn das soll natürlich nicht geschehen, gerade auch angesichts der üblichen Trafficbegrenzungen für mobile Datenverbindungen.
Also die Dropbox-App speichert die Zugangsdaten, insofern sollte es eigentlich kein Problem sein, einen Link aus dem Safari an die App zu übergeben.