Twitter Places:
Twitter macht Ernst
mit ortsbasierten Features
Twitter hat Places gelauncht, eine neue Funktion, um Tweets mit genauen Ortsangaben zu versehen.
Während man Tweets über die Twitter-Website schon länger mit einer Koordinate versehen konnte, erweitert die am am Montagabend offiziell gelaunchte Places-Funktion diese um tatsächliche Orte. Mit Twitter Places lassen sich fortan Tweets mit der Location versehen, von der diese abgesendet werden. In einem Blogeintrag nennt Twitter dazu als Beispiel die aktuellen Stadien der Fußball-Weltmeisterschaft, die User vor Ort als zusätzliche Information an ihre Tweets anhängen können.

Nutzer haben die Möglichkeit, auf den zu einem Tweet angegebenen Ort zu klicken und sich andere Twitter-Nachrichten anzeigen lassen, die auch von dort geschickt wurden. Eine verbreitete Nutzung von Places vorausgesetzt, könnte die neue Funktionen in Zukunft einen äußerst einfachen Zugang zu Personen ermöglichen, die sich in der Nähe nachrichtenrelevanter Ereignisse befinden.
Twitter hat sich entschieden, mit zwei bestehenden Location-Diensten zusammenzuarbeiten, um die von deren Anwendern bereits bei Twitter veröffentlichten Standortangaben in Places einfließen zulassen. User, die bei Twitter auf eine Ortsangabe klicken, sehen daher nicht nur über Twitter abgesetzte Updates mit Location-Informationen, sondern auch öffentliche Tweets von Foursquare- und Gowalla-Benutzern, die über Aufenthaltsorte informieren.
Diese Kooperation sollte jedoch nicht über den Fakt hinwegtäuschen, dass Twitter mit Places recht deutlich in Konkurrenz zu ortsbasierten mobilen Services tritt. Dennoch ist es für Foursquare und Gowalla sinnvoller, User-Check-Ins über Twitter Places aggregieren zu lassen und so die eigene Sichtbarkeit zu erhöhen, als Twitter die kalte Schulter zu zeigen.
US-User können Places ausprobieren, sobald Twitters Server wieder arbeiten. In 65 weiteren Ländern wird das Feature in den nächsten Wochen scharf geschaltet. Zu Beginn lässt sich Places über die stationäre und mobile Twitter-Website verwenden, eine Integration in die API soll folgen, damit auch externe Clients auf die Funktion zugreifen können. Und das vielleicht Wichtigste zuletzt: Den Schilderungen von Twitter entnehme ich, dass die Places-Option opt-in ist , d.h., dass sie auf Wunsch aktiviert werden muss. Gerade von Facebook sind wir da mittlerweile ja (leider) anderes gewöhnt.

























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