Innovatives Musik-Startup:
Ein erster Blick auf UJAM

UJAM macht aus jedem noch so unmusikalischen Menschen einen Komponisten. Wir konnten einen ersten Blick auf den noch nicht öffentlich zugänglichen Dienst werfen.

Auch wenn UJAM, ein Musik-Startup mit Sitz im Silicon Valley und der Entwicklungsabteilung in Bremen, auf der jüngst durchgeführten TechCrunch Disrupt-Konferenz am Ende “nur” auf den zweiten Platz kam und Soluto den Vortritt lassen musste, so war es dennoch der Publikumsliebling.

Nachdem wir UJAM hier bereits kurz vorgestellt hatten, erhielt ich gestern eine Einladung für den in der geschlossenen Alpha-Phase befindlichen Dienst und habe ihn natürlich sofort ausprobiert.

UJAM erlaubt es jedem Menschen, (kurze) Musikstücke zu “komponieren”, die klingen, als hätte man ein ganzes Orchester oder eine umfangreiche Producer-Ausrüstung bei sich zu Hause. Stattdessen benötigt man lediglich die eigene Stimme sowie einen Rechner mit Mikrofon.

Statt Instrumente spielen oder singen können zu müssen, reicht es bei UJAM aus, eine Melodie ins Mikro zu summen oder zu pfeifen. Der UJAM-Editor konvertiert die aufgenommenen Geräusche automatisch in digitale Töne, die klingen, als kämen sie von einem Instrument. Zum Start ist stets ein Piano augewählt, aber UJAM bietet Dutzende unterschiedliche Instrumente, die jeweils mit einen Klick die zuvor eingesummte oder eingepfiffene Melodie wiedergeben. Hier einige Beispiele:

Original (erkennt ihr die Melodie?)

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

E-Gitarre

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Trompete

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Synthesizer

Musikvideo: Adobe Flash Player (Version 9 oder höher) wird benötigt um dieses Musikvideo abzuspielen. Die aktuellste Version steht hier zum herunterladen bereit. Außerdem muss JavaScript in Ihrem Browser aktiviert sein.

Das “Einspielen” der Melodie klappt mal mehr, mal weniger gut. Etwas Geduld ist auf jeden Fall empfehlenswert. Mit der “Smart Fix”- und der “Refine Melody”-Funktion lässt sich das eventuell etwas schief klingende Resultat zum Glück im Nachhinein noch verfeinern.

Wer mehr möchte als eine mit dem Wunschinstrument gespielte Melodie, kann das Sample mit einem Stil hinterlegen. Auch hier bietet UJAM eine umfangreiche Auswahl an Stilen, von Disco über Rock Band bis hin zu Hard Trance. Nutzer können den gewählten Stil anschließend noch händisch manipulieren, bevor er der Melodie hinzugefügt wird. Das Resultat lässt sich für späteres Bearbeiten abspeichern oder als MP3 herunterladen.

Musikalisch bewanderte User können Songs natürlich auch einsingen oder mit einem Instrument einspielen.

Dass sich UJAM in der geschlossenen Alpha-Phase befindet, ist sinnvoll – noch funktioniert nicht alles reibungslos. Dennoch vermittelt der Service bereits sehr gut, was mit ihm in Zukunft alles möglich sein wird. Beispielhafte Anwendungsszenarien sind z.B. selbst komponierte Klingeltöne oder Soundtracks und Jingles für Videos oder Podcasts. Auch für Musiker und Firmen, die Fans/Konsumenten in Wettbewerbe und kreative Gewinnspiele einbinden wollen, dürfte UJAM interessant sein.

Geld verdienen möchte UJAM unter anderem durch eine Premium-Version des Dienstes, durch Partnerschaften und Werbekooperationen sowie durch das Bereitstellen von kostenpflichtigen APIs für externe Dienstleister und Services. Zu den Mitbegründern von UJAM gehören unter anderem die R’n’B-Ikone Pharrell Williams und der deutsche, in Hollywood tätige Starkomponist Hans Zimmer.

Wer den definitiv kurzweiligen Service ausprobieren möchte, kann auf der Website seine E-Mail-Adresse hinterlassen. Wir haben angefragt, ob wir einige Einladungen für euch bekommen können, und warten auf eine Antwort.

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