Die Folge der Facebook-Dominanz:
Deutsche Social Networks
am Scheideweg

Schweden war eines der ersten Länder, in denen Social Networking ein Massenphänomen wurde. Doch im Sommer werden die zwei einstigen nationalen Marktführer Geschichte sein – von Facebook an die Wand gedrängt. Für deutsche Anbieter verheißt das nichts Gutes.

Schweden ist eines der Länder dieser Welt, das am frühesten vom Social-Networking-Boom erfasst wurde. Bereits in der zweiten Hälfte der 90er Jahre starteten die Vorgängerversionen zweier Dienste, die sich nach der Jahrtausendwende zu den Stars am nationalen Internethimmel entwickeln sollten: Lunarstorm und Playahead.

Schon im Jahr 2001 verzeichnete Lunarstorm 600.000 Mitglieder – immerhin knapp sieben Prozent der schwedischen Bevölkerung. Und dabei richtete sich der Dienst wohlgemerkt nur an Teenager.

Im Jahr 2006 erreichten Lunarstorm und Playahead ihren jeweiligen Höhepunkt. Lunarstorm wurde in einer einzigen Woche im Frühjahr 2006 von 1,7 Millionen Besuchern angesteuert, kurz darauf erreichte Playahead mit knapp 600.000 wöchentlichen Besuchern ein Allzeithoch (übersetzter Link). In der Folge wurden beide Sites von schwedischen Medienunternehmen aufgekauft (Lunarstorm für rund 17 Millionen Euro, Playahead für ca. 10 Millionen Euro).

Und heute? Playahead ist seit Anfang März geschlossen. Von Lunarstorm, das noch rund 100.000 Besucher pro Woche erreicht, kam dieser Tage der Bescheid, dass bei dem Netzwerk im Sommer die Lichter ausgehen werden (übersetzter Link) Von den einstigen Aushängeschildern der frühzeitig entstandenen schwedischen Internetwirtschaft sind damit in Kürze nur noch Erinnerungen übrig (Ablösung steht jedoch bereit).

Offensichtlicher kann der Niedergang nicht sein
Offensichtlicher kann der Niedergang nicht sein

Über den Grund für den Niedergang der zwei Communitys nach dem Erfolgsjahr 2006 muss man nicht lange spekulieren: Facebook kam und wies die lokalen Anbieter schnell in ihre Schranken. Denn auch was die Begeisterung für Facebook betrifft, war Schweden etwas schneller als die meisten anderen Länder.

Im Sommer 2007 beschrieb ich die damals gerade ausgebrochene Facebook-Euphorie im hohen Norden. Bereits einige Monate später war die Zahl der Facebook-Mitglieder in Schweden auf knapp eine Million hochgeschnellt – was einer Penetration von mehr als zehn Prozent entspricht. Ein Wert, den Deutschland jetzt erst erreicht hat! Mittlerweile sind etwas mehr als 43 Prozent aller Schweden bei Facebook.

Facebook hat Lunarstorm und Playhead ins Verderben getrieben. Angesichts der Tatsache, dass Schweden sowohl mit dem Boom sozialer Netzwerke als auch in Hinsicht auf den Erfolg von Facebook europäischer Early Adopter war und diese Phänomene jeweils einige Jahre später die meisten anderen Länder ereilten, halte ich die schwedische Entwicklung für einen Hinweis auf das, was demnächst auch den deutschen Markt betreffen wird: ein Verschwinden und eine Marginalisierung ehemals großer sozialer Netzwerke.

Eine Prognose darüber, welche Anbieter es treffen könnte, halte ich für schwierig. Aber die folgende Google-Statistik verdeutlicht an vier Beispielen, wie auch hierzulande (wie im Prinzip überall auf der Welt) die Kluft zwischen Facebook und den lokalen Anbietern größer wird.

Die Kluft zwischen Facebook und den Wettbewerbern wächst
Die Kluft zwischen Facebook und den Wettbewerbern wächst

Trotz aller Kritik an Facebook ist ein Ende des Wachstums gerade in einem noch relativ gering penetrierten Markt wie Deutschland äußerst unwahrscheinlich. Auf die hiesigen Social Networks kommen harte Zeiten zu. Mein persönlicher Ratschlag: Lieber jetzt handeln und eine Diversifizierung einleiten (wie es z.B. studiVZ versucht), als abzuwarten und auf ein Wunder zu hoffen. Denn klar ist auch: Selbst wenn Facebook eines Tages aus irgendwelchen Gründen nicht mehr der tonangebende Dienst sein sollte, so wäre dies nicht die Rückkehr der Nutzer zu nationalen Netzwerken. Dazu ist die Globalisierung zu weit vorangeschritten.

(Illustration: stock.xchng)

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28 Kommentare

  1. Ewan
    schrieb am 10. Juni 2010 um 12:14 Uhr (#)

    Facebook hat auch das größte SNS Taiwans, wo ich herkomm auf den 2ten Platz verdrängt. Aber Gott sei dank kommt FB den Festland-chinesischen Market wegen politischen Beschränkung gar nicht rein, und wegen unterschiedlichen kulturellen Entwicklungen hat FB in Japan (Mixi) und Korea (cyworld) noch geringe Chance.

  2. Dirkl
    schrieb am 10. Juni 2010 um 12:24 Uhr (#)

    Ich denke von den Plattformen in Deutschland wird sich das B2B-Netwerk XING halten, da es sich mit Erfolg spezialisiert hat. Aber wer weis, vielleicht kauft Facebook dann einfach irgendwann XING oder wer sonst noch da ist auf. Ansonsten sehe ich es wie Martin, Facebook wird den Rest marginalisieren – jedenfalls sofern es seine Hausaufgaben hinsichtlich Datenschutz macht: da legen wir ja in Deutschland ja ganz besonders Wert drauf

    1. Oliver Springer
      schrieb am 10. Juni 2010 um 12:33 Uhr (#)

      Xing passt nicht gut zu Facebook. Da wäre eine Übernahme durch LinkedIn sinnvoller. Aber ich hoffe, dass es dazu nicht kommt. Xing finde ich wesentlich ansprechender.

      Die Spezialisierung bietet Xing weiterhin gute Chance, sehe ich auch so. Für Xing ist es gerade wichtig, anders zu sein als Facebook.

  3. Tom
    schrieb am 10. Juni 2010 um 12:36 Uhr (#)

    Es sind jetzt in StudiVZ schon sicher mehr als 20% nur mehr Zombi Accounts von Leuten die schon ewig nicht mehr online waren.

  4. Dirkl
    schrieb am 10. Juni 2010 um 12:38 Uhr (#)

    Ja, LinkedIn wäre der bessere Partner. Aber ich denke die Grenzen zwischen privater und geschäftlicher Nutzung der sozialen Netzwerke verschwindet immer mehr, und immer mehr Unternehmen machen sich auch auf Facebook breit. Von daher wird es zu irgendeiner Form von Marktkonsolidierung kommen mit offenem Ausgang und abhängig von den finanziellen Ressourcen der Teilnehmer.

    1. Oliver Springer
      schrieb am 10. Juni 2010 um 12:45 Uhr (#)

      Ja, eine wirkliche Trennung von privaten und geschäftlichem Online-Leben halte ich auch für illusorisch. Aktuell jedenfalls erfüllt Xing wesentlich besser die Bedürfnisse als B2B-Netzwerk.

      Die Präsenz von Unternehmen auf Facebook ist aus B2C-Sicht wichtig.

  5. Oliver Springer
    schrieb am 10. Juni 2010 um 12:42 Uhr (#)

    Spezialisierung ist eine Möglichkeit, um zu überleben. Eine andere Möglichkeit kann darin liegen, die Unabhängigkeit aufzugeben und Teil eines anderen Unternehmens zu sein, etwa einer Zeitungsgruppe, gerade bei regional starken Sozialen Netzwerken sollte das interessant sein.

    Bei allem Pessimismus: Der deutsche Markt bzw. der deutschsprachige Markt ist wesentlich größer als der schwedische. Das ist ein wesentlicher Faktor.

  6. Kiwi
    schrieb am 10. Juni 2010 um 13:22 Uhr (#)

    Den Artikel finde ich gut – das war mir einen Klick auf den Flattr-Button wert :)

    Dazu ist die Globalisierung zu weit vorangeschritten.

    – ein sehr interessanter Aspekt, wie ich finde. Da sieht man, wie die Globalisierung voranschreitet…

  7. Jan
    schrieb am 10. Juni 2010 um 14:27 Uhr (#)

    Wirklich sehr ausführlich beschrieben.

    Der Vortrag von studiVZ auf der diesjährigen next! in Berlin hat auch gezeigt, warum facebook so boomt – die VZ-Gruppe ist einfach zu langsam, zu unbeweglich und kommt erst jetzt auf den Stand, wo facebook schon lange ist (Apps, Bezahlmodelle für Apps, Newsstream etc.) Das macht studiVZ & Co. für die Werbungtreibenden Unternehmen auch weniger interessant und deshalb engagieren sich alle auf facebook.

  8. derfototim
    schrieb am 10. Juni 2010 um 14:30 Uhr (#)

    Ich kann die Dämonisierung von Facebook nicht so recht nachvollziehen. Klar ist der Dienst größer als andere, und klar verdrängt er damit andere – aber: Ist das nicht eine Entwicklung, die den banalsten Gesetzen der Wirtschaft folgt? Was gut ist, wird gekauft, was schlecht ist, nicht. Im Bereich der Social Networks kommt hinzu, dass man ja mehrere Angebote “kaufen” kann. Wenn also diverse Plattformen an den Rand gedrängt werden, dann liegt das zunächst einmal an ihrem eigenen Unvermögen, ihrem Publikum ein attraktives Angebot zu unterbreiten. Wenn ich mir jetzt Angebote wie Lokalisten oder WKW anschaue – die sind mir (als Nutzer) viel zu unübersichtlich und unkomfortabel, als dass ich mich da anmelden müsste, wenn ich bessere Alternativen habe.

    Naürlich ziehen Netzwerke ihren Wert auch aus dem Pool bereits angemeldeter Mitnutzer, und es ist klar, dass mich eine schlechte Plattform auch dann halten kann, wenn dort alle meine Freunde sind, während bei der (in meinen Augen) besseren Konkurrenz niemand angemeldet ist, den ich kenne. Allerdings bin ich fest davon überzeugt, dass über kurz oder lang auch andere die Vorzüge der Konkurrenz wahrnehmen – und das führt vermutlich eher zu einer Hinwendung zu beiden als zu einer Abwanderung von einer Plattform, in der man bereits gut und erfolgreich vernetzt ist.

    Zum Thema Globalisierung: Ein interessanter Aspekt, klar. Allerdings nehme ich an, dass regionale Netzwerke, wie etwa von stayblue konzipiert (oder eine Regionalisierung, wie sie Studi.VZ in Teilen in Form der Hochschulfokussierung betreibt)zukünftig noch erheblich an Bedeutung gewinnen können. Denn, letztlich: Was bringt es, mich mit Personen aus der ganzen Welt austauschen zu können, wenn ich keine Verabredung zum Flohmarkt um die Ecke finde, weil niemand aus meiner Stadt erreicht wird? Aber auch hier ist Doppelnutzung das Stichwort: Eine große Community, in der irgendwie “jeder” ist und mittels der man mit Bekannten aus der ganzen Welt Kontakt halten kann – und das kleine, gemütliche, regionale Wohnzimmer. (Dafür spricht btw. auch, dass Communities ja gerne regionale Schwerpunkte haben – in meiner Gegend etwa sind Lokalisten nahezu unbekannt, anderswo sind sie DAS Netzwerk.)

    Just my 2 Cents
    Grüße

  9. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 10. Juni 2010 um 14:34 Uhr (#)

    @ derfototim
    Ich denke, sowohl international als auch lokal/regional wird zukünftig funktionieren. Nur Social-Web-Dienste mit nationaler Ausrichtung werden es schwer haben. Denn dort hat man weder die lokalen Vorteile (wie dein Flohmarkt-Beispiel), noch die Möglichkeit, sein gesamtes Kontaktnetz (das eben nicht nur aus Personen in Deutschland besteht) zu vereinen.

  10. ben_
    schrieb am 10. Juni 2010 um 14:38 Uhr (#)

    Das tragische an Facebook ist ja, dass sein Aufstieg, der Beweis für die (nicht unwahrscheinliche Möglichkeit) seines Untergangs ist. Ich erinnere mich noch gut an Zeiten in denen MySpace exakt die gleiche Rolle hatte wie Facebook heute, wenn auch nicht mit der gleichen Reichweite. Das aktuelle Verhältnis von MySpace und Facebook lässt auch für Facebook keine gute Zukunft erahnen, denn offensichtlich hat Benutzerzustrom viel mehr mit Mode zu tun als mit Funktionen, Datenschutz oder sonst irgendwelchen harten Fakten.

  11. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 10. Juni 2010 um 14:43 Uhr (#)

    Du sagst es ja selbst – die Rolle war eben nicht exakt die gleiche, weil MySpace nicht annähernd die selbe Verbreitung hatte wie Facebook heute. Der Lock-In-Effekt bei Facebook ist viel viel größer. Was es ja derzeit so schwierig macht, dem Dienst den Rücken zu kehren – selbst wenn man wöllte.

    In diesem Artikel hatte ich unter anderem beschrieben, warum ich nicht der Meinung bin, dass sich hier Parallelen ziehen lassen.

    1. ben_
      schrieb am 10. Juni 2010 um 18:49 Uhr (#)

      Ich hatte auch überlegt, ob ich mich dazu überhaupt äußern soll, weil ich ja weiß, dass wir in dem Punkt unterschiedlicher Meinung sind. Ich sollte mir mal einen Termin in 5 Jahren anlegen und dann hier noch mal vorbei schauen. :)

    2. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 10. Juni 2010 um 18:58 Uhr (#)

      Halt! Ich sage nicht, dass nicht Facebook in fünf Jahren abgelöst sein könnte.

      Ich persönlich bin nur der Ansicht, dass die Gründe dafür nicht die selben sein würden wie bei MySpace. MySpace war lediglich ein Trend. Facebook ist mehr als ein Trend, es ist für viele Menschen Teil ihres sozialen Lebens. Wie das Telefon z.B.

      Was Facebook zum Verhängnis werden könnte, ist die Macht, der Missbrauch dieser Macht und das daraus resultierende Misstrauen der Nutzer.

    3. ben_
      schrieb am 11. Juni 2010 um 09:29 Uhr (#)

      *hihi*

      Na, ich hab ja auch nicht gesagt, dass Du gesagt hättest, dass Facebook in fünf Jahren nicht abgelöst sei (Du weißt, was ich meine). Ich bin halt gespannt, was wir in 5 Jahren sagen werden, was Facebook war und warum es nicht mehr ist, wenn es denn nicht mehr ist, wovon ich ausgehe. :)

      Aber ich sag’s mal so: Wir können ja eh nicht vorspulen und in der Zeit dazuwischen werden wir ja auch weiter über Facebook reden, darum ist die Idee ja auch ein bisken albern. Aber albern mag ich. ;]

  12. Neotopia
    schrieb am 10. Juni 2010 um 15:47 Uhr (#)

    Allein, das Facebook sich im gesamten Internet festkrallen möchte, damit es überhaupt nicht mehr entfernt werden kann, unterscheidet Facebook von MySpace. MS konntest du einfach den Rücken kehren, es war nur diese eine Webseite. Facebook treffe ich mittlerweile auf 50% meiner Webseiten an (Nachrichten, Communities, Entertainment…) – jeder integriert Facebook. Das Geschwür bekommen wir nicht mehr weg.

    Ja, bin kein Fan davon. Aber auch beuge mich den Druck, nachdem _alle_ meine Kontakte dorthin abgewandert sind… :-)

  13. mike
    schrieb am 10. Juni 2010 um 19:03 Uhr (#)

    studivz ist einfach zu statisch im vergleich mit facebook! – ich habe grad einen carrotmob organisiert, das ging alles über facebook, weil den gruppen bei studi, bis sich da eine neue nachricht verteilt hat, ist es alles schon gelaufen. studivz zieht zu spät nach, sie sollten lieber versuchen schülervz noch zu retten und es dynamischer gestallten. denn den kampf um die facebook zielgruppe haben sie schon verloren – bei mir auch – nur der datenschutz hatte mich noch aktiv da gehalten – den hat facebook jetzt “verbessert” und es nützt auch nicht, wenn bei studi kaum mehr jemand aktiv ist!

  14. Medienkanzler
    schrieb am 10. Juni 2010 um 20:56 Uhr (#)

    Facebook ist und bleibt mir unheimlich. Ich bin dabei, weil da die Musik spielt. Aber gut ist das nicht. Und ich halte mich vornehm zurück. Die Nische wird überleben – XING, und wer noch? Der Rest fällt der digitalen Globalisierung zum Opfer. Schlimmer noch als im richtigen Leben. Da gibt es noch kein Kartellamt und keine Monopolkommission….

  15. mike
    schrieb am 10. Juni 2010 um 21:20 Uhr (#)

    ehrlich gesagt bin ich mir nicht sicher warum es xing schaffen sollte. jungere leute sind da kaum zu finden, da sie erstmal das bezahlen abschreckt – xing müsst ein bezahlsystem erst mit erhalt eines jobs einführen, dann könnte das etwas werden. jedoch läuft bei mir so ziemlich auch alles geschäftliche über facebook oder halt email, ob mir es nun gefällt oder nicht, dass privat und geschäft immer mehr zusammenrücken.

    1. Medienkanzler
      schrieb am 11. Juni 2010 um 05:27 Uhr (#)

      @mike Ich finde jetzt mal gerade bei XING ist die Basis-Mitgliedschaft doch OK. Du kannst nicht so gut recherchieren und hast die Werbung, ein paar Features laufen nicht. Aber alles in allem kannst Du ziemlich viel unternehmen. Die Premium Mitgliedschaft ist allerdings ziemlich teuer. Wenn ich das aber z. B. mit stayfriends vergleiche – da kannst Du als nicht zahlendes Mitglied ja nicht einmal Kontaktdaten Deiner Kontakte sehen. Da bietet XING doch vergleichsweise viel.

      Die meisten Berufseinsteiger, mit denen ich so zu tun habe, haben eine XING-Basis-Mitgliedschaft. Auch einem Großteil der Fach- und Führungskräfte die ich kenne, reicht die Basis-Mitgliedschaft. Wenn jemand einen auf Premium macht, ist das in der Regel eine sehr bewusste Entscheidung.

      Gerade im reinen Business-to-Business-Umfeld ist XING sehr stark. Wettbewerber wie LinkedIn & Co. liegen – wenn man nur auf den deutschsprachigen Markt guckt – weit abgeschlagen. Ich denke schon, das XING eine Erfolgsstory ist und dass die auch weitergeht.

  16. kalito
    schrieb am 11. Juni 2010 um 11:22 Uhr (#)

    @Mike: verstehe wenn es dir nicht gefällt, wenn berufliches und privates vermischt werden! aber das hast du doch selbst in der Hand oder nicht? verstehe ich nicht ganz. ich zumindest versuche das strickt zu trennen. Es sei denn ich mache Projekte mit Leuten die auch meine “Analogen” Freunde sind ;)

  17. pilidr
    schrieb am 11. Juni 2010 um 13:50 Uhr (#)

    As a Swede, I read with interest (via G Translate) the DE perspective on SE communities.
    Where I disagree is the exclusive focus on FB as explanation – that you by implication cant do much about. As a founder of Lunarstorm said about the closure – ‘they have only themselves to blame (for not developing a good product & experience)’.

    Some datapoints –
    Lunarstorm & Playahead were already losing activity, and more importantly the “cool cachet” in 2006/7, before FB came on the scene.
    The reason for this can be discussed, but slow product development and greediness are common comments. – So VZ (too late?) and W-K-W need to avoid becoming “corporate”.. http://google.com/insight…04%2060m&cmpt=q

    Also notice that FB was initially not seen as the big competitor, but instead a local community called Biddagboken that exploded on the scene (“younger”, simpler – still a parallel market space in DE?). Bilddagboken was later bought by the Lunarstorm owners – and has been losing traffic quickly for the past year or so…

  18. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 11. Juni 2010 um 14:27 Uhr (#)

    Hi pilidr,
    I’m living in Stockholm since summer 2006 which is why I’m taking myself the freedom of discussing this with you ;) (so in fact the article is not really a DE perspective, rather a combined)

    I think the excuse of the Lunarstorm founder is lame, because it implies that they would have had the chance to remain a strong player against Facebook. And personally I don’t believe this.

    Facebook is and has been superior in several ways, have (and had) more resources, plus could offer something no national Swedish network could offer: An international audience. In my experiences, for the Swedes this is even more important than for Germans. I don’t think Lunarstorm or any other local Swedish player would have been able to compete with all this.

    I think, if you just put the facts on the table – the former leading networks in Sweden had their peak in 2006, started to lose users in 2007, which is exactly when Facebook started to grow. Now, Lunarstorm and Playahead are gone, and Facebook has a penetration of about 43 percent in Sweden…

    Is it too far fetched to make this connection? ;)

    Long story short: I don’t think any Swedish service would have been able to NOT lose users to Facebook. As it is the case in most other countries of the world.

    As far as I perceive Bilddagboken, their heavy focus on photos without many other featurs helped them to be “different” enough to survive the Facebook hype (so far).

  19. Meeresbiologe
    schrieb am 11. Juni 2010 um 16:05 Uhr (#)

    Gegen eine völlige Verdrängung nationaler Anbieter durch Facebook spricht m.M., dass sie nicht den ausreichenden Zugang zu einzelnen Nationen und deren Spezialitäten, Mentalitäten, Entwicklungen usw. haben. In Facebook mag man besser Feeds integrieren können, für mich bleibt es trotzdem ein recht fremdländisches und undurchschaubares Network. Vielleicht sollten sich hiesige Netzwerke wie MeinVZ, StudiVZ diese Feed- und andere Netzwerkmöglichkeiten bißchen abschauen. Die internationale Vernetzung hat zwar auch was für sich, aber für mich bleibt Facebook vorerst wie ein undurchschaubares, schwer zu ordnendes und dadurch leicht zumüllendes Buch mit 7 Sigeln

  20. Sebastian
    schrieb am 11. Juni 2010 um 19:35 Uhr (#)

    Hat einer von Euch schon mal ein “*VZ/lokalisten Connect” oder “*VZ/lokalisten Like” Button auf einer Webseite oder in einer iphone App gesehen. Ich nicht. Ich weiß nicht einmal, ob die überhaupt die Möglichkeiten dazu haben. Andererseits interessiert es auch keinen, ob es diese Möglichkeiten gibt.

    Facebook hat es uns, im Gegensatz zu den anderen Netzwerken, so viel einfacher gemacht Meinungen, interessante Inhalte usw. zu publizieren. Mit einem Klick kann ich z.B. diesen Artikel empfehlen…

    Und darin liegt wohl auch ein bisserl der Erfolg. In der Einfachheit, dass eigene soziale Umfeld zu erreichen.

  21. Jürgen B.
    schrieb am 20. Juni 2010 um 21:42 Uhr (#)

    facebook macht derzeit etwa 150 Millionen im Monat. Das ist sehr viel Geld. Mehr als die brauchen um die Seite zu unterhalten. Wenn die an die aktiven user nichts abgeben, wird facebook genauso untergehen wie myspace. Heute ist nun mal alles größer als vor paar Jahren. Im Grund ist jedes social network ein Wirtschaftsunternehmen und die user sind Kunden und wer die Kundenbindung außer Acht lässt, wird sich noch wundern. Doch selbst wenn facebook pleite geht, wird das Herr Zuckerberg nicht interessieren, der hat sein Schäfchen im trockenen.
    Ich bin überzeugt, dass die social networks, die ein gutes Kundenbindungsprogramm (z.B. Bonussystem) gepaart mit einer sich weiter entwickelnden guten Seite haben, in Zukunft das Rennen machen werden. Denn wenn jeder aktive etwas davon hat, dass er auf dieser entsprechenden Seite mit seinen Leuten (privat und geschäftlich) kommuniziert, wird er nicht gehen.
    Da privat und geschäftlich sowieso nicht mehr zu trennen ist, auch wenn das einige versuchen und auch versuchen zu begründen, wird sich auf Dauer nur eine gemischte Seite, also eine all-in-one-community durchsetzen.

  22. Sumit
    schrieb am 26. August 2010 um 12:43 Uhr (#)

    Facebook wirt nicht untergehn. Is doch Schwachsinn… So wie die aktuell in allen Weibseiten integriert sind (Fanpage, Like button usw) … nie im Leben machen die das Teil sicht. Vorher finden sich große Sponsoren aber das sie Verlust machen halte ich ebenfalls für unglaubwürdig

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