PR 2.0:
Ein Tweet, eine E-Mail
= 100.000 Visits

Mit nur einem Tweet und einer Mail an Bekannte und Kollegen gab Lars Hinrichs den Start von HackFwd bekannt. In weniger als 24 Stunden führte dies auf der Firmenwebsite zu mehr als 100.000 Visits.

Mit diesem Tweet gab Xing-Gründer Lars Hinrichs gestern früh den Start seines neuen Unternehmens HackFwd bekannt, einem Frühphasen-Investor für werdende europäische Web-Gründer mit starkem Technologie-Fokus. Die Twitter-Nachricht unterstützte er mit einer persönlichen E-Mail an einige Hundert Freunde, Bekannte und Kollegen. Auf eine Pressearbeit oder sonstigen Vorab-Kontakt mit Pressevertretern verzichtete er gänzlich.

Ein Tweet, eine E-Mail, und in weniger als 24 Stunden verzeichnte die HackFwd-Website über 100.000 Visits, wie mir der passionierte Unternehmen heute früh mitteilte. Mehr als 10.000 User klickten auf den bit.ly-Link (http://bit.ly/cXn6NV) in seinem Tweet, der kräftig geretweetet wurde.

Der Großteil der Visits kam von verlinkenden Websites und Blogs, die Hinrich’s Tweet in Artikeln aufgriffen und über den Start von HackFwd berichteten. Kaum ein international führendes Branchenangebot, das die Neuigkeit nicht verkündete – bei TechCrunch gab es sogar zwei Postings. Auch in Deutschland folgten zahlreiche Berichte.

Hinrichs erklärte, dass er fest von der Viralität der Nachricht überzeugt war. Offensichtlich hatte er recht. Weshalb es auch eine weise Entscheidung war, die Firmensite über Amazons Cloud-Computing-Services laufen zu lassen – zu einer Downtime wie sonst bei Besucheranstürmen dieser Art häufig zu beobachten, kam es nicht.

Das HackFwd-Beispiel zeigt, wie sich mit Hilfe des Social Webs eine Ankündigung verbreiten lässt, ohne dass dafür aufwendige und mitunter kostspielige PR-Arbeit notwendig ist. Natürlich unterstützte Lars Hinrichs’ Bekanntheit in deutschen sowie internationalen Webkreisen, seine knapp 6000 Follower sowie die gefällige, mit umfangreichen Informationen versehene Unternehmenswebsite die Viralität des Tweets.

Dennoch wird deutlich, was heutzutage mit einem kontinuierlich gepflegten Twitter-Konto, einer guten Reputation sowie eines maßgeschneiderten, eher auf Qualität als auf Quantität ausgerichteten Netzwerks möglich ist, und wie Botschaften sich quasi automatisch verbreiten können, wenn man als Absender die notwendigen Voraussetzungen dafür geschaffen hat.

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26 Kommentare

  1. Mirko Lange
    schrieb am 9. Juni 2010 um 11:37 Uhr (#)

    “Das HackFwd-Beispiel zeigt, wie sich mit Hilfe des Social Webs eine Ankündigung verbreiten lässt, ohne dass dafür aufwendige und mitunter kostspielige PR-Arbeit notwendig ist.”

    Das erscheint mir etwas kurzsichtig. Da muss man sicherlich auch die durchaus “kostspielige PR-Arbeit” mit in Betracht ziehen, durch die Lars Hinrichs die Reputation bekommen hat, die er heute hat.

    Oder?

  2. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 9. Juni 2010 um 11:40 Uhr (#)

    Klar, das setze ich in den zwei darauf folgenden Absätzen ja voraus. Von wegen “gute Reputation” und “Voraussetzungen schaffen” etc.

    Nicht jeder Twitterer mit womöglich durch eine “ich folge allen”-Strategie gewonnenen 30.000 Followern würde mit einem Tweet die selbe Wirkung erzielen.

    D.h. es gibt keinen Grund, sich in der PR-Berater-Ehre verletzt zu fühlen ;)

  3. Sachar
    schrieb am 9. Juni 2010 um 11:48 Uhr (#)

    Martin, ich muss Dir ebenfalls widersprechen. Das Video, das Lars produzieren ließ, ist für Dich vielleicht nur ein Clip, den Du Dir gerne angeschaut und eventuell mit Deinen Kontakten geteilt hast. In meinen Augen war er PR – und mit Sicherheit nicht günstig.

    Was uns dieser Case aber zeigt: PR ist heute nicht mehr nur das klassische Versenden einer Pressemitteilung sondern ein umfassendes Bewusstsein für die Zielgruppe. Hinrichs spricht eine digitale Branche an. Insofern war seine Taktik richtig. Das muss sie aber nicht immer sein.

    Lasst uns nicht darauf beharren, dass Social Media für alle Kommunikations-Fragen die richtige Antwort ist, denn das stimmt nicht.

  4. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 9. Juni 2010 um 11:52 Uhr (#)

    Jetzt legt ihr mir aber Sachen in den Mund. Siehe Kommentar oben und alles, was im Artikel steht. Besonders dieses Zitat:

    “Natürlich unterstützte Lars Hinrichs’ Bekanntheit in deutschen sowie internationalen Webkreisen, seine knapp 6000 Follower sowie die gefällige, mit umfangreichen Informationen versehene Unternehmenswebsite die Viralität des Tweets.”

    Es geht hier nicht um alle Kosten (Zeit, Geld, wasauchimmer), die für die Site oder das Video oder die Reputation angefallen sind. Es geht allein um die Verbreitung der Botschaft.

  5. Mirko Lange
    schrieb am 9. Juni 2010 um 11:55 Uhr (#)

    Hey Martin,

    wieso unterstellt man eigentlich immer so schnell, dass man sich in der Ehre oder so verletzt fühlt? ;-) Bin ich gar nicht. Mir ist nur wichtig, dass keine Mythen entstehen, die einfach nicht haltbar sind.

    Ich weiß halt aufgrund meiner “PR-Berater-Erfahrung” (und nicht wegen meiner “PR-Berater-Ehre”), wie schwierig es ist, Visits auf den Account zu bekommen. Und das von Dir geschilderte Vorgehen ist GENAU das Konzept, das wir auch unseren Kunden empfehlen: Klug klassiche PR und Social Media kombinieren, über (wie wir es nennen) “Social Media Relations” gute und enge Beziehung zu Influencern aufbauen, und so seine Durschlagskraft kontinuierlich zu verbreitern.

    Aber: Das ist echte Knochenarbeit und kostet Zeit. Es wäre falsch, zu große Erwartungen an “Social Media” zu knüpfen. Die wären verfehlt. Ja, es gibt einige ganz besondere Beispiele, wo das funktioniert – vor allem bei bekannten Unternehmern, die eine der bekanntesten deutschen Social Media Plattformen geschaffen haben und nun ein neuen Projekt vorstellen.

    Aber das “pro toto” zu nehmen ist wohl sehr schwierig. Hier gilt wohl eher der Spruch “Ausnahmen bestätigen die Regel”. Und die Regel ist: In Social Media muss man sich um jede einzelne gute Beziehung kümmern. Und das ist im Zweifel noch viel kostspieliger als “PR”. Und am Ende ist das eben doch (auch) PR, wie Sachar richtig sagt.

  6. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 9. Juni 2010 um 12:01 Uhr (#)

    Ich liege da ganz auf deiner Linie und bin der Meinung, dass ich das im Artikel auch durch die beschriebenen Absätze deutlich gemacht habe.

    Ich unterteile die Funktionen der PR (als ein Instrument der Wirtschaftskommunikation) in Relations/Markenbildung (schwierig, kostspielig, langfristig angelegt) und in die reine Bekanntmachung von einem Produkt/Service/Unternehmen. Und der Artikel bezieht sich lediglich auf Letzeres.

  7. Mirko Lange
    schrieb am 9. Juni 2010 um 12:06 Uhr (#)

    LOL! Habe ich dich jetzt in Deiner Blogger-Ehre verletzt? :-)

    War bestimmt nicht meine Absicht! Wollte eigenlich nur meine 5 Cent dazugeben. Vielleicht habe ich auch den Artikel etwas missverstanden. Die Grundaussage, die ich rausgelesen war schon, dass “sich mit Hilfe des Social Webs eine Ankündigung verbreiten lässt, ohne dass dafür aufwendige und mitunter kostspielige PR-Arbeit notwendig ist.” (siehe Fettdruck).

    Und dieser Satz ist (im Regelfall) einfach in keiner Weise wirklich richtig. Weder kann man (im Regelfall) nur mit Social Media auch nur annähernd die Verbreitung erreichen, wie mit klassischen Maßnahmen, noch ist Social Media (im Regelfall) wirklich kostengünstig.

    Was dagegen wahr ist: Social Media kann an ganz vielen kleinen Stellen die Wertschöpgung im Unternehmen unterstützen und pushen. Aber auch nur im Zusammenspiel mit vielen anderen Maßnahmen.

    So, und jetzt nimms nicht persönlich sondern lass uns einfach in der Sache diskutieren. Ich will zwar immer recht haben, aber das ist bestimmt nicht immer so :-)

    1. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 9. Juni 2010 um 12:09 Uhr (#)

      Touché! :)

  8. Christian Henne
    schrieb am 9. Juni 2010 um 12:08 Uhr (#)

    Ich bleibe dabei: Inhalt vor Reichweite. Es geht auch im Social Web um den Aufbau von Beziehungen – “public relations”. Das Beispiel Lars Hinrichs zeigt doch nur, dass kurzfristig etwas gelingen kann (das ist dann eher Performance-Marketing), wenn die Reputation grundsätzlich stimmt. Und Reputation baut man sich zu allererst durch glaubwürdige Inhalte auf – nicht durch die Jagd nach Reichweite. Meinen Artikel zum Thema findet man durch Klick auf meine Website.

  9. Helge Weinberg
    schrieb am 9. Juni 2010 um 12:15 Uhr (#)

    Es gibt unbekanntere Menschen als Lars Hinrichs. Wenn die twittern, dann passiert erst mal nichts. Wenn man allerdings knapp 6.000 Follower und zudem in einem ausgesprochen bekannten Internet-Unternehmen eine Führungsposition hat, sieht die Sache anders aus. Der Bekanntheitsgrad von XING ist durchaus zu berücksichtigen. Zudem hat Lars Hinrichs sicher etwas Zeit gebraucht, um ein Image aufzubauen. Insofern sagt mir die Mitteilung „ein Tweet = 100.000 Visits“ nur, dass da jemand professionell vorgearbeitet hat. Für Leute wie Brian Solis wären im übrigen 100.000 Visits eine eher bescheidene Reaktion, denke ich.

  10. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 9. Juni 2010 um 12:32 Uhr (#)

    Ich habe den ersten Satz des vorletzten Absatzes “entfettet”, um den Fokus nicht nur darauf zu lenken.

  11. Enno Schummers
    schrieb am 9. Juni 2010 um 12:58 Uhr (#)

    Social Media ist bei Lars Hinrichs (und auch generell) “Content-Multiplier”. Und umso prominenter ein Person, Firma, Partei etc. ist und umso aktueller die News sind, desto besser funktioniert der Reichweitenaufbau!

    Da ging eine Meldung über den Ticker, die Resonanz auslöste. So what. Wichtiger ist, das Lars diesen Ticker von sich aus befüllen konnte (ohne dpa etc.). Das ist meiner Meinung nach der Unterschied.

    Der Erfolg von Social Media für wen auch immer basiert darauf, seine Resonanzflächen zu kennen und diese bespielen zu können!

  12. Sascha Stoltenow
    schrieb am 9. Juni 2010 um 13:10 Uhr (#)

    Ich finde, hier geht es nur sehr am Rande um “PR-Arbeit” – was auch immer das sein soll. Das Beispiel zeigt dafür aber eindrücklich, welche logistische Leistung das Web hat. Dort, wo früher mit viel Aufwand Wege und Straßen in den Dschungel gebaut wurden, gibt es heute superschnelle point-to-point Verbindungen – und zwar nicht nur vom Sender zum Empfänger, sondern auch vom Publikum zurück.

    Dieses Netzwerk ist im Übrigen nicht maßgeschneidert, sondern organisiert sich selbst entlang der Interessen und Diskurse der teilnehmenden. Und genau deshalb ist es so “kostengünstig”. Wenn, sprechen wir in diesem Fall also von der Kommunikationslogistik. Die ist in der Tat beachtlich. Mich aber interessieren die Inhalte viel mehr.

  13. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 9. Juni 2010 um 13:17 Uhr (#)

    @ Enno und Sascha
    Danke für die konstruktiven Ergänzungen.

    Sascha, hätte ich in der Überschrift von Kommunikationslogistik statt von PR 2.0 gesprochen, hätte ich doch keine Kommentare von Mirko und Sachar bekommen ;)

    1. Sascha Stoltenow
      schrieb am 9. Juni 2010 um 13:19 Uhr (#)

      Sorry, dass ich widersprechen muss, aber Du hast in der Head über Logistik gesprochen. Die Rechnung beschreibt nämlich sehr genau die Skaleneffekte,die diese Logistik ermöglicht – und genau das ist, was wir bei der Frage nach PR 2.0 auch berücksichtigen müssen – siehe Nestlé.

  14. Maurice Morell
    schrieb am 9. Juni 2010 um 13:34 Uhr (#)

    Da ist ganz viel an Vorarbeit und jahrelanges Engagement nötig gewesen, um das hinzubekommen. Lars Hinrichs ist gut vernetzt und kennt seine Influencer. Ich habe die email doch auch mit Herzklopfer gleich verarbeitet zu Postings und habe Freunde angetippt. Im PR-Alltag, den ich kenne, braucht es viel Beziehungsarbeit, ausgefuchste Detailarbeit ist das. Und es brauchte einen 7. Sinn für Timing und Netzwerken und ein Blick für Muster. Also von wegen mal eben gemacht …

  15. Olav
    schrieb am 9. Juni 2010 um 14:25 Uhr (#)

    Oder doch nur Zufall?

  16. Mark aus Hamburg
    schrieb am 9. Juni 2010 um 18:59 Uhr (#)

    Hier reden Fach-Manipulatoren unter sich. Es ist auch eine gewisse technische Gemeinde unter sich, die dieses Zeug verbreitet. Für den gewöhnlichen Website-Betreiber ist das vollkommen irrelevant, unbezahlbar oder gar gefährlich.

    1. Mirko Lange
      schrieb am 10. Juni 2010 um 06:58 Uhr (#)

      Buhhhh (für das “Fach-Manipulatoren”) :-)

      Und “hallo?” Kommunikation ist keine Frage des “gewöhnlichen Website-Betreibers” sondern eine Sache für jedes Unternehmen. Ohne Kommunikation kein Geschäft! Und natürlich ist Social Media etwas für grundsätzlich JEDES Unternehmen. Denn anders als im klassischen Marketing zählt bei Social Media nicht die Reichweite, sondern die Qualität des Kontaktes. Social Media ist ganz simpel eine Möglichkeit mit relevanten Menschen auf ziemlich persönliche Art in Kontakt zu kommen.

    2. Mark aus Hamburg
      schrieb am 11. Juni 2010 um 18:59 Uhr (#)

      Na, ich stelle mir da immer 2 Fragen:

      1. Kann ein gewöhnerlicher Websitebetreiber das umsetzen und macht das Sinn.

      2. Würden das Unternehmen bzw. erfolgreiche Portale wie SPIEGEL Online o.ä. nutzen oder anbringen wollen.

      Die meisten Werbetreibeneden sprechen mich in den Social Netzwerken nicht WIRKLICH persönlich ansprechen, sonder mir nur etwas verkaufen wollen. Das wird auf lange Sicht nicht gut gehen …

    3. Mirko Lange
      schrieb am 11. Juni 2010 um 19:22 Uhr (#)

      Hi Mark,

      warum denn immer “gewöhnlicher Websitebetreiber”? Was ist denn das? Warum denn nicht “gewöhnliches Unternehmen”?

      Und ja, ein gewöhnliches Unternehmen kann “das” umsetzen. Wobei noch die Frage ist, was “das” heißt. In Social Media heißt “das”: Mit Menschen sprechen. DAS kann jedes Unternehmen. Und ja, das macht IMMER Sinn (wenn es die richtigen Menschen sind, mit denen man spricht).

      Vergleiche es einfach mit einer Messe. Also einem Ort, wo sich gleichinteressierte (oft auch “Anbieter” und “Abnehmer” treffen). Sie reden dort miteinander und lernen sich besser kenne, als sie das über Werbung oder eine normale Website könnten. Und auch hier gilt, dass manche Anbieter auf Messen “nur etwas verkaufen wollen” und andere wollen Beziehungen aufbauen.

      Was davon erfolgreich ist, kommt immer auf den Einzelfall an. Aber das hängt nicht an “Social Media” oder so. Social Media ist insofern einfach nur eine Messe – nur 365/7/24 und im Internet (oder manchmal auch ein “Tag der offenen Tür”).

      That’s all.

  17. su franke
    schrieb am 9. Juni 2010 um 19:15 Uhr (#)

    ich würde mich freuen, wenn PR-Leute den Web 2.0 Gedanken leben, und weg gehen von Bezugs(Ziel)Gruppen denken. Wir kommunizieren und senden nicht mehr.

    Mein Kommentar wäre zu lang geworden, drum hab ich ihn verbloggt: http://blog.namics.com/2010/06/ohne-journis.html

    1. Mirko Lange
      schrieb am 10. Juni 2010 um 07:55 Uhr (#)

      Hallo Su,

      Ich bin ja auch einer der immer sagt: “Die Zielgruppe hat ausgedient”. Allerdings stellt sich immer noch die Frage der Relevanz. Oder anders gesagt: Der Effizienz.

      Ich als Unternehmen sollte meine Ressourcen darauf konzentrieren, mit den Leuten zu sprechen, die irgendewtas bewirken. Und im Social Web besteht schon die Gefahr, einfach “nur mal so” zu diskutieren. Da findet man eigentlich immer jemanden. Aber wenn der (oder die) weder ein Blogger mit Reichweite, noch Journalist, noch potenzieller Kunde noch … ist, dann fragt sich wirklich, ob ich meine (begrenzte) Zeit nicht für etwas anderes einsetzen kann.

      Insofern hat das Bezugsgruppen- oder Dialoggruppenmodell durchaus noch seine Berechtigung.

    2. Sascha Stoltenow
      schrieb am 10. Juni 2010 um 09:48 Uhr (#)

      Allerdings, Mirko – hier muss ich Su ebenfalls fundamental widersprechen -, dass “die früher definierten Bezugsgruppen und deren Wichtigkeit für die Unternehmenskommunikation (…) passé (sind)”. Sie sind es nicht, denn zu wem, wenn nicht zu Bezugsgruppenangehörigen sollen Unternehmen denn Beziehungen pflegen?

  18. su franke
    schrieb am 10. Juni 2010 um 10:24 Uhr (#)

    jaja, ein wenig polarisierend ist meine Aussage schon, und bei genauem hinsehen, widerspreche ich mir selbst sogar.

    Wenn wir davon ausgehen, dass die Leute im Leben verschiedenen Rollen besetzen, dann ist es gut, diese zu kennen. Dies dürfte eine der schwierigeren Aufgaben sein.

    Als ich mit der PR anfing ist mir mal ein Fehler passiert: Ein regionaler Sportclub bot mir telefonisch ein Sponsoring an. Ich erklärte dem Anrufer, dass das Unternehmen, für das ich arbeitete sich auf Kunst-Sponsoring konzentriert, weil Künstler u.a. dort arbeiteten als Webdesigner. Daraus wuchs eine ordentliche bad-publicity `Unternehmen xy ist sich zu schade für Sport etc.’ Ich hatte nicht damit gerechnet, dass jemand vom Sport-Verein einen guten Draht zum grössten Regionalblatt hatte (es war glaub der Südkurier).

    Darum geht es mir.

    Natürlich müssen wir die relevanten Leute mit den richtigen mediengerechten Infos versorgen und auch unsere Zeit effizient nutzen. Aber aussortieren mag ich nicht.

  19. Andreas
    schrieb am 12. Juni 2010 um 17:57 Uhr (#)

    Viele benutzen Twitter um bestimmte Sachen bekannt geben zu können wie Webseiten, Blogs usw. Aber so ein Erfolg hätte ich auch gerne, einmal was tun und gleich sehr viele Klicks und Besucher.

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