Als Basic Thinking seinen RSS-Feeds kürzte, probte die Leserschaft den Aufstand – ein Beispiel von vielen für das fehlende Verständnis für Kommerzialisierung in Teilen der deutschen Blogosphäre und Gesellschaft?
Das Blog Basic Thinking hatte vor einigen Wochen
bekannt gegeben, im RSS-Feed nur noch den Anfang eines jeden Artikels zu präsentieren. Der Grund: Durch erwartete zusätzliche Seitenaufrufe sollen die Einnahmen aus Onlinewerbung erhöht werden – mit der Vermarktung des RSS-Feeds war das Basic-Thinking-Team offenbar nicht zufrieden.
Die Reaktionen in den Kommentaren waren zwar gemischt, aber mit einer Tendenz zu Androhungen von Lesern, Basic Thinking nun aus dem RSS-Reader zu entfernen. Der ein oder andere sah den Schritt zwar weniger kritisch, ließ jedoch verlautbaren, ohnehin Software zum Blockieren von Werbung einzusetzen, weshalb der Nutzen für Basic Thinking gering sei.
Die Diskussion über Full- oder Teaser-Lösungen bei RSS-Feeds sowie über Werbeblocker ist ungefähr so alt wie die Blogosphäre selbst und bis heute eine Frage, an der sich die Geister scheiden. Aber egal welche Einstellung man nun dazu hat, so legte die Reaktionen mancher Basic-Thinking-Leser die Vermutung nahe, dass es in Teilen der deutschen Blogosphäre Gesellschaft ein fehlendes Verständnis für wirtschaftliche Zusammenhänge und teilweise auch für gewinnorientiertes Handeln gibt. » weiterlesen
Wir hatten euch aufgerufen, an einer Umfrage zur aktuellen Entwicklung bei Facebook teilzunehmen. Das Ergebnis muss Facebook beunruhigen.
Am Sonntag hatten wir gefragt, wie ihr die aktuelle Entwicklung bei
Facebook beurteilt. 320 netzwertig.com-Leser haben sich an der Umfrage beteiligt und eine der fünf Antwortmöglichkeiten gewählt.
Das Ergebnis ist in keiner Weise repräsentativ, zeigt aber deutlich, was versierte, gut informierte und aktive User – typische netzwertig.com-LeserInnen also – von Facebooks jüngsten Vorstößen halten: 65 Prozent oder 206 Befragte beurteilen die Entwicklung des Social Networks zumindest tendenziell negativ.
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Dienste mit dem Anspruch der ultimativen Kommunikationszentrale gibt es einige. Der neue US-Service threadsy legt einen gelungenen Start hin.
threadsy
Die gängisten Kommunikationskanäle des Social Web zu aggregieren, ist zumindest auf dem Papier eine gute Idee. Statt eingehende E-Mails, Facebook-Nachrichten und -Updates sowie Twitter-Streams separat zu verwalten, kann einem ein gut umgesetzter Aggregator dabei helfen, Zeit und Mühe zu sparen. Das zumindest ist die Theorie.
threadsy, ein neuer Dienst aus den USA, startete gestern seine öffentliche Beta-Phase. threadsy wil Nutzer dazu animieren, ihre wichtigste Online-Kommunikation über eine einheitliche, browserbasierte Oberfläche abzuwickeln.
Nach einer Mini-Registrierung fordert threadsy Nutzer zum Import ihrer E-Mail-Konten auf. Gmail-Anwender können eine sichere OAuth-Authenfizierung in Anspruch nehmen, für alle anderen Anbieter ist die Eingabe des persönlichen Passworts notwendig. IMAP wird unterstützt.
Anschließend folgt die Verknüpfung mit dem persönlichen Facebook- und Twitter-Konto. Dank OAuth bleiben die Zugangsdaten vor threadsy verborgen. Ist dieser Schritt erledigt, erstellt der Dienst das persönliche Kommunikations-Dashboard.
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OpenStreetMap
Max Kossatz zum Stand von OpenStreetMap in Österreich.
Irgendwie das Nervensystem eines Landes, oder? Ich finde so sieht man viel deutlicher die notwendige Infrastruktur eines Landes, einer Stadt.
» Visualisiert: OpenStreetMap & Österreich
Empfehlungen
Kathrin Passig über Empfehlungssysteme und die Unfruchtbarkeit des damit verbundenen Diskurses.
Die Idee des »Besten«, das man nur korrekt zu identifizieren bräuchte, hält sich hartnäckig. Verkaufscharts beruhen darauf, dass es bis vor kurzem keine Möglichkeit gab, etwas anderes zu messen als die Anzahl der verkauften Bücher, CDs oder Kinotickets. Das war noch nie eine besonders gute Idee, schließlich weiß der Käufer bei vielen Produkten zum Kaufzeitpunkt wenig bis gar nichts über deren Qualität.
» Abschied vom Besten
Google Editions
Google wird in einigen Wochen einen E-Book-Store namens Google Editions lancieren. Auch Buchhandlungen und unabhängige Verkäufer werden Bücher vertreiben können.
» Google Editions Book Store to Be Launched Soon
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Twitter bietet mit der neuen Funktion “Blackbird Pie” die Möglichkeit, Zitate von Tweets in beliebige Seiten einzubauen. Doch statt Twitter-Zitate so zum Standard zu machen, schädigt es deren Glaubwürdigkeit.
Twitter
Häufig kommt es vor, dass wir in unseren Artikeln auf Tweets verlinken. Entweder, weil wir zuerst über
Twitter von einer Neuigkeit erfahren haben oder weil wir die exakte Aussage einer Person auf Twitter zitieren möchte.
Bisher haben wir uns mit einem Link zum jeweiligen Tweet begnügt oder das entsprechende Zitat 1:1 kopiert. Gerade bei pikanten oder besonders prägnanten Aussagen wäre es jedoch schön, die gesamte Twitter-Nachricht im Original in einen Artikel einfügen zu können. Screenshots schaffen zwar Abhilfe, aber wirklich optimal ist diese Lösung auch nicht.
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Wieder einmal sind Mitglieder-Datensätze aus schülerVZ an die Öffentlichkeit geraten.
schülerVZ
Wieder ist es einem User gelungen, Mitgliederdaten aus Holtzbrincks Schüler-Community
schülervz zu exportieren. Offenbar handelt es sich um 1,6 Millionen Datensätze von minderjährigen Nutzern. Bereits im Oktober 2009 kam es zu einem ähnlichen Vorfall, der letztlich
zum Selbstmord des Users führte, der die VZ-Netzwerke mit den Daten zu erpressen versuchte.
Aufgedeckt wurde der neuerliche Vorfall von netzpolitik.org, das außerdem ein Interview mit dem User geführt hat, der die aktuellen Datensätze gecrawlt hat.
studiVZ weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass es sich nicht um ein Datenleck sondern um einen Verstoß gegen die AGB des Netzwerks handele, welche das Crawlen von Daten untersagen.
Auch Spiegel Online hat den Vorfall aufgegriffen und ihn aktuell zum Top-Thema auf der Titelseite gemacht.
So unangenehm das Ereignis für die VZ-Gruppe auch ist, so sehr bleibt die Frage, ob es überhaupt möglich ist, das Crawlen von Daten aus Social Networks effektiv und dauerhaft durch Captchas und andere Schutzvorrichtungen zu unterbinden. Sofern man allerdings dem netzpolitik.org-Interview Glauben schenken darf, hat schülerVZ trotz anderslautender Behauptungen wenig dafür getan, Daten-Crawling zu verhindern oder zu erschweren.
Einen Rechtsstreit zu provozieren, ist eine gewagte Marketingstrategie. Bei einer neuen Twitter-Suchmaschine aus Deutschland entsteht dennoch der Eindruck, man wolle auf diesem Weg bekannt werden.
Es gibt Unternehmen, die nehmen es ganz genau, was den Schutz ihres Markennamens und -designs betrifft. Die Deutsche Telekom gehört dazu. Schon häufig ist der Telekommunikationskonzern juristisch gegen Firmen vorgegangen, die sich die Telekom-Farbe Magenta zu eigen gemacht haben. Magenta wurde 1995 von der Deutschen Telekom als Farbmarke geschützt.
Das hindert manch einen mutigen Gründer jedoch nicht daran, “all in” zu gehen und einen Magenta-ähnlichen Farbton als Kernelement des Corporate Designs einzusetzen. Eine neue Twitter-Suchmaschine, die sich auf das Durchsuchen von Tweets deutscher Nutzer fokussiert, will wissen, wie sich das Spiel mit dem Feuer anfühlt, und verlieh seiner Website ein rosa-rotes Gewand.
Das Beste kommt aber erst noch: Die Firma hinter dem neuen Suchdienst, die azionare GmbH, hat den Neuling auf den Namen t-crawl getauft. “t” steht für Twitter, versteht sich.
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Twitter
Nach dem Motto Tweets sind die neuen Quotes wird Twitter heute eine Möglichkeit zum Zitieren bzw. Einbetten von Tweets vorstellen.
» Embeddable Tweets Will Start Dominating Blog Posts Tomorrow
Intellektuelle und das Web
Bazon Brock und Nobert Bolz sinnieren in zwei Interviews über das Web. Brock sieht darin ein Totenreich, ein Todesreich, Bolz die Realisierung der Noosphäre.
Der Begriff besagt, dass die ganze Erde durch unsere Technologien, durch unsere Netzwerke, durch unsere Kommunikationsformen gewissermaßen wie von einer Membran umgeben ist, von einer Geistmembran.
» Das Netz ist die Hölle der neuen Welt
» Das Internet ist kein Massenmedium
Facebook
Digital Sky Technologies (DST) bleibt emsig. Nach dem Kauf von ICQ halten sie nun auch stolze zehn Prozent von Facebook.
» DST Now Owns 10 Percent Of Facebook
Kindle
Der Kindle wird sozial. Neben der Integration von Twitter und Facebook wird auch die Popularität markierter Bereiche angezeigt.
» Kindle Software Update Adds Twitter, PDF Zoom, Sharper Fonts
» Amazon Starts Sharing What You’ve Highlighted on Your Kindle
iPad
Nur vier Wochen nach dem Start hat Apple eine Million iPads verkauft.
» Apple Sells One Million iPads
Hier erscheinen von Montag bis Freitag ausgewählte Links zu lesenswerten Texten und aktuellen Entwicklungen. Hinweise auf Texte gern an tipps.netzwertig at blogwerk.com
Der Kölner Musikdienst simfy hat in der Nacht eine überarbeitete Version und ein Premium-Produkt lanciert: Wie die kostenpflichtige Variante wählt, erhält Zugriff auf Deutschlands erste iPhone- und Android-App für das On-Demand-Streaming von Musik.
simfy
Derzeit vergeht keine Woche
ohne Neuigkeiten aus der Welt der digitalen Musik:
simfy, der neben
steereo zweite legale deutsche Anbieter zum kostenlosen On-Demand-Streaming von Songs und Alben, startet heute mit seiner Version 3.0 und erlaubt das kostenlose, browserbasierte Streaming von mehr als 6,2 Millionen Titeln.
simfy hat für sein neues Angebot den Segen von drei der vier allen vier Major Labels (Universal, Sony, Warner Music, EMI) sowie von diversen Independent Labels. Auch die GEMA hat ihr Einverständnis gegeben – damit ist simfy (ähnlich wie steereo) in Deutschland gelungen, was Spotify bisher verwehrt blieb.
Die Gratisvariante von simfy ist werbefinanziert und erlaubt registrierten Nutzern den Zugriff auf rund 5,8 Millionen Titel (der Warner-Katalog ist nur für Premium-Nutzer zugänglich), individuelle Radiostationen sowie die Erstellung und das Tauschen von Playlisten.
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Ning, der Marktführer im Bereich nutzergenerierter sozialer Netzwerke, wird kostenpflichtig. Der deutsche Konkurrent mixxt will diese einmalige Gelegenheit nutzen.
mixxt
Als
Ning Mitte April ankündigte,
sein kostenloses Angebot einzustellen und den Betrieb eines eigenen Social Networks nur noch gegen Bezahlung zu ermöglichen, kam das für die Betreiber
der zwei Millionen bei Ning erstellten Netzwerke wie ein Schock:
Immerhin war Ning der Marktführer in dem Segment selbst erstellter Social Networks. Viele Nutzer hatten sich darauf verlassen, in dem US-Dienst eine sichere und dauerhaft kostenlose Lösung für ihr persönliches Netzwerk gefunden zu haben.
Bei mixxt, einem Ning-Wettbewerber, der zu den 33 Startups aus dem deutschsprachigen Raum gehört, die man unserer Meinung nach im Auge behalten sollte, dürfte die Freude über die Veränderung bei Ning groß gewesen sein.
Dank einer englischsprachigen Variante und eines vergleichbaren Funktionsumfangs öffnet die Entscheidung des US-Konkurrenten für mixxt die Möglichkeit, Ning-Nutzern Asyl zu gewähren.
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