Google hat den Chrome Web Store vorgestellt. Damit soll das Installieren von Applikationen direkt im Browser möglich werden – eine Strategie, die Bezahlangeboten zu einem unerwarteten Aufschwung verhelfen könnte.
Seit der Vorstellung
des ersten Webbrowsers im Jahr 1990 verwenden Internetnutzer die Software, um durch die Eingabe von HTTP-Adressen gezielt Websites anzusteuern. Wer nicht weiß, auf welcher Site das Gesuchte zu finden ist, nutzt dafür eine Suchmaschine.
Mit dem gestern im Rahmen der Entwicklerkonferenz Google I/O angekündigten Chrome Web Store will Google dieses seit zwei Jahrzehnten angewandte Verfahren um eine zusätzliche Dimension erweitern: Der Browser soll nach den Vorstellungen von Google zu einem Ort werden, an dem man Applikationen installiert, die man zuvor im Chrome Web Store ausgesucht hat.
Statt beispielsweise über die Adresseingabe oder ein Bookmark zu www.tweetdeck.com zu surfen und dort die Desktop-Software des beliebten Twitter-Clients herunterzuladen – der ab sofort auch Google Buzz unterstützt – würden Nutzer innerhalb ihres Browers aus dem Chrome Web Store die TweetDeck-Applikation “installieren” und aus Chrome darauf zugreifen.
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Ohne Schnittstelle für Entwickler war Google Buzz kaum als Konkurrenz für Twitter und Facebook ernst zu nehmen. Mit der Veröffentlichung der Google Buzz API ändert sich dies.
Im Februar veröffentlichte
Google seinen
neuen Dienst Buzz, eine Art Microblogging-Service mit Lifestreaming- und Social-Networking-Elementen. Es war offensichtlich, wem der Internetkonzern mit Buzz primär Konkurrenz machen wollte:
Twitter.
Doch bisher litt Buzz einerseits darunter, keine eigene, “echte” Destination im Web zu besitzen. Buzz ist in Gmail integriert und kann zudem über iPhones und Android-Geräte direkt angesteuert werden. Eine eigene, exklusive Browser-Oberfläche, die vornehmlich unter einer leicht zu merkenden Domain wie googlebuzz.com angesiedelt ist, fehlt bisher. Gmail-Nutzer dürfte das nicht stören, aber für alle anderen (wie mich) erschwert es den Zugriff.
Das zweite, wahrscheinlich größere Problem von Google Buzz war das Fehlen einer API. Zwar hat das einige Entwickler nicht davon abgehalten, Applikationen für das noch junge Google-Angebot zusammenzubasteln, aber ohne offizielle Schnittstellen kann kein umfangreiches Ökosystem entstehen. Das wiederum wäre notwendig, um maximale Reichweite und Aufmerksamkeit für einen Service wie Buzz zu schaffen.
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Google hat gestern im Rahmen der Entwicklerkonferenz Google I/O eine Fülle von Ankündigungen gemacht. Ein Überblick:
WebM
Mit WebM wurde eine Initiative gestartet, um dem Web offene und kostenfreie Medienformate zur Verfügung zu stellen. Der kürzlich erworbene Video-Codec VP8 wurde als erste Maßnahme unter eine Open-Source-Lizenz gestellt und kann kostenlos verwendet werden. Auch Adobe wird VP8 in Flash unterstützen.
» Introducing WebM, an open web media project
Google Wave
Google Wave ist jetzt allgemein zugänglich und kann auch in Google Apps integriert werden.
» Google Wave Available for Everyone
Google Buzz
Die API für Google Buzz wurde veröffentlicht und steht also allen Entwicklern zur Verfügung.
» Introducing the Google Buzz API
Chrome Web Store
Mit dem Chrome Web Store lanciert Google in den kommenden Wochen einen Marktplatz für Webanwendungen, um Usern etwas Orientierung zu geben.
» The Chrome Web Store
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Trendiction ist eine neue, kombinierte Nachrichten- und Blogsuchmaschine für den deutschsprachigen Raum. Ihr größtes Alleinstellungsmerkmal sind offene Schnittstellen.
Nachrichtenaggregatoren gibt es einige. So richtig zu Hause fühle ich mich aber bei keinem. Google News ist zwar effektiv, jedoch irgendwie zu unübersichtlich. Ähnliches gilt für nachrichten.de, das durch relativ viel Werbung fast noch unaufgeräumter wirkt. Und Topix vergesse ich meist in dem Augenblick, in dem ich die Site verlasse, zumal es dort keine deutschsprachige Version gibt. Eine umfassende, integrierte Blogsuche lassen alle Dienste vermissen.
Nein, es gibt eindeutig noch Raum für Verbesserungen. Und womöglich auch Hoffnung: Trendiction ist eine neue, vor wenigen Minuten gestartete deutschsprachige News- und Blogsuchmaschine aus Luxemburg, die einiges besser zu machen scheint als die namhafte Konkurrenz. Zumindest ist das mein erster Eindruck.
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Jeder braucht irgendwann eine Pause vom Weballtag. Mit dem iPhone-Spiel “Angry Birds” kann diese schnell länger werden als geplant.
Ich verbringe meine Zeit äußerst selten mit Spielen. Zum einen, weil ich schnell die Geduld und/oder Lust verliere, und zum anderen, weil durch eine eventuell ausgelöste “Sucht” (Gamer wissen, was ich meine) schnell andere, wichtige Dinge in den Hintergrund treten.
Es ist also mehr als eine Seltenheit, dass ich mich in den Bann eines Spiels ziehen lasse und dann darüber auch noch blogge. Im Falle von “Angry Birds” kann ich nicht anders.
Angry Birds ist ein hochgradig kurzweiliges, unterhaltsames und spaßiges iPhone-Spiel, das man einfach ausprobiert haben muss. In dutzenden Szenarios geht es darum, mit verschiedenen lebendigen Wurfgeschossen (genauer gesagt Vögeln) unterschiedliche Bauten und Landschaften zu zerstören und dadurch putzig aussehende, grüne Schweinchen zu eliminieren.
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MySpace
MySpace wittert die Chance auf eine zweite Luft und wird die Privacy-Settings radikal vereinfachen. Es wird nur noch die Einstellungen ‘friends only’, ‘public’ und ‘public to anyone 18 or over’ geben.
» MySpace Whacks Facebook With New Privacy Settings
Hanse Ventures
Sarik Weber und Jochen Maaß haben eine Beteiligungsgesellschaft names Hanse Ventures gegründet.
Die beiden erfahrenen Internet-Macher wollen jungen Gründern mit Hanse Ventures “eine Full-Service-Infrastruktur von Design, Programmierung und Online-Marketing-Spezialisten bis zu Büroräumen und administrativer Unterstützung” bieten.
» Sarik Weber und Jochen Maaß starten Inkubator Hanse Ventures
Information wants to be free
Cory Doctorow rechnet mit dem Mantra “Information wants to be free” ab. Die Analyse lässt sich wohl nicht direkt auf den deutschen Sprachraum übertragen, zeigt aber, wie schnell sich undifferenzierte positive Begriffe gegen einen wenden können.
» Saying information wants to be free does more harm than good
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Das Web wird immer mehr zum Prognosewerkzeug, um den Ausgang von Musikwettbewerben vorherzusagen. Beispiele, in denen das geklappt hat, gibt es einige.
Stellt euch vor, ihr habt Chips und Kaltgetränke gebunkert, Freunde eingeladen, sitzt auf dem Sofa und wartet voller Spannung auf das große TV-Finale irgendeines musikalischen Wettbewerbs, bei dem ihr womöglich auch einen Favoriten habt.
Doch dann zeigt euch jemand aus der Runde die jüngsten Prognosen aus dem Social Web, in dem euer Lieblingsinterpret auf dem letzten Platz liegt. Damit aber nicht genug: Wie sich am Ende des Programms herausstellt, traf die Vorhersage sogar zu.
So oder ähnlich könnte es in Zukunft häufiger kommen. Mit dem Aufstieg des Internets zum Massenmedium nehmen auch die Möglichkeiten zu, das Web direkt oder indirekt zum Erstellen von Prognosen einzusetzen. Beispiele, in denen so akkurat Gewinner und Verlierer von musikalischen Wettbewerben vorhergesagt wurden, gibt es einige.
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Das HTC Wildfire verbindet viele soziale Netzwerke unter einer Oberfläche und bleibt dank Android 2.1 auf der Höhe der Zeit.
Das Palm Pre machte es vor, HTC verstand die Innovation und baut sie jetzt aus: Social Networking lautet das Schlüsselwort beim neuen Modell Wildfire. Zu diesem Zweck bringt HTC dem Android Betriebssystem 2.1 allerlei nette Tricks bei, welche nicht nur durch die HTC Sense Oberfläche leichter zu bedienen sind, sondern auch vollkommen neue Möglichkeiten bieten.
Die neue Applikation “HTC Friend Stream” ermöglicht es einem, ständig auf dem aktuellen Stand der Geschehnisse zu sein. Ganz egal, ob auf Flickr ein neues Foto hochgeladen, das Profil bei Facebook aktualisert oder bei Twitter ein neuer Kommentar gepostet wurde, alles wird ordentlich auf dem Display des HTC Wildfire angezeigt.
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Der beliebte Musikdienst Spotify bietet zwei neue Produktpakete. Was manche Nutzer im deutschsprachigen Raum freuen dürfte, gibt gleichzeitig Anlass zu Spekulationen.
Spotify ist DER Dienst, auf den viele Nutzer in Musikdeutschland sehnlichst warten. Anders lässt sich nicht beschreiben, was wir regelmäßig in den Kommentardiskussionen zu Artikeln rund um On-Demand-Streaming-Angebote erleben. Doch bekanntermaßen ist der schwedische Service in Deutschland, Österreich und der Schweiz
offiziell nicht verfügbar.
Bisher stellte nicht nur die Überprüfung der IP-Adresse eine Hürde für alle Nutzer aus dem deutschsprachigen Raum dar, die sich dennoch (und auf eigenes Risiko) Zugang verschaffen wollten, sondern auch die Tatsache, dass man zusätzlich eine Einladung benötigte, um ein Konto anzulegen.
Heute jedoch hat Spotify zwei neue Produktpakete gelauncht, die zumindest den letztgenannten Aspekt entschärfen: Ab sofort gibt es in den sieben Ländern, in denen der Dienst offiziell verfügbar ist (seit neuestem auch in den Niederlanden), nicht nur eine abgespekte Premium-Version mit dem Namen “Unlimited”, sondern auch eine neue Variante namens “Open”. Mit Open erhalten User ohne Spotify-Einladung 20 Stunden pro Monat Zugriff auf die werbefinanzierte Basisversion von Spotify.
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Prezi verleiht Präsentationen einen frischen Anstrich, ist jedoch nicht ganz einfach zu bedienen. Die Chance für den Konkurrenten Ahead?
Seit einiger Zeit sind sie von kaum einer Digital-Konferenz mehr wegzudenken: Dynamische, zoombare Präsentationen, die mit
Prezi erstellt wurden, dem Onlinetool aus Ungarn, das PowerPoint so altbacken aussehen lässt wie einen Schwarz-Weiß-Fernseher.
Mit Prezi erstellte Präsentationen basieren auf einer in ihren Ausmaßen unbeschränkten Freifläche, die mit interaktiven Inhalten versehen wird, welche beliebig miteinander verbunden werden können. Die Arbeit mit Prezi erfordert einen gewissen Lernprozess, anschließend jedoch steht kreativen, ansehnlichen Präsentationen nichts mehr im Weg. Unseren Prezi-Review findet ihr hier.
Mein persönlicher Kritikpunkt an Prezi ist der nicht unbedingt ganz einfach zu bedienende Editor für die Erstellung von Präsentationen. Sobald ich mich einmal mehrere Monate nicht bei dem Service eingeloggt habe, brauche ich bei der nächsten Kreativarbeit wieder eine Viertelstunde, um mich an die Benutzeroberfläche und Bedienung zu gewöhnen.
Wem es ähnlich geht, der sollte einen Blick auf Ahead werfen. Das im vorigen Jahr gestartete Onlinewerkzeug aus Kopenhagen wirkt auf den ersten Blick wie ein Klon von Prezi. Aber es gibt wichtige Unterschiede. » weiterlesen