HTML5, Flash und Videos im Web:
Der Stand der Dinge

Während Flash durch Apples Ablehnung immer mehr unter Druck gerät, macht sich das Web bereit für HTML5. Offene Frage gibt es dabei aber einige, nicht zuletzt die nach dem besten Format für Videos im Netz.

Der Aufstieg von HTML5 ist ungebremst und wird durch den vor allem von Apple ausgelösten Abstieg von Adobes Flash-Format begleitet. Ein Nebenschauplatz dieses Kampfes zweier Technologien ist der Zwist um die Zukunft von Webvideo.

Denn wenn sich die Verbreitung von Flash und entsprechender Browser-Plugins verringert, muss eine Alternative her, um Videos auf YouTube, Vimeo, Hulu und all den anderen Websites, die stark auf Bewegtbilder setzen, im Browser abspielen zu können. Unklar ist noch, welches Videoformat am Ende fest in HTML5 integriert und damit zum Standard im Netz werden soll.

Wer kein Webdesigner oder Entwickler ist, wird bei einem tieferen Einstieg in die Thematik mitunter auf einige Verständnisprobleme stoßen, da es sich um einen stark technisch geprägten Komplex handelt. Dennoch wird hier gerade über die Zukunft von (multimedialen) Webanwendungen entschieden, weshalb es sinnvoll und vor allem interessant sein kann, sich etwas näher mit der Entwicklung rund um HTML5 vs Flash vs Webvideo zu beschäftigen.

Es folgt eine Auswahl an lesenswerten Artikeln, welche den Stand der Dinge und die Herausforderungen für die Zukunft gut beschreiben.

Laut ReadWriteWeb unterstützen mittlerweile 46 % der von Internetnutzern eingesetzten Browser komplett oder teilweise den neuen Website-Standard HTML5: 46% of Web Users are Ready for HTML5

In diesem Beitrag wird beschrieben, wie man Videos in HTML5-Sites integriert, die auch auf Geräten laufen sollen, die kein Flash unterstützen (iPhone, iPad): Embed Videos In Your Web Pages Using HTML5.

Eine Übersicht über bekannte Websites, die bereits HTML5 einsetzen – unter anderem YouTube, Googe, Gmail, Scribd: Where on the Web Is HTML5?

Apple hat bekanntlich etwas gegen Flash und möchte daher H.264 als Videostandard für HTML5 etablieren. Dieser ist jedoch durch Patente geschützt und steht daher in der Kritik: Apple May Be Gunning for Open Source Codecs

Auch Microsoft sieht die Zukunft in HTML5 und nicht in Flash. Obwohl das Unternehmen mit Silverlight eine eigene Alternative zu Flash anbietet: HTML5 ist die Zukunft

Was Webvideos betrifft, hat Google einen eigenen Favoriten: VP8. Dieses Format wurde jüngst von dem Internetkonzern als OpenSource freigegeben und soll im Rahmen des Projekts WebM mit Opera und Mozilla als Standard etabliert werden.

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5 Kommentare

  1. thehauss
    schrieb am 26. Mai 2010 um 19:53 Uhr (#)

    Die Firma On2 welche google mitsamt ihrem “eigenen” Video-Codec gekauft hat, hat große Teile des H.264 Codec-Quelltextes einfach per Copy&Paste als ihren eigene Erfindung verkauft. Es ist nicht vorstellbar das fast ALLE großen Unterhaltungskonzerne welche Patente auf diesen Codec haben, dies Google einfach so durchgehen lassen.
    Patente auf diese Technologie sind so wichtig das sie von der organisierenden GEsellaft (MPEG-Group) politisch verteilt und in den Codec gebracht werden damit jeder auch etwas “erklagen” kann falls ein Missbrauch stattfindet.
    Dieser Weg Richtung freies Web-Video war schon versperrt bevor er überhaupt sichtbar war.

  2. Gunther
    schrieb am 26. Mai 2010 um 20:40 Uhr (#)

    Immer wieder erstaunlich, dass anscheinend nur ein “entweder oder” geht und ein “sowohl als auch” Blasphemie zu sein scheint. Könnten wir es bitte nicht den Entwicklern überlassen, mit was sie Situationsabhängig bessere Ergebnisse erzielen? HTML5 ist ne tolle Sache und wird mittelfristig sicher der Standard werden, aber eben nicht von heut auf morgen. Und selbst wenn HTML5 Standard sein wird muss Flash deswegen nicht verschwinden.

    Eines ist sicher, die Zahl von nervenden Werbeeinblendungen wird garantiert nicht zurückgehen. Eher im Gegenteil. Denn wenn alles auf HTML5-Basis läuft können wir nicht einfach das Zeugs mal kurz mit einem Plugin blockieren, denn dann geht ja gar nichts mehr. Und wie man schon beim guten alten HTML4 und seinen Freunden sieht, rendert doch so mancher Browser die gleichen Befehle anders als gedacht, was ähnliches steht auch bei HTML5 zu befürchten und selbst wenn es nur Kleinigkeiten sind.
    Man sollte bei dem ganzen HTML5-Gejubel also manchmal auch an die Schattenseiten denken.

  3. Dirk
    schrieb am 27. Mai 2010 um 01:14 Uhr (#)

    Leider nur Gemeinplätze. “HTML5 kommt und deswegen steigt Flash ab” ist genauso aussagekräftig wie die Behauptung “die Apfel kommen und deswegen steigen die Birnen ab”.

    Der einzige lesenswerte Artikel zum Thema kommt übrigens vom Webdesigner Jonathan Snook: http://snook.ca/archives/…/filling-in-the-gaps

    1. Chron2
      schrieb am 1. Juni 2010 um 11:24 Uhr (#)

      Hallo? Äpfel schmecken doch auch 3mal besser als Birnen. ;-)

  4. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 27. Mai 2010 um 09:33 Uhr (#)

    @ Dirk
    Steht auch nicht so im Artikel.

    @ Gunther
    Man darf nicht vergessen, dass die Entwickler im Falle von Flash eben nicht alles selbst in der Hand haben – denn wenn die User Flash entweder nicht nutzen können (technisch bedingt) oder wollen (das Plugin also nicht installiert haben), dann bringt die schönste Flash-App nichts.

    Insofern geht es meiner Ansicht nach nicht nur darum, was die Entwickler wollen.

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