Spotify:
Neue Produktpakete
geben Anlass zu Spekulationen
Der beliebte Musikdienst Spotify bietet zwei neue Produktpakete. Was manche Nutzer im deutschsprachigen Raum freuen dürfte, gibt gleichzeitig Anlass zu Spekulationen.

Bisher stellte nicht nur die Überprüfung der IP-Adresse eine Hürde für alle Nutzer aus dem deutschsprachigen Raum dar, die sich dennoch (und auf eigenes Risiko) Zugang verschaffen wollten, sondern auch die Tatsache, dass man zusätzlich eine Einladung benötigte, um ein Konto anzulegen.
Heute jedoch hat Spotify zwei neue Produktpakete gelauncht, die zumindest den letztgenannten Aspekt entschärfen: Ab sofort gibt es in den sieben Ländern, in denen der Dienst offiziell verfügbar ist (seit neuestem auch in den Niederlanden), nicht nur eine abgespekte Premium-Version mit dem Namen “Unlimited”, sondern auch eine neue Variante namens “Open”. Mit Open erhalten User ohne Spotify-Einladung 20 Stunden pro Monat Zugriff auf die werbefinanzierte Basisversion von Spotify.
Für experimentierfreudige Nutzer außerhalb der Spotify-Märkte bedeutet dies, dass sie den Dienst zumindest eine begrenzte Zeit im Monat einsetzen können, sofern es ihnen gelingt, das IP-Geoblocking zu verhindern. Wie man das macht, ist hier oder auch hier beschrieben.
Spotify betreibt mit den zwei neuen Paketen eine Feinabstimmung seines auf dem Freemium-Modell basierenden Produktportfolios. Die komplette Version inklusive mobilem Zugriff und Offline-Modus kostet monatlich rund 10 Euro, die abgespeckte, werbefreie Premium-Version 5 Euro und die für jeden zugängliche Open-Variante mit in der Dauer begrenztem Zugriff kostet nichts.

Zusätzlich bietet der Service weiterhin die unbegrenzte Nutzung durch das werbefinanzierte Spotify Free. Dafür ist allerdings eine Einladung notwendig, und diese werden von Spotiy sehr restriktiv verteilt. Neben Kooperationen mit Werbepartnern spendiert das Unternehmen einige Invites, wenn man Spotify Premium bestellt. Ob dies nun ebenfalls für Unlimited gilt, ist unklar.
Abgesehen von dem offensichtlichen Ziel, mit den neuen Paketen die Einstiegsbarrieren für eine Registrierung zu senken sowie von Werbespots genervten Anwendern den Schritt hin zur Zahlung eines monatlichen Betrags schmackhaft zu machen, bietet die Entscheidung auch Raum für Spekulationen.
Zum einen wirft der Launch von Spotify Open die Frage auf, ob damit die unbegrenzte Gratis-Version vor dem Ende steht. Ein Spotify-Sprecher wollte sich nicht zu einer entsprechenden Anfrage von uns äußern und verwies darauf, dass außer den heute verkündeten Produktlancierungen alles so bleibt wie bisher.
Angenommen, Spotify zielt tatsächlich nicht darauf ab, die uneingeschränkte Free-Variante in Rente zu schicken, dann könnte man mutmaßen, der Dienst versuche mit “Open” – das wie beschrieben den unauthorisierten Zugriff aus Ländern ohne Spotify-Präsenz erleichtert – in “Problem-Märkten” indirekt Druck auf die Verwertungsgesellschaften auszuüben. Deutschland wäre so ein Fall.
Empfehlenswerte deutsche Spotify-Alternativen sind simfy und steereo.























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Ich persönlich kann den Hype um Spotify nicht so richtig nachvollziehen. Aber auch ich streame Musik lieber, als dass ich sie extra herunterlade. Bei Napster, dass ich derzeit nutze, hängt das Streaming ständig. Sollte Spotify tatsächlich durch die verwendete Technologie verzögerungsfrei sein erhöht das hoffentlich den Druck auf die anderen Anbieter von Musikflatrates.
@Thomas: Spotify ist absolut verzögerungsfrei! Das Programm ist sehr gut programmiert und ein Lied welches gestreamt wird, kann man genau so behandeln als wenn es auf der Festplatte liegt. Also es gibt selbst beim Skipping keine Verzögerungen! Sehr gelungen das Ganze. Leider in Deutschland noch nicht vollständig ohne Werbung verfügbar.
Thx. So würde ich mir das bei den schon verfügbaren Angeboten auch wünschen. Ich brauch die Musik zwar übrigens nicht auf der Festplatte, aber eventuell auf dem MP3-Player (Smartphone). Das wäre gut, wenn es da eine App gäbe für alle Plattformen und natürlich bessere Flatrates als derzeit.
Also das Spotify App gibt es derzeit für das iPhoneOS, Android und Symbian.
Was meinst du mit bessere Flatrates? Ich denke 10 Euro für home und mobile-streaming ist fair…
Ich nutze Spotify auf der Arbeit (wir haben zum Glück britische IPs) und will unbedingt den Premium-Dienst nutzen. Leider werden keine deutschen PayPal-Konten oder Kreditkarten akzeptiert und ich weiß echt nicht wie ich das umgehen kann.
Wahrscheinlich momentan gar nicht. Außer, du fährst in den Urlaub nach Schweden oder Norwegen und kaufst dir bei 7Eleven einen Jahresgutschein für Premium :)
Das würde ich sogar in Betracht ziehen. Wollte sowieso im Sommer nach Schweden.
Würde doch heißen: Ich upgrade auf Premium und muss dann alle 2 Wochen über nen schwedischen Proxy online gehen um dann den Reisemodus wieder zu aktivieren?
Nein in der Premiumversion spielt deine IP-Adresse meines Wissens nach keine Rolle mehr.
Hallo,
Ich habe spotify arbeiten aus Deutschland (Berlin), kaufte ich mir eine Einladung an den Webshop, bekam ich es mit einem Tutorial und jetzt kann ich nutzen spotify ohne Probleme!
Sehr glücklich! Hier ist die Adresse, wenn Sie daran interessiert sind
http://spotify.bigcartel.com/
bye bye
Netzwertig hat zwar schon ein paar Mal berichtet, aber ich bin der Meinung, auch hier sollte noch einmal auf Simfy hingewiesen werden. Simfy kann (mit wenigen Einschränkungen) kostenlos im Web genutzt werden und in der Premium-Version komplett werbefrei auf iPhone oder Android (auch offline möglich) oder – ganz neu! – mit einer Desktop-Anwendung.
Ich teste seit zwei Wochen und bin ziemlich begeistert. Auf jeden Fall ist simfy auf einem sehr guten Weg.