Ahead:
Das intuitivere Prezi?

Prezi verleiht Präsentationen einen frischen Anstrich, ist jedoch nicht ganz einfach zu bedienen. Die Chance für den Konkurrenten Ahead?

Seit einiger Zeit sind sie von kaum einer Digital-Konferenz mehr wegzudenken: Dynamische, zoombare Präsentationen, die mit Prezi erstellt wurden, dem Onlinetool aus Ungarn, das PowerPoint so altbacken aussehen lässt wie einen Schwarz-Weiß-Fernseher.

Mit Prezi erstellte Präsentationen basieren auf einer in ihren Ausmaßen unbeschränkten Freifläche, die mit interaktiven Inhalten versehen wird, welche beliebig miteinander verbunden werden können. Die Arbeit mit Prezi erfordert einen gewissen Lernprozess, anschließend jedoch steht kreativen, ansehnlichen Präsentationen nichts mehr im Weg. Unseren Prezi-Review findet ihr hier.

Mein persönlicher Kritikpunkt an Prezi ist der nicht unbedingt ganz einfach zu bedienende Editor für die Erstellung von Präsentationen. Sobald ich mich einmal mehrere Monate nicht bei dem Service eingeloggt habe, brauche ich bei der nächsten Kreativarbeit wieder eine Viertelstunde, um mich an die Benutzeroberfläche und Bedienung zu gewöhnen.

Wem es ähnlich geht, der sollte einen Blick auf Ahead werfen. Das im vorigen Jahr gestartete Onlinewerkzeug aus Kopenhagen wirkt auf den ersten Blick wie ein Klon von Prezi. Aber es gibt wichtige Unterschiede.

Auch bei Ahead kann man zoombare, keinen Einschränkungen unterliegende Freiflächen für multimediale Flash-Kreationen erstellen, die sich anschließend direkt im Browser oder integriert in beliebige Websites betrachten lassen.

Nach einer kurzen Registrierung erhalten Nutzer Zugriff auf ihren Ahead-Arbeitsplatz, auf dem sie Text mit Multimedia-Inhalten kombinieren und platzieren können. Unterstützt werden verschiedenste Bild- und Grafikformate, MP3-, FLV-, MOV-Dateien sowie unterschiedliche Dokumenttypen. Ahead ist hier etwas weniger wählerisch als Prezi.

Alle Inhalte werden in maximal 25 so genannten Szenen platziert. Diese sind das Äquivalent zum traditionellen Slide, dienen der Gruppierung von zusammen darzustellendem Content und lassen sich in der fertigen Ahead-Kreation per Klick direkt ansteuern. Da sich die einzelnen Szenen per Knopfdruck auch nacheinander betrachten lassen, kann zudem deren Reihenfolge bestimmt werden.

Ahead Benutzeroberfläche

Ahead Benutzeroberfläche

Das Resultat ist eine Flash-Website, auf der beliebig heraus- und hereingezoomt werden kann und die das Betrachten einzelner “Szenen” entweder in freier oder vorher festgelegter Reihenfolge erlaubt.

Fertige Ahead-Präsentationen erhalten einen Direktlink zum Versenden an Freunde oder Kollegen und lassen sich als Flash-Widget in jede beliebige Website einbauen (siehe Beispiel unten).

Die Benutzeroberfläche ist für meinen Geschmack intuitiver als bei Prezi. Ab und an dauerten Prozesse einen Tick zu lang, was aber auch damit zu tun haben könnte, dass ich aktuell über eine mobile Internetverbindung surfe.

Anders als bei Prezi lassen sich Präsentationen jedoch nicht offline betrachten oder herunterladen. Dafür ist Ahead, das sich noch im Beta-Stadium befindet, generöser: Die Gratis-Version bietet 300 MB drei Gigabyte Speicherplatz (Prezi lediglich 100 MB), eine Pro-Version mit 3 Gigabyte Speicher kostet 40 Dollar monatlich. Organisationen, die statt dem Ahead-Logo ihr eigenes anzeigen lassen wollen, müssen mehr zahlen.

 

Martin Weigert

Martin Weigert ist der leitende Redakteur von netzwertig.com.

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4 Kommentare

  1. Sicher ist bei prezi die Benutzung erstmal nicht ganz einfach, aber hat man’s einmal verstanden, ist es doch kinderleicht. Leichter als Powerpoint, wie ich finde – dort ist’s reichlich umständlich teilweise.
    Der Editor wurde derweil auch schon vereinfacht (aber schon vor Monaten, also in diesem Beitrag schon eingearbietet).

    Außerdem vielen Dank für den Hinweis auf “ahead”. Das sehe ich mir an.

  2. Der zur verfügung stehende Space beim kostenlosen Ahead ist 300MB. Für die im Artikel genannten 3 GB muß man $ 40 pro Monat zahlen.

  3. Oh, danke für den Hinweis! Das “Pro” hatte ich irgendwie übersehen. Ist geändert.

  4. Ich hab eine Mail von Ahead bekommen – zufällig wurde heute ein neues Update eingespielt, und in diesem Zusammenhang wurden die 3 Gig auf 300 MB gesenkt. Jeder, der sich vor 22:00 Uhr am 18. Mai registriert hat, behält aber seine 3 Gig.

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  1. [...] Anders als bei Prezi lassen sich Präsentationen jedoch nicht offline betrachten oder herunterladen. Dafür ist Ahead, das sich noch im Beta-Stadium befindet, generöser: Die Gratis-Version bietet 300 MB drei Gigabyte Speicherplatz (Prezi lediglich 100 MB), eine Pro-Version mit 3 Gigabyte Speicher kostet 40 Dollar monatlich. Organisationen, die statt dem Ahead-Logo ihr eigenes anzeigen lassen wollen, müssen mehr zahlen.” source [...]

  2. [...] Alle, die sich für prezi interessieren, sollten sich auch Ahead [...]

  3. [...] Prezi-Konkurrent Ahead bietet bisher keine Software für das iPad. [...]

 
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