Nützliche Helfer:
12 Dienste, um Dateien
online zu speichern

Ob für Backups, gemeinsamen Dateizugriff oder als Alternative zum USB-Stick: Das Speichern von Dateien im Netz hat viele Vorteile. Wir stellen 12 praktische Dienste vor.

Dateien online zu speichern, hat viele Vorteile. Erstens verringert sich die Gefahr eines Datenverlusts, da man stets ein Backup hat. Zweitens lassen sich Dateien leichter mit anderen teilen, und drittens kann man auch von anderen Rechnern als dem eigenen auf sie zugreifen.

Wer sich des latent vorhandenen Sicherheitsrisikos von Onlinestorage bewusst ist und entsprechend auf den Upload hochsensibler Dateien ins Netz verzichtet, der kann aus einer Reihe praktischer Dienste wählen, die kostenlos dauerhaften Speicherplatz in der Cloud anbieten und diesen gegen Entgelt meist auch noch erweitern.

Hier sind 12 praktische Dienste, um Dateien online zu speichern, geordnet nach der Menge des in der Gratis-Version angebotenen Speicherplatzes:

Windows Live SkyDrive

Microsoft bietet mit Windows Live SkyDrive den großzügigsten Onlinespeicher aller Anbieter in dieser Liste: Satte 25 Gigabyte gibt es für Benutzer mit einem Windows Live-Zugang kostenlos. Für hochgeladene Dateien besteht eine Begrenzung auf maximal 50 Megabyte. Dateien lassen sich auch mit nicht registrierten Nutzern per http-Link teilen, ansonsten ist der Funktionsumfang allerdings äußerst begrenzt.

humyo

humyo hat Niederlassungen in mehreren europäischen Ländern und bezeichnet sich als der “größte unabhängige Online Speicherplatz Provider in Europa”. Das kostenfreie Paket bietet 10 Gigabyte Platz, 5 Gigabyte für Mediendateien und 5 Gigabyte für andere Dateien, die auch mit nicht registrierten Nutzern geteilt werden können. Eine maximale Dateigrößenbegrenzung gibt es nicht.

Gmail

Bei Googles E-Mail-Dienst Gmail erhält jeder 7,5 Gigabyte Speicher für seine Mails. Niemand hindert einen daran, Gmail für das Speichern von Daten einzusetzen. Anhänge können bis zu 25 Megabyte groß sein. Wer doch einmal an das Speicherlimit stößt, kann sich für fast schon witzige 5 Dollar im Jahr (!) 20 Gigabyte hinzukaufen, die zwischen Gmail und Googles Fotodienst Picasa aufgeteilt werden.

Dropbox

Dropbox ist ein persönlicher Favorit. In der Gratis-Variante erhalten Nutzer 2 Gigabyte Onlinespeicher, den sie zwischen mehreren Rechnern (Windows, Mac, Linux) sowie mobilen Geräten wie iPhone oder Android-Smartphones ohne Begrenzungen synchronisieren können. Auch ein Zugriff über die Weboberfläche ist möglich. Brandneu sind die iPad-Applikation und eine API zur Integration von Dropbox-Funktionalität in andere mobile Anwendungen.

ZumoDrive

Auch ZumoDrive erlaubt in der kostenlosen Version den Zugriff auf 2 Gigabyte Speicher ohne Einschränkungen sowohl vom Desktop (Windows, Mac, Linux) als auch aus dem Web und von mobilen Geräten. Der Unterschied zu DropBox ist, dass Dateien nur bei Bedarf aus der Cloud “gestreamt” und nicht automatisch synchronisiert werden.

SugarSync

Wie Dropbox und ZumoDrive gibt’s auch bei SugarSync 2 Gigabyte kostenlos für das cloudbasierte Sichern und Synchronisieren von Dateien sowie Zugriff über mobile Apps. Der Gratis-Zugang findet sich etwas versteckt hier und erlaubt das Syncen von zwei Computern.

Syncplicity

Syncplicity ist der vierte Anbieter im Bunde, der das Synchronisieren zwischen Endgeräten und der Cloud erlaubt. Im Free-Paket sind wie bei der Konkurenz 2 Gigabyte inbegriffen, die zwischen zwei Rechnern synchronisiert werden können.

Google Docs

Seit einiger Zeit kann man bei Googles Textverarbeitungstool Google Docs (“Text & Tabellen”) beliebige Dateiformate hochladen und den Dienst somit zu einem Onlinespeicher umfunktionieren. Zur Verfügung stehen 1024 MB, eine maximale Dateigröße gibt es offenbar nicht (der Testupload von einer 120 MB-Datei funktionierte problemlos). Geteilte Dateien lassen sich über einen http-Link von nicht registrierten Usern herunterladen.

Wuala

Die Desktop-Anwendung von Wuala spendiert jedem 1 Gigabyte kostenlosen Speicherplatz. Wem das nicht reicht, der kann entweder zusätzlichen Onlinespeicher kaufen oder eigenen Platz auf seiner Festplatte freigeben, um so kostenfrei weitere Gigabyte in der Cloud von Wuala zu erhalten. Alle Daten werden von Wuala verschlüsselt. Eine maximale Dateigröße gibt es nicht.

Box.net

Box.net bietet einen extrem vielseitigen Onlinespeicher-Dienst. Das Gratis-Paket beinhaltet nicht nur 1 Gigabyte Platz auf den Box.net-Servern (Dateien dürfen maximal 25 Megabyte groß sein) mit verschiedenen Sharing-Funktionen, sondern auch eine Integration verschiedenster Drittanbieter, um Dateien direkt in der Cloud mit anderen gemeinsam zu bearbeiten.

drop.io

Bei drop.io lassen sich so genannten “Drops” erstellen, in die man beliebige Dateien mit einer Gesamtgröße von 100 Megabyte hochladen kann. Drops lassen sich mit einem Passwort schützen, per E-Mail befüllen und auf vielseitigen Wegen mit anderen teilen. Dank einer API wurde drop.io auch bei einigen externen Applikationen integriert.

Evernote

Auch wenn Evernote primär als ultimatives Onlinenotizbuch oder “zweites Gehirn” auftritt, lassen sich bei dem populären Tool natürlich auch Dateien speichern. Allerdings beinhaltet die kostenlose Variante lediglich 40 Megabyte an Traffic pro Monat, und selbst ein Premium-Upgrade bietet “nur” 500 Megabyte Traffic. Insofern empfiehlt sich Evernote maximal als Online-Dateiablage für Dokumente und andere Dateien geringer Größe.

CloudApp

CloudApp landet am Ende dieser Liste, da unklar ist, wie viel Speicherplatz Nutzern geboten wird. Mehr als bei Evernote und Drop.io sind es aber mit Sicherheit – ein Testupload mit einer 120 MB-Datei verlief problemlos. CloudApp erlaubt Mac-Nutzern, Dateien mit zwei Klicks per Drag and Drop hochzuladen und mit Freunden zu teilen. Windows-Anwendern steht eine minimalistische Browser-Oberfläche zur Verfügung.<

(Illustration: stock.xchng)

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21 Kommentare

  1. scanlines
    schrieb am 11. Mai 2010 um 09:15 Uhr (#)

    Wer sich des latent vorhandenen Sicherheitsrisikos von Onlinestorage bewusst ist und entsprechend auf den Upload hochsensibler Dateien ins Netz verzichtet

    Selbst dieses Problem — berechtigter Hinweis allerdings — kann mit etwas Wissen und v. a. eben Bewusstsein gelöst werden, z. B. indem man mittels Truecrypt (http://www.truecrypt.org/) oder einer anderen Verschlüsselungssoftware seiner Wahl einen entsprechend geschützten “Container” in der Cloud anlegt.
    In diesem landen dann die eigentlichen Daten.

    Eine Suche bspw. nach “truecrypt dropbox” spuckt zahlreiche Anleitungen hierzu aus.

  2. Andreas Von Gunten
    schrieb am 11. Mai 2010 um 09:26 Uhr (#)

    Was ich hier noch anfügen würde, ist JungleDisk mit Amazon S3. Diese Lösung ist auch sehr preisgünstig und hat den Vorteil, dass man mit dem eigenen Amazon AWS Account arbeitet. Das bedeutet, dass die Daten auch dann noch verfügbar sind, wenn JungleDisk den Laden dicht machen würde. Und dass man mit verschiedenen Clients auch von anderen Anbietern und via API auf die Daten zugreifen kann. Die “Diskgrösse” bei Amazon ist faktisch unbegrenzt und der Preis passt sich dynamisch dem Verbrauch an, man muss also nicht 50 Gbyte nehmen, wenn man nur 22 braucht im Moment.

  3. Gabor
    schrieb am 11. Mai 2010 um 10:08 Uhr (#)

    Ein weiteres Tool für die Liste:

    http://www.backupify.com/

    Nutze es, um meine Daten von Flickr, Twitter, Facebook und Gmail zu sichern.

  4. Oliver Springer
    schrieb am 11. Mai 2010 um 14:10 Uhr (#)

    Die 25 GB bei Windows Sky Drive sind ein wirklich großzügiges Angebot. Der geringe Funktionsumfang wäre gar nicht schlimm, aber die Benutzeroberfläche ist leider überhaupt nicht komfortabel.

    Da wünsche ich mir einen Upload-Manager, wie ihn GMX anbietet. Wer bei GMX eine kostenlose E-Mail-Adresse nutzt, hat 1 GB Speicherplatz, auf den auf verschiedene Weise zugegriffen werden kann.

    Wer eines der beiden kostenpflichtigen E-Mail-Angebote von GMX bucht, bekommt 5 bzw. 10 GB Speicherplatz und das zu einem akzeptablen Preis.

    Das solltet Ihr in eine nächste Liste dieser Art aufnehmen.

  5. Disharmonie
    schrieb am 11. Mai 2010 um 19:54 Uhr (#)

    was in der liste fehlt:
    * microsoft mesh: http://www.mesh.com
    5 gb speicherplatz, brauchbarer+zuverlässiger client, schöne weboberfläche, keine file-größenbeschränkung, kostenlos.

    sehr nett beim client: man kann den “webstorage” vom syncen ausnehmen, um beispielsweise nur zwischen desktop und notebook im (lokalen) netz die gewünschten ordner abzugleichen (nimmt dann auch nicht einen teil des 5 gb online-speichers in beschlag).

    wer jetzt verwundert ist, warum ms neben skydrive dies auch noch anbietet: die “cloud”-strategie von ms ist eher dem motto “viel hilft viel” gewidmet. um bspw. (office)dateien online auszutauschen hat man derzeit/bald folgende möglichkeiten:

    * docs.com (integration mit facebook)
    * microsoft skydrive (wird mit office2010 zu einer google-docs alternative ausgebaut)
    * microsoft sharepoint office webapps (für firmen, können das inhouse hosten, kostet aber richtig geld)
    * microsoft mesh
    * microsoft office live workspace (http://workspace.office.live.com)
    * microsoft groove (in office dabei)

    wenn sich da nicht jemand verzettelt…

  6. Jeffrey
    schrieb am 11. Mai 2010 um 19:55 Uhr (#)

    Schöne Übersicht!

    Ich nutze selber auch GMail für meine Mails sowie Evernote für die ganze Aufgabenverwaltung, da ich darauf auch mobil, beispielsweise vom iPhone aus zugreifen kann.

  7. fortrabbit-frank
    schrieb am 11. Mai 2010 um 23:35 Uhr (#)

    Warum so weit schauen? Der Berliner Webhoster bietet neuerdings ein Produkt mit Namen HiDrive an. Mich spricht die Darstellung zwar nicht an, aber Zugang über FTP, WebInterface, Webdav?, RSync klingt doch schon ganz gut. Dadrunter liegt wohl ein ZFS, welches Snapshots erlaubt.

  8. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 12. Mai 2010 um 05:57 Uhr (#)

    Danke für eure Ergänzungen!

    @ fortrabbit-frank
    Ist zwar per se ein kostenpflichtiger Dienst (und passt daher nicht in die Liste oben), aber sieht dennoch ganz interessant aus. 100 Gig für 3,90 Euro monatlich, das ist ok.

    http://www.strato.de/hidrive/index.html

  9. Markus
    schrieb am 12. Mai 2010 um 10:17 Uhr (#)

    Wir haben vor ca. 1 Jahr einen Check der Dienste gemacht – insbesondere in Bezug auf die Einfachheit der Bedienung. Das Konzept von dropbox, was einfach als weiterer Unterordner auf der Festplatte exisitiert und sich entsprechend einfach synced sobald man online ist, hat sich echt bewährt. Man muss sich einfach um nichts kümmern und gibt je nach Projekt Ordner frei und hat auch die Möglichkeit temporäre Zugänge zu ermöglichen. 2 GB sind in der Regel auch ausreichend – allerdings bei größeren Projekten mit viel Grafik stößt man an Grenzen (wenn man den alten Kram nicht aufräumt).

    Strato habe ich auch schon genutzt, fand es recht langsam.

  10. Heiko
    schrieb am 12. Mai 2010 um 12:35 Uhr (#)

    Gmail als Zwischenspeicher mittels Anhänge zu nutzen funktioniert recht gut und man hat immer alles parat – wenn Dropbox der Favorit ist, dann muss ich es doch glatt mal testen – das File-Sharing Feature ist auf jeden Fall ein Vorteil gegenüber Gmail, wenn es doch mal eine größere Datei auszutauschen gilt.
    Auf jeden Fall guter Überblick-

  11. Thomas
    schrieb am 12. Mai 2010 um 12:54 Uhr (#)

    Schöne Zusammenfassung, doch mirt fehlt noch einer.
    Da muss ich doch mal für “German Engineering” eine Lanze brechen.

    Aus Augsburg/Bayern kommt noch der Daten und Filesharing Dienst Filespots. Die Entwickler hinter http://www.filespots.com haben gerade neue features eingebaut, und Sie haben auch erst vor kurzem eine Open Source Version für Unternehmenskunden auf den Markt gebracht.

  12. Manuel
    schrieb am 12. Mai 2010 um 14:17 Uhr (#)

    http://www.soonr.com

    zwar nur 2GB online zum nulltarif verfügbar, dafür aber äußerst angenehme oberfläche mit vielen features und automatischem sync wenn mal eine datei geändert wird…

  13. Benjamin
    schrieb am 12. Mai 2010 um 15:22 Uhr (#)

    Erwähnenswert ist noch der Anbieter Gigabank (http://www.gigabank.de). Hier wird nicht Speicherbezogen abgerechnet sondern das Uploadvolumen.
    Das kleinste Paket mit 5GB kostet 29,90€ und schützt die Daten für 5 Jahre.

    Falls jemand schon Erfahrung damit gemacht hat würde ich mich freuen mehr darüber zu erfahren.

  14. Jens
    schrieb am 12. Mai 2010 um 15:25 Uhr (#)

    Mir fehlt die Erwähnung von Ubuntu One

  15. David
    schrieb am 12. Mai 2010 um 16:18 Uhr (#)

    Dropbox lässt sich über ein Referal-System auf bis zu 10GB gratis Platz erweitern, 2GB sind ja doch etwas wenig.
    Drop.io ist zeitlich begrenzt und deshalb wenig sinnvoll.

    Wichtig fände ich noch, hervorzuheben, welcher Dienst über eine eigene Software verfügt. Backups im Hintergrund bei Dropbox sind natürlich wesentlich komfortabler, als wenn ich bei GMail die Daten einzeln hochladen bzw. hin mailen muss.

  16. gutu
    schrieb am 12. Mai 2010 um 21:11 Uhr (#)

    http://mozy.com sollte auch noch genannt werden (mein ref-link: http://bit.ly/backupmozy ;-))

    Entweder 2GB gratis oder für monatlich ca. 4,50 Dollar unbegrenzten Speicherplatz

  17. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 12. Mai 2010 um 22:41 Uhr (#)

    Schön, es sind ja noch einige nette Ergänzungen hinzugekommen. Selbst Ubuntu mischt also mit…

  18. Peter Weiser
    schrieb am 13. Mai 2010 um 09:48 Uhr (#)

    Hab noch etwas gefunden: Das Mediencenter der Telekom.

    Dort gibts 1GB for free (man muß sich halt ne t-online.de E-Mailadresse holen), ne interessante komfortable Oberfläche und vorallem viele verschiedene Zugriffsmöglichkeiten (mobiler Browser, Android und iPhone Apps, Upload-Software und sogar Zugriff über den Fernseher via Entertain). Sieht vielversprechend aus, aber leider noch ohne Syncfunktion, daher nutze ich dafür Dropbox.

    Telekom Mediencenter

  19. Online Speicher
    schrieb am 22. November 2010 um 23:52 Uhr (#)

    Zur Information: Humyo wurde von TrendMicro eingestellt, es ist nur noch das SafeSync auf der Humyo Webseite zu bekommen. Wer auf der Suche nach Online Speicher ist, kann unter http://www.online-speicher.info viele Anbieter direkt miteinander vergleichen.

    1. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 23. November 2010 um 01:08 Uhr (#)

      Danke für den Hinweis. Aber Trend Micro SafeSync scheint ja im Prinzip das Gleiche zu sein wie Humyo, nur in neuem Branding, oder?

  20. Schulze Thomas
    schrieb am 22. November 2010 um 23:58 Uhr (#)

    Mein Favorit ist Filespots.com, die machen für mich den besten Job.

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