Digitale Musik:
Jetzt hat auch steereo
eine iPhone-App
Der Konkurrenzkampf zwischen Deutschlands On-Demand-Musikdiensten simfy und steereo wird intensiver: Jetzt bietet auch steereo eine iPhone-Applikation.
Nur wenige Tage nachdem simfy seine mobilen Applikationen für iPhone und Android-Geräte veröffentlicht hat, zieht der Konkurrent steereo nach: Ab sofort können zahlende Premium-Nutzer des Musikdienstes die steereo-Applikation für das iPhone installieren.
Die frisch geschlüpfte Anwendung erlaubt das On-Demand-Streaming aller Songs des persönlichen steereo-Musikprofils sowie des gesamten, rund zwei Millionen Titel zählenden steereo-Katalogs inklusive aller Radiokanäle.
Während die simfy-Applikation optisch stark an das große Vorbild Spotify angelehnt ist, geht steereo in der Gestaltung einen eigenen Weg. Allerdings fehlt bei steereo momentan noch das bei simfy vorhandene Offline-Feature, mit dem sich Musik auch anhören lässt, wenn gerade keine Internetverbindung vorhanden ist. Besitzer von Android-Handys müssen sich noch einige Wochen gedulden, an der App wird noch gearbeitet. Neu bei steereo ist neben der iPhone-App auch die Last.fm-Unterstützung.
Interessant sind die Unterschiede in der Preisgestaltung beider Freemium-Dienste: simfy kostet in der Premium-Version, die für die Verwendung der mobilen Applikationen notwendig ist, 9,99 Euro monatlich mit sofortiger Kündigung spätestens drei Tage vor Monatsende. Wer vorher testen will, kann die siebentägige Probephase nutzen.
steereo berechnet in der Premium-Variante 9,99 Euro pro Monat ohne Vertragslaufzeit, 4,99 Euro monatlich bei sechs Monaten Laufzeit bzw. 2,99 Euro monatlich bei einem Jahr Laufzeit. Zum Ausprobieren kann jeder einen Monat lang steereo Premium gratis nutzen. Das Bezahl-Paket beinhaltet auch eine Desktop-Anwendung, die bei simfy noch in der Entwicklung ist.
steereo bietet also ein verbilligtes Abo, hat aber nur ein Drittel so viele Titel lizensiert wie simfy (rund 6 Millionen) – von denen bei simfy jedoch noch nicht alle verfügbar sind.
Die nächsten Monate werde äußerst spannend, was den Konkurrenzkampf zwischen steereo (Holtzbrinck) und simfy (Music Networx) betrifft. Beide Anbieter haben 2010 deutlich das Tempo angezogen und tun viel dafür, digitales On-Demand-Streaming von Musik zu einem allgegenwärtigen Massenphänomen zu machen. Wir bleiben am Ball!

























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steereo will zukünftig die Preisgestaltung ändern, habe ich irgendwo gelesen. Und Simfy kann übrigens auch scrobbeln. Jedenfalls lässt sich das Scrobbeln in den Simfy-Settings aktivieren (leider scheint es aber derzeit technische Probleme zu geben, denn die Scrobbels kommen auf Last.fm nicht an).
Ich warte trotz allem weiterhin sehnsüchtig und gespannt auf das GEMA-Approval für Spotify! Wieso kann eigentlich eine Organisation entscheiden, wer in Deutschland streamen darf und wer nicht?
@Andreas: Weil Spotify nun mal nicht die GEMA-Forderungen bzgl. der Vergütung erfüllt. Spotify möchte ein Abonnenten-basiertes Abgabemodel, die GEMA dagegen eine Abgabe pro gestreamten Titel. Das scheint Spotify zu teuer zu sein.
Das scheint Spotify nicht nur zu teuer zu sein, das ist zu teuer für solche Musikstreamingdienste. Die Frage wäre, ob Simfy/Steereo auch per Stream abdrücken müssen oder ob diese mit einem per User Modell an die GEMA abführen “dürfen”. Wie dem auch sei, die GEMA ist aus Verbrauchersicht jedenfalls eine absolute Innovationsbremse für Deutschland und bestimmt scheinbar diktatorisch, wie der Musikmarkt hier in Deutschland auszusehen hat. Frage mich nur, ob so ein Gebahren EU-konform ist, was den freien Wettbewerb über alle EU-Länder angeht…