Facebook:
Ein Diagramm sagt mehr
als tausend Worte
Wir hatten euch aufgerufen, an einer Umfrage zur aktuellen Entwicklung bei Facebook teilzunehmen. Das Ergebnis muss Facebook beunruhigen.
Das Ergebnis ist in keiner Weise repräsentativ, zeigt aber deutlich, was versierte, gut informierte und aktive User – typische netzwertig.com-LeserInnen also – von Facebooks jüngsten Vorstößen halten: 65 Prozent oder 206 Befragte beurteilen die Entwicklung des Social Networks zumindest tendenziell negativ.

Das entstandene Stimmungsbild stimmt mit dem allgemeinen Echo in der internationalen Blogosphäre überein. Grund zur Sorge für Facebook, das mal mit MySpace darüber sprechen sollte, was es bedeutet, wenn Early Adopters ihre Loyalität aufkündigen und sich von einem Dienst distanzieren.
P.S. Die Farbwahl stammt von twtpoll.com, über das die Umfrage lief.




















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Seltsame Farbwahl. Warum nicht kräftiges Grün für “ausschließlich positiv”, helles Grün für “tendenziell positiv”, helles rot für “tendenziell negativ”, kräftiges Rot für “ausschließlich negativ” und Grau oder Geld für “unentschlossen”? So wie es jetzt ist, schaut es nicht nach einer guten Farbwahl aus.
Die Farben kommen von twtpoll.com, über das die Umfrage lief.
Tendentiell richtig, Martin – auch das Ergebnis der Umfrage überrascht in diesen Tagen nicht. Der Unterschied zu Deinem Beispiel ist aber, dass es zu MySpace eine Alternative gab, die zum richtigen Zeitpunkt schon ordentlich Fahrt aufgenommen hatte. So eine Alternative zu Facebook sehe ich derzeit noch nicht…
Korrekt. Und das ist schon ein gewisses Problem.
Hätte eigentlich erwartet dass die Umfrage noch mehr Richtung “negativ” ausfällt. Wäre ich Facebook, würde ich mir trotzdem nicht gross Sorgen machen. Bei vielen Leuten ist das Gejammer gross, Konsequenzen ziehen die wenigsten. Das gilt am Stammtisch wie im Internet.
Zumal die Neuerungen von FB keine direkten Auswirkungen haben. Dass man vielleicht zu viel von sich preisgegeben hat merkt man meist erst später. Anders wäre es, wenn FB neu Geld verlangen würde. Das wäre für jeden sofort spürbar.
@Manuel:
Genau so ist es!
Mann kann über Facebook meckern so viel man will. Solange keiner von uns die Eier dazu hat seinen Account zu löschen, wird sich daran auch nichts ändern!
Die meisten der 08/15-user wissen nicht wie tiefgreifend facebooks aktuelle Änderungen sind. Das würde sich aber im Nu ändern wenn einige unserer deutschen Top-Blogger ihren Account löschen würden und es auch gleichzeitig deutlicher kommunizieren.
„Das Denken für sich allein bewegt nichts, sondern nur das auf einen Zweck gerichtete und praktische Denken.”
(Aristoteles)
Eins nach dem anderen ;)
Höre ich da einen aufkeimenden Plan heraus?
Flashmob 30.05. – an diesem Tag wechselt das gesamte Netz gleichzeitig zu… sagen wir mal netlog.com oder so… Wie wär’s? ;)
Gerad so spontan ausgedacht. Aber ob wir dann zufrieden sind? …
Das wäre zumindest schonmal ein Anfang. Die Frage ist wie viele mitziehen und ob es auch einen nachhaltigen Effekt haben würde.
Einen Versuch ist es sicherlich wert.
netlog.com? Hab ich bis vor 5 Sekunden noch nie gehört. Eigenartig. Werben diese doch mit 60 Millionen Mitglieder. Und von so einer Seite, erfährt man in den Comments – tz. ;)
Kritik zur Kenntnis genommen ;)
Angeblich Europas größtes Social Network oder so. Ich kenne aber niemanden, der dort ist.
Vor einiger Zeit habe ich mir Netlog mal angeschaut. So wie ich das gesehen habe ist es auf junge Leute ausgerichtet. Also nichts für uns, ausser wir wollen mit “surfergirl15″ oder “xXsunnyboy96Xx” befreundet sein. ;-)
Die Idee mit dem Flashmob finde ich trotzdem gut. Ihr findet sicher eine geeignetere Site dafür…
In dem Bereich sollte meiner Meinung nach unbedingt eine große Umfrage, die auch grenzenüberschreitend ist gemacht werden, da ich der Meinung bin, Facebook sollte erfahren, wie man über die Entwicklung denkt. Ich bin auch weniger begeistert als noch vor 2 Jahren, es entwickelt sich auf jeden Fall nicht mehr so gut.
“Das Ergebnis muss Facebook beunruhigen.”
Meldet ihr euch jetzt alle ab? ;)
Wir haben soeben für mehr als 100’000 Kunden Facebook in eine Applikation integriert. Die Auftraggeber und technikaffine Geschäftsführer finden, da hat es tendenziell ganz geiles Zeugs darunter :-)
Kann ich durchaus nachvollziehen. Das ist ja das Dilemma.
Dies Blogeinträge hängen mir zum Hals raus. Jeder Blogger schreibt berechtigterweise, was ihn bei Facebook stört und was alles inakzeptabel sind. Und doch wird im nächsten Moment der Facebook-Like-Link eingebaut, Bilder aus dem eigenen Facebook-Profil verlinkt und ein Gewinnspiel über Facebook gestartet. Die deutsche Blogospähre verhält sich wie Alkoholabhängige; man weiß die Droge nicht gut ist und doch wird immer wieder zugegriffen. Wie es smeiko schon schreibt, keiner zieht die längst notwendigen Konsequenzen. Stattdessen werde ich von Freunden und Bekannten schief angeschaut, wenn ich sage, dass ich keine Einladungen zu diesem Netzwerk erhalten will und nicht bei Farm-Spielen mit meinen 11549723145 virtuellen “Freunden” mitmache.
Gerade bei netzwertig wurden zuletzt vermehrt völlig korrekte Analysen zu facebook veröffentlicht und trotzdem kann ich diese Geschichte dann möglichst bei Facebook empfehlen und zur Facebook-Seite wechseln. Was für eine Farce.
Naja letztlich müssen wir halt dennoch für Leser sorgen. Und die sind nun einmal vermehrt bei Facebook. Ich verstehe deine Reaktion völlig. Es ist ein Widerspruch, aber einer, aus dem es nicht so einfach einen Ausweg gibt.
Um mich kurz selbst zu zitieren: “Das ist ja das Dilemma”
Ich sehe kein facebook-Problem. Ich sehe dafür ein anderes Problem, und das nennt sich Größe. Mit ihr kommen die Nörgler, Spektiker, Zweifler und Kritiker. Aktuelle Beispiele neben facebook heißen Google und demnächst auch twitter.
Naja Sachar damit unterstellst du jetzt allen inklusive mir pauschale Nörgelei, Zweifel und Skepsis. Damit machst du’s dir etwas einfach, finde ich.
Der Facebook-Kritiker hat häufig ganz andere Motive als der Google-Kritiker.
Natürlich mache ich es mir einfach, denn ich erwähne nicht, dass mit Größe nicht selten auch Größenwahn einhergeht. Nur würde ich das weder facebook noch Google oder sonst einem rasant gewachsenem Unternehmen unterstellen. Du darfst es aber gerne machen, und ich werde es weiterhin mit großem Interesse lesen.
Äußere dich mal demnächst in den Artikeln, in denen es um spezifische Facebook-Features bzw. -Vorstöße geht. Da kann man dann leichter über die Details sprechen. Dieser Beitrag hier ist von allen Facebook-Artikeln der letzten Zeit der denkbar ungünstigste dafür.
Das denke ich nicht. Um ganz ehrlich sein: Einzelne Features entscheiden nur ganz selten über die Reputation einer Plattform oder eines ganzen Unternehmens. Vielmehr ist es der (leicht) arrogante Umgang mit den Sorgen der Kritiker, der dazu führt, dass sich die User in Lichtgeschwindigkeit abwenden, s. MySpace. Und darum glaube ich auch, dass dieser Artikel hier der interessante ist, der zuletzt bei netzwertig zu facebook online ging. Weil er dokumentiert, dass facebook im Begriff ist, den Boden unter den Füßen zu verlieren.
Gut die Kurve gekriegt ;)
Facebook glaubt, dass es unersetzlich ist. Ist es aber nicht. Ich nutze Facebook, aber ich könnte auch jederzeit wieder auf andere Kommunikationskanäle ausweichen. Wenn ich der Meinung bin, dass der Nutzen von Facebook nicht mehr überwiegt, steige ich um. Lässt sich mit Suchmaschinen übrigens auch prima testen.
Ich finde es immer schlimm wenn ander keine Ideen haben und sich dann über Firmen wie z.B. Facebook aufregen. Das selbe hört man immer über google. Zu große marktposition usw. usw. aber das dies schwer erarbeite wurde daran denkt keiner. Auch der Facebook ist nur durch gute Ideen so gewachsen und ich wünsche dem Unternehemn auch weiterhin viel Erfolg.
DSl?!
Deine Aussage war ja wohl mehr als nicht überdacht. Es geht doch nicht darum, ob man Facebook den Erfolg gönnt, sondern ob es nicht eine gefährliche veränderung ist das so viele Menschen sich anmelden, nutzen und unglaublich viel von sich preisgeben. Die Tatsache, das es wirklich nützlicheres, wichtigeres und weniger lebensverschwenderisches gibt, als Facebook, liegt ja wohl klar auf der Hand.
Ich selber nutze als 18 Jährige Facebook, kenne mich dort sehr genau aus, bemerke aber auch den Suchtfaktor, der bei mir noch nicht mal so stark ausgeprägt ist, wie bei manch anderen meiner Freunde.
De Tatsache das man durch Facebook so viel, in nur so kurzer zeit über einen “Freund” weiß, ist beängstigend, vom Datenklau vieler Werbefirmen ganz abgesehen.
Liebe Grüße