schülerVZ:
Erneut Mitglieder-Datensätze aufgetaucht

Wieder einmal sind Mitglieder-Datensätze aus schülerVZ an die Öffentlichkeit geraten.

schülerVZ
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Wieder ist es einem User gelungen, Mitgliederdaten aus Holtzbrincks Schüler-Community schülervz zu exportieren. Offenbar handelt es sich um 1,6 Millionen Datensätze von minderjährigen Nutzern. Bereits im Oktober 2009 kam es zu einem ähnlichen Vorfall, der letztlich zum Selbstmord des Users führte, der die VZ-Netzwerke mit den Daten zu erpressen versuchte.

Aufgedeckt wurde der neuerliche Vorfall von netzpolitik.org, das außerdem ein Interview mit dem User geführt hat, der die aktuellen Datensätze gecrawlt hat.

studiVZ weist in einer Pressemitteilung darauf hin, dass es sich nicht um ein Datenleck sondern um einen Verstoß gegen die AGB des Netzwerks handele, welche das Crawlen von Daten untersagen.

Auch Spiegel Online hat den Vorfall aufgegriffen und ihn aktuell zum Top-Thema auf der Titelseite gemacht.

So unangenehm das Ereignis für die VZ-Gruppe auch ist, so sehr bleibt die Frage, ob es überhaupt möglich ist, das Crawlen von Daten aus Social Networks effektiv und dauerhaft durch Captchas und andere Schutzvorrichtungen zu unterbinden. Sofern man allerdings dem netzpolitik.org-Interview Glauben schenken darf, hat schülerVZ trotz anderslautender Behauptungen wenig dafür getan, Daten-Crawling zu verhindern oder zu erschweren.

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7 Kommentare

  1. Knut
    schrieb am 4. Mai 2010 um 13:08 Uhr (#)

    Wirklich ein lohneswerter Artikel und gute Aufbereitung von Florian Strankowski.

  2. Alf
    schrieb am 4. Mai 2010 um 17:19 Uhr (#)

    na da hoffen wir doch mal das ihm nicht das gleiche Schicksal wie dem lezten Crawler passiert…

  3. Jona
    schrieb am 4. Mai 2010 um 22:20 Uhr (#)

    Mir ist es unbegreiflich, warum sich die SchülerVZ-Betreiber in diesem Punkt jeglicher Verantwortung entziehen. Wenn ich lese, dass Crawlen “wie das kopieren aus einem Telefonbuch sei”, würde ich glatt für ein Verbot von Social Netorks für Minderjährige plädieren. Als ob in einem Telefonbuch Namen mitsamt Schule und Interessen von Kindern stehen würden. Ein Paradies für Pädophile und Web-2.0-Worker ohne Anstand. Pfui.

  4. Iris
    schrieb am 5. Mai 2010 um 11:08 Uhr (#)

    Sehr interessanter Artikel. Ich denke, dass Betreiber dieser Netzwerke zum einen alles daran setzen sollten, ihr Netzwerk soweit wie möglich abzusichern. Andererseits sind meiner Meinung nach besonders bei schülerVZ die Eltern dran, da ein wenig auf ihre Kinder zu achten und diese aufzuklären. Vielen ist glaube ich gar nicht bewußt, wie schlecht es ist, soviel von sich öffentlich preis zu geben.

    VG Iris

  5. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 5. Mai 2010 um 11:11 Uhr (#)

    Die Frage ist, wie empfänglich ein Kind für sowas ist. Ich hab selbst noch keine Kind, kann es also nicht beurteilen. Aber zum Kindsein gehört es ja nun mal dazu, dumme Dinge zu tun und sich nicht immer über die Konsequenzen des eigenen Handels im Klaren zu sein ;)

  6. Berkay Bay
    schrieb am 5. Mai 2010 um 16:21 Uhr (#)

    @Martin Weigert

    Stimmt und es ist nicht möglich dem Kind dauerhaft hinterherzuschauen, was es gerade macht.

    Und Aufklärung bei vielen Elternteilen ist auch nicht einfach möglich, da sie zum Teil selber aufgeklärt werden müssen.

  7. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 5. Mai 2010 um 16:24 Uhr (#)

    Und Aufklärung bei vielen Elternteilen ist auch nicht einfach möglich, da sie zum Teil selber aufgeklärt werden müssen.

    Wohl wahr!

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