“Die Welt”:
Die erste deutsche Medien-iPad-App enttäuscht

Axel-Springer-CEO Döpfner lässt sich im amerikanischen Fernsehen als digitaler Visionär feiern, und seine Firma hat schon eine erste iPad-App auf dem Markt. Das wäre wunderbar, wenn zwischen Anspruch und Wirklichkeit nicht so ein grosser Graben läge.

Welt-App
Welt-App

Wer am Dienstag die legendäre amerikanische Interview-Sendung “Charlie Rose” einschaltete, staunte als Europäer nicht schlecht. Da sass Axel-Springer-CEO Mathias Döpfner und erklärte den Amis, wie digitale Medien gehen. Sein Unternehmen mache mehr digitalen Umsatz als jeder andere grosse Zeitungsverlag auf der Welt, erklärte Döpfner, und natürlich wäre man auch schon zum Marktstart mit einer ersten tollen App für das iPad zur Stelle, und zwar für das Flaggschiff des Hauses, “Die Welt”.

Als frischgebackener iPad-Besitzer ist man da natürlich beeindruckt und will sich sofort die erwähnte App herunterladen. Doch damit fangen die Probleme schon an: Mit dem Suchbegriff “Die Welt” findet man in Apples App Store zwar allerlei Geographisches, aber keine Zeitung. Auch in der Medienkategorie ist nichts zu sehen von der bekannten deutschen Publikation.

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Paperboy:
Mit iPhone-Anwendung
Printmedien digitalisieren

Wer gerne die gedruckte Tagespresse oder Magazine liest, hatte es bisher schwer, Inhalte weiterzuempfehlen. Das Schweizer Startup kooaba will dieses Problem mit seiner iPhone-Applikation Paperboy lösen.

kooaba
kooaba

Stellt euch vor, ihr lest einen Printtitel und stoßt auf einen interessanten Artikel, den ihr gerne mit anderen teilen möchtet. Oder der Beitrag erwähnt ein bestimmtes Video oder einen speziellen Song. Bisher waren die Möglichkeiten zum Weiterempfehlen der Lektüre oder zum schnellen “Weitersurfen” zur angegebenen Quellen begrenzt. Das Schweizer Startup kooaba hat sich diesem Problem angenommen und eine spannende Lösung gefunden: Paperboy.

Bei Paperboy handelt es sich um eine iPhone-Applikation auf Basis der von kooaba entwickelten Bilderkennungstechnologie Smart Visuals. Nutzer können mit Hilfe ihrer iPhone-Kamera einen Schnappschuss des Printartikels machen, den sie weiterempfehlen oder zu dem sie weiterführende Informationen haben möchten, und sich anschließend von der Paperboy-Anwendung die digitale Version des jeweiligen Texts servieren lassen.

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TEST // Fotostrecke

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Wikipedia und WikiLeaks:
Auch Nonprofit braucht Geld

Die Nonprofit-Projekte Wikipedia und WikiLeaks erfüllen eine immens wichtige Funktion im Netz: Sie hauchen der Vision einer gerechteren und demokratischeren Welt im Web Leben ein. Gleichzeitig stehen sie vor einem immanenten Finanzierungsproblem.

Nonprofit-Projekte wie Wikipedia und WikiLeaks bieten Millionen von Menschen ungehinderten Zugang zu Informationen und stellen mitunter Herrschaftswissen in Frage, wie gerade das Beispiel des veröffentlichten Irak-Videos zeigt. Doch für den Betrieb derartiger Plattformen braucht es mehr als Peanuts.

Erstens stellen sie Content bereit und leiden somit unter dem allgemeinen Finanzierungsproblem für Inhalte im Netz. Zweitens haben sie einen anti-kommerziellen, humanistischen Anspruch, so dass Erlösformen wie Werbung und Bezahlschranken von vorn herein ausscheiden. Drittens stehen beide vor dem Dilemma öffentlicher Güter. » weiterlesen

Spitzmarke:
Das ist der Titel

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Linkwertig:
Amazon SNS, Enquête-Kommission, Gowalla, Foursquare

Amazon
Amazon erweitert das eigene Cloud-Portfolio um einen ‘Simple Notification Service’. Anwendungen können damit das Publish/Subscribe-Modell implementieren und Benachrichtigungen in Echtzeit auf verschiedenen Kanälen offerieren.

» Amazon Simple Notification Service
» Amazon Launches Simple Notification Service for App Developers

 

Enquête-Kommission
politik-digital hat ein Kompetenz-Profil der Mitglieder der Enquête-Kommission “Internet und digitale Gesellschaft” erstellt.

Wir haben deshalb genau hingeschaut und die Bemühungen der MdB´s durchleuchtet. Wie aktiv sind sie in sozialen Netzwerken und wie sieht ihre Webseite aus? Kommunizieren sie mit ihren Fans, Freunden und Followern oder veröffentlichen sie lediglich Pressemitteilungen?

» Test: Sind Enquete-Mitglieder fit im Netz?

 

Location-Wars Pt. 1
Gowalla integriert PubSubHubbub und Activity Streams. Check-Ins werden damit schneller und differenzierter.

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friendticker:
Welche Chancen hat der
deutsche Foursquare-Klon?

US-Dienste wie Foursquare und Gowalla dominieren den noch kleinen, aber wachsenden Markt mobiler, ortsbezogener sozialer Netzwerke. Auch in Deutschland. Der Berliner Dienst friendticker möchte das ändern.

Ortsbezogene Social Networks für Mobiltelefone sind einer DER Trends dieses Jahres. Foursquare und Gowalla, Loopt und Brightkite, MyTown und Rummble heißen einige der bekanntesten Dienste, die – teilweise noch regional begrenzt – das Netzwerk-Erlebnis mit den aktuellen Aufenthaltsorten verknüpfen und erweitern.

Wie so oft kommen die führenden Anbieter im Bereich der “Location Based Services” (LBS) aus den USA. Speziell Foursquare und Gowalla gelang es in den letzten Monaten, ihren Nutzerkreis über die hartgesottenen Social-Media-Geeks hinaus langsam zu erweitern.

Erste Ansätze in die boomende LBS-Richtung gibt es zwar auch bei Startups aus dem deutschsprachigen Raum – aka-aki, dailyplaces (Review) oder Tagcrumbs (Review) seien als Beispiele erwähnt – aber insgesamt scheint es bisher nicht so, als wenn hiesige Webanbieter im größeren Stil vom Buzz rund um mobile, ortsbezogene Networks profitieren können. Stattdessen stehen auch bei neugierigen Nutzern aus dem deutschen Sprachraum die schon vergleichsweise etablierten US-Services, allen voran Gowalla und Foursquare, hoch im Kurs.

Doch ein weiteres Startup aus Deutschland möchte dies nun ändern: friendticker aus Berlin schickt sich an, den Übersee-Anbietern zumindest in Teilen Europas den Wind aus den Segeln zu nehmen.

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Statistik:
Zahl aktiver deutschsprachiger Twitter-Nutzer wächst wie nie zuvor

Rund 260.000 Nutzer aus dem deutschsprachigen Raum haben sich im März aktiv am Twitter-Geschehen beteiligt – eine Steigerung um 27 Prozent im Vergleich zum Vormonat.

Twitter
Twitter
Seit einem Jahr erstellt Thomas Pfeiffer im Blog Webevangelisten jeden Monat eine Übersicht über die Zahl aktiver Twitter-Nutzer aus dem deutschen Sprachraum.

Das aktuelle Resultat für den Monat März: Ca. 260.000 Konten haben im März tatsächlich in deutscher Sprache getwittert, also mindestens einmal pro Woche einen Tweet veröffentlicht. Zur Ermittlung der Zahlen wird die öffentliche Zeitleiste im Minutentakt nach typisch deutschen Begriffen durchforstet.

Es gilt also weiterhin, dass nur ein relativ kleiner Teil aller deutschsprachigen Besucher der Twitter-Website aktiv am 140-Zeichen-Geschehen teilnimmt. Die Marktforscher von Nielsen wiesen für Februar 2,55 Millionen Besucher aus Deutschland auf, die twitter.com angesteuert haben – Anwender externer Twitter-Applikationen nicht inbegriffen. Betrachtet man beide Statistiken und rechnet zu den Nielsen-Werten noch einige hunderttausend User aus Österreich und der Schweiz hinzu, so ergibt sich ein Anteil von etwas weniger als zehn Prozent aktiver Anwender an allen deutschsprachigen Besuchern von twitter.com.

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Linkwertig:
DailyDeal, iPhone OS 4.0, Bebo, Twitter

DailyDeal
Im Grouponklon-Land jagt eine Finanzierungsrunde die andere:

“Mangrove Capital Partners (Brands4Friends, KupiVIP, Zlio, etc.) und Adinvest investieren 7 Millionen Euro in DailyDeal.de “

Dailydeal hatte zuvor schon eine Seedrunde und eine “Millionen-Finanzierung” bekannt gegeben; Samwers Citydeal hat bisher in zwei Kapitalrunden insgesamt 9 Mio. Euro erhalten.

» Groupon-Poker: Dailydeal holt sich 7 Mio. Euro von Mangrove

 

Apple
Apple wird wohl am Donnerstag das iPhone OS 4.0 vorstellen. GigaOM blickt in die Glaskugel und prognostiziert die kommenden Features.

» 6 Features to Expect in iPhone OS 4.0

 

Yahoo
Neben Google hat nun auch Yahoo das Authentifizierung-Protokoll OAuth für den eigenen E-Mail-Dienst implementiert. Drittanwendungen können also auf die eigenen Daten zugreifen, ohne dass das eigene Passwort angegeben werden muss.

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Wikileaks:
Die Medien haben versagt

Die Veröffentlichung des Videos aus einem der beiden Apache-Kampfhelikopter, die 2007 eine Gruppe Zivilisten im Irak niedermähten, ist nicht nur eine beispiellose Blamage fürs Pentagon – sondern auch und vor allem für die US-Mainstreammedien.

Es gibt einen Grund dafür, warum Verleger, aber auch Journalisten die neue Konkurrenz der Blogger und anderer selbstautorisierter Publizisten im Internet nicht mögen: Sie erlauben sich Dinge, die in der Medienwelt aus politischen und kommerziellen Gründen tabu sind.

Für manche dieser Tabus gibt es gute oder wenigstens juristische Gründe. Andere beruhen ganz einfach auf Bequemlichkeit, Kommerzdenken und der Verflechtung zwischen der «Vierten» mit der realen Staatsgewalt.

Und während das Publikum den mangelnden Biss der Mainstream-Medien bis vor einigen Jahren lediglich erahnte, kriegt es jetzt immer häufiger Beweise dafür, dass Zeitungen, TV- und Radiosender bisweilen die Wahrheit nicht an den Tag bringen wollen oder sie gar fälschen.

Ein ausserordentlich gutes Beispiel dafür ist das jetzt von Wikileaks veröffentlichte Video aus einem der beiden Kampfhelikopter der Amerikaner, welche 2007 in New Bagdad eine Gruppe von 12 Zivilisten niedermähten.

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