Neuer mufin player:
Direkter Draht in die Cloud

Die Berliner Musikentdeckungsmaschine mufin veröffentlicht eine neue Version ihrer Desktop-Software mufin player. Ab sofort lässt sich Musik von dort online sichern.

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Trotz aller rechtlicher Unwegbarkeiten ist derzeit viel Bewegung im Bereich digitaler Musik. Die schlechte Nachricht von Last.fm, das On-Demand-Streaming einzustellen, dürfte mittlerweile verdaut und durch die zahlreichen positiven Neuigkeiten fast vergessen sein:

So hat steereo einen interessanten Desktop-Player gelauncht, Spotify (in seinen sechs aktiven Märkten) die Musiksoftware für’s Social Web fit gemacht und simfy seine Premium-Version inklusive iPhone-Applikation angekündigt. Investitionen in Musik-Startups steigen (wieder) und mit MOG und Rhapsody gibt es auch auf der anderen Seite des Atlantiks spannende Streaming-Dienste, die mit innovativen Funktionen auf sich aufmerksam machen und für die Zukunft hoffen lassen.

mufin, die Berliner Musikentdeckungsmaschine, will sich da nicht lange bitten lassen und hat heute eine neue Version ihres sowohl in einer Gratis- als auch einer Pro-Version verfügbaren Desktop-Player veröffentlicht. Im August hatten wir zuletzt einen Blick auf das mufin player genannte Tool geworfen.

Der mufin player ist eine vollwertige Windows-Software zum Abspielen und Verwalten der eigenen Musiksammlung. Das Programm tut sich durch seine Sortier-Optionen hervor, die auf mufins mit dem Fraunhofer Institut entwickelter Technologie zur Klanganalyse basieren. Auch liefert das Tool klangbasierte Musikempfehlungen auf Basis einer Datenbank von acht Millionen Tracks und erlaubt die Integration von Twitter und Facebook, um Kontakte über aktuell gehörte Titel zu informieren.

Für einmalig 19,99 Euro ermöglicht der mufin player pro neben einigen kleineren Zusatzfeatures die Darstellung der Musiksammlung als so genanntes “interaktives 3D-Klanguniversum”, bei dem sämtliche Songs auf der Festplatte anhand ihrer klanglichen Eigenschaften visualisiert werden.

Die neue Version des mufin player bietet neben diversen kleineren Verfeinerungen am 3D-Klanguniversum (u.a.
Multitouch-Unterstützung für Windows 7 Touch-Geräte) als größte Neuerung den Onlinespeicher mufin.drive. Damit lassen sich aus der Abspielsoftware heraus Titel in den persönlichen mufin-Speicherplatz im Web laden und dort auch anhören. Gratis-Nutzer erhalten 1 Gigabyte, zahlende User 3 Gigabyte.

Während die Möglichkeit des direkten Uploads/Backups von Tracks für regelmäßige Benutzer des mufin player praktisch sein kann, fällt es mir schwer, die relativ niedrig angesetzte Seicherplatzmenge nachzuvollziehen. 3 Gigabyte bieten Platz für etwa 600 Songs – viele User dürften ein deutlich größeres Archiv haben, was sie dazu zwingt, mühsam zu selektieren.

Womöglich hat sich mufin an tunesBag oder Ciiju orientiert, die ebenfalls den Upload der eigenen Musiksammlung erlauben und ähnliche Begrenzungen haben. Aber zumindest gegenüber Premium-Nutzern könnte mufin etwas generöser sein – im eigenen Interesse, immerhin möchte man ja so viele User wie möglich von mufin pro überzeugen. Wenn ich damit nur einen Bruchteil meines MP3-Archivs online sichern kann, verzichte ich lieber ganz. Aber vielleicht sehen das andere Benutzer anders.

Der mufin player kann hier heruntergeladen werden.

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1 Kommentar

  1. Petar
    schrieb am 28. April 2010 um 12:43 Uhr (#)

    Hi Martin,

    erstmal vielen Dank für den ausführlichen Bericht. Für die gesamte Sammlung sind 1GB oder selbst 3GB sicherlich zu wenig. Die Idee war hier das ähnlich einem MP3 Player nur die wichtigsten Tracks immer mit dabei sind. Es wäre aber eine gute Variante verschiedene Speicherpakete anzubieten mit denen jeder die Größe seines mufin.drives anpassen kann.

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