Buchempfehlungen:
LovelyBooks setzt auf die
Kompetenz seiner Nutzer

Was bringt mehr Relevanz: Empfehlungen von Menschen oder Maschinen? Die Buch-Community LovelyBooks setzt mit einer neuen Funktion auf den Faktor Mensch.

Maßgeschneiderte, personalisierte Empfehlungen sind ein Dauerbrenner im Netz – nicht nur, weil sie Menschen dabei helfen, mit wenig Ressourceneinsatz zum gewünschten Ziel/Ergebnis zu kommen, sondern auch, weil es noch viel Raum für Verbesserungen gibt. Die ultimative Empfehlungsmaschine für Inhalte/Produkte/Services existiert bisher nicht. Es ist noch nicht einmal klar, was letztlich besser funktioniert: algorithmische oder von Menschen gemachte Empfehlungen.

Durch die Übernahme des Frage-Antwort-Dienstes Aardvark hat Google kürzlich deutlich gemacht, das es sich zumindest nicht komplett auf die Macht der Algorithmen verlassen möchte. Auch LovelyBooks, die nach eigenen Angaben führende Buch-Community in Deutschland, scheint das so zu sehen und setzt mit der neuen Funktion “Buchfrage” auf den Faktor Mensch.

Die Holtzbrinck-Tochter bezeichnet Buchfrage als “weltweit erste Applikation für persönliche Buchempfehlungen.” Über den neuen Bereich können Besucher beliebige Fragen rund um Bücher in die Eingabemaske eingeben und anschließend auf Antworten der LovelyBooks-Community warten. Derzeit gestellte Fragen reichen von ähnlichen Autoren/Büchern gelesener Titeln bis zu Entscheidungshilfen beim Buchkauf.

Auch nicht registrierte User können Fragen stellen oder beantworten. Dabei können Buchtitel und Autoren direkt aus der LovelyBooks-Datenbank mit rund 100.000 Leser-Rezensionen importiert werden.

LovelyBooks Buchfrage ist somit eine spezialisierte Frage-Antwort-Plattform, die sich im Vergleich zu Frage-Portalen wie gutefrage.net oder Yahoo! Clever thematisch eingrenzt und durch eine aktive Nutzerschaft von ausgewiesenen oder selbsternannten Buchkennern die Chancen auf zahlreiche und qualitativ hochwertige Antworten erhöhen will. Ein schneller Blick auf aktuelle Fragen zeigt, dass ein Großteil bereits Reaktionen erhalten hat.

Für LovelyBooks ist Buchfrage natürlich nicht nur eine zusätzliche Funktion für die eigenen Mitglieder, sondern auch ein Marketinginstrument, um neue User auf die Site aufmerksam zu machen. Dafür noch besser geeignet sein dürfte das in der Planung befindliche Widget, mit dem jede Website, jeder Blog und jeder Shop eine Buchfrage&Antwort-Box integrieren können soll, ohne dass Nutzer von der Site weggeleitet werden.

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4 Kommentare

  1. Daniel Niklaus
    schrieb am 20. April 2010 um 23:09 Uhr (#)

    Was bringt mehr Relevanz: Empfehlungen von Menschen oder Maschinen?

    1. Hitlisten von Interessengenossen mit hoher Übereinstimmung
    2. Hitlisten
    3. “Experte” im Gebiet
    4. Clevere Algorithmen, die auf von Hand eingegebene Bewertungen aufbauen und Userverhalten integrieren (pandora)
    5. Algorithmen
    6. Freunde die keine Ahnung vom Thema haben

  2. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 21. April 2010 um 09:00 Uhr (#)

    Ja das klingt doch recht plausibel, ich würde das so unterschreiben. Was genau meinst du mit 2. Hitlisten? z.b. Verkaufscharts?

    1. Daniel Niklaus
      schrieb am 21. April 2010 um 09:29 Uhr (#)

      ja, genau. Was den meisten gefällt, gefällt den meisten

  3. Andreas
    schrieb am 20. Juni 2010 um 17:26 Uhr (#)

    Reicht das Amazon-Prinzip “Kunden, die diesen Artikel gekauft haben, kauften auch” zusammen mit den zahlreichen Amazon-Rezensionen für gute Empfehlungen nicht aus?

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