Digitale Musik:
steereo füllt mit Desktop-Client
die Spotify-Lücke

Spotifys Deutschlandstart steht in den Sternen. steereo versucht mit einer Desktop-Software für Windows-PC und Mac, die Lücke zu füllen.

steereo
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Während der populäre Musikdienst Spotify in einigen europäischen Ländern seinen kometenhaften Aufstieg feiert, können Nutzer im deutschsprachigen Raum das Ganze nur von der Seitenlinie betrachten. Hier ist Spotify offiziell noch nicht verfügbar, und nichts deutet auf einen baldigen Start des Streamingangebots hin.

Das lässt Raum für nationale Angebote, die ebenfalls das kostenlose On-Demand-Anhören von Millionen von Songs in der Cloud ermöglichen. Nachdem roccatune im Vorjahr dicht machen musste und Last.fm gerade sein On-Demand-Streaming eingestellt hat, buhlen noch zwei Steamingdienste um die Gunst der Hörer in Deutschland: simfy und steereo. Und mit seiner neuen Desktop-Applikation kommt steereo dem Spotify-Feeling dabei einen Schritt näher.

Die für Windows-PCs und Mac verfügbare Software bringt die rund zwei Millionen Songs aus dem steereo-Archiv auf den Desktop und sorgt bei Hörern so für ein eher mit Desktop-Tools wie iTunes oder Winamp vergleichbares Nutzererlebnis.

Wer nicht weiß, was er hören möchte, oder über die Suchefunktion nicht fündig wird, kann wie bei steereos Weboberfläche aus einer Reihe von Genres und Chartlisten auswählen. Titel können per „Drag and Drop“ zu Playlists oder Favoriten hinzugefügt werden.

Die Anwendung ist übersichtlich, wirkt aufgeräumt und ist intuitiv zu bedienen – was vielleicht auch damit zu tun haben könnte, dass sich das zur Holtzbrinck-Gruppe gehörende Startup aus München stark von der Benutzeroberfläche des US-Musikdienstes Grooveshark hat inspirieren lassen

Die steereo-Applikation ist gewissermaßen eine Desktopversion des Interfaces von Grooveshark. Davon kann man halten was man will, aber in jedem Fall werden sich Grooveshark-Nutzer sofort zu Hause fühlen. Wünschenswert wäre eine Möglichkeit, die Software im Tray des Betriebssystems verstauen zu können, um sie nicht ständig in der Taskleiste liegen zu haben.

Im Gegensatz zu Spotify, das keine Browservariante anbietet und in der Basis-Version für den Desktop kostenlos ist, steht die Desktop-Anwendung von steereo nur zahlenden Premium-Mitgliedern zur Verfügung. Diese kostet zwischen 2,99 und 4,99 Euro monatlich je nach Vertragslaufzeit und will Nutzer neben der steereo-App auch durch das Fehlen von Werbung sowie durch bessere Tonqualität locken (192-320 kbit/s).

Im nächste Schritt wird die Desktop-Software einen Offline-Modus erhalten, mit dem auch ohne Internetverbindung auf das Musikprofil und bestehende Playlists zugegriffen werden kann. In ein bis zwei Monaten soll für Premium-Nutzer außerdem eine iPhone-Applikation an den Start gehen, mit der sich Musik von unterwegs aus streamen lässt.

Jeder, der steereos Desktop-Tool ausprobieren möchte, kann einen Monat lang unverbindlich Premium-Mitglied werden – laut Angaben auf der Site, ohne danach kündigen zu müssen. 20 netzwertig.com-Lesern stellt steereo freundlicherweise eine kostenlose, sechsmonatige Premium-Mitgliedschaft zur Verfügung. Wer Interesse hat, hinterlässt einen Kommentar unter Angabe einer E-Mail-Adresse im entsprechenden Feld.

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43 Kommentare

  1. Timm
    schrieb am 18. April 2010 um 12:06 Uhr (#)

    Diese spotify-Konkurrenz würde ich doch gerne mal ausprobieren!

  2. Wolf
    schrieb am 18. April 2010 um 12:14 Uhr (#)

    Bekunde hiermit Interesse.

  3. Martin
    schrieb am 18. April 2010 um 12:14 Uhr (#)

    Das kling sehr interessant, ich hätte großes Interesse das mal auszuprobieren. Vor allem ob der Client auch unter Linux mit Wine läuft.

    1. Till
      schrieb am 19. April 2010 um 12:16 Uhr (#)

      An der Linux App bin ich (der Entwickler der Desktop App) gerade dran. Bräuchte aber noch paar Leute, die das testen würden. Bei Intersse einfach kurz ein Kommentar auf: http://blog.steereo.de/20…steereo-desktop-app/

  4. Benjamin Jörissen
    schrieb am 18. April 2010 um 12:15 Uhr (#)

    Eine gute Gelegenheit, in das mp3-Streaming einzusteigen – danke!

  5. Finchy
    schrieb am 18. April 2010 um 12:17 Uhr (#)

    Möchte ich auch sehr gerne austesten, vielen Dank fürs tolle Angebot!

  6. Hendric
    schrieb am 18. April 2010 um 12:17 Uhr (#)

    Mangels Spotify, sehr gerne!

  7. Thomas
    schrieb am 18. April 2010 um 12:23 Uhr (#)

    Ich würde steereo premium auch gern mal ausprobieren.

  8. Tobi_as
    schrieb am 18. April 2010 um 12:25 Uhr (#)

    Klingt interessant, wäre sehr gerne dabei.
    Frage: Gibt’s ne Lastfm-Scrobble-Integration?

    1. Till
      schrieb am 19. April 2010 um 12:20 Uhr (#)

      Die Last.fm Integration inkl. Scrobbeln und Import der Favoriten kommt bald. Aktuell arbeite ich aber an der Offlinefunktionalität.

    2. Frank
      schrieb am 30. April 2010 um 11:43 Uhr (#)

      Daumen hoch für’s Scrobbeln. Würde mich sehr freuen, wenn’s das bald gäbe.

  9. Mathias Vettiger
    schrieb am 18. April 2010 um 12:27 Uhr (#)

    Ja, hier, gerne!

  10. blaugraufrau
    schrieb am 18. April 2010 um 12:38 Uhr (#)

    ich hätte sehr gerne einen premium-account. danke im voraus!

    und “does it scrobble?” finde ich auch interessant

  11. troutman
    schrieb am 18. April 2010 um 12:39 Uhr (#)

    ich hätte auch großes Interesse daran. Und die Antwort auf die Frage von Tobi_as zwecks last.fm-Unterstützung würde mich auch brennend interessieren.

  12. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 18. April 2010 um 12:46 Uhr (#)

    Nope, Last.fm-Support scheint’s bisher nicht zu geben.

  13. Teja
    schrieb am 18. April 2010 um 12:47 Uhr (#)

    Liebe Netzwertiger,

    klingt sehr gut. Ich würde es gerne mal für ein halbes Jahr ausprobieren…

    Danke!

  14. Pascal
    schrieb am 18. April 2010 um 12:48 Uhr (#)

    Würde mich über eine Einladung freuen. Danke.

  15. Seven
    schrieb am 18. April 2010 um 12:49 Uhr (#)

    Endlich mal ein spotify ähnlicher Dienst in Deutschland :)

  16. Kai-Christian
    schrieb am 18. April 2010 um 12:51 Uhr (#)

    Ja, ich würde steereo auch gerne 6 Monate testen.

  17. puups
    schrieb am 18. April 2010 um 12:52 Uhr (#)

    Würde mich auch über eine Einladung freuen! Vielen Dank

  18. Martin
    schrieb am 18. April 2010 um 12:52 Uhr (#)

    Gern! :)

  19. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 18. April 2010 um 13:10 Uhr (#)

    Drei sind noch da.

  20. Theresa
    schrieb am 18. April 2010 um 13:15 Uhr (#)

    Eine gute Gelegenheit, hier einzusteigen!

  21. Dirk
    schrieb am 18. April 2010 um 13:17 Uhr (#)

    Da mich die Werbung auch sehr stört, würde ich auch gerne einmal die Premiumvariante testen! ;)

  22. ysamjo
    schrieb am 18. April 2010 um 13:29 Uhr (#)

    würde ich auch mal ausprobieren!

    1. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 18. April 2010 um 19:43 Uhr (#)

      So bis hierhin haben alle ihren Premium-Code erhalten. Mehr gibt’s leider nicht.

  23. Hauke
    schrieb am 18. April 2010 um 13:52 Uhr (#)

    So lange sowas von Apple nicht in Sicht ist würde ich mir Steereo liebend gerne angugcken!
    Vielleicht bin ich später ja auch bereit was zu bezahlen.

  24. Hauke
    schrieb am 18. April 2010 um 14:03 Uhr (#)

    Mmh war ich jetzt zu spät? So ein Ärgernis nur weil ich mir noch einen Kaffee gemacht habe.

  25. Jens Krahe
    schrieb am 18. April 2010 um 14:09 Uhr (#)

    Ich würde allerdings nicht raten, den Newsletter zu abbonieren. Den kann man nämlich nicht mehr über den Newsletter abmelden…

    Ansonsten ist das Produkt wirklich zu empfehlen. Wenn Ihr noch ein premium Abo habt, würde ich auch gerne eines haben.

  26. Jakob
    schrieb am 18. April 2010 um 14:10 Uhr (#)

    Was ich bei den ganzen Spotify-Berichten immer nicht verstehe ist die Tatsache, dass Napster als Alternative immer außen vor gelassen wird. Napster bietet schon seit Jahren einen Streaming-Dienst (per Software oder Browser) für 9,99 Euro im Monat an (mittlerweile 10 Mio. Titel im Katalog). Außerdem ist auch ein (natürlich DRM-geschützter) Download möglich und für 5 Euro extra darf man die Songs auch auf mobilen Playern abspielen.

  27. Stefan
    schrieb am 18. April 2010 um 16:00 Uhr (#)

    Testen würde ich es ja mal…

  28. Dominik
    schrieb am 18. April 2010 um 17:45 Uhr (#)

    Ich schließe mich Jakob mal an, denn auch mir fehlt die Erwähnung von Napster immer, wenn es darum geht für einen monatlichen Obulus (hier 3-5 Euro) Musik hören zu können soviel man will. Da man die Titel bei Napster runterladen und auch offline hören kann, ist es die 10 Euro Wert. Einzig die Software von Napster ist gelinde gesagt eine Baustelle die stiefmütterlich behandelt wird – aber wenn sie läuft läuft sie und der Flashplayer zum über’s Web überall hören funktioniert tadellos.

    1. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 18. April 2010 um 19:45 Uhr (#)

      Also ausschließlich kostenpflichtiger Dienst ist Napster eben keine vergleichbare Alternative. Und deshalb taucht Napster in Artikeln rund um in der Basisversion kostenlose Streaming-Service häufig nicht auf.

    2. Dominik
      schrieb am 18. April 2010 um 20:17 Uhr (#)

      Das ist natürlich ein verständliches Argument. Daran hatte ich so gar nicht gedacht =)

    3. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 18. April 2010 um 20:23 Uhr (#)

      Eine solche Einsicht ehrt dich, das hat man nicht oft in Kommentardiskussionen :)

  29. paulinepauline
    schrieb am 18. April 2010 um 23:03 Uhr (#)

    mist, erst war ich zu früh, und jetzt zu spät dran. :(

    1. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
      schrieb am 19. April 2010 um 08:38 Uhr (#)

      Immerhin kannst du den kostenlosen Testmonat nutzen (ohne dass man danach kündigen muss).

  30. Till
    schrieb am 19. April 2010 um 12:40 Uhr (#)

    Wir sind auch offen für alle Featurewünsche:
    http://blog.steereo.de/20…steereo-desktop-app/

  31. Christoph
    schrieb am 21. April 2010 um 14:34 Uhr (#)

    Der Artikel, der von mir verlinkt wurde, hat ab sofort eine neue Adresse:

    Die steereo-Applikation ist gewissermaßen eine Desktopversion des Interfaces von Grooveshark.

    Benutzt bei dieser Stelle bitte folgenden Link: http://www.dailypod.de/?p=1369

  32. Christian Krause
    schrieb am 25. April 2010 um 19:16 Uhr (#)

    Desktop Applikation ja… aber Spotify Feeling?
    Gerade das will sich bei mir aufgrund der katastrophalen Navigation nicht einstellen.

    1. Till
      schrieb am 25. April 2010 um 19:30 Uhr (#)

      Was genau findest Du denn an der Navigation katastrophal?

  33. Schreibt hier auf dem Blog Martin Weigert
    schrieb am 26. April 2010 um 07:04 Uhr (#)

    Kann ich auch nicht so nachvollziehen. Ist doch recht intuitiv. Was – wie ich finde – gar nicht mal immer auf Spotify zutrifft.

  34. Christian
    schrieb am 28. April 2010 um 09:42 Uhr (#)

    Interesse.

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