Transparenz:
Wie das Netz Vertrauen schafft

Das Netz macht Menschen transparenter denn je, mit negativen und positiven Folgen. Noch nie war es leichter, die Vertrauenswürdigkeit von Wildfremden zu beurteilen.

Am 16. März gab Blogger und Journalist Konstantin Winkler bei Twitter bekannt, dass er sein Ticket für die diesjährige re:publica verkauft. re:publica ist eine der größten Konferenzen in Deutschland rund um Blogs, das Social Web und die Digitalisierung. Sie findet vom 14. bis 16. April in Berlin statt.

Konstantins Tweet lies mich aufhorchen, denn ich hatte mir vorgenommen, dieses Jahr auch zur re:publica zu fahren. Die günstigsten Tickets waren jedoch schon ausverkauft, und so dachte ich mir, warum nicht 20 Euro sparen, indem ich Konstantin sein rabattiertes Blogger-Ticket abkaufe?!

Also schaute ich auf seinem Twitter-Profil nach, fand dort die die URL seiner Website und auf dieser dann seine E-Mail-Adresse. Ich nahm per Mail Kontakt mit ihm auf, signalisierte mein Interesse, er antwortete mit seinen Kontodaten, woraufhin ich ihm das Geld überwies. Nach dessen Eingang erhielt ich von Konstantin das PDF-Ticket für die re:publica.

Und warum erzähle ich das? Konstantin und ich haben, soweit ich mich erinnere, noch nie ein Wort miteinander gewechselt – weder persönlich noch digital. Wir kannten uns also nicht – und doch herrschte ein gewisses Vertrauensverhältnis zwischen uns: Denn wir folgen einander schon seit einiger Zeit bei Twitter. Wahrscheinlich länger als ein Jahr.

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Linkwertig:
Digital Due Process, Xing, Smava, Twitter

Digital Due Process
Eine heterogene Gruppe an Unternehmen und Organisationen (Google, Microsoft, AT&T, Salesforce.com, AOL, Intel, Loopt oder die Electronic Frontier Foundation) möchte mit dem Digital Due Process den bisherigen Electronic Communications Privacy Act modernisieren.

» Our stand for digital due process
» Coalition of Tech Companies Wants to Give You Digital Due Process

 

Xing
Xing nennt Zahlen zum Geschäftsjahr 2009.

8,75 Mio. Mitglieder (+26%), dabei 687.000 Premium-Mitglieder (+25%). Besonders freue ich mich dabei über das Mitgliederwachstum in Spanien (+25% auf 1,02 Mio.) und der Türkei (+57% auf 720.000) – und in unserem „Heimatmarkt“ Deutschland-Österreich-Schweiz konnten wir unseren Vorsprung ebenfalls klar ausbauen (+26% auf 3,74 Mio.).

» Wachstum, Innovation und Weichen für die Zukunft: Das XING-Geschäftsjahr 2009

 

Twitter
Die Startseite von Twitter erstrahlt seit gestern in neuem Glanz. Neben den Trending Topics und einigen empfohlenen Usern werden auch populäre Tweets aggregiert.

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Linkwertig:
Internet Operating System, WePad, Yahoo, John Hagel

Déjà-vu
Die Debatte um das Zugangserschwerungsgesetz wiederholt sich nun auf europäischer Ebene. EU-Kommissarin Cecilia Malmström in der FAZ:

Die Kommission legt an diesem Montag einen Richtlinienentwurf vor, der zumindest innerhalb der Europäischen Union mit den dunklen Ecken des Internets und den kriminellen Bildern von Kindesmissbrauch aufräumen soll.

» Dunkle Ecken des Internets aufräumen
» Und täglich grüßt Zensursula
» AK-Zensur antwortet Cecilia Malmström

 

Internet Operating System
Tim O’Reilly bringt seine Gedanken zum Betriebssystem Internet auf den neuesten Stand.

» The State of the Internet Operating System

 

WePad
Das WePad scheint bei den deutschen Verlagen Anklang zu finden. Gruner + Jahr tüftelt schon an WePad-Versionen für Stern, Gala, Geo & Co., auch mit Burda und Springer ist man im Gespräch.

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Freies Internet:
Das iPad ist keine Bedrohung

In wenigen Tagen beginnt der Verkauf des iPad – zunächst in den USA, zwei bis drei Wochen danach auch in Europa. Dieses Ereignis wird – genau wie die Produktvorstellung vor einem Monat – in der Netzwelt zu widerstreitenden Emotionen führen.

Das iPad kommt: Am Samstag liefert Apple die ersten Geräte aus. Die einen freuen sich schon heute darauf, die neue Art des Umgangs mit einem Computer (und dem Internet) dann endlich selbst austesten zu können. Die anderen würden am liebsten auf die Barrikaden gehen: Weil sie im iPad eine weitere Attacke auf das “Freie Internet” sehen.

Eins ist jedenfalls klar: Folgenlos wird diese Markteinführung nicht bleiben. Der unter den “Digirati” aktuell vermutlich am kontroversesten diskutierte Trend – und das iPad ist hier nur die Speerspitze einer Bewegung, die mit den Smartphones schon ordentlich Fahrt aufgenommen hat – ist die Ver-Appisierung des Webs.

Nach dem großen Erfolg des iPhones und Apples App Store geht die Angst vor Walled Gardens um, abgeschlossenen Gärten im Internet, in denen die Gerätehersteller und Plattformbetreiber bis ins Detail kontrollieren, welche Inhalte mit welchen Anwendungen konsumiert werden.

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Endlose Debatte:
Bezahlinhalte-Kritik ist kein Geschäftsmodell

Seit über einem Jahr diskutiert die Medien- und Webbranche über Sinn und Unsinn von Bezahlinhalten. Es ist an der Zeit, eine scheinbar unendliche Debatte zu beenden.

Wenn es ein Thema gibt, das in diesen Monaten den digitalen Diskurs bestimmt, so ist es die leide Debatte über bezahlte journalistische Angebote im Netz. Gefühlt mehrmals täglich stoße ich über Twitter, meinen RSS-Reader oder Rivva (das leider erneut offline ist) auf Artikel, die mir erklären, warum Paid Content im Internet nicht funktionieren kann. Oder warum doch, allerdings sind solche Beiträge eher die Seltenheit.

Als im Herbst 2008 die Finanzkrise über uns hereinbrach und sich Unternehmen weltweit auf harte Zeiten vorbereiteten, dauerte es nicht lange, und die Diskussion über die Notwendigkeit von kostenpflichtigen Inhalten war (wieder einmal) in Gang.

Nach Jahren des Web-2.0-Booms, geprägt von steigenden Werbespendings im Onlinebereich und dem, was gerne als Kostenloskultur bezeichnet wird, fürchteten Verleger plötzlich, dass ihnen ein zu erwartender Einbruch der Anzeigeneinnahmen einen Strich durch ihre schöne Rechnung der Webexpansion machen würde.

Seitdem vergeht kaum eine Woche, in der nicht ein Journalist, Medienexperte, Verleger, Lobbyist, Politiker, Blogger oder eine Kombination daraus Stellung zum Konzept von Bezahlinhalten nimmt – entweder diese verteidigend, gegenüberstellend, oder kritisierend. Meist letzteres.

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Linkwertig:
Novell Pulse, News Corp, Ströme, jQuery

Novell Pulse
Novell hat mit Novell Pulse eine Plattform zur Kollaboration auf Basis von Google Wave vorgestellt. Über das Google Wave Federation Protocol spielen Pulse und Wave auch brav zusammen.

» Novell Pulse and Google Wave Collaborate in Real-time

 

Paid Content
Nach monatelangem Säbelrasseln macht News Corp. endlich ernst und wird die Times und die Sunday Times ab Juni nur gegen Bezahlung online zugänglich machen.

» Times’ New Pay Sites: £1 A Day, £2 A Week, Starting June

 

Ströme
Jeff Sayre sinniert über semantische dezentrale Ströme, Offenheit, Microblog-Ozeane und die damit verbundenen Technologien und Standards.

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Samstag App Fieber:
Buzz-Charts, PersonalNews, Social Media Planner

In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.

Dieses Mal: Buzz-Charts – Charts für Google Buzz; Social Media Planner – ein Helferlein für Social Media Marketing; und PersonalNews – individuelle Tageszeitungen gestalten.

 

Buzz-Charts
Buzz-Charts
Buzz-Charts generiert – der Name deutet es an – einige Charts für Google Buzz. Ganz nett dabei ist, dass sich das Tool nicht auf die offensichtlichen Metriken stürzt (Anzahl an Folgenden usw.), sondern eher das Verhalten analysiert. Man erfährt etwa, wie viele Buzzes ein User gepostet hat, wie viele Worte diese durchschnittlich enthalten, aus welchen Quellen die Buzzes stammen, wie viele Kommentare abgegeben wurden und mit wem man am meisten kommuniziert.

 

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Wiederholungstäter:
Facebooks zunehmendes Vertrauensproblem

Mit einer anstehenden Änderung für die Datenübermittlung an externe Websites will Facebook wieder einmal seinen Handlungsspielraum erweitern. Und zerstört damit Vertrauen.

Facebook hat ein Problem – angesicht von über 400 Millionen Nutzern und ungebrochenem Wachstum sicherlich ein Luxusproblem, aber dennoch eins mit unabsehbaren Folgen: Facebook verliert zunehmend mein Vertrauen, genau wie das vieler anderer interessierter Beobachter des weltweit größten sozialen Netzwerks.

Der Grund: Facebook hat sich mindstens einmal zu oft aus dem Fenster gelehnt und deutlicht gemacht, dass es für eine fortschreitende Monetarisierung bereit ist, über Grenzen zu gehen.

Das Disaster mit dem später eingestellten Werbeprogramm Beacon war ein erster Ausrutscher, diesen konnte ich locker verzeihen. Die Transformation von einer Plattform für die private Kommunikation hin zu einer für den öffentlichen Dialog mit all seinen Implikationen schlug mir aufgrund deutlich unterschiedlicher Anwendungsszenarien schon etwas mehr auf den Magen. » weiterlesen

Linkwertig:
Foursquare, AdWords, Social Media, Datenschutz

Bing und Foursquare
Microsoft hat gestern neben einigen anderen Features auch die Integration der lokalen Daten von Foursquare in die Bing Maps angekündigt.

» New Stuff Coming From Bing This Spring

 

Global Information Technology Report
Das World Economic Forum hat den Global Information Technology Report für 2009/2010 veröffentlicht. Schweden steht an der Spitze der 133 bewerteten Nationen, die Schweiz liegt auf Platz vier, Deutschland und Österreich liegen auf den Plätzen 14 bzw. 20.

» Sweden is the World’s Most Networked Country

 

Remarketing
Steter Tropfen höhlt den Stein: AdWords-Kunden können Besucher jetzt über das gesamte Google Content Network verfolgen.

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Linkwertig:
ClickandBuy, Zensur, Cloud-Computing, Humangrid

Facebook und Twitter
Der Monitoring-Dienst Pingdom hat verglichen, wie häufig Facebook und Twitter in den Medien erwähnt werden. Das Ergebnis ist ein verblüffender Paarlauf beider Dienste.

» Facebook and Twitter, hand in hand in the news

 

ClickandBuy
Die Deutsche Telekom hat ClickandBuy übernommen.

Mit dem Erwerb von Firstgate positioniert sich die Deutsche Telekom als einer der führenden Anbieter von Online-Payment-Lösungen.

» Deutsche Telekom übernimmt ClickandBuy

 

Selbstdisziplin
Kevin Marks vergleicht die britische Digital Economy Bill mit den Zensur-Techniken in China und findet einige Parallelen.

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