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Rivva, Hype Machine, Netzkultur, Apple Tablet

Rivva
Rivva öffnet den Twitter-Agent (unsere Preview) für einen größeren Kreis an Benutzern. Wer will kann zudem seinen personalisierten Buzz-Tracker öffentlich machen.

Eine Funktion hat den Nerv der Zeit dabei ganz besonders getroffen: “Buzz” überträgt das Rivva-Prinzip auf die eigenen Twitter-Freunde und filtert so den aktuellen Nachrichtenstrom durch die Empfehlungen aus dem persönlichen Netzwerk.

» Float on

 

Hype Machine
Hype Machine, der sympathische Aggregator von Musikblogs, hat begonnen, den Music Blog Zeitgeist für 2009 zu veröffentlichen. Die beliebtesten Künstler, Alben und Tracks werden im Laufe der Woche bekanntgegeben.

» Music Blog Zeitgeist

 

Netzkultur
Interview mit Geert Lovink, einem der Netzaktivisten der ersten Stunde, in der FAZ. Stellenweise wirkt er zwar etwas nostalgisch, aber er thematisiert auch einige selten angedachte Probleme mit dem Web als Massenmedium.

» Wem läuft die Netzavantgarde nach, Herr Lovink?

 

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App Economy:
Die Softwarebranche wird zum “Hit-Driven Business”

Deutlich über 100’000 Apps gibt es für das iPhone, gegen 20’000 für Android, und über die Zahl der kleinen, praktischen Web-Applikationen hat sowieso keiner mehr den Überblick. Die Softwarebranche bewegt sich von einem Industrie- zu einem Medienmodell. Und das hat tiefgreifende Konsequenzen.

Als die Automobilindustrie noch jung war, gab es allein in den USA deutlich über 1000 Autohersteller, in Europa etwa eine ähnliche Zahl. Klingt nach viel, aber gemessen an der Anzahl der Betriebe in anderen Branchen — Restaurants beispielsweise — ist das eine ziemlich kompakte Branche. Und heute sind von all diesen Startups natürlich nur eine Handvoll Riesenkonzerne übrig geblieben.
Die Autobranche ist der Inbegriff des industriellen Modells: Für die Herstellung von Automobilen sind viel Kapital, technische Expertise und aufwendige Distributionskanäle nötig. Solche Ressourcen stehen nur wenigen Branchenteilnehmern zur Verfügung, und darum neigen industriell geprägte Branchen zu recht starker Konzentration.

Bis vor einigen Jahren war die Software(produkt-)branche recht ähnlich strukturiert. Ein komplexes Softwareprodukt herzustellen und zu vertreiben war eine ausgesprochen teure Angelegenheit. Viele Softwarefirmen benötigten 30 oder 40 Millionen Dollar an Startkapital, um überhaupt nur im Markt Fuss fassen zu können. Danach war meistens weiteres Kapital aus einem Börsengang nötig. Logischerweise war so ein Aufwand nur für relativ wenige Firmen möglich. Die Softwarebranche folgte also lange einem stark industriell geprägten Modell.

Dann aber kam das Internet und mit ihm der fundamentale Wandel, den wir gerade erleben: Die modere Softwarebranche hat mehr mit der Welt von Medien und Entertainment zu tun als mit der Autoindustrie.

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Linkwertig:
Google Chrome, Gadgets, Magento, Musikkassetten

Google Chrome
Google Chrome hat im Dezember Apples Safari überholt und ist jetzt mit 4,6 Prozent Marktanteil der drittgrößte Browser.

» Chrome überholt Safari

 

Gadgets
neuerdings.com prognostiziert einige Trends bei Gadgets im Jahr 2010:

2010 wird das Jahr der wirklich smarten Mobiltelefone, der elektronischen Bücher und mehr Rechnerleistung bei geringerem Energiebedarf.

» Gadgets 2010: Smartphones, Cloud und E-Books

 

Magento
Exciting Commerce kürt Magento zum Innovationstreiber des Jahres.

Eine netzwerkartig strukturierte Shoppingplattform ist derzeit für den Online-Handel eine der wenigen denkbaren Alternativen, um zentralistisch betriebenen Systemen wie Amazon, Ebay & Co. kurzfristig Paroli bieten und mittelfristig den Rang ablaufen zu können.

» Exciting Commerce Stars 2009: Der Innovationstreiber des Jahres ist Magento

 

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E-Book-Reader, Smartphones & Co.:
Der Kampf um die nächste Generation digitaler Inhaltskanäle

E-Book-Reader setzen sich im Massenmarkt durch, das Apple Tablet kommt wohl doch, und Smartphones etablieren sich als wichtiger Kanal für Internet-Content. Digitale Inhalte lösen sich immer mehr vom PC und werden hochmobil. Schafft es die Medienbranche diesmal, aus dieser Entwicklung Gewinn zu schlagen?

Die Meldung erhielt über die Festtage nur wenig Aufmerksamkeit, ist aber vielleicht einer der wichtigsten Internet-Meilensteine der letzten 10 Jahre: Amazon, bekanntlich der grösste Buchversender der Welt, verkaufte am Weihnachtstag 2009 erstmals mehr e-Books als physische Bücher. Amazons eigener e-Book-Reader Kindle hat definitiv den Mainstream erreicht, und die Konkurrenz von Sony, Barnes & Noble und Txtr folgt nach.

Ebenso erhärtet haben sich die Gerüchte, dass Apple bald mit einem Tablet auf den Markt kommen wird. Vergleichbare Projekte wie das ehemalige Crunchpad stehen ebenfalls in den Startlöchern.

Und natürlich sind Smartphones wie das iPhone oder Android-basierte Modelle schon lange vom reinen Kommunikationsgerät zum Kanal für digitale Inhalte aller Art mutiert. Die Kategorie “News” im iTunes App Store enthält beispielsweise nicht weniger als 3000 Apps, angeführt von Marktführern wie CNN und BBC. Und die e-Book-Kategorie auf dem iPhone explodiert geradezu.

Was diese drei Trends gemeinsam haben: Hier entstehen neue Plattformen für den Konsum digitaler Inhalte, die vom PC komplett losgelöst und für den mobilen Einsatz konzipiert sind.

Wer ein e-Book auf dem Kindle kaufen will, braucht keinen PC oder Mac und bleibt von der entsprechenden Komplexität verschont. Kein Wunder also, dass Amazon mit seinem e-Book-Reader eine unerwartete Zielgruppe bei nicht so PC-affinen Menschen gefunden hat, beispielsweise älteren Frauen.

Das ist ein massiver Schritt weg vom alten iPod-Modell, das immer auf den PC als zentrale Download- und Speicherungsinstanz angewiesen war. Die guten alten MP3-Player waren Zusatzgeräte zum PC, aber die neue Generation der Content-Devices steht für sich alleine, basiert auf einem eigenen Ökosystem und kann darum auch neue Geschäftsmodelle eröffnen.

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