In der FAZ sind ein Interview mit Jaron Lanier und ein langer Essay von ihm erschienen. In beiden Texten setzt sich Jaron Lanier kritisch mit dem aktuellen Stand des Internets auseinander. Eine Replik.
Jaron Lanier, unter anderem “Internet-Pionier” und Erfinder des Begriffs “virtuelle Realität”, wurde in der FAZ
interviewt und hat für sie auch einen
Essay verfasst.
Die Reaktionen auf Laniers Aussagen in der FAZ sind in der deutschen Blogosphäre bisher verhalten ausgefallen. Einige meinen, das liege daran, dass Lanier anspricht, was viele nicht wahrhaben wollen. Ich glaube, es liegt viel eher daran, dass Lanier mit leicht anderer Wortwahl den Kulturpessimismus der hiesigen Konservativen eins zu eins wiederholt. Es sind die gleichen Thesen, die in der FAZ, angestossen von Schirrmachers Buch Payback, von verschiedenen Autoren vertreten werden. Aussagen, die man langsam leid ist, wieder und wieder zu widerlegen (und die Lanier teilweise bereits seit 2006 unter das Volk bringt, unter anderem bei SPON).
Nun denn, it’s a dirty job but someone’s gotta do it.
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ICQ
Der ICQ-Client bietet unter anderem Integration von Facebook, Twitter, YouTube, Flickr und anderen Diensten. Mit den Like- Und Comment-Optionen erscheint ICQ jetzt ein bisschen wie FriendFeed.
» With New Client, ICQ (Finally) Enters The Realtime Era
Oink
Der Betreiber der privaten, auf Musik spezialisierten Bit-Torrent-Site Oink, welcher im Oktober 2007 spektakulär verhaftet und dessen Site geschlossen wurde, wurde nun freigesprochen.
» BBC News – Music file-sharer ‘Oink’ cleared of fraud
txtr
Die Auslieferung des txtr-E-Readers verzögert sich weiter. Jetzt wegen Problemen in der Serienfertigung.
» Serienproduktion mit Schwierigkeiten : blog.txtr.com
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Presseverleger vs. Google
Die deutschen Zeitungs- und Zeitschriftenverleger gehen nach Angaben von Google beim Bundeskartellamt gegen den Suchmaschinengiganten vor.
» Deutsche Verleger gehen gegen Google vor | tagesschau.de
Google und Australien
Google zensiert in seinen Suchergebnissen einen Eintrag der satirischen Enzyklopädie Encyclopædia Dramatica in Australien.
» Google Agrees to Censor Encyclopedia Dramatica Entry in Australia
Login-Systeme
GigaOm fasst die aktuell vorhandenen und geplanten Login-Systeme von Facebook, MySpace, Twitter und Google zusammen.
» The Connect Wars: Facebook’s MySpace Beachhead, Twitter’s Coming Launch – GigaOM
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In dieser Rubrik stellen wir jede Woche einige Tools aus dem deutschen Sprachraum vor, die vor kurzem gestartet sind.
Dieses Mal: txt.io – ein wirklich minimalistischer Microblogging-Dienst; Directed Edge – ein Webservice für Empfehlungsplattformen; und die Twitter-SnowMap – eine Heatmap des Schneefalls in Deutschland.
txt.io
txt.io ist ein Microblogging-Dienst, der das ‘Micro’ besonders ernst nimmt und nur noch das konzeptionelle Minimum an Design und Features implementiert. Während sich andere Dienste primär über Features auszeichnen wollen, kann man bei txt.io kurze Texte posten und sonst nichts. Vor allem die Abwesenheit vom Befreunden und Followen wirkt mitunter durchaus befreiend. txt.io läuft auf der Google App Engine, zum Anmelden benötigt man also ein Google-Account.
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Die zwei ortsbasierten Social Networks Gowalla und Foursquare begeistern die Social-Web-Gemeinde. Beide haben Stärken und Schwächen. Am stärksten wären sie gemeinsam.
Gowalla und Foursquare
Seit mehreren Monaten nutze ich wie viele andere Social-Web-Enthusiasten
Gowalla und
Foursquare auf meinem iPhone, um virtuell an Orten einzuchecken, an denen ich mich gerade aufhalte. Lange Zeit konnte ich mich nicht entscheiden, welcher der beiden Dienste mir besser gefällt.
Zudem war und ist immer noch unklar, wer am Ende bessere Chancen hat, Netzwerkeffekte zu erreichen – die Grundvoraussetzung für einen Durchbruch in den Internet-Mainstream. Somit habe ich bisher ganz einfach beide Applikationen parallel eingesetzt, um damit in Restaurants, Bars, Clubs oder anderen relevanten Locations einzuchecken. Doch ein Optimalzustand ist dies natürlich nicht.
Gowalla und Foursquare sind sich unheimlich ähnlich. Die Unterschiede liegen in Details und einzelnen Teilfunktionen. Das Nutzungsszenario, der Prozess des Eincheckens sowie die Informationsbeschaffung über die Aufenthaltsorte meiner Freunde sind nahezu identisch.
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Geht es um die Auswirkungen der Digitalisierung auf die Medienwelt, werden Musik- und Filmwirtschaft oft ähnliche Schicksale nachgesagt. Dabei kann die Filmindustrie eigentlich deutlich zuversichtlicher in die Zukunft blicken.
Die Musikindustrie war der erste Arm der Medienbranche, welcher von der Digitalisierung gründlich auf den Kopf gestellt wurde. Spätestens mit dem Aufkommen von Napster um die Jahrtausendwende herum entwickelte sich das illegale Herunterladen von urheberrechtlich geschützten Songs und Alben zu einem Massenphänomen.
Vergleichsweise geringe Dateigrößen sowie ein Qualitätsunterschied zwischen CD und MP3, der nur von relativ wenigen, audiophilen Musikliebhabern wahrgenommen und geschätzt wurde, sorgten für einen dramatischen Strukturwandel, auf den die Plattenfirmen in keiner Weise vorbereitet waren.
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Google vs. China
China hat auf die Ankündigung von Google die erwartbare Antwort gegeben: Alle Firmen seien in China willkommen, solange sie sich an die chinesischen Gesetze halten.
» China Says Internet Firms Abiding by Its Laws Welcome
Denken vs. Internet
Interessantes Interview: Alexander Kluge spricht mit der FAZ über die Auswirkungen des Internets auf unser Denken. Anders als viele andere seiner Generation fühlt sich Kluge von den Daten nicht überflutet, man müsse sich nur seine eigenen Gärten der Ruhe anlegen.
» Alexander Kluge: Gärten anlegen im Daten-Tsunami
Electronic Frontier Foundation
Interessante Liste: Die Electronic Frontier Foundation nennt 12 Trends für 2010.
» 12 Trends to Watch in 2010
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Internetpolitik
Die Union will im Bundestag eine Enquête-Kommission berufen, die sich Gedanken über die Auswirkungen des Computerzeitalters macht und diesbezüglich zu einer mehrheitlich tragbaren Position kommen will. KoopTech zitiert aus dem Antrag.
» Nachhilfestunde für Parlamentarier in Sachen Netzpolitik
Nexus One
Das Nexus One hat nicht gerade einen fulminanten Verkaufsstart hingelegt – in der ersten Woche wurden gerade einmal 20.000 Geräte verkauft. Zum Vergleich: Das iPhone 3GS und das Motorola Droid wurden in den ersten Tagen eine Million bzw. 250.000 Mal verkauft.
» Google’s Nexus One phone sells a mere 20,000 in its first week
VZ-Netzwerke
Die VZ-Netzwerke andererseits sind mit dem Start von OpenSocial zufrieden.
Die zum und seit dem 07. Dezember 2009 gelaunchten Applikationen (Apps) externer Entwickler erfreuen sich bei den Mitgliedern von studiVZ/meinVZ und schülerVZ großer und unverändert zunehmender Beliebtheit. Sie wurden insgesamt rund 2,93 Millionen Mal installiert.
» VZ-Netzwerke ziehen positive Zwischenbilanz: OpenSocial-Konzept bereits nach einem Monat ein voller Erfolg
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Google droht offen mit dem Rückzug aus China — aufgrund von Zensur und Hacker-Angriffen. Aber geht es dem Suchmaschinengiganten dabei wirklich nur um Menschenrechte, oder stecken handfeste kommerzielle Interessen dahinter?
Der Text ist ungewöhnlich deutlich: Auf seinem offiziellen Blog kündigt Google unter dem Titel “
A new approach to China” an, seine bisherige China-Politik gründlich zu überdenken. Bisher hat Google sich kontroverserweise relativ brav an die Zensurvorgaben der chinesischen Regierung gehalten. Damit soll jetzt Schluss sein, auch wenn das bedeutet, dass sich Google ganz aus China zurückziehen muss. Als Hauptgrund werden Hackerangriffe angegeben, die eindeutig von China ausgingen und sich unter anderem gegen die Gmail-Accounts chinesischer Menschenrechtler richteten.
So weit, so löblich. Scheinbar kommt Google hier seinem Firmenmotto “Don’t be evil” nach und entscheidet sich für die moralisch unterstützenswerte Richtung, selbst um den Preis, das potentiell lukrative China-Geschäft zu verlieren. Schliesslich geht es um nichts weniger als den usermässig grössten Internet-Markt der Welt.
Aber steckt vielleicht noch mehr dahinter? Eine etwas genauere Analyse zeigt schnell, dass diese Ankündigung Googles geschäftlichen Interessen durchaus nachkommt.
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Google
Auf Google Documents wird man bald beliebige Dateien speichern können. Einzelne Files können bis zu 250 MB groß sein, der gesamte Speicherplatz ist aber auf ein heutzutage lausiges GB beschränkt.
» Upload your files and access them anywhere with Google Docs
Tagcrumbs
Tagcrumbs hat die von Martin angekündigte iPhone-App veröffentlicht.
» Remember and share places easily with the new Tagcrumbs iPhone app
Mozilla
Mozilla gibt einen kleinen Einblick in die Zukunft der Erweiterungen. Es scheint, also hätte man sich intern auf Jetpack geeinigt, klassische Erweiterungen dürften ein Auslaufmodell sein.
» The Future of Add-ons
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